Montag, 10. Dezember 2018

Ausstellung "Ödön von Horváth und das Theater" – Theatermuseum Wien



Vor einigen Jahren machte ich im Rahmen meiner theaterpädagogischen Ausbildung einen Sommer lang Theaterpraktika in Wien. Eine Woche verbrachte ich in einem kleinen Theater und betreute Kinder bei einer Theater-Freizeit. An einem der Tage stand ein Besuch im Theatermuseum Wien auf dem Plan und das war unser erstes Date.

Jahre später folgte das zweite Date mit dem Theatermuseum. Und dieses Jahr das dritte. Ihr seht, die Beziehung zwischen mir und dem Theatermuseum Wien bahnt sich zu einer festeren Sache an.
Aber es passt auch einfach gut zwischen uns. Wir haben gleiche Interessen und ich lerne viel in dieser Beziehung. Ich werde zum Staunen und zum Lachen gebracht und verliebe mich jedes Mal neu.


Unser neuestes Date fand im Rahmen der Ausstellung "Ödön von Horváth und das Theater" statt. Den Namen hatte ich schon gehört, aber ich hatte nie ein Stück von Horváth gelesen oder auf der Bühne gesehen. Schon Wochen vor der Reise hatte ich mir deshalb bei ebay gebrauchte Bücher mit Horváth-Stücken bestellt und bereits zwei davon gelesen. Sie gefielen mir und ich war angefixt. Ja, ich MUSSTe die Ausstellung besuchen. Das dritte Buch nahm ich mir mit auf die Reise nach Wien.

Wie immer war die Ausstellung wunderschön gestaltet. Das Theatermuseum überrascht mich immer wieder mit seinen fantasievollen Ausstellungskonzepten, mit der Inszenierung der Objekte und der absolut genialen Raumgestaltung. Die Ausstellungsräume der Sonderausstellungen sind an sich schon Bühnenbilder voller Requisiten, die einen in eine andere Welt treten lassen.


Im Foyer gibt es anhand von Fotos und Briefen einen ersten Kurzeinstieg in Ödön von Horváths Biografie, quasi als Basis für die Reise in seine Literatur.
Im Innenhof wurde eine Luftschaukel aufgebaut, als Remineszenz an sein Theaterstück "Kasimir und Karoline", das im ersten Ausstellungsraum genauer vorgestellt wurde. Und da sind wir auch schon bei dem Konzept der Ausstellung. Drei seiner Stücke wurden exemplarisch herausgepickt und in jeweils einem passend gestalteten Ausstellungsraum erläutert, mit Hintergrundinfos unterfüttert und angrenzenden Themen aus Horváths Leben bereichert.

"Kasimir und Karoline" spielt auf dem Wiener Prater, einem großen Rummel. Der Ausstellungsraum wurde passend mit Lichtern, Bänken, Holzverschlägen und – ja, wirklich! – einem halben Kettenkarussell ausgestattet. Sogar mit passender Geräuschkulisse und der Möglichkeit per Kopfhörern verschiedene Textausschnitte zu hören.


Der zweite, kleinere Ausstellungsraum bildet eine Metzgerei ab, wie sie in "Geschichten aus dem Wiener Wald" vorkommt. Eine geniale Idee und auch vom Licht her wunderbar kühl beleuchtet.






Der letzte Raum ist ein Wirtshaus, in dem ordentlich randaliert wurde. Scherben von Bierkrügen, abgerissene Dekoration und umgekippte Bierbänke machten das Durchlaufen des Raumes schwierig und interessant zugleich. Tolles Detail: die Bierkrüge und Bierdeckel wurden mit Zitaten bedruckt.
Als Stückvorlage diente "Italienische Nacht", das übrigens gerade in der Schaubühne Berlin gezeigt wird. Ich habe es noch nicht gesehen, aber es steht auf meiner "Guck-Liste".





Und mein Fazit? Ich bin Horváth-Fan geworden, definitiv. Ich mag seinen Schreibstil, unaufgeregt gesellschaftskritisch (eigentlich hasse ich dieses Wort, aber es passt so gut), witzig, mit absolut österreichischem Humor, der oft heftig und boshaft ist und immer mit einer Vorliebe für das Thema Tod jongliert.
Übrigens hat sich mein aktueller Gruppendrang-Kurs gerade für ein Stück entschieden – und es ist "Hin und Her" von Horváth! Und ja, der Stückvorschlag kam von mir ... hehe.


Übrigens sind auch die Dauerausstellungen sehr schön. Ich bin überall einmal durchgeflitzt, denn ich habe sie bei meinen vorherigen Besuchen schon gesehen. Besonders entzückend ist eine Sammlung feiner Marionettenfiguren, mit denen wohl auch ab und zu kleine Stücke gespielt werden. Hier der Raum, in dem sie ausgestellt sind:







Das Theatermuseum und ich, wir werden noch weitere Dates haben. Vielleicht nicht nächstes Jahr, aber doch immer wieder. Da bin ich mir sicher.

Solltet ihr mal in Wien sein und Lust auf einen Museumsbesuch haben, wisst ihr jetzt, wo ihr hin müsst. Und gebt dem Theatermuseum einen dicken Kuss von mir!


Montag, 3. Dezember 2018

So wirst du der perfekte Zuschauer! – 8 Tipps





Es ist Theatersaison und Theaterinteressierte im ganzen Land sitzen eingequetscht zwischen vielen anderen Menschen in großen und kleinen Sälen. Auch und gerade in Amateurtheater-Aufführungen.
Manchmal voller Freude, manchmal eher aus Pflichtgefühl, manchmal überrascht, manchmal gelangweilt.

Im Amateurtheater habe ich viel Kontakt zu den Zuschauern, spreche mit einigen Besuchern, stehe als Darstellerin selbst auf der Bühne und sitze als Regie selbst im Publikum und als Technik noch ein Stückchen weiter hinten.
So konnte ich über die Jahre positive und weniger positive Erfahrungen mit Zuschauern sammeln und habe mal extra für euch eine To-Do-Liste erstellt, wie ihr der perfekte Zuschauer werdet. Denn die lieben wir Theaterleute! ;)

Als kleiner Anstups, den Amateurtheaterbesuch für dich selbst schöner und gewinnbringender zu gestalten – und für die Schauspieler natürlich auch.


1. Sei pünktlich!

Es gilt nicht nur für Bewerbungsgespräche, sondern auch bei Veranstaltungen: seid pünktlich! Nicht nur, weil ihr dann die Schauspieler nicht mitten im 1. Akt stört, sondern weil ihr euch sonst selbst die Chance nehmt, entspannt und offen in die Inszenierung zu gehen.
Wenn ihr 15 bis 30 Minuten vor Beginn der Aufführung da seid, könnt ihr euch noch mit eurer Begleitung austauschen, die Toilette aufsuchen, ein Getränk zu euch nehmen und einen schönen Platz im Saal suchen. Euer Kopf schaltet bereits in den Theatermodus um und ist bereit, die Geschichte aufzunehmen, die euch gleich auf der Bühne präsentiert wird.


2. Setz dich nach vorn!

Gerade, wenn die Zuschauerzahl eher überaschaubar ist, tendieren alle dazu, sich in die mittleren und hinteren Reihen zu setzen. Die erste Reihe wird sowieso meist wie die Pest gemieden. Manche können von hinten besser sehen, andere haben einfach gern den Überblick.
Aber oft steckt die Angst dahinter, Teil der Inszenierung zu werden, in irgendeiner Form mitmachen zu müssen. Keine Sorge, das ist nur extrem selten der Fall. Ein mitdenkendes und gutes Theaterteam wird Zuschauer niemals bloßstellen oder vorführen.
Also traut euch! Der Vorteil der ersten Reihe ist ein ganz gewaltiger: ihr könnt unmittelbar an der Geschichte teilnehmen ohne von anderen Zuschauern abgelenkt zu werden. Ihr seht jede Regung im Gesicht der Schauspieler, seid zum Anfassen nah dabei. Das ermöglicht euch ein ganz besonders tiefes Eintauchen ins Bühnengeschehen.
Und gut zu wissen: für die Schauspieler ist es enorm wichtig, dass die vordersten Reihen voll besetzt sind, denn die hinteren sehen sie durch die Scheinwerfer gar nicht. Sind die vorderen Reihen leer, wirkt es, als wäre überhaupt kein Zuschauer da.


3. Zeig Emotionen!

Wenn du etwas lustig findest, dann lache! Egal, ob du der einzige im Raum bist. Wenn du begeistert bist, dann johle oder klatsche zwischendurch. Wenn du erschrickst, dann zeig es ruhig. Und wenn dich etwas rührt, dann darfst du weinen. Wenn du dich ärgerst, dann mecker einfach. Wenn es dir nicht gefällt, darfst du jederzeit gehen.
Je mehr Reaktionen die Schauspieler aus dem Publikum hören und spüren, desto leichter fällt das Spiel auf der Bühne. Das gilt natürlich vor allem für positive Reaktionen wie Lachen, Applaus und Jubeln. Wenn ihr eure Freunde auf der Bühne unterstützen wollt, dann fiebert einfach eifrig mit und zeigt ihnen, wenn es euch gefällt (aber nur, wenn das wirklich der Fall ist!).
Ich verspreche euch: ihr werdet durch kraftvolles und unterhaltsames Spiel belohnt! Denn je mehr ihr euch traut, desto mehr trauen sich die Schauspieler. Für ihr Spiel brauchen sie nämlich die Energie aus dem Publikum.


