Freitag, 20. Juli 2018

#freitagsgedanken – Alles ist gut


Alles ist gut


Diese Woche war geprägt von vielen Gedanken und Erwägungen für die nahe und ferne Zukunft. Manche Sachen wurden herumgesponnen.
Wie wollen wir später wohnen?
Was soll in meinem Leben noch passieren?
Soll überhaupt noch was passieren?
Was soll eigentlich mit meinem Leichnam nach dem Tod passieren?
Was passiert mit meinen Social Media Accounts, wenn ich sterben sollte?
Wer übernimmt meine Arbeit oder informiert meine Kunden im Sterbefall?
Sollte ich nicht mal ein richtiges Testament schreiben?
Was habe noch für Möglichkeiten in meinem beruflichen Einsatzbereich?
Welche Angebote könnte ich noch entwickeln?
Oder hab ich Lust noch andere Passionen auszuleben und vielleicht einen Etsy-Shop zu betreiben?

Also viele Fragen, die durch meinen Kopf und durch den von Freunden spuken. Gemeinsam wurden diese Gedanken gesponnen und auch teilweise Pläne geschmiedet.
Wusstet ihr, dass man auf Facebook einen Nachlasskontakt auswählen kann, der dann das eigene Profile verwalten oder löschen kann? (Klick!)

Aber erstaunlicherweise liefen diese Gedanken allesamt ganz entspannt. Denn über allem lag diese Woche so eine Ruhe.
Ich bin durch die Tage gelaufen, habe meine neue Theatergruppe noch besser kennengelernt und berufliche Termine für das nächste Halbjahr geplant. Ich habe an meinem Magazin gearbeitet und dafür fotografiert und gelayoutet. Und alles gänzlich ohne Stress.
Ich kann nicht sagen, dass ich im Flow war, sondern es war einfach alles angenehm ruhig.

Und als ich heute so durch die ganze Stadt fuhr, schaute ich aus dem S-Bahn-Fenster und dachte "Alles ist gut."

Mittwoch, 18. Juli 2018

#theaterunterwegs – Meine Networking-Essentials



Seit etwa zwei Jahren hat sich das Netzwerken in mein Leben geschlichen – in Form von verschiedensten Netzwerkveranstaltungen.
Mit Menschen direkt ins Gespräch zu kommen, finde ich für mich viel gewinnbringender als online neue Kontakte zu schließen.

Einige Male habe ich schon über's Netzwerken gebloggt, hier könnt ihr meine Erfahrungen und Tipps nachlesen:

Aber was nimmt man eigentlich am besten mit zum Netzwerken?
Denn die reine Anwesenheit vor Ort ist nicht alles. Optimalerweise habe ich auch folgende Dinge mit im Gepäck:
  • Visitenkarten
    Beim Face-to-Face-Netzwerken sind Visitenkarten immer noch das A & O! Bei einigen Veranstaltungen werden sie sogar für den Ablauf gebraucht, z.B. beim Business Netzwerken Berlin. Was ich an Visitenkarten liebe: Sie geben einem meist gleich einen Eindruck von der Person, von deren Stil, Vorlieben und Ideen.
    Kleiner Tipp: Visitenkarten mit Foto punkten immer! So hat das Gegenüber eine gute Erinnerungshilfe nach der Veranstaltung.
  • Flyer
    Nicht nur eine Visitenkarte vermittelt einen Eindruck vom eigenen Geschäft, sondern auch ein Flyer, der etwas mehr zeigt und z.B. interessantes Bildmaterial und/oder wichtige Infos bietet. Meine Flyer zeigen vorn ein Aufführungsfoto eines meiner GRUPPENDRANG-Kurse mit einem Zitat, das zu meiner Arbeitsweise passt. Auf der Rückseite stehen Logo und meine Webseiten sowie meine Facebook-Fanpage, ansonsten ist sie komplett weiß. So kann ich meinem Gegenüber wichtige zusätzliche Infos notieren.
  • Veranstaltungsflyer
    Mein Arbeitsbereich – Theater – lebt von Live-Veranstaltungen. Stehen demnächst Aufführungen meiner Gruppen an oder stehe ich selbst auf der Bühne, habe ich stets die passenden Veranstaltungsflyer im Gepäck, um neue Kontakte einladen zu können. Denn über Theater kann man zwar viel erzählen, aber am besten sieht man es live.
  • Kalender
    Ich habe zwar meine Termine auch alle in meinem Handy, aber meist habe ich trotzdem meinen Kalender in Buch-Form dabei, von "Ein guter Plan"
  • Handy
    Für einen schnellen Kalendercheck, für's Zeigen von Fotos oder zum Verknüpfen in den sozialen Medien ist das Handy natürlich immer dabei
  • Notizbuch
    Schon seit ein paar Jahren habe ich mir angewöhnt, verschiedene Notizbücher für verschiedene Arbeitsprojekte zu benutzen. Obwohl normalerweise fast alle meine Arbeitsnotizbücher schwarz sind, ist das zum Netzwerken knallorange – passend zu meiner CI.
  • Stifte
    Unabdingbar sind natürlich Kugelschreiber.
  • Wasser
    Ich gehöre zu den Leuten, die ständig eine Flasche Wasser bei sich tragen. Immer, wenn ich das Haus verlasse. Die Konferenzflasche habe ich – wie sollte es anders sein – von einem Networking-Event.

Alles zusammen (bis auf das Wasser) kommt in eine etuiförmige Stofftasche. So werden die Materialien in meiner normalen Tasche nicht schmutzig und ich finde alles schnell.

Geht ihr auch gern auf Netzwerkevents? Was habt ihr immer dabei?

Freitag, 6. Juli 2018

#freitagsgedanken – Family-Feeling


Family-Feeling

Ich bin ja gar nicht so der Familienmensch. Ich mag meine Familie, aber ich freue mich auch sehr, wenn ich allein bin.
Aber ich mag es, wenn eine Gruppe sich zu einer Art Familie entwickelt. Wenn ich irgendwohin komme, Menschen wiedersehe, die mir sympathisch sind, und mich gleich wie zu Hause fühle.

Diese Woche war vollgepackt mit diesem Gefühl, an verschiedenen Orten.
Dienstag war ich – wie fast jeden Dienstag – bei meinem Privatschüler zum Schauspielunterricht. Neben Stimm-, Theater- und Improübungen werden auch viele dumme Witze gemacht und viel gelacht. Ein bißchen Familienfeeling ist dann immer dabei.
Abends gab es dann noch oben drauf das Real-Family-Feeling: beim Geburtstagsessen meines Bruders.

Am Mittwoch war das Business Netzwerken richtig familiär, denn die Anzahl der Menschen, die ich schon kannte, war größer als die, die neu dabei waren. Und das war auch mal richtig schön. Zwar für den Netzwerkcharakter nicht optimal, aber dennoch richtig schön und gemütlich. Eine Netzwerk-Familie eben.

Mittwochabend dann fand der Schnuppertermin für meinen neuen Kurs statt. Etwa die Hälfte der Teilnehmer kannte sich schon durch die Vorglühen-Workshops der letzten Monate, die andere Hälfte war ganz neu. Und irgendwie war da auch wieder dieses Familien-Feeling, weil eine gewisse Vertrautheit schon da war ... und die Aussicht auf eine Vertrautheit, die in den nächsten Monaten in und mit dieser Gruppe entstehen wird.

Beim Yoga gestern waren wir nur zu dritt und es war kein neues Gesicht dabei. Als ganz kleine Familie haben wir zusammen geächzt und Witze gemacht. Eine der gemütlichsten Yogastunden seit langem.
Abends ging es dann wie jeden Donnerstag zu den Vorspielern. Ein momentan pausierender Mitspieler war zu Besuch und zack: natürlich wieder großes Family-Feeling.

Vertraute Gesichter und bekannte Gruppen sind wunderbar heimelig. Man muss sich keine Gedanken machen, wie man sich verhält, denn es keinen einen ja schon alle.
Man ist entspannt und genießt das Gruppengefühl.

Zu vertraut darf es natürlich nicht werden, also habe ich dafür gesorgt, dass ich nächste Woche wieder auf neue, unbekannte Menschen treffe.

Wie ist es bei euch? Mögt ihr dieses Family-Feeling?

Mittwoch, 4. Juli 2018

"Rom" - Deutsches Theater Berlin

Foto: Arno Declair, Bildquelle: https://www.deutschestheater.de


"Entschuldigung, aber dieser Mann ist nicht wählbar."
Rom also ...
"Rom" als Stücktitel klingt schon mal fulminant. Klingt nach VIEL Stoff. Dieses eine Wort – dieser Stadtname – ist eine Ansage.
Und so ist auch Karin Henkels Inszenierung dieses Klassiker-Mixes: eine fulminante Ansage.

Drei Stücke von Shakespeare werden hintereinander in ihrer Essenz präsentiert: "Coriolanus", "Julius Cäsar" und "Antonius und Cleopatra". Jedes Stück komprimiert auf etwa eine Stunde. Und mehr braucht es auch nicht, um die Parallelen zu zeigen, die Figuren der verschiedenen Geschichten aufeinander treffen zu lassen und die ganze Blutrünstigkeit zu zeigen.


Der Abend ist trotz der Länge von drei Stunden fantastisch! Denn die Schauspieler holen den Zuschauer ab, nehmen ihn an die Hand und mit hinein in die Geschichte Roms. Sie spielen mit Präzision und Leidenschaft, besonders die hinreißende Kate Strong mit ihrer durchdringenden Stimme und dem genialen englischen Akzent sowie das Duo Camill Jammal und Benjamin Lillie, die stets gemeinsam als eine Figur auftreten und bis in die letzte Faser ihrer Körper die gleiche Haltung einnehmen können.

In der zweiten Häfte des Abends haute mich Manuel Harder mit seinem Antonius-Monolog um.
Klar, man kennt irgendwie diese Sätze wie "... und Brutus ist ein ehrenwerter Mann", aber so wie er sie spricht, verstehe ich sie, gehen sie tief bis ins Mark und setzen sich dort fest.

"Rom" ist eine Inszenierung, die alles bietet: man bestaunt das riesige Bühnenbild, lacht manchmal lauthals über das exzentrische Spiel und die bösen Kommentare, sitzt bei einigen Monologen mit offenem Mund da und ja ... wackelt auch manchmal auf dem Sitz herum, weil drei Stunden nunmal immer noch drei Stunden sind.

Aber wenn ihr die Gelegenheit habt: schaut euch diese Inszenierung an!
Allein schon, um nach einem Abend drei Stücke auf einmal gesehen zu haben.

Freitag, 29. Juni 2018

#freitagsgedanken – Zeitfresser Social Media


Zeitfresser Social Media

In der letzten Woche hatte ich Facebook-frei. Neun Tage lang ging ich nicht auf auf Facebook online. Auch nicht auf Twitter oder Instagram (wo ich sowieso nur sehr selten unterwegs bin).

