Dienstag, 25. Februar 2020

"Fahrenheit 451" – Berliner Ensemble


"Frag ständig nach dem Warum und du bist am Ende sehr, sehr unglücklich."

Als ich von meiner lieben Freundin Anne einen Gutschein für das Berliner Ensemble geschenkt bekam, war ich erst einmal überfordert, weil es nicht so zu meinen Stammtheatern gehört, aber die Inszenierung "Fahrenheit 451" erregte aus zwei Gründen mein Interesse:
Auf dem Ankündigungsfoto trugen alle Overalls. Ich LIEBE Overalls!
Und wenn das Ensemble aus Studierenden der Ernst-Busch-Hochschule besteht, bin ich ja schon gekauft. Mehr Info brauche ich kaum, denn ich liebe es, angehende Schauspieler zu sehen, diese frische, junge Energie, die sie mitbringen, die Freude am Spiel und das noch nicht zu glattgeschliffene, noch nicht zu routinierte Spiel.

Zugleich war es die perfekt Gelegenheit das Neue Haus im Hinterhof des Berliner Ensembles kennenzulernen, ein großer, schwarzer, ebenerdiger Bühnenraum, der perfekt für moderne, publikumsnahe Stoffe ist. So wie die Geschichte in "Fahrenheit 451" nach dem Roman von Ray Bradbury, in der ein Feuerwehrmann, dessen Aufgabe es ist, Feuer zu legen und Bücher zu verbrennen, durch ein Mädchen in seiner Nachbarschaft eben diese Aufgabe in Frage stellt und sich seine Freiheit erkämpft.

Die Inszenierung hat eine leichte Kälte, auch durch das Bühnenbild, das aus einer Art Stahlgang mit beweglichen Schiebedächern bestehen, die je nach Situation schaffen oder sich öffnen. Die Schauspieler wechseln zwischendurch die Rollen, ein Konzept, das mir immer Spaß macht und auch den Spielenden eine tolle Möglichkeit bietet, ihr Potential auszuschöpfen und in verschiedene Charaktere einzutauchen.
Die Geschichte wird in kurzen Szenen hintereinander weg erzählt, manchmal bruchstückhaft, aber immer unterhaltsam. Manche Regie-Einfälle sind etwas langatmig und verlieren sich in stetiger Wiederholung, doch auch das gehört zu einem Stück Studierender dazu – das Ausprobieren, was geht, was Sinn macht, was beim Publikum ankommt.

Das Stück ist ideal für alle, die gern Nachwuchs-Schauspieler sehen, "Fahrenheit 451" mögen und/oder eine hübsche, junge Menschen bewundern wollen ... denn viele der Darsteller könnten bei einer Modelagentur gecastet sein.

Mittwoch, 29. Januar 2020

#monthlyfavourites – Januar-Lieblinge


Es ist wieder Zeit für die Lieblinge des aktuellen Monats - die #monthlyfavourites im Januar!




Zum Arbeiten / Urlauben

Ich habe mir im letzten Jahr einen kleinen Vorrat an Notizbüchern von Field Notes angeschafft. Zwei habe ich schon vollgeschrieben, ihr seht sie in diesem und diesem Blogbeitrag. Diesen Monat habe ich ein neues Buch angefangen, dieses Mal eine Variante mit knallorangem Deckblatt und schwarzem Rücken.
Im Urlaub (ich war in Rostock) hatte ich mein neues Messer dabei, das ihr schon aus den letzten Monthly Favourites kennt. Zum Glück! Denn wie so oft gab es in der Ferienwohnung kein Messer, das sich vernünftig zum Gemüse- und Obstschneiden eignete. Meines war perfekt. I love it!

 

Zum Aufhübschen

Glitzer braucht das Land! Besonders im dunklen Winter. In meinem Rostock-Urlaub habe ich mir selbst etwas geschenkt: diese blauen, langen Strass-Ohrringe. Ich bin ganz verliebt.

Passend dazu habe ich auf ebay diese silbernen Ohrring-Stopper gefunden, die durch den breiten oberen Teil Ohrringe fester am Ohrläppchen halten als die kleinen Verschlussteile. Besonders toll für ausgeleierte Ohrläppchen (wie meine) und große oder schwere Ohrringe mit Stecker.

Mein letzter Friseur-Termin war schon wieder vier Monate her, deshalb waren meine Haare für meine Verhätnisse sehr lang geworden. Vor wenigen Tagen war ich beim Friseur, aber vorher waren meine Haare so lang, dass ich sie im Zopf tragen konnte, was ich diesen Monat auch ausgiebig gemacht habe. Dafür habe ich dieses Seidentuch aus dem Schrank gekramt, das ich seit vielen Jahren besitze (ich glaube, es war mal ein Geschenk von meiner Mutter) und hab es mit einem Haargummi und einem Knoten am Zopf getragen. Eine ebenfalls schöne Variante war auch diese goldene Spange, die letztes Jahr in einem Schmuck-Konvolut war, das ich für meinen Fundus gekauft hatte.

Vor wenigen Jahren habe ich meine Winter-Uniform gefunden, die mich nun durch jeden Winter begleitet: Thermohose und großer Pullover. Beides habe ich in verschiedenen Varianten. Schon im Dezember sind zwei neue Thermohosen-Exemplare dazu gekommen: eine blaue enge und eine schwarze.

Den blauen Nagellack hat mir meine Mutter vor zwei Jahren zu Weihnachten geschenkt. Er hat für mich die perfekte, eisblaue Januar-Farbe.



Zum Lesen

Das Hygge-Magazin hat mich mit in den Urlaub begleitet und besonders ein Text hat mir gefallen. Darin geht es um das Kreieren von Erinnerungen, in dem wir versuchen, etwas Neues oder Ungewöhnliches zu machen, auch bei wiederkehrenden Veranstaltungen. Eine Erinnerung aktiv zu erschaffen, ist eine interessante Sache, die ich auch schon (erfolgreich) ausprobiert habe.



Zum Essen

Diese Keksdose ist meine Lieblings-Keksdose. Sie war zwar schon einmal in den Monthly Favourites, aber ich liebe sie halt sehr. Mit dem Staffel-Start der neuen Doctor-Who-Staffel wurde sie wieder mit Keksen gefüllt und hat mich immer beim Doctor-Who-Gucken begleitet.

Dazu durften es gern viele Vitamine in Form von Mandarinen sein, die gerade besonders gut schmecken.

Als herzhaften Snack habe ich "Räuberbrötchen" gebacken. Ziemlich lecker! Ich könnte mir auch viele andere Varianten dieser Quarkbrötchen vorstellen, z.B. vegetarisch mit getrockneten Tomaten, Kräutern und Feta. Oder auch eine vegane Variante. Ich probiere mal ein bißchen rum.