5. Bleib entspannt!

Beim Amateurtheater läuft nicht immer alles wie am Schnürchen. Oft beginnt die Vorstellung verspätet, mal sind die Pausen länger als angekündigt, mal spricht ein Schauspieler zu leise, mal geht auf der Bühne etwas schief, mal vergisst jemand seinen Text.
Da sind alles nur Menschen, die kein Geld dafür kriegen und ihr ganzes Herzblut in die Aufführung stecken. Dein kritisches Auge ist für uns wichtig, aber dass alles so perfekt läuft wie am Stadttheater, ist eher unwahrscheinlich.
Wenn du dem ganzen Geschehen entspannt gegenüber stehst, kannst du innerlich auch einfach drüber lachen, wenn etwas schiefläuft.


6. Sei freundlich und höflich!

Vermutlich bist du hier, weil ein Freund oder Familienmitglied auftritt. Also hast du schon mal eine positive Verbindung zur Gruppe. Also ist Freundlichkeit eigentlich selbstverständlich, oder? Sei freundlich und höflich zu den Schauspielern, dem Theaterpersonal und deinen Mit-Zuschauern. Natürlich so lange die auch alle freundlich zu dir sind, ist klar, ne?
Achso: bitte schalte dein Handy aus, wenn du den Zuschauerraum betrittst und bitte stelle weder deine Füße noch deine Getränke auf dem Bühnenrand ab! Thanks!


7. Gib Feedback! 

Auch Amateurtheater hat einen künstlerischen Anspruch (oder zumindest einen Anspruch an den Unterhaltungswert) und die Spieler freuen sich über konstruktive Kritik.
Das wichtigste ist aber: Sag deine Meinung nur, wenn du auch danach gefragt wirst!
Besonders nach einer Premiere ist die Stimmung sehr euphorisch und die Spieler sind dadurch auch sehr verletzlich. Wenn du jemandem jetzt ungefragt deine negativen Eindrücke vor den Latz knallst, macht ihn das ganz schön fertig. Also immer warten, ob du auch wirklich nach der Meinung gefragt wirst.
Ist es etwas wirklich dringendes, was für das Wohlergehen aller Zuschauer wichtig ist und unbedingt bis zur nächsten Aufführung geändert werden sollte, kann und muss es natürlich gesagt werden, auch ungefragt.
Falls du dir unsicher bist, was du denn nun überhaupt sagen sollst oder darfst, lies mal in diesen Artikel rein:
https://theaterberlin.blogspot.com/2017/08/ehrlichkeit-blogreihe-wertekatalog.html


8. Erzähl davon!

Amateurtheater lebt (auch) von Empfehlungen. Erzähle doch bitte weiter, ob und wie es dir gefallen hat. Poste etwas in den sozialen Medien (ein Bild auf Facebook, ein Zitat auf Twitter ...) und mache somit ein bißchen Werbung für die Gruppe! Schreib einen Blogartikel oder berichte in deinem Podcast. Oder lade dir sogar welche von den Mitspielern für ein Interview ein, wenn es dich absolut umgehauen hat.
Erzähle Freunden und Familie davon und bringe beim nächsten Mal doch einfach noch jemanden mit. Wir freuen uns!

Donnerstag, 29. November 2018

#monthlyfavourites – November-Lieblinge



Es ist wieder Zeit für die Lieblinge des aktuellen Monats - die #monthlyfavourites im November! 




Zum Arbeiten & Urlauben

Neuer Kurs, neue Notizbücher. Dieses Mal wie immer eine ganz schlichte Variante und dazu passende Stifte. Die Gruppe bekommt die Bücher erst heute Abend, also pssst ...

 

Zum Aufhübschen

Diesen Monat habe ich mal wieder meinen Dinoschmuck ausgekramt und oft getragen. Die Ohrringe waren glaube ich mal von SIX, die Kette habe ich bei Kleiderkreisel gefunden. Ähnliche Exemplare müsstet ihr dort noch finden.

In letzter Zeit musste ich ein paar schon sehr kaputte Schlafanzüge entsorgen und drei neue Exemplare sind jetzt in meinem Schrank. Diesen hier finde ich besonders schön, sowohl von der lockeren Passform her als auch wegen des Glitzers. Ein glitzernder Schlafanzug! Wie geil ist das bitte?

Auch beautymäßig durfte es diesen Monat glitzern. Die Supernova-Palette von BH-Cosmetics habe ich schon eine Weile, aber diesen Monat war sie im Dauereinsatz.
Die beiden kleinen Tuben mit "Eye paint" von Revlon sind ganz neu, ich habe sie in der "Grabbel-Kiste" im Rossmann entdeckt. Die beiden Farben sind sehr edel und vielfältig einsetzbar und die Haltbarkeit dieser Creme-Lidschatten überraschend gut, sogar bei meinen Schlupflidern.
Auch drei neue Nagellacke wohnen jetzt bei mir, aus einer Limited Edition von trend it up.




Zum Lesen

Ich habe zwar ein Stück von Henrik Ibsen gelesen, aber es war jetzt nicht superduper herausragend. Letzten Monat gab es die allerletzte Ausgabe von Sweet Paul, was mich sehr traurig macht. Nach und nach werden alle meine Lieblingszeitschriften eingestampft (bei Teesorten ist es das gleiche). Deshalb liegt diese wirklich schöne Ausgabe immer in der Küche zum Herumblättern bereit. Zwei Rezepte habe ich schon nachgebacken und das Apfelbrot gehört ab jetzt zu meinen absoluten Kuchenfavoriten.



Zum Essen

Nach meinen beiden Kurztrips war ich erst einmal krank und deshalb sind Em-eukal-Hustenbonbons gefühlt meine Hauptnahrung des Monats gewesen.
Vorher war ich auf dem Dominostein-Trip. Hier der letzte seiner Art.



Zum Stöbern

Wie immer ein paar tolle Artikel, die mich diesen Monat begeistert haben:




Zum Hören

Auf meiner Hamburg-Reise habe ich das Hörbuch "Magical Mystery" von Sven Regener gehört und liebe es abgöttisch. Wirklich. Der erste Teil "Herr Lehmann" ist mein Lieblingsbuch und ich mochte auch die Nachfolgebücher sehr, sehr gern. Aber "Magical Mystery" hat mich nochmal auf eine besondere Weise berührt, weil mir Karl von seiner Art her erstaunlich nahe war.
Wenn ihr auch reinhören wollt – das Hörbuch gibt's auf audible:
https://www.audible.de/pd/Magical-Mystery-oder-Die-Rueckkehr-des-Karl-Schmidt-Hoerbuch/B076SNYYYX




Zum Anschauen

DOCTOR WHO IS IN THE HOUSE!!! Eine neue Staffel mit einem neuen Doctor ist seit letztem Monat am Start und es ist einfach nur gut.
Hier der Trailer zur Staffel: https://www.youtube.com/watch?v=XCt6f1Ttmy4
Und hier ein Ausschnitt aus der Folge "The Witchfinders", in der Alan Cumming unglaublich grandios King James spielt: https://www.youtube.com/watch?v=9pKmrnw0IDg

Narcos Staffel 4 ist  geil – natürlich!
https://www.youtube.com/watch?v=VBLcYJ7C4F0

Und auf Netflix gibt es Staffel 10 von RuPauls Drag Race. Statt Trailer gibt es hier mal die erste Viertelstunde mit der Vorstellung aller Queens:
https://www.youtube.com/watch?v=Dba-DTESqp8

Montag, 26. November 2018

#theatreDIY - Steampunk-Lampe



Eine meiner liebsten Kategorien auf diesem Blog sind die #theatreDIYs. Ich liebe es, mit meinen Händen zu arbeiten und Theaterutensilien zu basteln.

Für den zweiten Teil meiner Meeres-Trilogie – "Nehab" – brauchte ich Steampunk-Elemente als Kostümteile und Requisiten. Da ich in der Trilogie viel mit farbigem Licht arbeite, kam mir die Idee, eine Art Unterwasserlaterne zu entwickeln, die direkt von der Nautilus sein könnte.
Auf ebay fand ich die perfekte Basis in Form von LED-Campingleuchten, die ich nur noch umgestalten musste.

Ihr braucht:
  • eine LED-Campingleuchte (z.B. von ebay)
  • Metallic Lack in altgold oder messingfarben (oder was auch immer euch am besten gefällt)
  • gelbe, transparente Klebefolie (z.B. von ebay)
  • Kreppband (ich empfehle tesa)
  • Lineal
  • Bleistift
  • Schere (oder Cutter + Schneideunterlage)







Schritt 1:

Zuerst zerlegst du die Lampe in so viele Einzelteile wie möglich und entnimmst die Batterien. Dann klebst du sorgfältig alle Teile ab, die NICHT eingefärbt werden sollen. In meinem Fall waren es die beiden Metallbügel, denn ich wollte verhindern, dass sie an den beweglichen Stellen verkleben.

Wichtig vor dem Besprühen: die Lampe muss unbedingt geschlossen sein!





Schritt 2:

Such dir einen großen Karton, ein Stück Zeitung oder eine andere Unterlage und einen trockenen Platz weit weg von anderen Menschen (Garage, Balkon, Innenhof ...), breite die Einzelteile mit der zu besprühenden Seite nach oben bzw. außen auf der Unterlage aus und sprühe alles in einer dünnen (!) Schicht mit dem Goldlack ein. Lasse die Schicht mind. 30 min trocknen und sprühe dann noch 2-3 weitere dünne Schichten auf, immer mit Trockenzeit dazwischen. Haben deine Einzelteile die gewünschte Optik lasse sie komplett trocknen (Angaben zur Trockenzeit findest du auf der Sprühdose).
Danach sollte deine Lampe ungefähr so aussehen:









Schritt 3:

Jetzt soll das kalte Licht geändert werden. Dafür bekleben wir den transparenten Teil der Lampe, in dem die LEDs sitzen mit der gelben Klebefolie. Bei meinem Lampenmodell ist der transparente Teil durch vier Trennstege unterteilt. Öffne die Lampe und miss aus, wie groß die Klebefolienstücke sein müssen, die du zum Bekleben brauchst.