Es waren die produktivsten neun Tage seit langer Zeit.
Am Anfang war es noch ungewohnt. Ich erschrack, wenn ich morgens nach dem Abrufen der Mails automatisch Facebook im Browser öffnete. Zum Glück hatte ich mich zu Beginn der Woche ausgeloggt. Immerhin eine kleine Barriere, die mich immer wieder erkennen ließ, was ich da gerade gemacht habe.
Nach ein paar Tagen war dieser Impuls weg.

Auch und vor allem, weil ich andere (bessere) Beschäftigungen gefunden hatte. Denn ich fing wieder an, richtig mit den Händen zu arbeiten. Ich startete mit Stempelschnitzen und saß stundenlang am Tisch, friemelte an meinem Stempelgummi herum und freute mich wie ein Kleinkind, wenn das Ergebnis so wurde wie gewünscht. Ich kaufte neue Stempelkissen und war in meinem Reich.

Bis ich keine Lust mehr hatte, mich im Zimmer umschaute und anfing, die Wohnung auf Vordermann zu bringen.
Ich sortierte meine komplette Theaterliteratur, schmiss extrem viele alte Unterlagen weg und archivierte vergangene Stücke und Projekte. Weiter ging es mit Rezepten, die bei mir – herausgerissen aus unzähligen Zeitschriften – lose herumflogen. Jedes Rezept wanderte durch meine Hände und von den großen Stapeln blieb nur ein kleines Häufchen übrig, das im Rezeptordner abgeheftet wurde.

Der Flur war inzwischen leergeräumt und der Katzenkratzbaum zog an einen neuen Ort um. Ein Regal für Kochbücher wurde angebracht und Schuhe und Ohrringe repariert. Der Bastelschrank wurde aus- und wieder eingeräumt. Brownies wurden gebacken.
Und das krasseste und für mich absolut untypischste: ich fing an, sofort aufzuräumen, nachdem ich etwas benutzt hatte. Die Ordnung gefiel mir so gut, dass ich ständig den Geschirrspüler ein- und ausräumte, Wäsche wusch und alles wegräumte, was irgendwo liegenblieb.

Einen Teil dieser neuen Routine konnte ich mir retten. Aber jetzt, wo ich wieder auf Facebook aktiv bin, Werbung mache und auf meine Fanseite poste, merke ich wieder, wie die Energie abgesaugt wird. Wie unglaublich schnell ich wieder in den passiven Konsum-Modus verfalle, in dem ich einfach nur müde und wie getrieben zwischen verschiedenen Tabs hin- und herklicke.

Ich weiß nicht, ob ich es schaffe, mir mehr Momente ohne Social Media beizubehalten. Ein paar Versuche habe ich bereits gemacht:
Am Montag und Dienstag der aktuellen Woche legte ich am Rechner richtig los, postete Bilder und arbeitete exzessiv an meinem neuen Spielzeitmagazin, das im August online gehen soll.
Mittwoch aber war es Zeit für eine Pause. Ursprünglich wollte ich ganz für mich allein in die Eva-Lichtspiele gehen und einen alten, deutschen Film gucken. Aber das Geld war knapp und außerdem hatte ich beim Sortieren ein lange verschollenes Keksrezept wiedergefunden, das ich unbedingt wieder nachbacken musste.
Den gleichen Film, der an diesem Tag im Kino lief, fand ich auf Youtube ("Der schüchterne Casanova") und guckte ihn nebenbei beim Plätzchenbacken. Das Handy wurde weggelegt, so dass ich nicht verführt werden konnte von der Online-Welt. So gewann ich ein paar ruhige, entspannte Stunden.

Ich will diese online-freien Routinen weiter beibehalten. Wer macht mit?

Mittwoch, 27. Juni 2018

#monthlyfavourites – Juni-Lieblinge



Es ist wieder Zeit für die Lieblinge des aktuellen Monats - die #monthlyfavourites im Juni! 




Zum Arbeiten Urlauben

Dieser Monat war mein Urlaubsmonat. Eine Woche habe ich mir eine Auszeit von Facebook genommen und war so wenig wie möglich am Rechner. In dieser Zeit habe ich gelesen und viel mit den Händen gemacht: einen Keramikkurs besucht, Bücher sortiert, meinen Flur auf- und umgeräumt und endlich wieder Stempel geschnitzt. Mir haben es Pflanzen jeglicher Art besonders angetan, also sind einige neue Stempel in Blätterform entstanden. Treuer Helfer beim Schnitzen ist mein Linolschnitt-Werkzeug, das mir schon seit Jahren gute Dienste leistet.
Neu eingezogen sind hingegen diese entzückenden Stempelkissen in extrem schönen Farben, die auch noch so hübsche Namen wie "Tea Leaves", "Hint of Pesto" oder "Eggplant" haben. Gefunden habe ich sie ebay.

 
Zum Aufhübschen


Ja, mal wieder eine Hose! Dieses Mal ein sommerliches 3/4-Modell von H&M, das ich momentan ständig trage, sobald es warm ist.
Ebenfalls neu sind diese schwarzen Sandalen von Tamaris. Wobei neu nicht ganz richtig ist: ich habe sie gebraucht bei Kleiderkreisel gekauft und bin mit ihnen sehr happy.

Geschminkt hab ich mich diesen Monat wenig und selten, einfach weil ich wenig Lust hatte. Wenn ich dann doch Lust hatte, habe ich ganz schlicht diesen kupferfarbenen Creme-Lidschatten gewählt, der schon im Oktober in den Monthly Favourites war.
Auf den Lippen blieb es ebenfalls seeehr dezent und ich habe nur ab und zu unterwegs den durchscheinenden Sheer & Shine Lipstick "Prismatic Glow" von essence benutzt, der so gut wie keine Farbe, sondern nur einen leichten getönten, glitzerigen Schimmer auf die Lippen zaubert. Allerdings gibt es den Lippenstift anscheinend nicht mehr. Auf Kleiderkreisel werdet ihr noch fündig:
https://www.kleiderkreisel.de/kosmetik/make-up-kosmetik/161713738-essence-sheer-and-shine-prisma-glow-18



Zum Lesen

Schon im November habe ich "Die Heiden von Kummerow" von Ehm Welk aus dem öffentlichen Bücherschrank auf Warnemünde mitgebracht und hatte schon einen Teil gelesen. Sie kamen auch schon in den Monthly Favourites im November vor.
Diesen Monat habe ich das Buch zu Ende gelesen. Beschrieben wird das Leben der Kinder im Dorf Kummerow Anfang des 20. Jahrhunderts. Ein bißchen habe ich so einen Einblick in die Kindheit meines Großvaters bekommen (auch wenn seine Kindheit zwei Jahrzehnte später begann), der immer von diesem Buch schwärmte. Auch meine Mutter ist Fan und die beiden lagen mir damit ewig in den Ohren. Nun hab ich es gelesen und es war ein schöner Einblick in eine doch noch ziemlich andere Kindheit als die meine.

Ebenfalls gelesen habe ich bißchen DDR-Kinderliteratur: "Petroleum-Jonny" von Klaus Meyer. Ich hab ein Faible für DDR-Kinderbücher, vermutlich einfach, weil sie meine eigene Kinderliteratur waren.
Und so begeisterte mich auch dieses Büchlein, das ganz entzückend die Verhaltensweisen, Gedanken und Nöte heranwachsender Brüder zeigt. Auch dieses Buch ist aus dem öffentlichen Bücherschrank in Warnemünde. Ein ewiger Quell schöner Unterhaltung.



Zum Essen

Ich liebe bunte Süßigkeiten-Tüten, in denen man sich seine liebsten Leckereien nach eigenem Gusto zusammenstellt. So etwas ähnliches habe ich diesen Monat für ein Picknick mit Freunden kreiert. Zu Hause habe ich das Glas wieder aufgefüllt und labe mich nun regelmäßig an Fröschen, Schlümpfen, Ferkelchen und Erdbeer-Schnüren.

Und endlich gibt es überall Kirschen! Ich liiiiieeeebe Kirschen!




Zum Stöbern

Wie immer ein paar tolle Artikel, die mich diesen Monat begeistert haben:



Zum Hören

Ich habe einen etwas anstrengend geschnittenen, aber trotzdem unterhaltsamen Podcast über einen jungen Mann gehört, der Schauspieler werden will und – zack! – einfach mal nach LA fliegt. Ich fand´s auf jeden Fall interessant:
https://www.br.de/mediathek/podcast/einfach-machen/594



Zum Anschauen

Meine Freundin Carmen hat mir den Krimi-Mehrteiler "Midnight Sun" empfohlen und er ist heftig!
Ihr findet alle vier Teile auf ZDF online. Meine Empfehlung: im Original mit Untertiteln gucken!
https://www.zdf.de/serien/midnight-sun/midnight-sun-110.html

Ebenfalls Krimi: die neueste und zugleich letzte Staffel von "Die Brücke", die es leider nur bei BBC zu gucken gibt. Aber wie immer: ganz großes Kino!
https://www.bbc.co.uk/iplayer/episodes/b03bnc34

Viel Spaß habe ich momentan mit "Project Runway: Junior", das auf Netflix läuft:
https://www.youtube.com/watch?v=wgy23dwA9Ew

Aber das allerbeste ist natürlich diesen Monat der Abschluss von Sense8!!!
Nachdem die Fans nach Absetzen der Serie auf die Barrikaden gegangen sind und Petitionen gestartet haben, gibt es auf Netflix nun das Finale.
Achja, und für alle, die "Sense8" noch nicht gesehen haben: unbedingt gucken! UNBEDINGT!
https://www.youtube.com/watch?v=QYU8w4ONQVo


Freitag, 15. Juni 2018

#freitagsgedanken – Neue Leidenschaft


Neue Leidenschaft

Die letzten Jahre habe ich ab und zu mal gedacht: Ach, an der Töpferscheibe sitzen ist bestimmt interessant ...
Dieser Gedanke war nie besonders stark und kam nur auf, wenn in irgendeiner Form das Thema auf Keramik kam.

Dann aber sah ich die Sendung "The Great Pottery Throw Down" auf BBC. Gebannt schaute ich den teilnehmenden Kandidaten dabei zu, wie unter ihren Händen wunderschöne Gefäße entstanden ... Schalen, Tassen, Teller, Vasen ... und ja, auch Kloschüsseln und Springbrunnen.

Diese Sendung sorgte für einen plötzlichen starken Wunsch, das auch zu können. Ich wollte auch an dieser Drehscheibe sitzen und eine eigene Schale drehen. Eine Schale, die nicht komisch verbogen und eben nur so halb perfekt ist, weil sie durch Aufbaukeramik gemacht wurde.
Dieses Drehen faszinierte mich, der Anblick des sich verändernden Tons, der unter den Fingern der Keramiker diese perfekten Formen annahm.