Zum Stöbern

Und dazu wie immer ein paar tolle Artikel, die mich diesen Monat begeistert haben:



Zum Hören

Schon seit einer ganzen Weile höre das deutsche Hörbuch "Jonathan Strange & Mr. Norrell". Es ist eine entspannte Welt, in die ich gern auf Fahrten durch die Stadt eintauche:
https://www.audible.de/pd/Jonathan-Strange-Mr-Norrell-Hoerbuch/B01GTSXOFE?qid=1580148935&sr=1-2&pf_rd_p=34e3b439-2a21-4dff-af95-98a7a74a1f67&pf_rd_r=ZBP3E3ZQMJT6385SA162&ref=a_search_c3_lProduct_1_2

Außerdem habe ich zwei Songs diesen Monat besonders gern gehört:

La Roux – International Woman Of Leisure
https://www.youtube.com/watch?v=yS6egctCzqY

Grace Jones – Slave to the Rhythm
https://www.youtube.com/watch?v=Z0XLzIswI2s

Richtig genial ist der Podcast "Türwächter*innen der Freiheit", in dem Maike Plath über ihr Leben und ihre theaterpädagogische Reise spricht. Hammer!
https://soundcloud.com/redemalordentlich


Zum Anschauen

Hier wieder ein bunter Empfehlungsmix von Dingen zum Anschauen.

Ich habe noch einmal "Solo: A Star Wars Story" gesehen und bleibe dabei: es ist mein Lieblings-Star-Wars-Film. Alle Fans werden mich vermutlich hassen.
https://www.youtube.com/watch?v=jPEYpryMp2s

Eine neue Staffel "Doctor Who" ist online und OMG – es gibt lauter Überraschungen! Ich bin begeistert!
https://www.youtube.com/watch?v=vkEB0ysv7sM

Ich war auch im Theater, nämlich bei "Drei Männer im Schnee" im Kleinen Theater am Südwestkorso. Die Inszenierung ist süß und sehr unterhaltsam. Große Empfehlung!
https://www.kleines-theater.de/drei-maenner-im-schnee/

Endlich gibt es eine neue Staffel "The Great Pottery Throw Down". Wir gucken es auf Channel4, aber ich habe es auch grad auf Youtube entdeckt. Yeah!
https://www.youtube.com/channel/UCvnB27LJMuoCMNZ4lrKi-2g/videos

Auch "Lego Masters" ist eine lustige Wettbewerbsshow, in der verschiedene 2er-Teams (Mutter/Sohn, Freund*innen, Onkel/Neffe ...) Lego-Projekte stemmen:
https://www.youtube.com/watch?v=L-UGoxiJaTw

Super spannend (auch auf Channel 4) ist das vierteilige Krimi-Drama "Deadwater Fell" mit David Tennant in einer echt unangenehmen Rolle:
https://www.youtube.com/watch?v=yEQsLSfl8gA

Und zum Abschluss ein cooles Video über weibliche Gesichtsbehaarung:
https://www.youtube.com/watch?v=TGibrBpOteY

Montag, 30. Dezember 2019

Jahresrückblick 2019



Ganz traditionell blicke ich am Ende des Jahres noch einmal zurück auf alles, was passiert ist.


Dieses Jahr war mein Jubiläumsjahr. Vor zehn Jahren im Mai habe ich meinen ersten Theaterworkshop gegeben, damals noch ohne Bezahlung, zum Üben. Ein Jahr später ging es dann richtig los mit ersten Kursen, die sich über die Jahre immer mehr verändert haben und noch weiter verändern werden.
Das Jubiläum habe ich mit vielen Theater-Wegbegleiter*innen bei mir zu Hause gefeiert. Vielen Dank an alle Gäste!
Die einzelnen Stationen und Highlights aus den zehn Jahren habe ich im Spielzeit-Magazin in einem Zeitstrahl festgehalten: Jubiläums-Ausgabe Spielzeit-Magazin!

Es entstanden neue Kooperationen. Zum einen mit Christian Lippmann von Structura, mit dem ich gerade eine Workshop-Testreihe an der Verwaltungsakademie in Berlin mache, sowie die Mitwirkung als Dozentin in den theaterpädagogischen Ausbildungen LAG Spiel & Theater. Im Februar war ich eine Woche lang Gastdozentin im Aufbaukurs und im November begann dort die neue Grundlagenbildung, die ich als Dozentin begleiten darf.

Meine eigenen Kursangebote haben in diesem Jahr Zuwachs bekommen, denn ich habe meinen Basiskurs wieder aus der Mottenkiste geholt, komplett neu gestaltet und wieder mit ins Programm genommen. Momentan läuft schon der dritte Kurs und es macht mir viel Freude Theateranfängern die Möglichkeit zu geben, sich in den kreativen Möglichkeiten des Theaterspiels ausprobieren zu können.
Dadurch habe ich dieses Jahr oft einen Abend mehr pro Woche gearbeitet. Auch bis Mitte des nächsten Jahres wird es so sein, danach hoffe ich, mehrere Kurse an weniger Tagen anbieten zu können, also zwei Kurse hintereinander, so wie es gerade donnerstags der Fall ist.

Die Vorglühen-Workshops gingen in eine neue Runde und sollen auch nächstes Jahr weiter stattfinden. Ich bin gespannt, wie das läuft.

Im Laufe des Jahres führten zwei Gruppendrangkurse (Einigermaßen Ansehnlich & Synchronschief) ihre ersten Inszenierungen erfolgreich auf und es entstand eine neue Gruppe – Spiegel-eye –, die im April die Bühne erklimmen wird.
Die Hütchenspieler aus dem Vorjahr präsentierten außerdem ihre zweite Produktion, komplett in Eigen-Regie, und ich war baff!

Mit den Vorspielern ging es dieses Jahr sogar zweimal auf die Bühne, im Januar mit "Die zweite Palme links" und im November mit "Der Entenfreund".

Ein großes Highlight: Ich war erstmalig in einem Podcast zu Gast, und zwar bei Impro-Trainerin Claudia Hoppe:
https://claudiahoppe.com/2019/02/14/podcast-nr-49-sarah-bansemer-im-gespraech-ueber-es-gibt-keine-fehler-im-impro-und-bewertungen/

Mit Rückblick auf das vorherige Jahr habe ich es geschafft, dass es etwas gemütlicher zugeht. Ich konnte viel wiederholen und verfeinern anstatt immer nur neu zu erfinden. Diese Routine hat mir gut getan und darf gern so weitergehen.