Schritt 4:
Markiere dir auf der Klebefolie Rechtecke in der entsprechenden Größe und schneide sie aus.






Schritt 5:

Löse erst den oberen Teil der Folie und lass die dünne Schutzfolie unten noch dran. Beginne mit dem Ankleben am oberen Ende der Lampe und drücke die Folie immer zuerst in der Mitte fest und streiche mit den Fingerkuppen langsam nach außen. Auf diese Weise kannst du Luftblasen vermeiden. Sollten doch Luftblasen entstehen, kannst du die Folie jederzeit wieder ablösen und neu ankleben.

Achtung: am unteren Ende wird es bei meinem Lampenmodell tricky. Mit einem spitzen Bleistift habe ich den unteren geschwungenen Rand der Lampe auf der Folie markiert und die Folienstücke entsprechend abgeschnitten. Da müsst ihr ein bißchen rumprobieren, wie es am besten passt.





Fertig! So sollte deine Laterne jetzt aussehen:








Zum Vergleich noch einmal die ursprüngliche und die bearbeitete Lampe nebeneinander. Das Licht ist jetzt grünlich-gelb statt kalt-weiß und hat diesen Unterwasser-Steampunk-Flair. I love it!



Freitag, 23. November 2018

Theatertagebuch #9



Eine neue Woche, ein neues Theatertagebuch.


Freitag:

Letzte Woche gab es kein Theatertagebuch, denn ich saß im Zug in Richtung Köln, wo ich abends den Workshop "Machtspielchen auf Augenhöhe?" für intrinsify gab.
Die drei Stunden waren sehr witzig und für die Teilnehmer – denke ich – erhellend. Wir haben viele Erfahrungen aus dem Alltag ausgetauscht und das Statusverhalten von Frauen und Männern stand immer mal wieder im Mittelpunkt. So endete der Abend mit einer Art Aufruf zu mehr Emanzipation, aber vor allem zu mehr Freude und Ausprobierlust am Ausreizen eigener und fremder Grenzen.

In meinem Kopf spielt so ein bißchen der Gedanke, im Blog mehr über Status zu schreiben. Habt ihr da Interesse dran? Und wenn ja, was wollt ihr wissen? Soll der Fokus auf der Körpersprache liegen oder auf der Stimme? Oder wollt ihr einfach Status-Stories lesen? Oder, oder, oder ...?


Montag:

Montagabend kam ich von meiner kleinen Reise zurück, denn nach Köln ging es direkt an die Mosel zur Schwiegerfamilie. Die Rückreise war anstrengend und abends wurde dann nicht mehr gearbeitet.



Dienstag:

Der erste Arbeitstag der Woche und ich hatte sofort das Gefühl, dass mir ein Tag fehlt. Da ich montags meist im Homeoffice starte, war es ungewohnt, erst einmal nach Tegel zu meinem Schauspielschüler Nick zu fahren.
Der Rest des Tages war entspannt und ich wuselte mich so langsam in die Woche rein.



Mittwoch:

Nach einem Homeoffice-Vormittag stand am Nachmittag ein besonderes Event an: Barbara Fischer hat für ihr neues Netzwerk "Barbara Fischer & Friends" ihre Friends zu einem Planungstreffen eingeladen. Mit Barbara sind wir ein Kernteam von fünf Leuten, die das Netzwerk mehr ausbauen wollen.
Wir haben alle unsere Kompetenzen und Interessen gesammelt und gucken die nächsten Wochen, welche Kooperationsmöglichkeiten uns einfallen, um daraus interessante Angebotspakete zu schnüren.
Auch die Blogbeiträge und Facebookinhalte wurden geplant und ab Januar etwa werdet ihr mehr erfahren.
Das Netzwerk ist für alle Unternehmer und Selbständigen offen. Einmal im Monat (jeder letzte Freitag) findet ein Treffen im Kant-Café in Wilmersdorf statt. Die Teilnahme kostet eine Aufwandsentschädigung von 5 € und ansonsten bezahlt ihr das, was ihr vor Ort konsumiert (oder auch nicht konsumiert).
Es gibt am Anfang immer einen Kurzvortrag (auch ihr könnt einen halten!) und im Anschluss wird in ausgelosten Paaren gequatscht und genetzwerkt. Die Paare wechseln danach noch ein oder zwei mal und dann klingt das Treffen aus.
Also wenn ihr Lust habt, neue Menschen kennenzulernen ohne steifes Business-Getue, dann kommt gern vorbei! Klick!

Abends war wieder Probe der Gruppe "Einigermaßen ansehnlich". Die haben jetzt übrigens auch eine Facebookseite: Klick!
Zum ersten Mal wurde eine Szene geprobt und alle sind sehr wild dabei. Das Regie-Team und die Spieler müssen sich noch ein bißchen eingrooven, aber zu dritt ist es auch gar nicht einfach. Ich bin gespannt auf die erste lange Extraprobe am Samstag.




Donnerstag:

Der volle Donnerstag. Nach dem Yoga waren Mails etc. dran und am späten Nachmittag war wieder Termin meines aktuellen Feierabendkurses.
Es wurden Stückvorschläge eingebracht und es ist eine ganz schöne Sammlung zusammengekommen. Nächste Woche wird in alle Leseproben reingelesen und eine Favoritenauswahl getroffen.
Wenn wir es schaffen, fällt die Stückwahl dann eine Woche später. Uiuiuiuiuiuiiiii ...



Freitag:

Ein ganzer Tag Homeoffice. Ursprünglich war heute Hoffice mit meiner Freundin geplant, aber sie ist leider krank.
Mein Posteingang muss mal abgearbeitet werden, mein Soloprojekt soll ein Logo bekommen und da steht ja auch noch das Plakat der Vorspieler auf dem Plan ... Also genug zu tun an diesem etwas grauen, bedeckten Tag.

Was sind eure liebsten Tätigkeiten im Homeoffice? Und gibt es Aufgaben, die ihr hasst?

Mittwoch, 14. November 2018

#theaterunterwegs – Meine Geschäftsreisen-Essentials

 

Wie ich in meinem Theatertagebuch beschrieben habe, bin ich eigenlich kein großer Fan von Geschäftsreisen. Aber manchmal ist das Thema toll oder die Gelegenheit so passend, dass ich mich doch entschließe, auf Reisen zu gehen. Zwei Kurztrips habe ich dieses Jahr schon hinter mir, der dritte steht nun nächsten Freitag an.

Weil ich es selbst immer interessant finde zu sehen, was andere Menschen so alles mit auf Reisen nehmen und welche Materialien sie für ihre Arbeit nutzen, habe ich beim Packen der Reisetasche mal ein Foto von meinen wichtigsten Utensilien für eine Geschäftsreise gemacht.

Folgende Dinge habe ich mit im Gepäck:

  • Flyer
    Man weiß nie, wem man begegnet auf Reisen. Also habe ich immer ein paar meiner Flyer (oder Visitenkarten) mit im Gepäck. Auch für die Teilnehmer des Workshops oder Seminars, das ich gebe, ist es super, wenn ich bei Interesse einfach einen Flyer mit meinen Website-Adressen rausgeben kann.
  • Notizbuch & Stifte
    Für Kooperationen habe ich ein eigenes Notizbuch, in dem ich den Workshopablauf plane und notiere. Das ist natürlich mit am Start. Stifte gehören selbstverständlich dazu.
  • Handy, Ladekabel & Powerbank
    Unterwegs in fremden Städten leistet mir das Handy perfekte Dienste als Stadtplan und tatsächlich ausnahmsweise mal als Telefon für den Kontakt mit meinen Kooperationspartnern. Zudem kann ich so auch von unterwegs meine Mails checken.
  • dicke Socken & Poncho
    In Bus oder Zug wird mir schnell kalt, besonders an den Füßen und den Schultern. Also habe ich immer dicke Socken dabei, so dass ich meine Schuhe ausziehen und meine Füße in Wärme baden kann. Der Poncho ist quasi meine Decke für unterwegs.
  • Lesestoff
    Abends in der Unterkunft oder unterwegs lese ich gern ein bißchen. Was würde sich da besser eignen als ein Reclam-Buch. Klein, leicht und nicht zu umfangreich.
  • privates Notizbüchlein
    Für Gedanken und Ideen, die nichts mit dem Workshop zu tun haben, den ich vor Ort gebe, habe ich immer noch ein schmales Extra-Notizbuch dabei.
  • Hörbücher
    Im Bus wird mir beim Lesen und beim ständigen Auf's-Handy-Gucken übel, deshalb bevorzuge ich an Unterhaltung alles, was ich hören kann – am liebsten Hörbücher & Musik. Ich habe zwei kleine iPod Shuffle, die mich auf Reisen begleiten (einer mit Musik, einer mit Hörbüchern), dazu natürlich Kopfhörer, mal kleine Ohrstöpsel, mal große Bügelkopfhörer – je nach Laune.
  • Wasser & Proviant
    An Apple a day keeps the doctor away. Deshalb habe ich auch immer welche im Reisegepäck. Dazu gern Schokolade oder Kekse und unbedingt Chips irgendwelcher Art, denn die sind das einzige, was mir bei Übelkeit im Bus hilft. Wasser ist natürlich immer am Start.
  • Häkelzeug
    Ich mache ja gern Dinge mit den Händen und es gibt kaum etwas tolleres als die Kombination aus Hörbuch und Häkeln. Ein Wollknäuel, eine Häkelnadel und eine kleine Schere sind auch so leicht, dass sie das Gepäck nicht unnötig beschweren.
  • Einkaufsbeutel
    Ein zusammenfaltbarer Einkaufsbeutel ist immer dabei,  falls ich auf Reisen im Supermarkt einkaufen will oder etwas shoppe, was auf der Rückfahrt nicht mehr in die Reisetasche passt.
Hinzu kommen Kleidung, Pyjama und Kosmetik.