Es sah spielend leicht aus, aber das ist es natürlich nicht, das war mir klar.
Dennoch wollte ich das auch. Ich wusste, ich würde es mögen.
Bei mir ist das oft so im Leben, dass ich etwas sehe/höre/erfahre und weiß, dass ich es mögen werde. Bevor ich das erste Mal in Griechenland war, war das der Fall. Genauso war es mit England.
So war es mit Stempelschnitzen und mit Haareschneiden. So war es mit Schminken und Lesen.

Und eben auch mit der Drehkeramik.
Letztes Jahr schenkte mir das Maria-Stuart-Team zu meinem Geburtstag Geld für einen Töpferkurs und ich freute mich riesig.

Letztes Wochenende war es endlich soweit: ich saß das erste Mal an der Drehscheibe. Und was soll ich sagen? Ich LIEBE es!
Dieses Gefühl an den Händen, diese Kraft und gleichzeitig Feinfühligkeit und Geduld, die es braucht, um solch ein Gefäß zu erschaffen ... einfach Wahnsinn.

Morgen ist der letzte Termin und wir werden die Gefäße, die wir gedreht haben, "feintunen". Sie werden geglättet, evt. verziert oder bemalt. Und später dann von der Kursleiterin glasiert und gebrannt.
Ich freue mich schon jetzt auf den Moment, wenn ich meine selbstgedrehten Schalen fertig in den Händen halte. Wenn ich das erste Mal daraus esse, trinke und darin Kekse serviere.

Ich habe eine neue Leidenschaft entdeckt und ich werde gewiss nicht das letzte Mal an der Drehscheibe gesessen haben. Ich freu mich auf mehr!

Mittwoch, 13. Juni 2018

"No Return" – Junges DT, Deutsches Theater Berlin

Foto: Antonia Lind, Bildquelle: https://www.deutschestheater.de/

"Was willst du noch tun bevor du stirbst?"

Für Experimente bin ich ja imer offen! Fan des Jungen DT im Deutsches Theater Berlin bin ich auch. Und so war der Media-Audio-Walk "No Return" ja quasi schon Pflicht.

In "No Return" ist der Zuschauer quasi allein unterwegs, gelenkt von Stimmen und Anweisungen auf seinem Handy. Das klingt gut und passt perfekt zu einem schönen Sommertag.

Ausgestattet mit Kopfhörern und voll ausgestattetem Handy war ich am Start und wurde von netten jungen Menschen eingewiesen. Ich lud mir eine App runter, der ich dann einfach folgte.

In kurzen Audio-Files und auf einer Karte werden die Teilnehmer auf Reisen geschickt. Kurz nach Beginn muss man sich zwischen zwei Wegen entscheiden und folgt diesem dann bis man am Schluss nahe dem S-Bhf Yorckstraße landet und dort die Reise langsam zu Ende geht.

Inhaltlich beschäftigt sich der Media-Audio-Walk mit dem Themenbereich "Tod und Suizid". Es ist schön die Eindrücke der jungen Menschen zu hören und vor allen Dingen all die Arbeit wahrzunehmen, die sie in dieses Projekt reingesteckt haben.

Am allerschönsten ist es aber, ausnahmsweise nicht in einem Theatersaal zu sitzen, sondern draußen unterwegs zu sein, irgendwie mit anderen, aber doch allein. Neue Ecken zu entdecken, die man noch gar nicht kannte. Stille Oasen der Ruhe in der Großstadt sowie einen Teil Berlins, den ich noch nicht betreten habe und der mich in seiner Schönheit wirklich überrascht hat.

Zuviel spoilern will ich nicht, denn am besten ihr lauft selbst einmal mit. Das geht noch ein paar Mal in diesem Juni, juhuuu!

Ein paar Tipps:
  • Ladet euer Handy auf, denn es braucht viel Akku. Allerdings hat das Team, das auf dem ganzen Weg als Helfer bereitsteht, auch Power Banks dabei, falls der Akku doch schlappmachen sollte (könnt ihr gegen einen Pfand ausleihen)
  • Kopfhörer könnt ihr vor Ort ausleihen (gegen einen Pfand) oder selbst mitbringen
  • Tragt bequemes Schuhwerk!
Ich wünsche euch eine tolle Reise, probiert es mal aus!




Freitag, 8. Juni 2018

#freitagsgedanken – Neue Routine


Neue Routine

Am Sonntagmorgen lag ich morgens im Bett und dachte daran, dass am gleichen Tag nachmittags ein Picknick mit Freunden stattfinden wird. Ich dachte an einen Artikel, den ich wenige Tage zuvor gelesen hatte, in dem Eckart von Hirschhausen über das Intervallfasten gesprochen hat.
Dann sagte ich zu meinem Mann: "Ich glaube, ich frühstücke nicht mehr."
Und er sagte: "Ja, heute nachmittag gibt es ja auch viel zu Essen."
Und ich: "Nein, ich meine nie mehr."
Und mein Mann: "Super, mach das!"

Schon seit fast zwei Jahren isst mein Mann abends kein Abendessen mehr. Er hat gemerkt, dass er nachts viel besser schläft, wenn er auf´s Abendessen verzichtet. Die Folge davon: er hat auch Gewicht verloren.
Ich mag meinen Körper und im Grunde genommen ist mir recht egal, wieviel ich wiege. Allerdings liiieeeebe ich auch meine Klamotten. Und durch Gewichtszunahme passe ich in bestimmte Kleider nicht mehr rein. Das finde ich ziemlich deprimierend, denn ich würde sie gern wieder tragen. Also hätte ich nichts dagegen, soviel Gewicht zu verlieren bis mir die Kleider wieder passen.

Diäten finde ich ziemlich unsinnig und total anstrengend und mag es nicht, dass sie auf eine abgesteckte Zeitpanne festgelegt sind. Da ist ja schon vorprogrammiert, dass man danach wieder zunimmt.
Also ist eine langfristige Umstellung sinnvoller.

Natürlich könnte man sagen: Ach, da muss man sich einfach nur gesünder ernähren und Sport machen. Das ist leicht gesagt, wenn man supergesundes Essen total lecker findet, gern Sport macht und Ungesundes sowieso verschmäht. Das ist bei mir nicht so.
Eine Umstellung, bei der ich trotzdem essen kann, was ich will, ist für mich also die beste.

Und hier kommt Herr Hirschhausen mit dem Intervallfasten ins Spiel. Und im Besonderen die Variante, bei der man 16 Stunden lang Essenspause macht. Also 8 Stunden essen, 16 Stunden nichts essen. Nur welche Uhrzeiten sollte ich wählen?

Die Variante meines Mannes kommt für mich nicht in Frage. Ich esse am allerliebsten abends und da gern auch viel und spät.
Aber Frühstück mochte ich noch nie besonders. Frühstück war für mich mein Leben lang eher eine Pflichtveranstaltung, weil man halt Frühstück isst.

Also hab ich Sonntag ein Experiment begonnen, das nun zu einer festen Angewohnheit werden soll. Seit Sonntag esse ich jeden Tag nur zwischen 13 und 21 Uhr. Und so langsam wird es immer einfacher und normaler.

Der Morgen ist seitdem viel entspannter. Ich muss nichts essen und kann entspannt mit einem Glas Wasser am Küchentisch sitzen und chillen.
Ab 11 Uhr wird es schwieriger, da meldet sich langsam der Hunger, aber es wird auch immer leichter, damit umzugehen. Mein Körper gewöhnt sich dran.

Jetzt muss ich noch gucken, was ich in den 8 Stunden wirklich esse und da eine ausgewogenere Routine entwickeln, die nicht nur aus Eis und Chips besteht. :D
Aber das wird schon noch.

Habt ihr eure Ernährungsgewohnheiten mal stark umgestellt? Wie ging's euch damit?

Mittwoch, 6. Juni 2018

Recap/Preview #12



Sommerloch = Sommerpause

Sobald es heiß wird und die großen Kurse und Kooperationen pausieren, nutze ich die Zeit zum Rumhängen, Faulsein und für die Arbeit an neuen Ideen und Projekten, die in den aktiven Zeiten zu kurz kommen.
So geht es jetzt zum Beispiel mit der Meeres-Trilogie weiter, es gibt also mehr Meer. Momentan lese ich viele Bücher und Texte, um meinen eigenen Text zusammenzustellen. Auch erste Requisiten- und Kostümteile sind schon eingezogen, müssen aber noch umgestaltet werden.

Auch die Genossenschaft darf jetzt im Sommer nochmal auf die Bühne. Ganz klein, nur zu zweit mit meinem Mit-Genossen Nils, werde ich am 16. Juni mit einer neuen kleinen Geschichte auf der Bühne stehen – bei Thetaer à la carte in der WerkStadt. Präsentiert wird euch wieder feinstes Hörspiel-Theater!

Auch Urlaub steht endlich wieder auf der Liste. Geplant ist eine Woche ohne Social Media, im Juni. Mal schauen, ob es klappt.

Nach dieser kleinen Auszeit gibt es dann ein Sommer-Special: einen Gruppendrang Mini-Kurs. An wenigen Tagen beschäftigen sich die Teilnehmer intensiv mit Shakespeares Sommernachtstraum. Ihr wollt dabei sein? Guckt mal hier: http://theatergruppe-berlin.de/#gruppendrang



Impro rulez!

Immer wieder ist von den positiven Effekten des Improvisationstheaters die Rede, und ich kann mich nur anschließen. Improtheater macht uns offener, flexibler, selbstbewusster und achtsamer. Zudem bildet es eine super Grundlage für das "klassische" Theaterspiel.
Wer es selbst ausprobieren will, kann gern zum Impro-Morgen im Meeet kommen. Alle zwei Wochen könnt ihr dort mit 2 Stunden Improvisation in die Woche starten, jedes Mal unter einem anderen Thema. Ich wechsle mich mit der Improtrainerin Claudia Hoppe ab und während ihr bei Claudia reines, pures Impro serviert bekommt, sind meine Termine immer ein Mix aus Impro- und anderen Theaterübungen. Am 11. Juni (Thema "Geräuschvolle Welt"), am 09. Juli (Thema "Auf in den Urlaub") und 13. August (Thema "Entspannungszeit") bin ich am Start. Am 25. Juni, 30. Juli und 27. August könnt ihr bei Claudia Impro lernen.
Kostenpunkt: jeder zahlt 14-20 €, wie es euch beliebt. Mehr ist natürlich auch erlaubt.😀

Auch beim nächsten Vorglühen-Workshop steht das Thema "Improvisation" im Mittelpunkt. Leider ist der Termin schon ausgebucht, aber weitere tolle Themen warten auf euch in den nächsten Monaten:
17. August 2018 – Zeit & Raum 
12. Oktober 2018 – Geräusche & Musik
07. Dezember 2018 – Weihnachts-Special
Alle Infos gibt´s auf http://theatergruppe-berlin.de/#vorgluehen



Startklar

... sind die Vorspieler! Ein neues Stück wurde gewählt und wir stecken mitten in der Figuren- und Textarbeit. Einen Titel gibt es auch schon: "Die zweite Palme links". Und falls ihr es kaum erwarten könnt: die Aufführungstermine sind am 25./26. Januar und 01./02. Februar 2019.