Endlich hatte ich wieder Zeit und Geld für Fortbildungen und besuchte einen Vortrag zu "Intimacy on Stage", einen Erste-Hilfekurs bei der DRK, einen Workshop bei structura zum Thema "ALBA Emoting" und ein Tages-Seminar bei der LAG mit Maike Plath zu ihrer Arbeit mit dem "Mischpult".
Für meine Verhältnisse war das überraschend viel Input. Das Jahr war also irgendwie ein Skill-Trainings-Jahr.

Privat habe ich weiter an meinen Töpfer-Fertigkeiten gearbeitet, nicht ohne schlechte Laune, aber mit vielen guten Ergebnissen.
Außerdem habe ich mich zum ersten Mal – zumindest ein bißchen – meiner Spritzenangst gestellt und eine Hypnose-Sitzung gehabt, die mir geholfen hat, mich impfen zu lassen. Das war meine große Überwindung des Jahres! Die Hypnose-Therapeutin Natascha Griesinger hatte ich beim Netzwerken kennengelernt und sie ist eine absolute Empfehlung!

Ein großer Fokus waren die Themen Zero Waste und Minimalismus, Recycling und Upcycling. Die ersten Wochen und Monate habe ich genutzt, um viel auszusortieren: Kleidung, Bücher, Fotos, Briefe, Kosmetik, Schmuck, DVDs, CDs usw. Die aussortierten Dinge wurden an Freunde und Fremde verschenkt oder in Bücherboxen gebracht. Mit dem Aussortieren soll es 2020 weiter gehen. Es fühlt sich gut an, weniger zu besitzen. Manchmal etwas ungewohnt und eigenartig, aber auch sehr befriedigend.

Ich hatte mehr Zeit für Freunde und Familie, was richtig schön war und ist. Ich sehe meine Oma im Heim nun alle zwei Wochen und nicht nur zweimal im Jahr, denn sie ist nun in einem Heim in Berlin. Dieses Jahr war für meine Familie gesundheitlich ein schwieriges Jahr. Ich hoffe, im nächsten Jahr können wir da alle etwas entspannter durchatmen.

Ich war auch auf Reisen, immer nördlich von Berlin. Einmal in Lübeck mit einer chaotischen, verspäteten Rückfahrt, die dafür sorgte, dass meine Freundin (und Vorspielerin) Carmen mich beim Basis-Kurs spontan vertreten hat. Danke, meine Liebe! Außerdem ging es im Herbst nach Hiddensee mit Freunden. Ein Urlaub, aus dem ich gar nicht mehr zurückwollte.
Kurz danach gab es noch einen Tagesausflug nach Klink an der Müritz. Dort ist es richtig, richtig schön. Ich komme wieder!
Ungewöhnlicherweise war ich dieses Jahr auch zweimal in Potsdam. Ist nah dran und immer einen Ausflug wert.

Eigene Theaterbesuche gab es in diesem Jahr nicht allzuviele. Gesehen habe ich folgende Inszenierungen:
  • "Phädra" im Deutschen Theater (zumindest die erste halbe Stunde, dann bin ich gegangen)
  • "Hool" im Deutschen Theater
  • "Fabian" im Deutschen Theater
  • "Zusammen bauen" in der Schillertheater-Werkstatt
  • "Salonfähig" von Beatrice Ellinger in der Brotfabrik
  • "ugly duckling" im Deutschen Theater
  • "Verirrten sich im Wald" im Deutschen Theater
  • "Theater à la carte" in der WerkStadt
  • "Einfach tanzen" im FELD Junges Theater

Manche Dinge haben sich in diesem Jahr nicht ergeben. Meine Solotheater-Kurs fand nicht statt, Löffelschnitzen steht noch immer auf meiner Ausprobier-Liste und auch Teil 3 der Meeres-Trilogie brauchte etwas länger, kommt jedoch in wenigen Wochen Anfang 2020 zur Aufführung.
Aber das macht nichts. Alles nimmt sich die Zeit, die es braucht.

Was ich mir für's neue Jahr wünsche? Mehr Zeit ohne Internet und ohne Handy. Das liegt in meinen Händen und es fällt mir sehr schwer. Aber man muss sich ja auch ab und zu mal Challenges setzen.

Ende Januar werde ich ein Fortbildungsseminar besuchen, auf das ich schon sehr gespannt bin und das mir hoffentlich viel wichtigen Input für meine Gruppendrang-Kurse gibt: "Systemisches Konsensieren" bei den Konsenslotsen.
Vielleicht kommen im Laufe des Jahres noch andere Fortbildungen dazu, vielleicht auch endlich das Löffelschnitzen. Und sehr gern noch mehr Keramik!



Meine Favoriten 2019



Meine drei liebsten Blogartikel:

"Intimacy on Set" – Vortrag von Ita O'Brien

10 Jahre Theater – meine liebsten Inszenierungen

Theater Make Up – Grundausstattung



Meine Theaterinszenierungen des Jahres:

"Fabian" – Deutsches Theater Berlin

"ugly duckling" – Deutsches Theater Berlin

"Der Entenfreund" – Theatergruppe Vorspiel




Mein Foto des Jahres:


Eine Szene aus "Der Entenfreund" (Theatergruppe Vorspiel).







 

Mein Top Film des Jahres:


"The Avengers: End Game"
--> Ich war ein absolutes Tränenwrack
https://www.youtube.com/watch?v=TcMBFSGVi1c&t=38s




Meine liebsten Serienentdeckungen des Jahres:

"Pose"
https://www.youtube.com/watch?v=_t4YuPXdLZw

"Killing Eve"
https://www.youtube.com/watch?v=Kk0PyD-XNZA

"Fleabag"
 https://www.youtube.com/watch?v=FhZHv2id6Sk

"Skam" bzw "Druck"
 https://www.dailymotion.com/skamenglishsubs
https://www.youtube.com/channel/UCr5zglOqHZAEfCcAx_nw1dQ

"Deep Space Nine"
https://www.youtube.com/watch?v=AdDnnXts45k

"The Terror"
https://www.youtube.com/watch?v=l328p5sSEmc




Fortbildung des Jahres:

Ich glaube der Vortrag "Intimacy on Stage". Er war berührend und wahnsinnig wichtig!





Mal sehen, was 2020 bringt ... ich bin bereit!


Mittwoch, 18. Dezember 2019

#monthlyfavourites – Dezember-Lieblinge


Es ist wieder Zeit für die Lieblinge des aktuellen Monats - die #monthlyfavourites im Dezember!