Und ihr so? Seid ihr gern auf Geschäftsreise? Was habt ihr immer dabei?

Freitag, 9. November 2018

Theatertagebuch #8



Eine neue Woche, ein neues Theatertagebuch.


Montag:

Nach dem Hamburg-Trip war ich Montag sehr lustlos und etwas kränkelnd. Aber der Impro-Morgen im Meeet war dran mit einem Thema, auf das ich mich eigentlich freute: Objekttheater. Ich schnappt mir also meine Tüte voller Gegenstände und machte mich auf zum Meeet, dass zum Glück nur ein 15 min zu Fuß entfernt ist.
Leider waren nur zwei Teilnehmer vor Ort und erst ab vier Teilnehmern ist so ein Workshops eigentlich möglich. Manchmal lasse ich mich auch bei drei Teilnehmern breitschlagen oder mache dann nur eine statt zwei Stunden. Aber zwei Leute waren leider einfach zu wenig. Ich sagte den Workshop ab und vertröstete die Teilnehmer auf den 10. Dezember, an dem ich zum letzten Mal den Impro-Morgen im Meeet leite. Aber ich werde dann auch wieder meine Gegenstände im Gepäck haben und mit euch Objekttheater spielen. Also kommt vorbei!

Auf Arbeit hatte ich danach erst recht keine Lust und verlagerte das Homeoffice leicht kränkelnd und sehr halbherzig ins Bett.



Dienstag:

Vormittags war ich wieder beim Privatunterricht und wir beschäftigten uns in dieser Stunde mit den Basisemotionen des Menschens und wie sie in der Mimik erkennbar sind. Welche Muskeln im Gesicht spannen sich an, was machen Augen, Augenbrauen Mund und Kinn? Das Thema hatte ich auch bei meinem Körpersprache-Seminar in Hamburg und ich merke, dass es zu den absoluten Schauspiel-Basics gehört, die ich öfter in meine Arbeit einbauten sollte.

Der Rest des Tages gehörte wieder dem Homeoffice im Bett und ich schickte das obige Selfie als Einladungsfoto an meine Kontakte herum. Denn dort oben seht ihr mich als Captain "Nehab", meiner neuen Rolle aus meinem zweiten Teil der der Meeres-Trilogie. Am 15. Dezember ist es nun soweit, da werde ich bei Theater à la carte auftreten.



Mittwoch:

Auch heute bevorzugte ich noch das Bett, auch wenn ich eigentlich gar nicht mehr kränklich war. Aber es ist so gemütlich und manchmal habe ich solche Phasen, auch wenn mein Rücken es mir wirklich nicht dankt.
In meinem neuen Feierabendkurs sagten drei Teilnehmer ab und ich ruderte, um spontan noch Interessenten von der Warteliste einzuladen. Die berüchtigte Krise, die ich auf meiner Gruppendrang-Website zu jeder Gruppe notiere, ist bei dieser Gruppe also schon ganz am Anfang.
Wenn ihr noch auf der Suche nach einem tollen Abendevent seid: ein neuer Blogartikel mit einer Veranstaltungsempfehlung ging ebenfalls online, Klick!



Donnerstag:

Es wurde Zeit, mal wieder aus der Betthölle aufzustehen, auch wenn wie gerufen Periodenschmerzen am Start waren. Aber zum Glück hatte ich eine Wärmflasche und für meine Kurse am Abend Livia.
Im Laufe des Tages gab es noch eine vierte Absage, aber dafür bei der Probe des Feierabendkurses neue Interessenten, von denen zumindest eine Person direkt zusagte.
Die Vorspiel-Probe fand in kleiner Besetzung statt, aber wir spielten den ganzen 4. Akt der aktuellen Inszenierung und auch kleine Szenen mit Musik. So langsam wird es ernst, denn in 12 Wochen finden die Aufführungen statt.
Als ich nach den Proben noch einmal meine Mails checkte, hatte ich die fünfte Absage für den Feierabendkurs im Posteingang. Die dieses Mal auf den ersten vier Absagen gründete, da sich nun die Gruppenzusammensetzung geändert hatte. Und ich kann es verstehen. Man kommt in eine Gruppe, weil man sich dort wohlfühlt und mit den anderen Teilnehmern gut versteht. Wenn diese dann doch nicht teilnehmen und stattdessen neue Menschen dazukommen, mit denen man nicht so viele Gemeinsamkeiten hat, ändert sich die ganze Gruppencharakter und dann passt es evt. nicht mehr für einen selbst.
Es wird also noch ein bißchen dauern, bis die neue Gruppe komplett ist. Dennoch werden wir gemeinsam schon in die Stücksuche starten.

Wie geht ihr mit solchen Situationen um? Macht es euch fertig, wenn so viele Absagen kommen? Ich merke bei mir, dass es mich immer ein wenig "auslaugt", wegen der vielen Kommunikation, die dann nötig ist, wegen des Wartens auf die Antworten von neuen Interessenten, der Extra-Organisation. Emotional bin ich aber in der Regel recht entspannt, weil mein Optimismus immer sagt: "Ich finde schon eine Lösung!".



Freitag:

Ein ganzer Tag Homeoffice ... das ist schon fast wie Wochenende. Der Plan für heute: Blogartikel vorbereiten und wieder ein bißchen mit den Händen arbeiten.

Ich wünsche euch einen guten Wochenausklang!

Mittwoch, 7. November 2018

"CIRCA'S PEEPSHOW" - Chamaeleon Variete Berlin

Foto / Bildquelle: www.chamaeleonberlin.com



Es ist schon Jahre her, dass ich das letzte Mal im Zirkus war ... irgendwann als Kind oder Jugendliche. Neben dem klassischen Zirkus war ich auch einmal im Leben im Cirque de Soleil und dann vor einigen Jahren mal bei der Langen Nacht der Theater bei einer kleinen Show in der Artistenschule Berlin.
Obwohl es mir manchmal schwerfällt, bei akrobatischen Kunststücken hinzuschauen (Nervenkitzel ist nicht so meins), finde ich Artistik immer wieder faszinierend.
Sie hat eine ganz eigene Ästhetik und haut einen aus den Socken.

Zum Geburtstag schenkte mir mein Vater einen gemeinsamen Besuch im Chamaeleon Berlin, in dem gerade die Gruppe CIRCA gastiert.
Das Theater ist hübsch, wenn auch die Sitzsituation an 4er-Tischen etwas ungünstig ist, denn alle Zuschauer sitzen zu ebener Erde und wenn jemand größeres vor dir sitzt ... ihr wisst, was ich meine.

Dennoch war ich total gespannt und hatte vorher auch gar nicht recherchiert oder Bilder angeguckt, weil ich mich komplett überraschen lassen wollte.

Und es war wunderbar! Absolut wunderbar!
Das Ensemble ist unglaublich bezaubernd und charmant, sie bauen sofort einen tollen Kontakt zum Publikum auf und man möchte am liebsten mit ihnen befreundet sein. Das schaffen sie nur durch ihre Blicke und ihre Präsenz, ganz ohne Worte.
Die Akrobatik ist schön, sehr ästhetisch und manchmal atemberaubend.
Besonders gefallen hat mir das Bühnenbild, bestehend aus einem silbernen Glitzervorhang und einem riesigen Neonschriftzug, der öfter mal die Farbe wechselte oder nur einzelne Buchstaben beleuchtet ließ.
Auch die simplen Kostüme, die anfangs an Cabaret und später an einen Clubabend erinnerten, waren genial.
Alles in allem ein Abend, der mich mitgerissen und in eine ganze neue Welt entführt hat, die ich persönlich schon ewig nicht mehr auf der Bühne gesehen habe.
Wenn auch ihr Lust habt: bis ca. Februar gastiert die Gruppe CIRCA noch mit ihrer Show im Chamaeleon. Es lohnt sich!

Hier findet ihr einen ganz wunderbaren Trailer:

https://www.youtube.com/watch?v=xVCSIrFSucQ

Samstag, 3. November 2018

Theatertagebuch #7



Eine neue Woche, ein neues Theatertagebuch.


Montag:

Diese Woche stand im Zeichen meines Hamburg-Trips. Ich bin eigentlich kein Fan von Geschäftsreisen. Auf der einen Seite ist es zwar ein Kompliment, dass jemand möchte, dass ich extra anreise, um für ihn zu arbeiten, auf der anderen Seite ist es für mich Reisestress (Ja, Reisen sresst mich immer etwas, weil man an so viele Dinge denken muss.) und die Zeiten, die ich nicht zu Hause bin, aber auch nicht direkt beim Kunden arbeite, werden nicht bezahlt. Es ist für mich „gestohlene“ Zeit, die ich mit meinem Mann, meinen Katzen, meinen Freunden, meinen Hobbies verbringen könnte.
Deshalb habe ich mir die Regel gesetzt, dass ich nur ein- bis zweimal im Jahr Geschäftstrips mache ... wenn überhaupt.
Für Mark-Peter Althausen vom Althausen-Institut nahm ich die Reise gern auf mich. Ich arbeite einfach gern mit ihm zusammen und finde den Einsatz in Pflegeheimen extrem wichtig. Für Freitag war in einem Pflegeheim in Hamburg ein Ganztagsseminar zum Thema "Körpersprache" geplant – für die Pflegekräfte, die dort arbeiten.
Montag war ich also mit der Planung für dieses Seminar beschäftigt. Ein ganzer Tag Homeoffice mit Vorbereitungen und Organisation für den Kurztrip und meine Gruppen.