Zudem gibt es einen neuen Mitspieler: Hallo Tobi!


Auf in den Sommer!

Freitag, 1. Juni 2018

#freitagsgedanken – Hitzetod


Hitzetod

Ich muss mich von euch verabschieden. Ich werde leider sterben. Einen langsamen, qualvollen Hitzetod erleiden.
Genau genommen bin ich schon dabei ... seit Beginn dieser Woche.

Wer mich kennt, weiß: ich HASSE Hitze. Ich schwitze nicht gern, das nervt mich. Schwitzen fühlt sich scheiße an, macht die Klamotten nass und stinkend und alles ist blöd.

Im Dachgeschoss, in dem ich wohne, haut die Hitze besonders rein. Hier drin sind es 27 Grad und die Luftfeuchtigkeit ist auch nicht gerade dezent.

Meine Katzen sind seit ein paar Tagen umgezogen. Unter´s Bett, da ist es kühler. Ich würde mich gern dazulegen, passe aber nur schwer drunter.

Also sitze ich mal hier, mal dort in der Wohnung, mal mit Fenster auf, mal mit Fenster zu. Es macht keinen Unterschied. Draußen ist es so warm wie drinnen.

Wäre unser Keller kühl, würde ich ja vielleicht beschließen, meinen Fundus aufzuräumen. Aber der Keller ist warm. Ist er immer.

Tja, was tun?
Rumliegen, Jammern und im Schneckentempo an einem ächzenden Laptop sitzen, der unter der Hitze genauso eingeht wie ich. Dazu Eis, Melone, viel Wasser und selbstgemachter Eistee.

Ich habe nichts soooo sehr gegen Sommer an sich. Es gibt vieles, was ich am Sommer liebe:
  • Shorts
  • Sandalen
  • Cremerouge
  • Strohhüte
  • Sonnenbrillen
  • Zeit im Badezuber
  • Sommerloch alias erzwungener Urlaub
  • Freiluftkino
  • warme Nächte, die zum Flanieren einladen
  • Picknicks
  • Bootsfahrten
  • Eiscreme
  • Wassermelonen
  • Erdbeeren
  • Kirschen
  • Weinbergspfirsiche
  • Erbsenschoten
  • ... hatte ich schon Eis gesagt?
Aber wenn der Sommer nicht so superheiß wäre und die Hitze nicht so extrem ... dann wäre alles so viel angenehmer.

Mehr bleibt mir auch gar nicht zu sagen in diesen #freitagsgedanken, da mein Kopf ziemlich matsch ist und die Konzentration schwer fällt.

Aber es gibt ein Highlight heute: auf einer Party eines ehemaligen Grobköstlers (Gruppendrang-Kurs Nr 1) spiele ich noch einmal "Undine", den ersten Teil meiner Meeres-Trilogie!


Und ihr so? Hitzefan? Sommer yay or nay?

Mittwoch, 30. Mai 2018

"Jeder Idiot hat eine Oma, nur ich nicht" - Deutsches Theater Berlin

Foto: Arno Declair, Bildquelle: https://www.deutschestheater.de

"Wir sind Glückskinder!"

Hui, DAS war mal ein Theaterabend. Wild, intim, gefühlsduselig (im besten Sinne!) und sehr albern versaut – so präsentiert sich Rosa von Praunheims Biografie-Stück "Jeder Idiot hat eine Oma, nur ich nicht" im Deutschen Theater.

Die Inszenierung ist eine von denen, die irgendwie in meinem Hinterkopf hängenbleiben. Die etwas mit mir machen, ganz leise und heimlich, ohne es vorher an die große Glocke zu hängen.
Noch immer denke ich an bestimmte Szenen und vor allen Dingen an diese intime Stimmung. An das Gefühl, Rosa jetzt wirklich zu kennen.

Natürlich ist das absurd, ich wusste bis zu dem Theaterstück überhaupt gar nichts über Rosa von Praunheim. Ich kannte nur den Namen und wusste, es hat irgendwas mit schwuler Kultur zu tun.
Aber wie, wo, wer, was Rosa ist? Keine Idee.

Warum ich dann in das Stück gegangen bin? Hauptsächlich aus zwei Gründen: der geniale Stücktitel und das Foto von Heiner Bomhard in der Besetzungsliste ... hüstel.

Aber dann war diese Inszenierung so viel mehr als nur ein lustiger Titel, attraktive Schauspieler und viele Sexwitze.
Es war ein Einblick in Rosas Leben, in seinen Charakter, seine Denkweise, seine Ideenwelt.

Kombiniert mit Ausschnitten aus Rosas Filmen und Talkshowauftritten bietet das Stück einen Überblick über sein Leben. Man fliegt mit ihm geschwind durch seine Lebenswelt hindurch, entdeckt die wichtigsten Stationen und hat manchmal ein Tränchen im Auge.

Die Live-Musik mit Rosas Songs ist wunderschön und das Finale einfach nur wunderbar rührend.

Und ganz ehrlich: nach der Inszenierung will man sofort selbst ein Stück über sein eigenes Leben machen. Aber das heb ich mir dann doch noch ein paar Jahre auf ...




Montag, 28. Mai 2018

Der Körper & das Theater – 5 Tipps für Body Neutrality



Wir haben ein Problem mit unserem Körper. Und zwar ein ganz vehementes, tiefsitzendes Problem.

Es gibt zwei Erzfeinde, die nicht nur meine Arbeit, sondern auch unser aller Leben erschweren: Scham und Selbstzweifel.
Die beiden halten uns klein und wollen nicht, dass wir aus uns herausgehen. Sie sind super darin, uns Dinge einzureden, die gar nicht stimmen. Oder die Dinge stimmen, aber die beiden Erzfeinde tun so, als wären die Dinge schlecht.

Weil diese Erzfeinde soviel Macht haben, sorgen sie dafür, dass wir Menschen uns im Spiegel betrachten und an uns rummeckern. Uns unattraktiv finden. Uns hässlich finden. Oder im schlimmsten Fall: unser Äußeres regelrecht hassen.


Das Thema Körper beim Theaterspielen

In meiner Arbeit geht es viel um den Körper. Es geht um Körpersprache, um Ausdruck, Mimik und Gestik.
Der Körper ist für den Schauspieler das wichtigste Instrument. Er ist alles, was er hat. Mit diesem Körper muss er die schauspielerische Leistung erbringen, eine Geschichte erzählen, die Zuschauer in eine andere Welt entführen.
Es geht für ihn darum, eine Rolle zu spielen.
Diese Rolle besteht aus einem Repertoire an Eigenschaften, aus der persönlichen Geschichte der Rollenfigur, aus der Kleidung, aus der Bewegung  – und eben auch aus den körperlichen Eigenschaften des Spielenden.

Und dieser letzte Punkt offenbart in der Theaterpraxis immer wieder, wie unglaublich unzufrieden wir Menschen mit unserem Körper sind.
In all den Jahren, in denen ich Theaterarbeit mache, in denen ich Menschen den Schritt auf die Bühne ermögliche, in denen sie ganz neue Seiten an sich entdecken und in andere Rollen schlüpfen, war und ist das Thema Körper omnipräsent.
Sehr viele sind unzufrieden mit ihrem Körper, ihrer Figur, ihrer Haut, ihren Haaren, ihrem Gesicht. Diese Unzufriedenheit wird oft artikuliert – besorgt, ängstlich, traurig oder auch provokant.
Bei der Kostümplanung, bei der Beleuchtung, beim Schminken, beim Frisieren, beim Fotografieren, bei den Proben, beim Aufwärmen, beim Filmanschauen, beim ...

Es ist ein ständiges Thema im Kopf vieler Teilnehmer. Meist kommen die Sorgen aus dem Munde der Frauen, aber auch Männer haben diese Gedanken.

Das Problem ist, dass diese Gedanken wichtige Ressourcen beeinträchtigen:
unsere Konzentrationsfähigkeit, unser Selbstvertrauen, unsere Aufmerksamkeit, unsere sozialen Fähigkeiten, unseren Mut und unsere Kraft.
Die negativen Urteile beanspruchen wahnsinnig viel Platz in unserem Kopf, blähen sich auf wie ein großer Ballon, der alles andere verdrängt, und berauben uns unserer Energie. Der Energie, die wir eigentlich für die Bühne brauchen.

Denn auf der Bühne geht es nicht um Schönheit. Es geht um Menschen, um Emotionen und Geschichten.

Unsere negativen Gedanken sitzen meist tief und fest verankert und lassen sich nicht einfach wegzaubern.
Und leider sind wir ziemlich gut darin, diese negativen Gedanken auch immer wieder zu erneuern und zu verstärken.


Ist Body Positivity die Lösung? 

Seit einer Weile gibt es den Begriff der "Body Positivity". Gemeint ist damit, den Körper positiv zu betrachten. Den Fokus also nicht auf die Makel zu lenken, sondern auf die positiven Stärken des eigenen Körpers zu richten. Für manche bedeutet es auch, den eigenen Körper zu lieben und ihn mit einem liebevollen Auge zu betrachten. Oder vereinfacht gesagt: mit seinem eigenen Körper im Reinen zu sein.

Body Positivity ist ein tolles und wichtiges Ziel.
Dieses Ziel ist jedoch nicht leicht zu erreichen. Wir sind umgeben von gesellschaftlichen Standards und unreflektierten Meinungen, wie wir Menschen auszusehen haben.
Hinzu kommen Fotos und Filme, die uns perfekte Körper zeigen, die es in der Realität gar nicht gibt. Denn was wir immer wieder vergessen: Posen, Profi-MakeUp, Filter und Photoshop sind der Standard in der Modefotografie, aber auch auf Instagram und anderen sozialen Plattformen.


Body Neutrality als Alternativ-Ziel

Eine andere Haltung ist die Body Neutrality. Sie könnte als eine Vorstufe zur Body Positivity betrachtet werden, aber ich sehe sie als eine eigenständige Geisteshaltung, die uns aus unseren negativen Denkmustern herauszieht.

Statt den eigenen Körper unbedingt positiv zu betrachten, reicht es nämlich auch, ihn einfach neutral zu zu sehen. Ohne Bewertung. Er IST einfach.