Zum Arbeiten

Zu Weihnachten wollte ich mich wieder selbst beschenken – mit Anschaffungen, die etwas kostspieliger sind, dafür aber auch ewig halten sollen. Mein Bekannter Michael hat mich mit einem Facebook-Foto daran erinnert, dass schon ewig ein Taschenmesser auf meiner Wunschliste steht. Das hier ist es geworden, von Old Bear, mit 8cm-Klinge und Walnussholz-Griff. Das Messer ist superleicht und begleitet mich jetzt immer, auch wenn es noch nicht so wirklich im Einsatz war. Das kommt aber noch.;)

Auch ein edles Schreibgerät sollte einziehen, eines, das nicht aus Plastik ist und ständig kaputt geht. Ich schreibe am liebsten mit Kugelschreibern und schlich schon seit Monaten gedanklich um den Space Pen von Fisher rum. Ich hatte erst eine Kunststoff-Variante im Blick, aber dann entdeckte ich das Messing-Exemplat und war verliebt. Der Kugelschreiber ist in geschlossener Form ganz klein (könnt ihr auf dem obersten Foto sehen), aber mit aufgesteckter Kappe ein tolles, ausbalanciertes Schreibgerät. Ich hoffe, dass es mir lange, lange Freude macht.

 

Zum Aufhübschen

An den Festtagen glitzert es bei mir noch mehr als sonst. Neu sind der schwarz-silberne Rock, den ich gebraucht bei Kleiderkreisel erstanden habe, und der Lippenstift von Catrice aus der Limited Edition "Glitterholic", in der Farbe C03 Dazzle Light. Müsste es rein theoretisch noch in den Läden geben.

Passend dazu habe ich gern zwei Rouges benutzt, die schon seit mehreren Jahren bei mir im Einsatz sind. Beide von Sleek, in den Farben Antique 142 (hinten im Bild) und Sunrise 924 (vorn im Bild). Die Farben sind in echt etwas dunkler als auf dem Foto und dadurch sehr herbstlich.



Zum Lesen

Zum Lesen bin ich kaum gekommen in diesem Monat, aber dafür habe ich ständig in dieses Notizbuch geschaut (und geschrieben). Seit zehn Jahren schon schreibe ich dort jedes Jahr zur Adventszeit Ideen und Planungen für Geschenke, Adventskalender, Basteleien und Deko auf.



Zum Essen

Meine Güte, der Dezember ist ein köstlicher Monat! Neben tollen Restaurantbesuchen gab es viele Keeekse, natürlich selbstgebacken. Auf dem Bild seht ihr Schokobomben, Schoko-Walnuss-Kekse und Marzipan-Cashew-Taler.

Die grüne Tasse besitze ich schon seit bestimmt zwölf Jahren, benutze sie aber nur selten. Aber für Tee und Kekse ist sie perfekt, deshalb war sie diesen Monat wieder öfter im Einsatz.

Da auch mich eine Erkältung erwischt hat, sind Kinder Em-eukal ständig in meinem Mund.



Zum Stöbern

Und dazu wie immer ein paar tolle Artikel, die mich diesen Monat begeistert haben:


Zum Hören

Ganz klar die Musik aus dem "Wonder Woman 1984"-Trailer:
https://www.youtube.com/watch?v=lEMIKBiDHeo



Zum Anschauen

Hier wieder ein bunter Empfehlungsmix von Dingen zum Anschauen. Diesen Monat ist es besonders viel, aber ich habe einfach so viele gute Sachen gesehen.

Passend zum obigen Song erst einmal der Trailer zu "Wonder Woman 1984". Ich kann es kaum erwarten!
https://www.youtube.com/watch?v=sfM7_JLk-84

Auf Netflix habe ich den wunderbaren Weihnachtsfilm "Klaus" gesehen! Der Trailer ist nicht so gut, deshalb hier ein kleiner Ausschnitt:
https://www.youtube.com/watch?v=jfNJ8gs2T5Y

Ebenfalls auf Netflix ist der tolle Film "Hidden Figures". Gucken!
https://www.youtube.com/watch?v=5wfrDhgUMGI

Eine total unterschätzte Serie ist "Limitless" (Netflix). Da auch hier der Trailer absolut null zur Serie passt, gibt's hier eine kleine Szene:
https://www.youtube.com/watch?v=2zqTRHehBLw

Natürlich musste ich diesen Monat auch die neue Staffel von "The Crown" gucken:
https://www.youtube.com/watch?v=vLXYfgpqb8A

Richtig gepackt hat mich die deutsch-österreichische Krimiserie "Der Pass", die ihr in der ZDF-Mediathek gucken könnt:
https://www.zdf.de/serien/der-pass/der-pass-1-von-8-100.html

Viel Spaß gemacht hat natürlich auch "Spider-Man: Far from Home":
https://www.youtube.com/watch?v=Nt9L1jCKGnE

An Heiligabend werde ich dann Star Wars gucken und ihn mit ziemlicher Sicherheit mögen. Hier schon einmal der Trailer:
https://www.youtube.com/watch?v=bw1lOJ776y8

Mittwoch, 27. November 2019

#monthlyfavourites – November-Lieblinge


Es ist wieder Zeit für die Lieblinge des aktuellen Monats - die #monthlyfavourites im November!




Zum Arbeiten

Der November war ein richtig klassischer Arbeitsmonat. Highlight war mein neuer Kalender, in den ich mir die ersten Termine für's neue Jahr eingetragen habe. Und jetzt wisst ihr auch, wofür ich die Fotos von Hiddensee, die in den letzten #monthlyfavourites vorkamen, eingescannt hab.

Richtig wohl gefühlt hab ich mich außerdem in dem Kostüm der Theatergruppe Vorspiel, bestehend aus kuscheliger Jogginghose, Langarmshirt und Turnschuhen. Ich durfte auch ein Kostüm haben, als sich die Spieler ihre Bühnenkleidung bestellt haben, und selten war ein "Arbeitsoutfit" so gemütlich!

 

Zum Aufhübschen

Am Kragen meines dunkelblauen Wintermantels trage ich immer gern einen Pin oder eine Brosche. Diesen Monat ist es ein "Katzenmond". Gefunden habe ich den Pin auf Kleiderkreisel – natürlich.

Mein festes Shampoo mache ich seit einer Weile selbst und diesen Monat habe ich einen riesigen Vorrat hergestellt: 14 Stück warten jetzt darauf, in den nächsten Monaten aufgebraucht zu werden. Ein paar haben eine Herzform und riechen weihnachtlich nach Lebkuchen und Mandarine.



Zum Lesen

Ich finde F. Scott Fitzgeralds Geschichten ziemlich toll und habe mir schon vor Jahren eine Buchempfehlung aus einem Magazin ausgeschnitten, für "West of Sunset" von Stewart O'Nan, einem fiktiven Buch ÜBER F. Scott Fitzgerald und seine spätere Liebe Sheila Graham. Fertig bin ich noch lange nicht, aber es hat eine wunderbare Leichtigkeit und den Charme alter Filme. Ich bin entzückt! Außerdem ist das Cover teilweise metallisch glänzend, ein wunderschönes Buch. Sucht ihr bei Büchern eigentlich auch immer nach der schönsten Variante oder ist euch das egal?