Nebenbei gab es einiges an Hick-Hack um den nächsten "Theater à la carte"-Termin, der eigentlich am 10. November stattfinden sollte und dann auf den 8. Dezember verschoben wurde, was aber auch nicht passte. Neuer Termin ist nun der 15. Dezember.


Dienstag:
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Vormittags war ich wieder beim Privatunterricht und ich merke, dass mein Privatschüler Nick Fortschritte gemacht hat. Das sind die Momente in meinem Job, in denen ich denke: Wow, da hat sich die Arbeit mal gelohnt.
Für das Seminar in Hamburg kaufte ich anschließend einen ganzen Haufen neuer Lippenstifte, denn von Herrn Althausen habe ich gelernt, dass Demenzerkrankte häufig Kontraste schlechter sehen können. Deshalb wäre es von Vorteil, wenn Pflege- und Betreuungskräfte, die sich um Demenzerkrankte kümmern, starkes MakeUp tragen würde, was die Mimik betont und mehr Kontraste im Gesicht schafft.
Den Rest des Tages arbeitete ich den Seminarablauf für Freitag fertig aus.



Mittwoch:

Heute schien die Sonne! Aber es war kalt draußen und nach einem kurzen Arztbesuch am Morgen nutzte ich den Tag, um nur entspannende, schöne Sachen zu machen. Ich kochte ein superleckeres Mittagessen und backte nachmittags Kuchen. Im Keller wühlte ich mich durch lauter Theaterwaffen auf der Suche nach Objekten für den nächsten Impromorgen im Meeet. Denn da kann ich endlich, endlich, endlich mal wieder Objekttheater machen. Ich liebe das Thema! Wenn ihr kommen wollt: Montag, 05. November, 10-12 Uhr im Meeet West. Kosten: 14-20 € (oder mehr :P), wie ihr wollt.

Ein bißchen Homeoffice war auch dran und abends ging es zur Probe von "Einigermaßen ansehnlich".
Rollenarbeit stand auf dem Plan und ich nutzte die Gelegenheit, das Riemann-Thomann-Modell vorzustellen, dass nicht nur für die Dynamik und den Umgang miteinander in der Gruppe interessant ist, sondern auch perfekt für die Rollen genutzt werden kann. Auch die lassen sich einem bestimmten Typ (oder mehreren) zuordnen.


Donnerstag:

Der Vormittag war entspannt und nach dem Mittagessen ging es auf in Richtung Hamburg. Dreieinhalb Stunden Busfahrt können sich extrem ziehen, aber mit Hörbuch im Ohr ging die Zeit einigermaßen gut rum.
Auf dem Weg checkte ich Mails und bekam die Info, dass in dem Pflegeheim wohl etwas Chaos herrscht und der Plan für den nächsten Tag etwas anders ist: deutlich weniger Teilnehmer, von denen einige das Grundseminar des Althausen-Instituts noch nicht besucht hatten, und evt. ein kleinerer Raum.
Mark-Peter und ich telefonierten, sobald ich in meinem Hotelzimmer in Hamburg angekommen war, und beschlossen, entspannt und gut gelaunt in den nächsten Tag zu gehen, komme was wolle.



Freitag:

Wir starteten unser Seminar mit einer Zusammenfassung der wichtigsten Infos aus Mark-Peter Althausens Seminaren. Später übernahm ich und der Seminartag verlief recht entspannt und in sehr guter Zusammenarbeit, bei der wir uns gegenseitig die Bälle zuspielten.
Von den Übungen, die ich für den Tag geplant hatte, machte ich nur einen Bruchteil. Ich habe gemerkt, dass ich bei diesen Seminaren anders vorgehen muss. Ich bekomme so extrem theaterfremde Teilnehmer einfach nicht in die entsprechende Spiellaune. Sie waren auch anfangs ganz überrascht als ich ankündigte, dass wir praktisch arbeiten. Also musste ich ab und zu theoretische Teile einbauen, die mir ziemlich schwer fielen, weil ich sie improvisieren musste. Ich hatte nichts theoretisches vorbereitet, sondern – wie sonst auch immer in meinen Workshops – Übung an Übung an Übung gereiht. Aber genau das finde ich das interessante an solchen Aufträgen: man lernt neue Zielgruppen kennen, auf die man sich neu einstellen muss. Und mit jedem Seminar lernt man dazu, lernt die Menschen und ihre Bedürfnisse, ihre Bereitschaften und ihre Aufmerksamkeitsspanne kennen.
Wenn wir wieder ein gemeinsames Seminar machen, werde ich gewappnet sein und mehr in die Theorie gehen bzw. selbst mehr vormachen. Praktische Übungen wird es natürlich trotzdem geben, denn durch eigenes Ausprobieren lernt man einfach mehr als durch bloßes Zuhören und Zuschauen.
Ganze Seminartage empfinde ich auch jedes Mal als große Herausforderung. Nicht nur für mich selbst, sondern auch für die Teilnehmer ist es anstrengend, sich so lange zu konzentrieren.
Meine eigenen Workshops sind deshalb normalerweise nur zwei bis drei Stunden lang. Längere Workshops sind für mich aber immer eine gute Herausforderung und eine Möglichkeit, dazuzulernen.
Toll fand ich übrigens, dass sich fast alle auf die Lippenstifte eingelassen haben!

Nach dem Seminar nutzte ich die letzten Stunden vor Sonnenuntergang, um in Hamburg zu den Landungsbrücken zu fahren und noch ein bißchen Zeit am Wasser zu genießen.
Die Rückfahrt schien mir auch wieder unendlich lang. Ich hatte ein ungewöhnlich starkes Mitteilungsbedürfnis und schrieb alle möglichen Freunde an, in der Hoffnung, ein bißchen kommunizieren zu können. Ich habe wieder gemerkt, dass mich lange Seminartage ganz schön schlauchen und ich direkt danach immer etwas Zeit und Ruhe für mich brauche. Sind dann aber ein paar Stunden vergangen, will alles Erlebte aus mir heraus.

Wie ist es bei euch, liebe Kollegen? Wie geht es euch bei Seminaren? Und was ist eure bevorzugte Seminar- oder Workshoplänge?

Freitag, 26. Oktober 2018

Theatertagebuch #6



Eine neue Woche, ein neues Theatertagebuch.



Freitag:

Ich war in Wien im Urlaub und ein bißchen Arbeit durfte gern dabei sein – in Form von Weiterbildung durch den Besuch des Theatermuseums. Ein Extra-Blogartikel dazu kommt noch.

Abends war ich wie in den letzten Jahren im Konzert "Hollywood in Vienna" im Wiener Konzerthaus. Geehrt wurde in diesem Jahr Filmkomponist Hans Zimmer. Und obwohl ich Jahre darauf gefiebert habe, dass endlich ER eingeladen wird, riss mich der Abend nicht mal ansatzweise so mit wie die Konzerte in früheren Jahren. Es ist nicht mehr das ursprüngliche Hollywood in Vienna, sondern hat sich gewandelt (und preis fast verdoppelt). Das ist okay, aber 2019 wird es erstmalig Zeit für eine Pause vom jährlichen Wiener Konzertbesuch. Dafür geht es mit Freunden nächsten Herbst an die Ostsee. Juhuuu!


Montag:

Es war ein dunkler, trüber Tag und beim Business Netzwerken in der Berliner Kaffeerösterei wollte es in dem sowieso schwach beleuchteten Raum gar nicht hell werden. Es waren eher weniger Teilnehmer vor Ort, was vielleicht an eben diesem Wetter liegt.
Dafür hatte ich einen sehr coolen Pitch vorbereitet, indem ich am Anfang mit voller Bühnenstimme aus meinem neuen Theaterstück "Nehab" zitierte. Da gab es so einige überraschte Gesichter und einige Komplimente, was mich total gefreut hat.

Den Rest des Tages war Home Office angesagt mit Shooting für die Monthly Favourites und Vorbereitung einiger neuer Blogartikel.



Dienstag:

Ein weiterer dunkler Tag im Home Office. Ein Tag, an dem der Kopf auf tausend Baustellen gleichzeitig wird, abgelenkt, verwirrrt, unkonzentriert hoch 10. Am Nachmittag gab es dann einen produktiven Moment, in dem ich meine Laterne für die "Nehab"-Inszenierung fertigbastelte und auch Fotos machte für einen passenden Blogbeitrag. Ihr könnt euch also auf ein neues #theatreDIY freuen.
Insgesamt ein anstrengender Tag, an dem der Wetterumschwung stimmungsmäßig deutlich wurde.



Mittwoch:

Die Sonne schien wieder und sofort hellte sich auch die Stimmung auf. Die Arbeit am Schreibtisch war produktiver und mittags ging es raus ins Meeet zu "Salz in der Suppe", einem superangenehmen, entspannten Netzwerkformat, bei man zusammen in der Küche sitzt, Suppe isst und quatscht. Wenn ihr auch mal kommen wollt, schaut hier mal rein: https://meeet.de/salz-in-der-suppe/

Am Abend war wieder Probe von "Einigermaßen ansehnlich" und die aktuellsten Orga-Sachen wurden besprochen, Eintrittspreise für die Aufführungen festgelegt und das Regie-Dramaturgie-Team hat ordentlich vorgelegt mit ihrer Arbeit. Die letzte halbe Stunde starteten wir noch mit ein paar Übungen in die Rollenarbeit und knüpfen nächste Woche dort an.
Was heißt Rollenarbeit? Dass man sich überlegt, wie die Figur, die man auf der Bühne spielt, gestaltet ist. Was denkt sie, wie ist sie drauf, was hat sie für eine Vergangenheit und Gegenwart, was für Beziehungen hat sie mit den anderen Figuren und ganz wichtig: wie bewegt sie sich, wie spricht sie, wie kommuniziert sie?