Wenn wir aufhören, unseren Körper ständig zu vergleichen und abzuwerten, dann schaffen wir es irgendwann, eine Egal-Haltung zu entwickeln, ihm neutral gegenüber zu stehen. Ihn als das akzeptieren, was er nunmal ist: einfach nur unser Körper.







Für´s Theaterspiel ist Body Neutrality eine gute innere Haltung. Der Körper ist unser Gestaltungsmittel, er ist unser bestes und einziges Instrument.

Über die Jahre habe ich gemerkt, was einer neutraleren Einstellung dem Körper gegenüber hilft. Hier meine 5 besten Tipps, wie ihr zu mehr Body Neutrality kommt:



1. Viele Fotos & Filme von sich selbst angucken

Wenn wir Probleme mit unserem Äußeren haben, neigen wir dazu, Fotos und Filmaufnahmen von uns selbst zu meiden. Wir haben Angst, uns selbst anzusehen, all unsere Makel buchstäblich vor Augen geführt zu bekommen.
Und genau an dieser Angst können wir ansetzen und uns so viele Fotos und Videos von uns angucken wie möglich. Immer und immer wieder. Und Doppelkinn, schiefe Zähne, blasse Haut, Pickel, Falten und Hängebauch ganz genau betrachten.
Im Spiegel nehmen wir uns anders war und haben eine andere Perspektive auf uns selbst. Erst auf Fotos und Filmaufnahmen sehen wir uns so wie andere uns sehen.
Am Anfang kostet es wahnsinnig viel Überwindung, aber irgendwann gewöhnen wir uns an den eigenen Anblick. Das da bin ICH. Mit allem, was an mir dran oder nicht dran ist. Get over it!



2. Sich selbst anhören

Auch die Stimme gehört dazu. Die wenigsten Menschen hören sich gern auf Band. Man klingt dann ganz anders als man sich selbst hört: höher, metallischer, eigenartiger.
Sprich Texte und Gedanken auf dein Handy und höre dir die Aufnahmen immer und immer wieder an. So oft bis du dich an den Klang deiner Stimme gewöhnt hast.



3. Andere Körper nicht mehr bewerten

Einer der schwierigsten Punkte. Wir alle haben Idealbilder im Kopf und wir alle bewerten ständig andere Menschen. Unser Gehirn macht das automatisch, wir können es kaum steuern.
Aber wir können unsere eigenen Gedanken hinterfragen. Warum denke ich gerade, dass diese Person keinen Bikini tragen sollte, weil ihr Bauch dick ist? Warum darf sie in meinen Gedanken nicht tragen, was sie will?
Je öfter wir unsere bewertenden Gedanken, die wir anderen gegenüber haben, hinterfragen, desto entspannter werden wir auch mit uns selbst. Denn mal ehrlich: für unsere Gedanken gibt es keine andere Begründung als "weil man das so macht" oder "weil es nicht schön ist". Aber es gibt keinerlei Grund, etwas zu tun, nur weil "man" etwas so macht. Und ob ich etwas schön oder nicht schön finde, ist für den anderen irrelevant. Wir haben keine Verpflichtung schön zu sein!

Mit der Bewertung sind nicht nur die Gedanken gemeint. Ausgesprochene Bewertungen und Regeln haben einen unglaublich starken Einfluss auf unsere Mitmenschen, auch wenn wir nicht direkt über sie sprechen. Alles, was wir über andere Personen sagen, speichert unser Umfeld ab.
Besonders toxisch sind allgemeine Aussagen wie: "Als Frau sollte man die Beine rasieren." oder "Als dicker Mensch sollte man keine enge Kleidung tragen."



4. Improvisation mit dem Körper

Weil unser Körper uns so peinlich ist, wissen wir oft gar nicht, was wir mit ihm alles anstellen könnten. Körperliche Improvisationsübungen helfen uns, ein eigenes (positives) Gefühl für unseren Körper zu entwickeln. Wir können mit unserem Körper die eigenartigsten und absonderlichsten Bewegungen machen. Wir können mit unserem Körper andere Menschen und uns selbst zum Lachen und zum Weinen bringen.
Wenn wir mit unserem Körper und seinem Bewegungsreichtum improvisieren, beginnen wir eine ganz neue Seite an ihm zu schätzen.
Ausprobieren könnt ihr das besonders beim Physical Theatre (z.B. bei Inka Theatre), bei der Kontaktimprovisation (ist aber eher für die besonders Mutigen) und auch beim normalen (Improvisations-)Theater (z.B. beim Vorglühen).



5. Andere Kleidung tragen – außerhalb der Komfortzone

Die meisten haben einen ganz bestimmten Kleidungsstil, den sie bevorzugen. Sie bemühen sich oft, Kleidung zu tragen, die ihre körperlichen Vorzüge betont und ihre Makel kaschiert, um dem gängigen Schönheitsideal stärker zu entsprechen.
Der Wunsch ist absolut nachvollziehbar, denn unser Streben nach Schönheit ist extrem stark ausgeprägt.
Wenn wir jedoch ständig die Körperteile verdecken, die wir als unschön empfinden, nehmen wir uns die Chance das vorherrschende Schönheitsideal – das uns doch eigentlich so unter Druck setzt – zu verändern. Je weniger wir Dinge wie Cellulite, unreine Haut, Narben und andere "Makel" auf der Straße sehen, desto schneller vergessen wir, dass es sie überhaupt gibt. Durch unser Verstecken befördern wir den Perfektheitsdruck nur noch und verhalten uns kontraproduktiv. Also los: Zeigt eure Makel!


Lasst uns eine angenehmere und entspanntere Haltung gegenüber unseren Körpern finden. Sie werden es uns danken!


Zum Schluss noch ein paar Links, wenn ihr noch mehr Artikel zu den Themen Körper, Body Neutrality, Body Positivity lesen wollt:

3 Dinge, die ich vom Theater für´s Leben lernte – "Body"-Issue

Was ist Body Neutrality?

Was ist Body Positivity?

Tits are the new tits (auf deutsch)

5 Gründe, weshalb ich meine Achselhaare wachsen lasse

Warum nicht nur Frauen Body Positivity brauchen 

Was Body Shaming mit uns Männern macht

Instagram vs. Reality 

Freitag, 25. Mai 2018

#freitagsgedanken – Wann gibt's Urlaub?


Wann gibt's Urlaub?

Das war meine große Frage diese Woche.
Steuererklärung und DSGVO haben mich die letzten Wochen echt genervt. Irgendwie war immer irgendwas zu tun, was überhaupt keinen Spaß macht.
Bob Dylan hat gesagt:
"Der Mensch ist dann erfolgreich, wenn er zwischen Aufstehen und Schlafengehen das tut, was ihm gefällt."
Tja, das hätte ich gern gemacht. Aber andere Sachen mussten in den letzten zwei Wochen zuerst gemacht werden. Und wenn die dann erledigt waren, war meine Hirnkapazität so aufgebraucht, dass für andere Dinge keine Zeit mehr war.


Immerhin habe ich es geschafft, einen Mini-Auftritt für die Genossenschaft zu organisieren und wir werden jetzt zu zwei in die Proben starten.

Aber dennoch zeigte sich bei mir das übliche Problem: keine Konzentrationsfähigkeit. Ich fing wieder mal an, wild zwischen verschiedenen Chatfenstern hin- und herzuklicken und immer wieder abwechselnd Facebook, WhatsApp, Mails und Pinterest zu checken. Wobei letzteres noch der entspannendste Anblick war.
Am Tag meines Ostseetrips habe ich morgens alle Benachrichtigungen für meine Apps abgestellt und bis jetzt so gelassen. Wenn ich die App also nicht öffne und nachschaue, wird mir nicht angezeigt, ob ich eine Nachricht hab. Das hat beim kurzen Blick auf das Handy auch irgendwie was entspannendes – keine roten kleinen Zahlen, die mich zum Klicken animieren wollen.
Natürlich klicke ich trotzdem. War ja klar.
Also muss ich härter durchgreifen.

Schritt 1:

Ich habe mein Handy hinter meinen Laptop gelegt. Ganz nach dem Motto: aus den Augen, aus dem Sinn. Das funktioniert erstaunlich gut. Flugmodus ist bei mir sowieso standardmäßig eingeschaltet.

Schritt 2:
Der Juni soll mein Urlaubsmonat werden. Im Juli beginnt ein neuer Gruppendrang-Kurs und bis dahin will ich die Zeit für mich nutzen.
Ich will mich wieder mehr auf's Analoge fixieren, zumindest für eine Weile. Lesen, Fotografieren, Schallplatten hören, Freiluftkino auf dem Balkon machen (wie oben auf dem Bild), in eiskaltem Wasser im Zuber liegen, Cocktails trinken und mit den Händen arbeiten. Häkeln, Stricken, Stempel schnitzen, Schmuck basteln ... alles Dinge, die ich seit einer Weile habe schleifenlassen.
Erstmalig werde ich einen Töpferkurs an der Drehschreibe machen und freue mich darauf schon riesig!

Schritt 3:
Eine Woche im Juni soll komplett frei von Social Media sein. Also ich warne schon mal vor: vom 18.-24. Juni will ich mich ausklinken aus dieser Welt und mal nur Zeit für mich allein haben (und meinen Mann und meine Katzen). Das ist zumindest der Plan, ich hoffe, dass es auch so funktioniert. Zwei Arbeitstermine werde ich in der Woche trotzdem haben, aber mehr soll es nicht geben.
Ich will schließlich auch mal Urlaub haben!

Mit dieser Idee starte ich voller Vorfreude in die nächsten Wochen. Ich will schöne Dinge unternehmen, habe schon zwei Theaterbesuche im Juni geplant, sowie einen Kinobesuch allein. Ich werde in den nächsten Wochen selbst auf der Bühne stehen, einmal als Undine auf einer privaten Party und einmal mit meinem Genossen Nils beim nächsten "Theater à la carte" in der WerkStadt.
Ich gebe heute Abend einen Status-Workshop (es sind noch Plätze frei!) und bald steht auch wieder der Impro-Morgen an sowie ein neuer Vorglühen-Workshop.

Also viele coole Termine in nächster Zeit, die ich jetzt sportlich in Angriff nehme. Und nebenbei immer mehr Pausen von der Online-Welt. Drückt mir die Daumen, dass es klappt.

Wie handhabt ihr das? Verfallt ihr auch manchmal in einen App-Teufelskreis? Oder in sinnloses Aufrufen der immer gleichen Webseiten?






Mittwoch, 23. Mai 2018

#monthlyfavourites – Mai-Lieblinge



Es ist wieder Zeit für die Lieblinge des aktuellen Monats - die #monthlyfavourites im Mai! 