Wirklich oft gelesen habe ich diesen Monat den neuen Text für Teil 3 meiner Meeres-Trilogie, denn es wird Zeit, ihn auswendig zu lernen. Stay tuned!



Zum Essen

Diesen Monat habe ich unendlich viele leckere Sachen gegessen. Leider ist von den meisten Sachen nichts mehr übrig, um sie zu fotografieren, z.B. Quarkbällchen von einem Stand in Berlin-Buch und Schoko-Salz-Brezeln von Alpia, die einer der Vorspieler zu den Aufführungen mitgebracht hat. Genial sind aber auch die Brownies, die ich gebacken habe. Von denen gab es noch einen für's Bild.



Zum Stöbern

Und dazu wie immer ein paar tolle Artikel, die mich diesen Monat begeistert haben:



Zum Hören

Dieses Lied war ständig in meinem Kopf:
https://www.youtube.com/watch?v=mwCnJkt50Pw




Zum Anschauen

Hier wieder ein bunter Empfehlungsmix von Dingen zum Anschauen.

Natürlich die zweite Staffel von "Pose" auf Netflix. Achtung: Tränenalarm!
https://www.youtube.com/watch?v=2hhcoUnzMZw

Ebenfalls auf Netflix und überraschend witzig ist die Serie "Limitless". Der Trailer ist superernst und entspricht so gar nicht der Serie, deshalb teile ich ihn hier nicht. Schaut einfach mal in die erste Folge rein.:)

Auf BBC läuft grad die wunderbare Dokureihe "Seven Worlds, One Planet", mit atemberaubenden Bildern und der Stimme von Sir David Attenborough:
https://www.youtube.com/watch?v=IlFRPkT-hVc

Kennt ihr Syd Mead? Der Künstler und Designer hat viele, bekannte Science Fiction Kulissen entworfen, z.B. für "Tron", "Blade Runner" und "Star Trek". Der Mann kann wahnsinnig gut malen, mit einer Detailgenauigkeit und Perfektion, es ist atemberaubend. In Berlin-Wilmersdorf gibt es nun erstmalig eine kleine Ausstellung mit einigen seiner Bilder. Der Eintritt ist frei. Wenn ihr hingehen wollt: ich komme gern mit, kann mir die Bilder immer wieder anschauen.
Alle Infos gibt's hier: https://ortner-ortner.com/de/depot/ausstellungen/syd-mead-future-cities

Samstag, 9. November 2019

Auf der Suche nach Nachhaltigkeit – in der Weihnachtszeit



Weihnachten kommt immer schneller als man denkt, deshalb gibt es heute ein paar Tipps für eine nachhaltigere Weihnachtszeit.

Die Weihnachtszeit ist seit vielen Jahren auch gleichzeitig Konsum-Zeit. Zum einen ist Weihnachten DAS Geschenke-Fest schlechthin, zum anderen wird auch gern Geld für Weihnachtsdeko, Adventskalender, Weihnachtspost und mehr ausgegeben.

Ich liiieeebe aber die Weihnachtszeit und all die schönen Dinge (Hallo Konsum!), die mit ihr einhergehen. Schon letztes Jahr habe ich überlegt, wie ich die Zeit nachhaltiger gestalten und richtig genießen kann.

Zeit

Als erstes habe ich versucht, mir den Dezember möglichst frei zu halten. Das versuche ich jedes Jahr, mal klappt es super, mal weniger gut. Ich mag es, in der Adventszeit viel Raum für mich zu haben, zum Basteln, Backen, Kochen, Freunde bewirten, Stricken, Häkeln und mehr.

Ich habe über die Zeit neue Rituale etabliert, z.B. ein gemeinsames Essen mit Freunden in der Vorweihnachtszeit, Plätzchenbacken mit einer befreundeten Familie, Adventsessen mit meiner Mutter, ins Kino an Heiligabend.

Geschenke

Schon immer mache ich Weihnachtsgeschenke gern mal selbst und habe auch eine große Freude am Verpacken.
Letztes Jahr habe ich mir dann vorgenommen, hauptsächlich zu Recyceln und zu Upcyceln. Das hat überraschend gut geklappt und wird dieses Jahr fortgesetzt. Hier ein paar Tipps:

  • Selbstgemachte Geschenke machen mir am meisten Spaß, z.B. selbstgestrickte Stulpen oder Stirnbänder, selbst angerührte Salben oder Deocremes, selbstgemachter Schmuck, aber auch Geschenke aus der Küche wie Chutneys, Kekse, Gewürzmischungen ...
  • Noch nachhaltiger und einfacher ist das Verschenken von Dingen, die man schon im Haushalt hat, aber selbst nicht mehr nutzt. Das können tolle Bücher sein, die man nicht ein zweites Mal lesen wird, gut erhaltenes schönes Geschirr, das man nie benutzt, Dekokissen, Kerzen und Kerzenständer, alte Fotos, Schmuck und Accessoires, ... . Schaut euch einfach mal um, ob ihr Dinge habt, von denen ihr euch gern trennen möchtet, die aber Freunde oder Familie gefallen könnten.
  • Wer es noch nachhaltiger haben möchte, verschenkt Zeit. In Form von einem gemeinsamen Essen, einem Kino- oder Theaterbesuch, vielleicht ein gemütlicher Filmabend zu Hause, gemeinsames Pizzabacken, ein Ausstellungs- oder Museumsbesuch ... euch wird schon das Richtige einfallen.
  • Zum Verpacken kann man wunderbar schöne Magazin- oder Katalogseiten nutzen. Klebt man sie an den Rändern zusammen, kann man so auch größere Papierbögen herstellen, die sich für große Geschenke eignen. Aus solchen ausgerissenen Seiten kann man auch tolle Briefumschläge falten. Im letzten Jahr habe ich Seiten aus einem alten Schulbuch (Alt-Griechisch) genutzt, zu sehen auf dem obigen Foto. Die Bastel-Freaks können daraus auch Origami-Sterne oder -figuren falten.
    Auch super eignen sich aussortierte Schals und Tücher oder schöne (saubere!) Geschirrtücher als Verpackung. Zum Wickeln kann man die Furoshiki-Methode nutzen.
  • Bei Bändern kann man kreativ werden. Vielleicht habt ihr noch Paketschnur oder Wollreste? Außerdem lohnt es sich, Bänder aufzuheben, wenn sie einem begegnen, z.B. die Aufhängeschlaufen an gekauften Pullovern und Shirts, die ich meist rausschneide. Die sind zwar zu kurz, um ein Geschenk damit zu umwickeln, eignen sich aber hervorragend, um kleine Tütchen zuzubinden oder Geschenkanhänger anzubringen.
  • Geschenkanhänger braucht man viel seltener als man denkt. Oft übergibt man das Geschenk direkt an die zu beschenkende Person, so dass so ein Namensschildchen eigentlich überflüssig ist. Wieso also nicht darauf verzichten?
    Oder alternativ Schildchen selbst gestalten, z.B. aus einer zerschnitten Postkarte, kleinen Stücken Buntpapier oder dünner Pappe, die man noch bemalen, bestempeln und nach Belieben beschriften kann. Dazu noch mit dem Locher ein kleines Loch einstanzen, fertig ist der Geschenkanhänger.
  • Will man das Geschenk noch dekorieren, eignen sich Blätter, Tannenzapfen, kleine Äste, getrocknete Blumen oder auch kleine Figuren oder Nippes, den man zu Hause findet.
  • Geschenke aus der Küche lassen sich am besten in Gläsern oder Metalldosen verpacken. Habe ich noch Plastiktütchen von irgendwoher übrig, nehme ich auch mal die. Bei Gläsern und Dosen könnt ihr den beschenkten Personen auch anbieten, sie wieder zurückzunehmen und im nächsten Jahr neu zu befüllen. Oder sie gegenseitig hin und her schenken.
  • Wenn ihr Päckchen verschickt, lohnt es sich schon in den Monaten vorher Kartons aufzuheben, z.B. von Online-Bestellungen. So habt ihr gleich die passenden Größen parat und müsst keine neuen Kartons kaufen.
  • Nicht unerwähnt lassen möchte ich natürlich die Möglichkeiten, sich a) gar nichts zu schenken oder b) die Geschenke nicht zu verpacken. Ersteres ist natürlich die absolut nachhaltigste Option.