Donnerstag:

Seitdem es den neuen Feierabendkurs gibt, ist der Donnerstag der vollste Tag der Woche. Mein Plan für das kommende Jahr: den Donnerstag immer gut vorbereiten, um am Donnerstag selbst Homeoffice soweit wie möglich zu vermeiden und die wenige freie Zeit an dem Tag für mich selbst nutzen.
Das habe ich gestern erstaunlicherweise sogar halbwegs geschafft. Vormittags war ich beim Yoga, das das perfekte WarmUp für meine anschließende "Nehab"-Probe war. "Nehab" probe ich allein zu Hause, deshalb war es praktisch, dass ich an dem Tag sturmfreie Bude hatte und im Wohnzimmer rumschreien konnte.
Am späten Nachmittag war dann der erste offizielle Termin des neuen Feierabendkurses und es schnupperten noch vier neue Leute rein. Mal sehen, wer von denen beim Kurs fest mitmacht.
Am Abend waren dann die Vorspieler dran, in etwas kleinerer Besetzung, aber dafür recht produktiv. Es wurde nochmal seeeehr großzügig gestrichen und jetzt sind wir mit allen Streichungen im Stück durch. Juhuuu! Ich hoffe, dass sich das sehr positiv auf die Stücklänge auswirkt.



Freitag:

Der Vormittag war gefüllt mit einem wunderbaren Business Meet Up bei Barbara Fischer & Friends. Es waren viele Leute da, die ich kenne und schätze und auch neue beeindruckende Menschen. So liebe ich das Netzwerken!
Den Nachmittag verbrachte ich mit Vorbereitungen für mein Seminar zum Thema Körpersprache, dass ich nächsten Freitag in Kooperation mit dem Adolf-Althausen-Verein in einem Pflegeheim in Hamburg geben werde. Also Fachlektüre lesen, Übungen überlegen und zusammenstellen, passende Videos und Filme gucken.
Plan für den Abend: Probe und Mini-Fotoshooting für meine Premiere von "Nehab".




Mittwoch, 24. Oktober 2018

#monthlyfavourites – Oktober-Lieblinge



Es ist wieder Zeit für die Lieblinge des aktuellen Monats - die #monthlyfavourites im Oktober! 




Zum Arbeiten & Urlauben

Es wurde so langsam Zeit für einen neuen Kalender, denn jetzt beginnt die Terminplanung für's nächste Jahr. Die letzten Jahre war "Ein guter Plan Pro" mein treuer Begleiter, aber leider haben sie das Design geändert, so dass ich dieses Mal etwas neues probierte und mir selbst einen Kalender auf mein-taschenkalender.com designte. Das Designen macht großen Spaß, weil man viele verschiedene Elemente auswählen kann, und das tollste ist, dass man eigene Bilder hochladen kann. Ich habe für Vorder- und Rückseite zwei verschiedene Schwarz-Weiß-Fotos ausgewählt, die ich letztes Jahr in Wien mit meiner Analogkamera geknipst habe. Und somit ist auch quasi das Thema dieser Monatsfavoriten eingeleitet: Wien.

In meinem Schminkkoffer für die Arbeit ist das Narbenmaterial zu Ende gegangen und deshalb sind eine neue Dose Tuplast (mit der man eher wulstige Narben kreiert) und zum ersten Mal Collodium eingezogen. Letzteres zieht die Haut zusammen und erschafft so die Optik alter, leicht eingesunkener Narben. Eines von beiden Produkten wird auch bei meiner "Nehab"-Premiere am 10. November zum Einsatz kommen ... seid gespannt.

 

Zum Aufhübschen


Es wird kalt und somit ist es Zeit für kuschelige Pullover. Zwei neue Exemplare von H&M sind bei mir eingezogen, ein grünes Modell mit V-Ausschnitt und ein beiges mit riesigem Rollkragen, beide weit geschnitten.

Der beige Pullover hat mich auch auf meinen Wien-Urlaub begleitet, zusammen mit diesen großen neuen Ohrringen (auf ebay gefunden) und dem bunt gewebten Wollschal, den mir meine Mutter zum Geburtstag geschenkt hat.


Achja, und dieses Paar Ohrringe hat den Ruf verpasst und den Fototermin einfach verschlafen. Inspiriert von einem Modeblogfoto habe ich sie selbstgebastelt und trage sie momentan besonders gern in Kombination mit den obigen Pullovern und der orangen Hose aus den September-Favoriten.



Zum Lesen

Mit dem Lesen geht es weiter voran. Auf dem Weg zur Probe fand ich vor einiger Zeit das Tschechow-Buch am Wegesrand und war von den kurzen Einaktern sehr amüsiert. Defintiv eine tolle Spieloption für die nächsten Gruppen oder die Vorspieler.

Letzten Monat fing ich mit Horváth-Lektüre an, diesen Monat folgte noch "Der jüngste Tag", das bei mir zwischen "Glaube Liebe Hoffnung" und "Geschichten aus dem Wiener Wald" rangiert. Passend dazu war ich in Wien in der Horváth-Ausstellung im Theatermuseum, aber dazu in einem Extra-Blogpost mehr.

Im Sommer habe ich eine Biografie über Djuna Barnes gelesen und mir daraufhin einen ihrer bekanntesten Romane – "Nightwood" – gebraucht gekauft. Das Englisch ist nicht grad leicht, aber dafür sehr intellektuell. Ich habe das Buch gerade erst angefangen und werde mich tapfer mit einigen Blicken ins Wörterbuch durchkämpfen.




Zum Essen

Aus Wien mitgebracht wurden die extrem leckeren Dragee Keksi, kleine Kekse mit Schokolade umhüllt.
Weitere Favoriten sind diesen Monat Hefebrötchen mit Schokoladenfüllung, die mein Mann gebacken hat.
Die österreichische Schokolade habe ich allerdings hier gekauft, nach dem Netzwerken in der Kaffeerösterei Berlin, in der es viele schokoladige Leckereien gibt. Sie ist noch nicht angebrochen, ich bin gespannt, wie sie schmeckt.




Zum Stöbern

Wie immer ein paar tolle Artikel, die mich diesen Monat begeistert haben:



Zum Hören

In Wien habe ich im Kino "The Incredibles 2" gesehen und der Soundtrack ist einfach supergut:
https://www.youtube.com/playlist?list=PLiNVoBckLqLns39fRqmL-ZqUTX3EMALIl




Zum Anschauen


Wie bereits erwähnt: "The Incredibles 2" ist nicht nur musikalisch hörens-, sondern vor allem auch sehenswert. Am Puls der Zeit und endlich mal eine coole weibliche Bösewichtin, die nicht Königin oder Fee ist:
https://www.youtube.com/watch?v=i5qOzqD9Rms

Das allerwichtigste Highlight diesen Monat: die neue Staffel "Doctor Who" – mit neuem Doctor (Jodie Whittaker) und neuer Tardis und neuen Companions und und und ... einfach nur absolut grandios. Das Fanherz schlägt wieder höher:
https://www.youtube.com/watch?v=FEc-OQ_oqDk

Auf Netflix gibt es auch noch sehr schöne Sachen. Zum einen die britische Kurzserie "Collateral":
https://www.youtube.com/watch?v=gJmjKv7WP7U

Zum anderen eine neue Staffel "Chef's Table". Juhuuuuu!
https://www.youtube.com/watch?v=FWDF4uTlOto

Zum Weinen gebracht hat mich dieses unglaublich berührende Comedyprogramm, passend zum oben verlinkten Artikel über Gay Loneliness:
https://www.youtube.com/watch?v=5aE29fiatQ0

Samstag, 13. Oktober 2018

Theatertagebuch #5



Eine neue Woche, ein neues Theatertagebuch.



Montag:

Die Woche begann mit einem Impromorgen im Meeet. Da es beim letzten Mal aufgrund Raummangels ausfiel, nahm ich einfach das gleiche Thema wieder: "Impro ohne Worte". Es kamen nur drei Teilnehmer, die aber seeehr gewillt waren, ganze zwei Stunden Theater zu spielen. So sei es. Ich selbst habe dann auch ab und zu mitgespielt, einfach weil noch jemand gebraucht wurde, und das war auch mal wieder ganz schön.
Ich kann hier übrigens schonmal ankündigen, dass ich den Impromorgen nur noch bis Ende des Jahres mache, danach wird es jemand neues übernehmen – und natürlich weiterhin Claudia Hoppe. Ich hoffe natürlich, dann auch öfter mal selbst teilzunehmen.

Nachmittags wurde Bastelmaterial für einen Fascinator geshoppt, denn ein Teilnehmer und mittlerweile guter Bekannter der Gruppe Grobkost (da war doch was mit Freunden und Kunden ...) hat auf eine Party mit eben diesem Thema, "Fascinator", geladen.



Dienstag:

Nach dem wöchentlichen Privatunterricht in Tegel traf ich mich mit Freundin und Kollegin Katja Lohmann und wir tauschten uns bei einem Mittagessen in der Sonne über die Arbeit und die Welt aus.
In Momenten wie diesen bin ich besonders dankbar für meinen Job. Nicht nur, weil er einfach viel Spaß macht, sondern auch, weil er mir viele Freiheiten in der Zeiteinteilung lässt. So kann ich tagsüber oft Treffen mit Freunden und Kollegen einschieben oder mich dem Netzwerken widmen, während ich an den Abenden direkt vor Ort arbeite. Solange das so funktioniert, genieße ich es sehr.