Zum Arbeiten

Ich habe neue Flyer! Die haben mich diesen Monat schwer beschäftigt, denn sie kamen falsch gedruckt bei mir an. Beziehungsweise waren sie richtig gedruckt, jedoch als lange Flyer mit zweimal demselben Motiv bedruckt. Nach der Reklamation wurde mir gesagt, die Flyer werden nachgedruckt und mir zugesandt, dann aber richtig beschnitten, als Quadrate. Als das Päckchen ankam, war ich skeptisch, denn es war länglich ... Und tatsächlich waren die Flyer schon wieder nicht richtig geschnitten.
Eine weitere Reklamation folgte und endlich kamen die gewünschten quadratischen Flyer. Die Vorderseite ziert ein Gruppendrangfoto von den Spielschauern und ein tolles Zitat, das zu meiner Firmenphilosophie passt wie die Faust auf´s Auge. Die Rückseite ist fast komplett weiß bis auf mein Logo und meine beiden Websites. So ist dort Platz für Notizen, neue Termine und andere Gedanken, die ich beim Netzwerken mit meinen Gesprächspartnern teilen will.

Ein weiteres Thema diesen Monat war und ist die neue Datenschutz-Grundverordnung, kurz DSGVO.
Nicht nur ich arbeitete fieberhaft an dem Thema, so dass mein Kopf schwirrte vor lauter Blogartikeln und Infos. Auch in allen Netzwerken und unter Kollegen war die DSGVO ständig Thema. Ich bin gespannt, wie die Situation aussieht, sobald das Gesetzt in Kraft getreten ist. Wird es eine Abmahnwelle geben? Wie sehen die ersten Gerichtsurteile aus? Man weiß es nicht, es ist alles noch sehr schwammig und unklar.
Um aber einen Überblick zu haben, was die DSGVO eigentlich bedeutet, hat diese Broschüre von C.H.Beck wunderbare Dienste geleistet.


 
Zum Aufhübschen


Ohrringe sind ja meine Leidenschaft und diesen Monat war ich im Fisch-Wahn. Ich mag Fische als Motiv schon immer (so wie auch Vögel und allerlei andere Tiere) und ein Blogfoto weckte in mir den Wunsch nach goldenen, großen Fisch-Ohrringen.
Da ich gern Secondhand einkaufe, schaute ich mich auf Kleiderkreisel um und fand welche, die zwar nicht ganz so aussahen wie gewünscht, aber die die perfekten Fische als Anhänger hatten. Ich kaufte sie und bastelte mir daraus meine Wunschohrringe zurecht. Jetzt sind sie perfekt!
Bei der Suche stolperte ich auch über diese absurd-genialen Plastiktüten-Ohrringe mit kleinem orangem Fisch. Sie erinnern mich an meinen Profil- und Künstlernamen "Orangeplaty" (Zur Info: das hier sind Platys) und an meine Zeit, in der ich ein Aquarium besaß und mir Fische kaufte, so dass ich nicht widerstehen konnte.

Bei dem sonnigen Wetter war es Zeit, meine neue rote Bluse von promod (anscheinend gibt es die nur noch in anderen Farben) einzuweihen, die herrlich luftig und sommerlich weit geschnitten ist. Die Farbe knallt richtig rein und macht gute Laune.

Passend dazu habe ich ebenfalls bei Kleiderkreisel diese rosa Sandalen mit Keilabsatz gefunden.

Die graue Mütze habe ich auf meinem Ostsee-Tagestrip gekauft. Schon immer habe ich mir eine klassische Schiebermütze gewünscht und endlich ein Modell gefunden, das mir passt.

An Pfingsten war ich zum ersten Mal baden – im Strandbad Wannsee. Nach 2,5 Stunden in der Sonne hat mein Kopf trotz Mütze ganz schön gedröhnt und trotz Sonnencreme war mein Hals leicht gerötet.
Im Kühlschrank lagerte seit letztem Jahr diese After Sun Lotion von De Bruyère. Sie riecht toll und kommt vermutlich noch öfter zum Einsatz diesen Sommer.




Zum Lesen

Vorletzten Monat habe ich das Cord-Magazin vorgestellt und es zu meinem neuen Lieblingsmagazin erkoren. Und was lese ich diesen Monat auf Facebook? Das Magazin wird eingestellt. Grrrrrrrr!
Diese ist die vorletzte Ausgabe und ich werde sie besonders langsam lesen, um ganz viel davon zu haben. Die letzte erscheint Ende Mai.
Zusätzlich habe ich mir online noch die allererste Ausgabe bestellt, die auch noch auf mich wartet.




Zum Essen

Was letzten Monat die Kokosflocken waren, sind diesen Monat die Schokobananen. Und endlich seit Ewigkeiten wieder Melone, aber die war schon aufgegessen als ich die Bilder machen wollte. Genauso wie die wenigen Erbsenschoten und Erdbeeren vom Balkon, die immer sofort in den Mund wandern, sobald sie reif sind.



Zum Stöbern

Diesen Monat habe ich wieder einige interessante Artikel zum Stöbern gefunden:



Zum Hören

Auf meinem Tagesauflug an die Ostsee hatte ich während der langen Busfahrten viel Zeit zum Musikhören. Besonders im Kopf geblieben ist mir "You & Me" von marie & the RedCat:

https://www.youtube.com/watch?v=_U47OX9Ow5Y




Zum Anschauen


Falls ihr euch wundert, dass die Youtube-Videos nicht eingebunden sind: die neuen Datenschutzbestimmungen sind da etwas kompliziert und der Einfachheit halber nutze ich einfach simple Links.

Diesen Monat habe ich einiges gesehen, was eher enttäuschend oder einfach nicht herausragend war.
Aber drei Highlights gibt es trotzdem!

Auf Netflix habe ich endlich den Film "Falling Down" mit Michael Douglas und einem ganz herzigen Robert Duvall gesehen und war begeistert!
https://www.youtube.com/watch?v=fjNQMpxVk_4

Schon lange bin ich Fan von Youtuberin Grav3yardgirl alias Bunny. Zum einen vermutlich, weil sie mir optisch ein wenig ähnelt, zum anderen aber wegen ihrer lustigen Art und ihrer Message.
In den letzten Jahren hat ihre Followerzahl abgenommen und ein anderer Youtuber hat sie zu Hause besucht und mit ihr darüber gesprochen. Das Video ist sehr lang, wirr geschnitten, aber trotzdem interessant.
https://www.youtube.com/watch?v=2Rf0iXdZ1To 

Als letztes habe ich durch den Artikel über Russell T. Davies (s. weiter oben bei den Links zum Stöbern) die Serie "Bob & Rose" entdeckt und bin ganz entzückt. Ihr findet sie komplett auf Youtube:
https://www.youtube.com/watch?v=mi4i46JsFVc&t=1475s

Montag, 21. Mai 2018

Allein auf der Bühne – Panik pur oder Ego-Boost?









Nach "The Lost Companion" vor einigen Jahren beschloss ich, nie wieder allein auf die Bühne zu gehen. Zu schmerzhaft waren die kleinen Shitstorms, die Kritik, die im Vorfeld auf mich einprasselte.
Zu anstrengend war es, immer wieder Kraft aufzubauen, um trotzdem weiterzumachen.
Zu nervig waren die Proben, in denen ich mich immer wieder beweisen musste.

Ich wollte lieber im Team spielen, gemeinsam, mit Freunden. Mit einer Gruppe, die mich wohlig auffängt, die mir die Hängematte der Sicherheit bietet.

Wenn wir mit anderen gemeinsam die Bühne betreten, dann haben wir eine kleine Gruppe um uns, ein Team. Wir fühlen uns gestärkt, wir haben ja uns. Wir gegen den Rest der Welt.


Aber wenn wir allein sind?


Allein auf der Bühne stehen.
Vor vielen Augen, die einen aus dem Dunkel beobachten.
Angestrahlt von Scheinwerfern.
Im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit.

Für viele Menschen ist das die absolute Horrorvorstellung. Panik macht sich breit.
Es ist eine Situation, in der man den Blicken aller ausgesetzt ist. Es gibt keine Möglichkeit, sich zu verstecken. Offen und verletztlich ist man dem Publikum ausgesetzt, das jeden Fehler sehen kann, den man macht.
Es sieht unsere Nervosität, unsere Unsicherheit, unsere Unperfektheit.

Wenn wir allein auf der Bühne stehen, sind wir auf dem Prüfstand. Wir haben uns dort hingestellt und somit schon mal unseren Status erhöht. Sogar im körperlichen Sinne. Wir stehen dort oben und die anderen sitzen dort unten. Wir erheben uns über sie und deshalb wartet das Publikum darauf, dass wir fallen. Diese Augen dort unten sind kritisch und wir müssen nun unseren Status beweisen.
Können wir halten, was wir versprechen? Haben wir uns nicht zuviel "herausgenommen", indem wir uns einfach dort hingestellt haben?

Ja, haben wir.
Und das ist verdammt fantastisch!

Allein auf eine Bühne zu gehen und uns dort zu präsentieren, konfrontiert uns mit unseren Ängsten. Es ist eine Challenge für unser Selbstvertrauen, für unsere Angst vor der Ablehnung.
Das kann für Panik sorgen. Und wenn nicht für Panik, dann immerhin für jede Menge Lampenfieber. Meist mehr Lampenfieber als in Momenten, in denen wir die Bühne mit anderen teilen.

Das klingt alles erst einmal ziemlich abschreckend. Aber allein auf der Bühne zu stehen, ist nicht nur etwas, das Angst macht – es ist auch ein Geschenk!

Allein für alles verantwortlich sein, ist die ultimative Freiheit. Wir allein bestimmen, was auf dieser Bühne passiert. Wir müssen uns an niemanden anpassen, nach niemandem richten. Wir spielen nicht gemeinsam.
Niemand anderes kann Fehler machen, die wir ausbügeln müssen.
Wir müssen niemand anderen emotional unterstützen.
Wir müssen keinen Partner zum Strahlen bringen – nur uns selbst.

Allein auf der Bühne haben wir eine große Macht. Und diese große Macht bringt eine große Verantwortung mit sich.
Diese Verantwortung bereitwillig zu (er)tragen, zeigt uns, zu was wir eigentlich fähig sind.
Und das ist ein absoluter Ego-Boost!

Diese Freiheit verlockte mich dann letztendlich doch, wieder allein auf die Bühne zu gehen. Im Kleinen, nur für eine Viertelstunde. Als softer Wiedereinstieg.
Um diese Freiheit richtig auszukosten, wollte ich absolut niemanden mit an Board haben. Keine Regie, noch nichtmal für eine einzige Probe.
Ich wollte ALLES allein bestimmen – wie ich aussehe, was ich sage, was ich mache.
Mein Blick von außen war meine Laptopkamera, die mich bei den Proben filmte.