Adventskalender

Das war für mich das schwierigste Thema. Ich liebe, liebe, liebe Adventskalender und hatte über die Jahre ein gutes System erfunden: zu meinem Geburtstag im September habe ich mir von Freunden und Familie verpackte Kleinigkeiten gewünscht, die mein Mann dann in meinen Adventskalender gepackt und die noch fehlenden Türchen selbst gefüllt hat.

Dieses Jahr beschäftige ich mich intensiver damit, was ich wirklich brauche und haben will und merke, dass ich zwar alle kleinen Geschenke der letzten Jahre geliebt habe, aber natürlich nicht wirklich "brauchte". Deshalb habe ich mich entschieden, einen ungewöhnlicheren Weg zu gehen und den Kalenderinhalt selbst zusammenzustellen – ausDingen, die ich schon besitze.
Ich bin schon im September mit einem Beutel durch die Wohnung gelaufen und habe Kleinigkeiten eingesammelt, die ich noch gar nicht benutzt/gelesen habe, wie z.B. Sticker, Rezepthefte, Reclam-Bücher etc. Zusätzlich habe ich mir kleine Zettelchen mit Aufgaben für den Tag geschrieben und in den Beutel gepackt, z.B.: "Heute ist ein guter Tag, um einen Kuchen zu backen." oder "Widme dich doch heute deinem Terminkalender für's neue Jahr". Diese Zettelchen sollen quasi testen, ob ich es wirklich geschafft habe, mir im Dezember Zeit für mich frei zu halten.
Außerdem habe ich mir auch noch Geldscheine und Münzen eingepackt, um mir an dem jeweiligen Tag spontan ein Stück Torte, einen Kinobesuch oder ein Essen im Restaurant zu gönnen.
Den Beutel gebe ich dann Ende November meinem Mann und er befüllt dann den Adventskalender damit.
Ich bin wahnsinnig gespannt, wie diese Adventskalender-Lösung für mich funktioniert.

Adventskalender verschenke ich auch gern. Eine simple, nachhaltigere Variante sind kleine Päckchen, die in alte Stoffe/Tücher, Magazinseiten oder schon vorhandenes Geschenkpapier verpackt werden. Alle zusammen können dann in einen schönen Karton gepackt oder an einen Ast gehangen werden.
Als Inhalt eignen sich selbstgemachte Kleinigkeiten (Gestricktes, Gebackenes, Gebasteltes, Gekochtes etc.) oder Kleinigkeiten, die man schon im Haushalt hat und nicht (mehr) benutzt.

Je weniger neu gekauft wird, desto nachhaltiger der Adventskalender. Aber Achtung: Die Dinge sollten dem Beschenkten auch gefallen. Also keinen Schrott in den Kalender – dafür gibt es Schrottwichteln.;)

Weihnachtsdeko

Ich dekoriere generell eher dezent, weil unsere Wohnung durch knallige Wandfarben und viele Bilder sowieso schon sehr bunt ist. Letztes Jahr habe ich in der Herbstzeit meine Deko-Kiste sortiert und viele Deko-Artikel verschenkt. Übrig geblieben sind nur noch die Stücke, die ich wirklich gern mag und mit denen ich seit Jahren dekoriere. Neue Stücke brauche ich nicht, ich finde auch immer die gleichen Farben für die Adventszeit schön: Weiß, Rot, Dunkelgrün, Gold und Silber. Also ganz klassisch. Hinzu kommen Naturmaterialien wie Tannenzapfen, die ich bei Spaziergängen finde, Tannenzweige aus dem Garten meiner Mutter oder eine Schale voller Nüsse.
Auch meinen Kerzenvorrat möchte ich erst einmal aufbrauchen. Ich weiß auch nicht, für welchen Tag X ich eigentlich die besonders schönen Exemplare aufheben wollte. Der beste Moment, sie anzuzünden ist doch eigentlich immer jetzt, nicht wahr?


Welche Tipps habt ihr für eine nachhaltige Adventszeit und was ist euch besonders wichtig?



Mittwoch, 30. Oktober 2019

#monthlyfavourites – Oktober-Lieblinge


Es ist wieder Zeit für die Lieblinge des aktuellen Monats - die #monthlyfavourites im Oktober!




Zum Arbeiten/Urlauben

Fotos zum Arbeiten? Ja, irgendwie schon. In meinem Urlaub habe ich analoge Fotos gemacht und mir dann ein paar der Bilder eingescannt. Zwei Bilder sind das Wunschmotiv für meinen neuen Kalender für 2020. Aber dazu im nächsten Monat mehr.

 

Zum Aufhübschen

Wie, schon wieder Klamotten? Ehrlich gesagt ja, aber immerhin Secondhand. Meine Mutter hat Kleidung aussortiert und ich habe jetzt ein neues khaki-farbenes Blusenkleid, eine blau-grün karierte Bluse und einen schwarzen, weiten Pullover mit absurdem Skelett-Print im Kleiderschrank.