Danach war noch ein bißchen Homeoffice angesagt ... die Umsatzsteuervoranmeldung eben.



Mittwoch:

Einen ganzen Tag Homeoffice und abends wieder Probe mit "Einigermaßen ansehnlich." Es gab bei den Impros viel zu lachen und wir haben es reeelativ reibungslos geschafft, die Rollen zu verteilen. Jetzt kann's endlich so richtig losgehen!
Wie bei den Vorspielern ist auch diese Gruppe immer besorgt um das leibliche Wohl der anderen und versorgt sich gegenseitig mit Snacks und Süßem. Oben das Beweisbild!



Donnerstag:

Meine Güte, das war der Scheiß-Tag der Woche.
Yoga habe ich ausfallen lassen und mittags ging es zum Friseur. So ganz wusste ich im Salon nicht, ob mir die Frisur gefällt, auf dem Heimweg wurde ich dann immer unzufriedener und zu Hause weinte ich sehr, weil mir der Schnitt (der an sich gut geschnitten war) einfach gar nicht stand. Ich wusch mir die Haare und schnitt sie selber neu und jetzt geht es einigermaßen, auch wenn ich der Länge hinterhertrauere, die ich vorher hatte. Shit happens und da muss ich jetzt durch, auch wenn's bitter ist.
Am Vorabend habe ich einem der "Einigermaßen ansehnlich"en den Schlüssel für den Probenraum gegeben, weil ich nächste Woche im Urlaub bin. So kann die Gruppe zum ersten Mal ohne mich proben. Was ich nicht bedacht habe: dass ich heute und morgen noch Termine im Probenraum hab. Das fiel mir natürlich auch erst kurz vor dem Schnuppertermin auf, der um 17:25 Uhr starten sollte. Ich rief also beim vorübergehenden Schlüsselinhaber Hagen an und er ist mein Held der Woche, denn er brachte mir den Schlüssel im Laufe des Workshops vorbei! Denn – oh glückliche Fügung – vor mir war ein Kurs dran und ich konnte in den Raum rein und später dank des zurückerhaltenen Schlüssels auch wieder abschließen.

Der Schnuppertermin war energievoll und lustig und ich hoffe, dass möglichst viele der Teilnehmer fest in der Gruppe dabei sind. Die Rückmeldungen erhalte ich in den nächsten Tagen.


Bei den Vorspielern war wie immer eine feuchtfröhliche Stimmung (ohne Alkohol!) und wir haben sogar neue Szenen geprobt. Der Druck der gar nicht mehr so weit entfernten Aufführungen nimmt zu.



Freitag:

Der Tag begann mit meinem Satz der Woche, der mich richtig glücklich gemacht hat. Ein Teilnehmer des Schnuppertermins schickte mir eine Absage, weil er eine Kursteilnahme zeitlich nicht schafft. Aber er leitete die Mail ein mit:

"Ich hatte so eine gute Zeit gestern!"

Ein simpler Satz, der für mich ein wahnsinnig großes Kompliment darstellt. Hach, schöööön!
Ansonsten war es ein Tag im Homeoffice mit Mittagsunterbrechung, um mich mit einer Freundin zu treffen.
Der abendliche Vorglühen-Workshop stand heut in der Vorbereitung im Fokus und ich habe es abends zum ersten Mal erlebt, dass alle angemeldeten Teilnehmer vollzählig UND pünktlich auftauchten. Es geschehen noch Zeichen und Wunder!
Ich hatte mich schon den ganzen Tag auf den Workshop gefreut, einfach wegen der Übungen, die ich geplant hatte. Es ist schön, wenn die Ideen dann auch aufgehen.
Mit dabei war eine Freundin aus Teeniezeiten und ich habe mich sehr über das Wiedersehen gefreut. Willkommen in Berlin, meine Namensvetterin!


Mittwoch, 10. Oktober 2018

Freundschaft mit Kunden?

Die Genossenschaft: früher Kunden, jetzt beste Freundes-Clique ever!


Als Theaterpädagogin arbeite ich in einem sehr sozialen Beruf. Da meine Zielgruppe Erwachsene sind, findet die Arbeit meist auf einem lockeren Level statt.

Man spielt gemeinsam, macht Witze, hat Spaß und plant gemeinsame Projekte. So entsteht schnell Sympathie und ein Gruppengefühl.
Dieses Gruppengefühl ist wichtig, um das gemeinsame Projekt – ein Theaterstück – auf die Beine stellen zu können.

Doch Gruppengefühl bedeutet nicht immer gleich Freundschaft.
Aber manchmal eben doch ...

Leider gibt es für Freundschaft keine eindeutige Definition, was sie zu einem schwer zu fassenden Thema macht.
Manch einer sieht seinen Arbeitskollegen als Freund, weil man mittags zusammen in der Kantine isst. Ein anderer würde diesen Kollegen noch nicht einmal als Bekannten bezeichnen.

Das Google Wörterbuch sagt über Freundschaft:

"1. eine Beziehung zwischen Menschen, die auf gegenseitiger vertrauensvoller Zuneigung beruht."

Wenn ich Wikipedia nach einer Definition frage, erhalte ich folgende Antwort:

"Freundschaft bezeichnet ein auf gegenseitiger Zuneigung beruhendes Verhältnis von Menschen zueinander, das sich durch Sympathie und Vertrauen auszeichnet. Eine in einer freundschaftlichen Beziehung stehende Person bezeichnet man als Freund oder Freundin. Freundschaften haben eine herausragende Bedeutung für Menschen und Gesellschaften. Schon antike Philosophen wie Aristoteles und Cicero haben sich mit der Freundschaft auseinandergesetzt."

Der Grundstein einer Freundschaft ist zweifelsohne Sympathie. Mit jemandem, den ich nicht leiden kann, möchte ich auch nicht befreundet sein.
Sympathie entsteht durch Gemeinsamkeiten: je ähnlicher uns ein Mensch ist und je mehr Interessen und Werte uns miteinander verbinden, desto wahrscheinlicher ist es, dass wir miteinander befreundet sein wollen.
Mit einer Person, die uns ähnlich ist, verbringen wir gern Zeit.

Andere Personen, die uns nicht so nahe stehen, bezeichnen wir eher als Bekannte. Bekannte müssen uns nicht sonderlich sympathisch sein, aber man kennt die Person eben und weiß ein bißchen etwas über sie.
Bekannte im beruflichen oder schulischen Umfeld, werden meist als Kollegen, Kommilitonen, Mitschüler o.ä. bezeichnen.

Diese Definitionen sind leider recht allgemein. Genau das ist das Problem: Freundschaft definiert jeder für sich selbst.

Ich bin dann mit jemandem befreundet, wenn folgende Punkte erfüllt sind:
  • Für mich ist jemand ein Freund, den ich wirklich sehr gern habe. Dafür spielt Körperchemie eine wichtige Rolle, eine gewisse "Anziehung" muss da sein, wir müssen uns also "gut riechen können".
  • Ich muss gern mit der Person Zeit verbringen und wir müssen auf jeden Fall einen ähnlichen Humor haben. Die gemeinsame Zeit soll für beide ein Gewinn sein – an Spaß, an neuen Erkenntnissen, an Austausch, an Trost, an gemeinsam Erschaffenem.
  • Ich muss an dem anderen interessiert sein und er an mir – und das auch zeigen.
  • Ich muss dem anderen vertrauen können und er mir.
  • Hinzu kommt die gemeinsame Wellenlänge. Die entsteht dann, wenn ich mit dem anderen ein entspanntes Status-Spiel spielen kann. Die Voraussetzung dafür ist, dass keiner den anderen als Bedrohung sieht und gern bereit ist, im Status zu wechseln, wenn man miteinander kommuniziert.
Wenn alle diese Punkte zutreffen, entscheide ich für mich, ob ich den anderen als Freund sehe. Wie der andere unsere Beziehung definiert, weiß ich dann noch nicht unbedingt, aber das merkt man dann irgendwann schon oder es wird mal ausgesprochen. Oder man fragt einfach nach.

Im Laufe meines Lebens sind einige Freunde gekommen und gegangen. Manchmal hat es nur für eine bestimmte Lebensphase gepasst, manchmal deutlich länger.
In den letzten Jahren sind neue Freunde in meinem Leben dazugekommen, über die ich mich wahnsinnig freue. Ein paar davon sind oder waren Kunden von mir.

Aber kann das funktionieren? Freundschaft mit Kunden?
Ja, es kann. Es funktioniert dann, wenn beide Seiten zwischen Geschäftsperson und Privatmensch trennen können.
Die Freunde, die auch meine Kunden sind, können meine Arbeit wertschätzen und wissen, dass ich Dienstleistungen, die meine Arbeit betreffen, nicht verschenken kann. Und – und das finde ich das wichtigste – sie wollen das auch gar nicht.
Da meine Arbeit möglichst basisdemokratisch stattfindet, kann und will ich in Proben und Workshops niemanden anders oder bevorzugt behandeln, nur weil wir befreundet sind. Jeder Teilnehmer hat die gleichen Rechte und Pflichten und den gleichen Stellenwert.

Ich bemühe mich, sorgsam mit meinen Kunden-Freundschaften umzugehen, besonders bei der Arbeit. Nicht ständig private Anspielungen machen, nicht klüngeln, keine Insider-Witze (wenn man sie nicht auch für alle erklärt).
Das funktioniert bis jetzt ziemlich gut.