Ab und zu erzählte ich meinem Mann ein paar Dinge, er hörte mich Textüben, sah mein Kostüm und hörte die Sounds, die ich zusammenschnitt.
Aber ich allein bestimmte, was mir gefiel.
Es sollte aus einem Guss sein, quasi mein eigenes Gesamtkunstwerk.
Ich habe mit Theatermitteln ein Bild gemalt. Das erste Bild eines Triptychons.
Jetzt male ich am zweiten Bild. Dann am dritten.
Und dann werde ich wieder eine ganze Stunde auf der Bühne stehen.
Allein.
Mit ganz viel Freiheit.

Das wird anstrengend werden. Aber auch einfach gut.



Freitag, 18. Mai 2018

#freitagsgedanken – Wetterumschwung


Wetterumschwung

Diese Woche war anstrengend. Ich war müde und langsam. Langsam im Denken, im Laufen, im Bewegen.

Warum das so war? Ich weiß es nicht. Aber die Aufgaben, die anstanden, waren zäh und abschreckend. Ich musste endlich die Steuererklärung fertig vorbereiten (ich hab´s geschafft, yeah!) und die DSGVO winkte die ganze Zeit fröhlich im Hinterkopf, um mich ständig und überall abzulenken.
Sie machte mich ganz kirre und meine in letzter Zeit neu gewonnene Konzentrationsfähigkeit war schlagartig dahin. Die letzten Tage ist mein Geist hin- und hergeirrt, ziellos und wirr.

Wollte ich eine Sache anpacken, wurde meine Aufmerksamkeit von etwas anderem angezogen. Hatte ich den Arbeitsplatz verlassen, kamen mir tausend neue Gedanken, was ich alles mal tun könnte, müsste, sollte.
Ich hatte das Gefühl, mein Kopf explodiert und dann änderte sich das Wetter und mit ihm kamen Kopfschmerzen.
Meine Motivation war überall und nirgends und ich fühlte mich einfach nur geschlaucht. Geschlaucht von meiner Unfähigkeit zur Konzentration und der eigenartigen Motivation, die machte, was sie wollte.

Meine Motivation läuft immer in Phasen auf und ab, aber diese Woche wurde es mir besonders deutlich. Passend dazu stieß ich auf zwei Artikel (hier & hier), die mich zum Nachdenken brachten. Sie beschreiben den Zusammenhang des weiblichen Zyklus mit unterschiedlichen Stimmungen.

Jetzt frage ich mich: wie sehr beeinflusst mein Zyklus meine Stimmung, meine Kraft, meine Motivation?

Schon seit einer Weile habe ich die Clue-App auf meinem Handy installiert, bin aber meist zu faul, die Daten einzugeben. Auch aus dem Grund, weil die Darstellungsmöglichkeiten der Auswertung beschränkt sind.
Dennoch will ich herausfinden, wie es mir genau in welcher Phase meines Zyklus geht. Und vor allem: wie ich damit umgehe und für mich perfekt nutze. Wann bin ich am produktivsten? Wann am konzentriertesten? Wann habe ich mehr Lust, allein zu sein? Wann will ich unter Leute?

Wenn ich darin endlich mal irgendwann ein Muster erkenne, kann ich langfristig auch Termine darauf ausrichten.

Bis jetzt mache ich einfach alles so halbwegs, wenn es anfällt. Und ich übe, auf meine Intuition zu hören und einfach zu machen, wonach mir gerade ist – zumindest soweit das möglich ist.

Aber ich will es endlich genauer wissen. Denn vielleicht ist der Auslöser für die Schlappheit diese Woche nicht der Wetterumschwung, sondern der Hormonstand? Who knows?

Was sind eure Erfahrungen? Merkt ihr Motivationsunterschiede während eures Zyklus? Oder seid ihr wetterfühlig? (das war ich nämlich früher nie)
Und erkennt ihr Muster?



Freitag, 11. Mai 2018

#freitagsgedanken – Gönn dir!


Gönn dir!


Im Moment bin ich gerade extrem großzügig zu mir selbst.
Sparsam sein? Ach iwo! Asketisches Leben? Auf keinen Fall!
Stattdessen gab es zwei Ausgaben des Cord-Magazins, endlich mal wieder eine Glossybox (aber nur eine!), Ohrringe, neue Flyer ... und einen Kurztrip an die Ostsee inklusive Pommes, Erdbeeren, Cupcake, Sprite und neuen Sommerhüten.

Es war ein kleiner Rausch des Sich-Gönnens. Eine Phase, die es ab und zu mal braucht – für mich – zur einfachen kindlichen Freude.
Ich war im Kino und habe endlich eine Theatergruppe live gesehen, die schon ewig auf meiner Liste stand. Auch morgen werde ich ins Theater gehen, allein. Eines meiner liebsten Luxus-Erlebnisse.
Ich gönn mir gerade.

Die nächsten Wochen werde ich wieder auf Sparkurs gehen und all das genießen, was ich mir jetzt gegönnt habe.
Wenn viel Input auf einmal hereinkommt, egal ob in geistiger oder materieller Form, nehme ich mir danach gern viel Zeit, all das einzeln zu betrachten, auszukosten, zu genießen und zu würdigen.
Wie nach einem Geburtstag, wo man den Geschenketisch erst nach Tagen so richtig durchforstet und jedes Geschenk für sich betrachtet und es in die eigene Welt einziehen lässt.
Neue Kleidungsstücke werden exzessiv getragen, zum ersten Mal gewaschen, zum ersten Mal in den Kleiderschrank gehängt. Neue Schmuckstücke frisch und frei zu allem kombiniert. Neue Bücher schon auf dem Heimweg durchblättert.
Nach einem Event lasse ich alles Erlebte auf mich einwirken.
Manchmal spreche ich meine Gedanken als Sprachnotiz auf´s Handy oder schreibe mir inspirierende Gedanken auf. Manchmal kreiere ich daraus Blogposts, entwickle neue Ideen und Produkte oder teile meine Erkenntnisse einfach mit anderen. Oder ich genieße das Erlebte einfach nur still für mich. Als mein Schatz, der immer in meinem Kopf bleiben wird.

Alles, was in mein Leben tritt, soll auch einen Sinn haben, einen Eindruck hinterlassen. Die Sache ist die: Ich liebe Dinge. Nicht aus Status-Gründen, sondern weil ich eine innige Beziehung zu Gegenständen aufbaue.
Wenn ich etwas kaufe, dann nur, weil ich es wirklich toll finde. Die meisten Dinge, die ich voller Begeisterung selbst gekauft habe, bleiben ewig in meinem Haushalt. Die Kleidung trage ich bis sie kaputt ist (und nicht mehr vernünftig repariert werden kann), ebenso verhält es sich mit Schmuck, Schminke, Geschirr, Büchern, Möbeln etc. Ich bin eine Bastlerin und besonders liebgewonnene Dinge werden bei mir ewig repariert bis wirklich nichts mehr geht.

Viel Konsum auf einmal ist deshalb eine Art Glücksrausch, aber überfordert mich auch.
Große Shoppingtouren beglücken mich nicht so wie ein Einzelkauf eines Stückes, auf das ich mich schon lange gefreut habe.
Bei Unternehmungen verhält es sich ähnlich. Ich suche genau aus, welche Events ich besuchen möchte. Schon vorher schätze ich ab, ob sich die Zeitinvestition für mich lohnt. Lerne ich dort etwas neues? Werde ich dort in eine Welt eintauchen, die mir gefällt? Treffe ich dort Menschen, die mir wichtig sind und/oder die mich inspirieren?
Oder schlage ich dort einfach nur meine Zeit tot, ohne Mehrwert?
Dann kann ich mir auch zu Hause einen schönen Lenz machen, Zeit mit meinen Liebsten verbringen und selbst etwas erschaffen.

Sich etwas zu gönnen, ist wunderbar. Besonders dann, wenn es einen Mehrwert mit sich bringt. Wenn das Gönnen nicht nur aus reiner Konsumlust entsteht, sondern weil man etwas wirklich will, sich genau nach dieser Sache fühlt.

Was gönnt ihr euch gern?

Mittwoch, 9. Mai 2018

"Alles Schwindel" - Maxim Gorki Theater Berlin

Foto: Ute Langkafel, Maifoto, Bildquelle: http://gorki.de



"Pervers is nich mehr modern."

Meine liebe Freundin Anne hat mir zu meinem letzten Geburtstag einen Gutschein für´s Maxim Gorki Theater geschenkt. Ich habe in den letzten Monaten immer wieder den Spielplan gecheckt und wartete auf die eine Inszenierung, die mich richtig anlacht.
Und zack, dann kam sie: "Alles Schwindel", eine Revue!

Wenn ich in einer Ankündigung Worte wie "Goldene Zwanziger" und "Revue" lese, bin ich schon mal angefixt. Ich liebe die Leichtigkeit, das Freche, Versaute und Eigenartige, das Stücke aus den 20er-Jahren mit sich bringen.

Die Inszenierung ist groß und bunt, bestehend aus Requisiten und Bühnenbild im Comic-Stil, mit vielen Pappelementen in Schwarz-Weiß.
Die sieht man vermutlich auch aus der letzten Reihe noch perfekt, aber auch in der ersten Reihe machten sie einiges her.
Dazu gab es – ganz Revue – viel Gesang und Tanz und absonderliche Kostüme. Menschen in Fatsuits quetschten sich durch zu kleine Türen und stießen wie Luftballons aneinander und zwischendrin wirbelte das junge Paar herum, das einen als Hauptprotagonisten durch den Abend führte.
Beide beeindrucken durch Schnelligkeit, Witz, Charme und eine wunderbare Leichtigkeit.

Und obwohl die Inszenierung Tempo hat, gibt es die ein oder andere Länge, die ruhig hätte gekürzt werden dürfen.
Am Schluss gibt es noch einige Gags, in denen die Schauspieler in einer Meta-Ebene aus der Rolle fallen. Ich habe mich darüber totgelacht, das ältere Zuschauerpaar neben mir fand das eher weniger gut.

Es ist eine Haudrauf-Inszenierung voller Slapstick und Dandytum. Und das ist nun wirklich immer gut.







Freitag, 27. April 2018

#freitagsgedanken – Von der Hoffnung


Von der Hoffnung

Die Hütchenspieler alias mein aktueller Gruppendrang-Abendkurs haben ihre Feuertaufe bestanden. Drei erfolgreiche Aufführungen an einem sehr intensiven Wochenende liegen hinter uns.
Alle Teilnehmer sind noch etwas benommen von den Tagen und es fühlt sich an, wie nach einer gemeinsamen Klassenfahrt. Erschöpft, erleichtert und gleichezeitig ein bißchen traurig, weil es vorbei ist.

Die Gruppe möchte gemeinsam weitermachen und das macht mich sehr glücklich, denn sie sind ein tolles Team. Verständlicherweise haben alle den Wunsch nach einer Pause. Die letzten Monate waren hart und haben viel Zeit beansprucht. Den Sommer über soll es nun heißen: Freiheit!
Ab August oder September wollen sie gemeinsam in eine neue Inszenierung starten.