Gekauft habe ich mir – ebenfalls gebraucht bei Kleiderkreisel – eine Lidschattenpalette von Kiko mit dem schönen Namen "Sicilian Notes". Zwei Monate lang habe ich sie angeschmachtet und mir dann diesen Wunsch erfüllt.


Zum Lesen

Als ich meine Mutter besuchte, entdeckte ich am S-Bhf Karow einen kleinen öffentlichen Bücherschrank. Ein Buch fiel mir gleich ins Auge, weil es einfach wunderschön ist: "Arbeiten und nicht verzweifeln" von Thomas Carlyle. Von diesem Mann stammt auch mein Lieblingszitat: "Nicht was ich habe, sondern was ich schaffe, ist mein Reich.", das seit einiger Zeit als Motto auf meinen Flyern steht. Also MUSSTE das Buch mit. Ich mag auch den Titel und es macht Spaß, es immer wieder an einer beliebigen Stelle aufzuschlagen und in seinen Weisheiten (die teilweise natürlich schon sehr veraltet sind) zu stöbern.



Zum Essen

Als ich große Rote-Bete-Knollen im Supermarkt entdeckte, entschied ich mich, sie einzulegen. Sie sind eine leckere Beilage oder ein netter Snack zum Abendbrot. Hier das Rezept: Klick!

Und wie jeden Herbst hab ich süße Kürbis-Cupcakes mit Walnüssen gebacken. Auch dieses Rezept ist online: Klick!
Übrigens auf meinem bisher größten (aber dennoch kleinen) selbstgetöpferten Teller.



Zum Stöbern

Und dazu wie immer ein paar tolle Artikel, die mich diesen Monat begeistert haben:




Zum Hören

Ein neuer Element of Crime Song ist auf meinen iPod gewandert:
https://www.youtube.com/watch?v=J8jiQJGQ6V8




Zum Anschauen

Hier wieder ein bunter Empfehlungsmix von Dingen zum Anschauen.

Den Anfang macht meine ehemalige Gruppe "Die Hütchenspieler", die dieses Wochenende noch einmal auftreten. Kommet und staunet:
https://www.facebook.com/pg/huetchenspieler.berlin/events/?ref=page_internal

Begeistert war ich auch von "Zusammen Bauen", bei dem meine Freundin Eva mitspielt. Ich weiß nicht, ob es noch öfter gespielt wird, aber hier findet ihr alle Infos:
https://tanzkomplizen.de/zusammen-bauen/

Genial ist RuPauls Drag Race UK, sehr unterhaltsam, gibt's bei BBC:
https://www.bbc.co.uk/bbcthree/article/0034a2c5-91b0-4d82-b616-993a83a36ff5

Viel Spaß macht die Serie "Fett und Fett" über einen typischen Loser, der einfach zu gutmütig ist und eine amüsante Form des Single-Lebens in München und Berlin porträtiert:
https://www.zdf.de/serien/fett-und-fett/fett-und-fett-110.html#autoplay=true

Auf Netflix kann ich die Serie "Criminal" sehr empfehlen. Bis jetzt habe ich nur die England-Version geguckt, es gibt aber auch noch deutsche, spanische und französische Folgen. In jeder Folge führt ein Ermittler-Team ein Verhör durch, im immer gleichen Raum. Es ist ein intensives Kammerspiel, bei dem die Schauspieler komplett im Mittelpunkt stehen. Wirklich toll!
https://www.youtube.com/watch?v=r7nUgq3r_wo

Samstag, 12. Oktober 2019

Auf der Suche nach Nachhaltigkeit – beim Einkaufen / Konsumieren

Auf dem Gehweg gefundene Schätze, die jemand dort auf einer Decke zum Verschenken aufgebaut hatte.


Seit über einem Jahr beschäftige ich mich mehr mit Nachhaltigkeit, Minimalismus und Zero Waste. Ich bin da vermutlich etwas spät, aber besser spät als nie.
Ich weiß, dass die Politik gefragt ist, und dass deutlich größere Entscheidungen gefällt werden müssen. Allerdings schließt das eine das andere nicht aus und für mein eigenes Wohlbefinden – und ja, gutes Gewissen – möchte ich meinen eigenen Konsum zurückfahren, nachhaltiger werden und weniger (Plastik-)Müll produzieren.
Deshalb starte ich jetzt eine Blogreihe, in der ich Tipps und Tricks mit euch teile, die für mich funktionieren. Jeder kann auf andere Dinge leicht verzichten, deshalb sollen es nur Anregungen sein, falls auch ihr gerade überlegt, etwas zu ändern, aber nicht wisst, wo anfangen. Und über Tipps von euch freue ich mich natürlich sehr!

Heute starte ich mit dem Thema Einkaufen bzw. Konsumieren.
So wenig Konsum wie möglich wäre natürlich das Ideal. Aber nach jahrelangem Shoppen, ist es gar nicht so einfach, wieder damit aufzuhören. Dass man lebensnotwenige Dinge kauft, ist selbstverständlich, aber oft genug kauft man auch Sachen, die man eigentlich nicht braucht. Nur aus Spaß am Konsum, am Neuen, an der Schönheit des Produkts etc. Das finde ich auch absolut normal und nicht verwerflich.
Besonders, wenn einem immer wieder verführerische Sonderangebote ins Haus flattern.
Dennoch möchte ich das für mich selbst einschränken. Ich habe Anfang des Jahres angefangen, meine Wohnung auszumisten und gemerkt, wie viel Zeug ich eigentlich hab, das hier nur rumliegt und nie benutzt wird.
Nach und nach kriege ich es immer besser hin, weniger zu kaufen. Folgende Tricks haben mir dabei geholfen:

  • Als erstes habe ich alle möglichen Newsletter von Online-Shops abbestellt. Wenn ich die Angebote nicht sehe, werde ich auch nicht in Versuchung geführt. Und das Mail-Postfach ist direkt leerer. Win-win.
  • Im klassischen Versandhandel habe ich nicht viel bestellt, aber von ein paar wenigen Shops bekomme ich Kataloge oder Prospekte per Post zugesandt. Das nervt mich allein schon wegen der Papierverschwendung alias Müllproduktion. Ich habe vor ein paar Tagen Bonprix angeschrieben und darum gebeten, dass sie mir keine Kataloge oder Prospekte mehr zuschicken. Ich habe eine nette Antwort zurückbekommen, dass mein Wunsch erfüllt wird, und die Support-Mitarbeiterin hat mir zusätzlich den Tipp gegeben, mich in die Robinson-Liste einzutragen, um keine Werbepost von fremden Firmen zu erhalten. Hier der Link: https://www.ichhabediewahl.de/?cid=39
  • Kleidung kaufe ich mittlerweile hauptsächlich Secondhand, am liebsten auf Kleiderkreisel, weil es dann kein klassisches Stöbern ist bis ich irgendwas finde, sondern weil ich dort gezielt nach Kleidungsstücken, Accessoires oder bestimmten Beautyprodukten suchen kann. Für Basics, die ich dort nicht finde, habe ich einen tollen Fair-Fashion-Shop entdeckt: https://www.grundstoff.net/
    Noch besser wäre es, Kleidung direkt im Secondhand-Laden zu kaufen, weil ich dann auf Verpackung und Versand verzichten kann. Dafür müsste ich mir mehr Zeit einplanen, um auch das finden zu können, was ich suche. Ich arbeite dran.
  • Auch bei anderen Dingen ist Secondhand eine gute Option. Bücher finde ich gebraucht bei ebay oder in öffentlichen Bücherschränken. Auch für Möbelstücke, Deko, Fahrräder, Geschirr usw. lohnt sich immer ein Blick in ebay Kleinanzeigen oder entsprechende Flohmarkt-Gruppen auf Facebook. Oder natürlich ein richtiger Flohmarkt-Besuch.
  • Haltet unbedingt die Augen auf, wenn ihr durch die Straßen lauft. Immer mal wieder stellen Leute Boxen vor ihre Haustür, um Dinge zu verschenken. In unserem Hausflur gibt es eine kleine Ablagefläche an der Wand, die die Nachbarschaft gern nutzt, um Bücher, DVDs, Vasen, Geschirr und vieles mehr zum Verschenken hinzustellen. Wichtig hierbei: vorher genau überlegen, ob man etwas wirklich braucht oder es nur haben will, weil es kostenlos angeboten wird.
  • Wenn ich etwas kaufen möchte, was ich nicht zwingend und dringend brauche, schreibe ich mir den Wunsch auf oder mache bei Onlinshops einen Screenshot vom Produkt. Dann warte ich eine Weile und gucke immer mal wieder meine Wunschliste durch, um zu checken, ob die Dinge immer noch so interessant für mich sind wie im ersten Moment. Wenn ich nach mehreren Wochen oder sogar Monaten immer noch begeistert bin und mein Herz sich danach sehnt, kaufe ich das Produkt.
  • Um unnötige Käufe einzudämmen, nutze ich die App "Daily Budget". Hier kann ich mein monatliches Einkommen, meine Fixkosten und meinen Wunsch-Sparbetrag eingeben und die App rechnet mir aus, wieviel Geld ich am Tag ausgeben darf. Dann kann ich täglich alle Ausgaben eintragen und sehen, ob ich mein tägliches Budget schon überzogen habe oder heute noch Geld übrig ist.
    Wichtig ist, wirklich ALLE Ausgaben einzutragen: jeden Supermarkteinkauf, jedes Croissant vom Bäcker, jeden Euro für einen U-Bahn-Musiker. So erkennt man auch gut, wofür man täglich Geld ausgibt und wo die eigenen Prioritäten liegen.
    Einen kleinen Trick wende ich aber dabei an: da ich als Selbständige ein sehr schwankendes Einkommen habe, trage ich monatlich nur den Mindestverdienst ein, also was ich durch laufende Kurse auf jeden Fall verdiene. Zusätzliche Einnahmen packe ich manchmal dazu, oft aber auch nicht. Dadurch spare ich noch mehr als meinen Wunschbetrag.
  • Verzicht auf Plastik ist für mich außerdem ein wichtiges Thema. Beim Einkaufen versuche ich so oft wie möglich plastikfreie Varianten zu finden. Gemüse und teilweise auch Obst kaufe ich einmal wöchentlich lose auf dem Markt, auch ab und zu Fleisch, das ich mir dann in eine mitgebrachte Box füllen lasse. Brot, Kuchen und Kekse backen wir fast immer selbst, nur jetzt in der Herbstzeit werde ich bei Lebkuchen und Spekulatius schwach.
    Am schwierigsten finde ich es bei Süßigkeiten. Ich nasche wahnsinnig gern und viel und finde es extrem schwierig, bezahlbare, lose Süßigkeiten zu finden, besonders Schokolade. Gummitiere etc. bekommt man gut als lose Ware bei z.B. IKEA sowie Hussel und anderen Süßigkeitenläden. Aber Schokoladentafeln sind fast immer verpackt oder – in besonderen Läden mit loser Bruchware – sehr teuer.
  • Wenn ich mir was vom Bäcker hole, nutze ich alte Bäckertüten und verwende sie wieder, indem ich darum bitte, mir den Kuchen in meine mitgebrachte Tüte zu packen. Das kostet mich meist noch Überwindung, aber bisher waren damit fast immer alle einverstanden. Solche Papiertüten kann man auch easy zusammengefaltet immer in der Tasche parat haben, sie wiegen ja fast nichts.
    Noch lieber möchte ich mir für solche Momente aber noch Bienenwachstücher bzw. -beutel herstellen, da die Papiertüten vom Bäcker auch oft beschichtet sind.
  • Es gibt eine App, mit der man im Supermakt Barcodes von Produkten einscannen kann, die man sich ohne oder mit weniger Plastikverpackung wünscht. Die Einsendungen werden gesammelt und an dern Hersteller weitergeleitet. Sie ist einfach zu bedienen und ich nutze sie sehr gern: https://www.kueste-gegen-plastik.de/unterstuetzen
  • Seit einer Weile verzichte ich außerdem auf Kassenzettel und merke mir stattdessen den gezahlten Betrag auswendig, um ihn direkt nach dem Einkauf in die oben genannte App "Daily Budget" einzutragen. Hier noch eine interessante Info zu Kassenzetteln: https://www.umweltbundesamt.de/themen/bons-gehoeren-nicht-ins-altpapier

Ich tue mich noch wahnsinnig schwer mit dem Thema Süßigkeiten und Chips. Ich liebe beides, kriege es aber selten ohne Plastikverpackung. Chips gibt es nie ohne Plastik, was vermutlich am Knusprigkeitsverlust liegt. Ich möchte probieren, selbst herzhafte Kekse/Cracker zu backen, um in dem Bereich Plastik einzusparen ... auch wenn das kein vollwertiger Ersatz ist. Selber Chips machen funktioniert leider nicht so einfach bzw. wird nicht so wie gewünscht.
Auch Milchprodukte wie Frischkäse, Sahne, Schmand oder H-Milch finde ich nicht ohne Plastik, auch nicht im Bio-Markt. Nur Joghurt im Glas habe ich entdeckt.

Jetzt bin ich gespannt auf eure Tipps. Wie macht ihr das beim Einkaufen und was fällt euch besonders schwer?