Schwieriger kann es sein, sich abzugrenzen, wenn Teilnehmer, mit denen ich nicht befreundet bin, mein offenes und lockeres Verhalten als Freundschaft interpretieren. Oder vielleicht selbst eine andere Freundschaftsdefinition haben und den Kontakt als viel enger empfinden als ich.
Auch diese Momente gab es und dann muss ich ehrlich sagen, wie ich den Status sehe und mich gegebenenfalls stärker abgrenzen.

Im Laufe der Jahre habe ich verschiedene Fehler in meiner Arbeit gemacht, die viel mit Distanz und Nähe und meiner Einstellung zu tun hatten. Nachlesen könnt ihr sie hier:

Aber gleichzeitig habe ich es irgendwann geschafft, dass sich aus manchen Kundenbeziehungen ganz wunderbare Freundschaften entwickeln. Theater bringt eben Menschen zusammen, auf einem sehr persönlichen Level. Und dafür bin ich dankbar!

Wenn ihr also mit Freundschaften zu euren Kunden hadert: Probiert es aus!
Es kann zwar schiefgehen, aber ihr könnt unglaublich viel gewinnen!

Freitag, 5. Oktober 2018

Theatertagebuch #4



Eine neue Woche, ein neues Theatertagebuch.


Freitagabend:


Der "Machtspielchen"-Workshop am Freitag war richtig toll! Besonders, weil auch die Teilnehmer ganz unterschiedliche Grundstati hatten. Manche hatten einen ganz starken Hochstatus, der auf der Bühne dann extrem wirkte und einem ganz schön Angst eingejagt hat. Ich finde das immer wieder faszinierend zu sehen, wie jeder einzelne Teilnehmer von sich aus agiert, welches Statusverhalten er in den Kurs mitbringt und wie alle miteinander umgehen und zusammenspielen.
Deshalb hier noch einmal ein großes Danke an alle Teilnehmer, es war mir eine Freude mit euch!



Montag:

Ein ganzer Tag Homeoffice. Schlicht und einfach. Zusätzlich Textlernen für den zweiten Teil meiner Meerestrilogie, "Nehab".



Dienstag:

Es ging wieder zum Privatunterricht nach Tegel und danach wieder entspannt ins Homeoffice.



Mittwoch:

Wie meistens bei Feiertagen, vergesse ich sie schnell und für mich als Selbständige sind sie eh recht irrelevant. Ich habe also entspannt im Homeoffice gearbeitet und abends Probe mit "Einigermaßen ansehnlich" gehabt. Dieses Mal war nur die halbe Besetzung da, der Rest war krank oder verreist. Nach ein paar Improvisations- und Körperübungen, hat das Regie-Team die 12 wichtigsten Rollen vorgestellt und wir haben erste Charaktereigenschaften zu den Figuren gebrainstormt.
In einer Tabelle wurden Striche verteilt, um ein erstes Stimmungsbild zu haben, welche Teilnehmer welche Rollen spielen könnten. Nächste Woche wird das konkreter!


Donnerstag:

Große Premiere: heute war der Schnuppertermin für den ersten Gruppendrang-"Feierabendkurs". Zehn Teilnehmer waren da und ich bin sehr gespannt, wie viele fest mitmachen wollen. Nächste Woche ist der nächste Schnuppertermin, zu dem auch nochmal mehrere Teilnehmer eingeladen sind. Gegen Ende Oktober – nach meinem Urlaub – geht es dann so richtig los.
Ganz neu für mich ist auch, dass ich dann erstmalig zwei Kurse hintereinander hab: erst der Feierabendkurs, dann eine halbe Stunde später die Vorspieler. Allerdings muss ich in dieser halben Stunde von einem Probenraum zum anderen kommen. Laufweg laut Google-Maps 23 Minuten. Mit der U-Bahn bin ich schneller, aber das mit dem Laufen will ich unbedingt noch ausprobieren.
Die Vorspieler waren nur in kleiner Besetzung da, aber wir haben das Stück jetzt nun wirklich fast zu Ende gekürzt und zwar sehr, sehr großzügig. Das war äußerst befriedigend. Das Foto oben entstand bei der Probe einer Pärchenszene – by the way das entzückendste Pärchen des Stücks.

Auf jeden Fall freue ich mich sehr auf die kommende Zeit, auf dieses neue Gefühl mit zwei Kursen an einem Tag. Mit zwei Terminen hintereinander fühle ich mich irgendwie sofort viel business-mäßiger, so beschäftigt. Kennt ihr das?
Ungewohnt, aber gut.


Freitag:

Ein Tag im Homeoffice, aber es gilt auch einige Mails abzuarbeiten und die Umsatzsteuervoranmeldung vorzubereiten.
Abends gehts ins Varieté als Zuschauer. Mein Vater hat mir einen gemeinsamen Besuch dieser Show geschenkt: https://chamaeleonberlin.com/de/shows/peepshow


Mittwoch, 3. Oktober 2018

Recap/Preview #14



Das Netzwerken geht wieder los!

Mit dem Start in die neue Saison beginnt auch wieder das Netzwerken. Neben dem Business Netzwerken ganz neu am Start ist "Barbara Fischer & Friends", jeden letzten Freitag im Monat, um 10 Uhr im Kant Café in Berlin-Wilmersdorf.
Wollt ihr auch mal dabei sein? Dann kommt doch schon mal in die Facebook-Gruppe: https://www.facebook.com/groups/292408518013369/



Status meets Körpersprache – auf Reisen!

Letzten Freitag gab es einen offenen "Machtspielchen"-Workshop. Es war lehrreich, witzig und faszinierend zum Zuschauen.
Im November geht es mit dem Thema Status auf Reisen. Zuerst einmal nach Hamburg, wo Mark-Peter Althause und ich in einem Altenpflegeheim gemeinsam ein Seminar zum Thema Körpersprache leiten (die ja mit Statusverhalten einhergeht) und dann Mitte November nach Köln, wo ich für das Netzwerk intrinsify.me einen Status-Workshop gebe.
Ich bin schon ganz aufgeregt!




Theater zum Ausprobieren ...

... gibt es wieder am 12. Oktober beim Vorglühen-Workshop. Thema dieses Mal: "Geräusche und Musik".
Es sind noch Plätze frei!
Und im Dezember kann das letzte Mal in diesem Jahr vorgeglüht werden, beim "Weihnachts-Special".
Anfänger sind wie immer sehr willkommen!

Alle Infos gibt´s auf http://www.theatergruppe-berlin.de



Neuer Gruppendrangkurs

Und kaum ist der aktuelle Gruppendrang-Kurs so richtig in Fahrt, startet direkt der nächste. Erstmalig gibt es einen Feierabendkurs, jeden Donnerstag knackige 1,5 h.
Die Schnuppertermine sind ausgebucht, für Interessierte gibt es noch eine Warteliste, falls Plätze frei werden.
Wenn ihr mehr wissen wollt, schaut mal hier: http://www.theatergruppe-berlin.de


In die Tiefen des Meeres ...

... geht es im zweiten Teil meiner Meeres-Trilogie. Der Titel ist "Nehab" und ja, der Name setzt sich aus den Namen zweier Kapitäne bekannter Literatur zusammen.
Premiere ist am 10. November im Rahmen von "Theater à la carte" in der WerkStadt Neukölln. Save the date!
Zur Einstimmung hier ein Zitat:

"Ich gehöre nicht zu denen, welche Sie civilisirt nennen! Ich habe mit der ganzen menschlichen Gesellschaft gebrochen, aus Gründen, welche ich allein zu würdigen berechtigt bin."

Habt einen wunderbaren Herbst!

Montag, 1. Oktober 2018

#theatreDIY – Kleines Utensilo aus altem Buch




Schon vor einer Weile habe ich euch gezeigt, was man aus ungeliebter Theaterliteratur basteln kann (Klick!). Heute gibt es Vorschlag Nummer 2: ein kleines Utensilo für den Schreibtisch oder zum Verschenken.
Das brauchst du:


1.
Materialien:
  • (Theater-)Buch, das du nicht magst
  • Schere
  • Bastelkleber






2. Reiße vorsichtig drei Seiten aus dem Buch heraus. Sollte der Rand zu unregelmäßig sein, kannst du ihn noch mit der Schere begradigen.



3.
Nimm die äußere Ecke einer Seite und falte den oberen Teil der Seite nach unten. Schneide an der rechten Kante das entstandene Dreiecks ab.



4.
Nach dem Auffalten hast du ein Quadrat. Verfahre so mit allen drei Seiten.



5.
Falte jedes Quadrat wieder zum Dreieck und knicke sie ganz leicht in der Mitte, indem du die beiden langen Ecken aufeinander legst und nur an der Kante mit den Fingerspitzen kurz festdrückst.



6. Nutze diesen Mini-Knick als Markierung und falte die untere Spitze des Dreiecks nach oben auf diese Markierung.

 

7.
Die beiden Ecken rechts und links faltest du nun nach unten.
 


8.
Wenn du die Dreiecke wieder auffaltest, müssten sie so wie auf dem obigen Bild aussehen.



9. Schiebe nun die Dreiecke ineinander, so dass sich jeweils zwei Flügel überlappen.






10. Die so entstandene Reihe ziehst du nun an den Enden zusammen, wie ein Ring. Die Spitzen am Boden beginnen dabei sich zu überlappen.





11. Schiebe nun auch die letzten beiden Ecken ineinander, so dass der Ring sich fest schließt und eine Art Körbchen entsteht.




12. Drehe das Utensilo mit dem Boden nach oben und klebe die einzelnen Spitzen des Bodens mit je einem Tropfen Kleber aufeinander.





13. Drehe es nach dem Trocknen wieder zurück und voilà: dein Utensilo ist fertig und bereit zum Befüllen!