Diese Wartezeit ist jedoch immer die schwierigste Herausforderung für eine Theatergruppe. Eine Pause bedeutet leider oft – sehr oft – das Ende. Für das Fortbestehen der Institution "Theatergruppe" ist das beste, wenn man sofort weitermacht. Nach dem Motto: Nach dem Stück ist vor dem Stück.
Für das Wohlbefinden jedes Einzelnen ist aber eine Pause nötig.

Also heißt es jetzt: Hoffen!
Hoffen, dass sich alle so gern haben, dass die Wartezeit die Lust auf das Theaterspiel mit dieser Gruppe nicht beeinträchtigt. Hoffen, dass der Sommer keine ungeahnten Ablenkungen bringt, die dafür sorgen, dass man aussteigt.
Ich habe diese Hoffnung, denn die Gruppe hat viel Potential. Sie haben Sympathie füreinander und Freude an der gemeinsamen Arbeit – trotz der Anstrengung, die diese Arbeit mit sich bringt.

Die Aufführungstage waren fröhlich und entspannt. Ja, anstrengend und schlauchend ... aber mit Gesang dabei! Wie heißt es so schön:

"Wo man singt, da lass dich nieder, denn böse Menschen kennen keine Lieder."

Und so suhle ich mich noch ein bißchen im After-Gruppendrang-Blues, der immer nach den Aufführungen einsetzt. Denn auch wenn ich nicht richtiger Teil der Gruppe bin, so bin ich doch gerade an diesen Aufführungstagen mittendrin statt nur dabei.

Jetzt drücke ich die Daumen, dass die Hütchenspieler weiter bestehen. Ich bin voller Hoffnung, freue mich auf das vorerst letzte Treffen mit der Gruppe Ende Mai und bin gespannt auf die Pläne, die dort beschlossen werden.

So langsam nähere ich mich selbst meiner Sommerpause, die bei mir dieses Jahr hauptsächlich im Juni sein wird.
Ein Sommerloch gibt es dieses Mal aber nicht, denn viele Interessierte Theaterbegeisterte stehen in den Startlöchern für den neuen Gruppendrang Abendkurs.
Und ich hoffe, der wird genauso toll wie die Hütchenspieler!



Mittwoch, 25. April 2018

#monthlyfavourites – April-Lieblinge



Es ist wieder Zeit für die Lieblinge des aktuellen Monats - die #monthlyfavourites im April! 




Zum Arbeiten

Mein Arbeitsfavorit war diesen Monat dieses Bob Dylan Doppel-Album, das ich letztes Jahr über ebay Kleinanzeigen kaufte.
Weil das Wetter so schön war, habe ich oft bei offener Balkontür im Wohnzimmer gearbeitet und im Hintergrund lief ständig diese Platte. Ein perfekter Start in einen arbeitsreichen Frühling.


 
Zum Aufhübschen


Was, schon wieder eine Hose? Ja, dieses Mal eine Sport-Leggings. In meinem neuen Vorhaben, meine Schränke nach und nach auszumisten und Dinge rauszuschmeißen, die kaputt oder zu klein sind, habe ich auch Sportkleidung aussortiert.
Bisher habe ich für die wenigen bewegungsreichen Events in meinem Leben immer irgendwas altes angezogen, aber dieses Mal wollte ich mal schicke Sportkleidung in mein Leben einziehen lassen. Bei Tchibo wurde ich fündig und kaufte neben der Leggings im Bild noch ein passendes T-Shirt, Tanktops, Yoga-Socken und ein Langarmshirt. Jetzt fehlt nur noch eine kurze Sporthose und ich bin bereit für Yoga-Stunden in allen Jahreszeiten.

Das "Under the Sea"-Kit von von Royal de Loop habe ich für meine Premiere der Meeres-Trilogie gekauft. Es besteht aus einem lila schimmernden Lipliner und einem bläulich-glitzernden holographischen Lipgloss – für die perfekten Meerjungfrau-Lippen.

Schon etwas älter ist die Lidschattenpalette "In the garden" der Marke stila. Ich habe sie mal irgendwann auf Kleiderkreisel entdeckt und mich in die Farben verliebt. In Kombination miteinander kann man mit ihnen überraschend verschiedene Augen-Make-Ups kreieren, die Farben wirken sehr natürlich und edel und der beigelegte Kajalstift gibt den letzten Schliff. Jetzt im April habe ich diese Palette ständig genutzt. Auf Kleiderkreisel findet ihr sie z.B. hier und hier und hier und hier

Zusätzlich war ich auf dem Gelb-Trip und hatte diese Ohrringe, die ich seit mindestens 15 Jahren besitze, auch dementsprechend oft an meinem Ohr.

Die Olivenöl-Honig-Seife hat mir meine liebe Freundin und Vorspielerin Carmen von ihrem Urlaub auf Malta mitgebracht. Diesen Monat ist sie zum ersten Mal zum Einsatz gekommen und riecht super.


 

Zum Lesen

Teil 1 meiner Meeres-Trilogie hat Premiere gefeiert und nun beschäftige ich mich gedanklich viel mit Teil 2 und 3. Passend dazu hat mir mein Mann aus diesen beiden Büchern vorgelesen.

Das blaue Buch heißt "Schiff am Horizont", ist ein altes Buch aus DDR-Zeiten und beinhaltet verschiedene Seefahrer-Geschichten. Ich habe es vor einer ganzen Weile in Warnemünde in einem öffentlichen Bücherschrank im Stadtpark entdeckt. Daraus werden eventuell einige Sätze in die weitere Meeres-Trilogie wandern ...

Den Hiddensee-Krimi hat mein Mann als E-Book-Leseprobe entdeckt und wir beschlossen, es gebraucht zu kaufen, damit er es mir zu Ende vorlesen kann. Danach wird es vermutlich in einen öffentlichen Bücherschrank wandern. Wenn es aber jemand haben möchte: gebt mir Bescheid!



Zum Essen

Seit Ewigkeiten habe ich mal wieder Brownies gebacken! Ich habe den Großteil eingefroren und kann nun alle paar Tage einfach ein paar Brownies auftauen lassen und solo oder zusammen mit Eis oder einer Vanille-Creme genießen. Mjam!

Kaum wurde es wärmer, stieg mein Verlangen nach Kokos! Diesen Monat sind also Kokosflocken und generell Schokolade mit Kokosfüllung mein Favorit. Ebenfalls genial finde ich im Moment bunten Puffreis.



Zum Stöbern

Da ich gerne Flyer und Plakate gestalte, war ich ganz begeistert von den Schriften berühmter Songwriter, die ich letztens online gefunden habe. Sie dürfen nur für private Zwecke verwendet werden, aber der Großteil meiner Theaterprojekte fällt sowieso in diese Kategorie. Runtergeladen habe ich mir die Schriften von David Bowie, John Lennon und Leonhard Cohen. Zudem ist die Website super schön gestaltet: https://www.songwritersfonts.com/

Als Nicht-Trinkerin fasziniert mich das Thema Alkohol immer wieder. Da ich den Geschmack nicht mag, habe ich noch nie mehr als wenige Schlucke getrunken, ich kann also nicht sagen, wie Alkohol im Körper wirkt. Dass Alkohol aber ein extremer sozialer Faktor in unserer Gesellschaft ist, kann ich bestätigen. Interessant fand ich daher den Erfahrungsbericht einer jungen Frau, die aufgehört hat, Alkohol zu trinken:
https://www.byrdie.co.uk/giving-up-alcohol--5ad088124c6e2

Das Leben ist kein Ponyhof ... ein Standard-Satz, den man schon tausendmal gehört hat. Aber wie wäre es, wenn das Leben eben doch ein Ponyhof wäre? (vorausgesetzt man mag Ponys ...)
Lydia von "Büronymus" hat dazu einen wunderbaren Text über die Arbeit geschrieben:
https://bueronymus.wordpress.com/2018/04/13/das-leben-ist-kein-ponyhof/

Gefrustet und entsetzt hat mich dieses ausführliche Dossier über die kurze Ära von Chris Dercons Intendanz an der Volksbühne in Berlin. Ich selbst konnte mit der Volksbühne nie viel anfangen und freute mich auf frischen Wind. Aber wie unglaublich schlecht die Kommunikation zwischen allen Beteiligten war, die stark die Aggressionen bei den Künstlern, wie naiv die Ideen Dercons ... all das zusammen konnte nur zum Scheitern verurteilt sein:
https://projekte.sueddeutsche.de/artikel/kultur/intendant-der-volksbuehne-chris-dercons-scheitern-e608226/?autologin=true





Zum Hören

Zur Vorbereitung auf Teil 2 meiner Meeres-Trilogie habe ich diesen Monat angefangen, Herman Melvilles "Moby Dick" als Hörbuch zu hören. Das wird noch lange, lange dauern, denn es geht insgesamt 30 Stunden!

Ihr findet es bei audible:
https://www.audible.de/pd/Klassiker/Moby-Dick-oder-Der-Wal-Hoerbuch/B01FWE42VQ/ref=a_search_c4_1_1_srTtl?qid=1524475077&sr=1-1




Zum Anschauen

Gestern abend erst startete ich eine neue Krimiserie auf Netflix und ich bin absolut gehooked! Die Serie ist aber auch sowas von geil!
Also wer Krimi mag und nichts gegen die 70er hat – guckt Mindhunter!





Ihr wisst, ich bin ein Fan der BBC und mag besonders die kleinen Perlen, die man ab und zu mittendrin findet. Dazu gehört diese Mini-Serie mit sechs kurzen Episoden über 5 beste Freunde, die gemeinsam einen Trip durch Europa machen. Die Jungs haben sich vorher noch nie im realen Leben getroffen und ich hab sie in diesen wenigen Folgen richtig liebgewonnen.
Eine kurze Dokumentation über Freundschaft, die unterhaltsam und anrührend ist. Mein absoluter Liebling: Owen!
Das tolle: die Doku gibt´s auf Youtube, hier die erste Episode:





Ebenfalls auf BBC gibt es eine entzückende Doku über einen Tierpfleger, der auf Großkatzen spezialisiert ist und zwei Jungtiere bei sich aufnimmt: einen kleinen Panther und einen Gepard.
Die Dokureihe ist für (Groß-)Katzenliebhaber ein Must See:





Weiter geht´s mit Netflix. Dort gibt es eine neue Staffel von "Chef´s Table" und es geht dieses Mal nur um Süßspeisen. Die einzelnen Folgen sind wunderbar gefilmte Portraits herausragender Patissiers:





Und im Kino war ich auch! Und zwar in der Satire "Death of Stalin". Grandios gespielt, wunderbare komische (Slapstick-)Momente und gleichzeitig erschreckend, wenn man die wahren Ausmaße von Stalins Wirken begreift.