Mittwoch, 20. März 2019

"Intimacy on Set" – Vortrag von Intimacy Director Ita O'Brien




Im Schauspiel geht es darum, die Realität abzubilden – mal auf besonders authentische, mal auf überspitzte Weise. In beiden Fällen ist jedoch auch immer Intimität ein Teil der Realität. Die Intimität zwischen zwei Menschen, sei es eine gewollte, eine leidenschaftliche, eine vorsichtige, eine liebevolle, eine brutale oder aufgezwungene Intimät.
Weil sie dazu gehört, muss sie auch abgebildet werden. Aber wie macht man das so, dass sich die Schauspieler*innen dabei sicher fühlen? Denn die Darstellung von Intimität birgt auch immer das Risiko einer Grenzverletzung und somit sexueller Belästigung.
Für Stuntmenschen gibt es an jedem Filmset eine*n Stunt Coordinator, der dafür zuständig ist, die richtigen Bedingungen und Vorkehrungen zu schaffen, damit die maximale Sicherheit bei den Stunts gewährleistet ist.
Im Bezug auf intime Szenen gab es das bis vor Kurzem nicht. In jüngster Zeit ist jedoch der Beruf des Intimacy Coordinators oder Directors hinzugekommen, einer Person, die dafür verantwortlich ist, bei intimen (Nackt-)Szenen für die maximale Sicherheit der Schauspieler*innen zu sorgen – körperlich und emotional.

Im Amateurtheater hat man seltener mit intimen Szenen zu tun. Selbst ein kurzer Kuss ist nichts, was ich je von einem meiner Teilnehmer erwarten oder verlangen würde.
Allerdings ist es in vielen Szenen sinnvoll, Berührungen auf der Bühne zu zeigen. Mit ihnen stellen wir eine Beziehung zwischen zwei Figuren dar, wie beispielsweise Partnerschaft oder Freundschaft, aber auch einen Kampf, eine Rangelei, eine Gefangennahme oder auch eine Belästigung.

Doch auch wenn wir eine Rolle spielen, stehen wir selbst dort mit unserem eigenen Körper auf der Bühne, der selbstverständlich auf Berührungen reagiert. Jeder Mensch hat seine eigenen körperlichen Grenzen und es kann wahnsinnig schnell mindestes einer Person ein körperliches Zuviel an Berührung entstehen. Wie kann ich also sicherstellen, dass alle Spielenden sich in Szenen mit Berührung sicher fühlen?
Antworten erhoffte ich mir, als ich sah, dass Intimacy Director Ita O'Brien in Berlin einen Workshop geben würde – inklusive Vortrag, der auch für diejenigen offen ist, die nicht Regisseur*innen oder Schauspieler*innen, aber dennoch Kreativschaffende sind.
Folgendes Video gab mir vorher schon einen guten Einblick in ihre Arbeit und Vorgehensweise:
https://vimeo.com/298289741

Am letzten Samstag war es dann soweit. Ich fand mich zeitig genug im Acting Studio im Eden in Pankow ein und war gespannt auf den Vortrag.
Ita riss mich sofort mit ihrer wachen und begeisterten Art mit. Sie ist total in ihrem Thema drin und liebt ihren Job, das merkt man als Zuhörer.
Sie gab eine kurze Einführung in das Thema und bat uns dann, uns mit unseren Sitznachbar*innen kurz auszutauschen, warum wir dort sind und welche guten und schlechten Erfahrungen wir bisher bei intimen Szenen gemacht haben.
Danach fragte sie, ob einige ihre Erfahrungen in der großen Gruppe teilen möchten und drei Frauen berichteten von teilweise wirklich schlimmen (Gewalt-)Erfahrungen bei Filmdrehs und Bühnenszenen.
Die Berichte waren teilweise sehr emotional und Ita bedankte sich bei den Frauen für das Teilen ihrer Erfahrungen.
Sie fasste dabei in einem Satz perfekt zusammen, was das Ziel ihrer Arbeit ist:

"We shouldn't allow our personal body to be hurt in the work of art."
Ihre Ambition ist, für Schauspieler am Set Sicherheit zu schaffen: Sicherheit für Körper, Geist und Seele.
Denn wenn wir uns bei Stunts oder beim Tanzen zwar körperlich verletzen können, so ist die Verletzungsgefahr bei intimen Szenen noch um einiges höher. Das sind Situationen, in denen die Verletzungsgefahr nicht nur physischer, sondern auch psychologischer und emotionaler Natur ist.
Besonders die #metoo-Debatte und die Aufdeckungen zu Harvey Weinstein und Kevin Spacey haben uns gezeigt, dass im Bereich Film noch immer zuviel Raum für Belästigungen und Machtmissbrauch ist. Mit klareren Regeln, die auch vertraglich unterzeichnet werden, lässt sich ein Grundstein für mehr Sicherheit legen.

Um diese Sicherheit in Grundzügen zu gewährleisten, Ita Guidelines entwickelt, die findet ihr hier:
https://www.itaobrien.com/intimacy-on-set-guidelines.html

Diese Guidelines dienen als Basis für die gemeinsame Arbeit am Set, können aber auch auf das Theater/die Bühne übertragen werden. Diese Guidelines als Team am Anfang der gemeinsamen Arbeit zusammen(!!!) durchzulesen und sich über die Einhaltung zu verständigen, ist dabei ein guter Start.

Entscheidend sind eine offene Kommunikation von Anfang an, ein angemessener Sprachumgang mit sexuellen Begriffen (z.B. die Körperteile korrekt benennen und keine abwertenden Namen oder "Kosewörter" verwenden) und immer Nachfragen statt Annehmen.

In ihrer Arbeit als Intimacy Director geht sie noch einen Schritt weiter. Ihre Aufgabe ist, intime Szenen nach den Vorstellungen der Regie genau zu koordinieren und mit den Schauspielern zu proben, sowie Sicherheitsvorkehrungen vor Ort zu treffen, wie beispielsweise entsprechende Unterwäsche, die Genitalien und/oder Brustwarzen bzw. Brüste bedeckt, aber trotzdem noch genug nackte Haut zeigt.

Sie vergleicht Sexszenen bzw. intime Szenen treffend als Tanz, als körperliche Fortsetzung der gesprochenen Kommunikation. Umso wichtiger ist es, sich vorher genau über den Ablauf und die Choreographie zu verständigen.
Um eine intime Szene zu inszenieren, durchläuft sie dabei folgende Schritte:
  • Grundform und groben Ablauf der Szene festlegen.
  • Sich verständigen, welche körperlichen Berührungen für die beteiligten Personen okay sind, und das auch ausprobieren (die Vorstellung einer Berührung und die tatsächliche Aktion sind oft nicht identisch), und zwar ganz konkret: Den anderen fragen, ob man z.B. an die Innenschenkel fassen darf, bei "Okay" die Hände dort auflegen und fragen, ob es immer noch okay ist. So tastet man sich im wahrsten Sinne des Wortes am Körper des anderen entlang, testet gemeinsam die Grenzen und legt sie fest.
    Wichtig dabei: Ein "Vielleicht" ist in der Regel ein "Nein".
    Ebenfalls wichtig: Die Grenzen können sich jederzeit ändern. Immer in Kommunikation bleiben und die eigenen Grenzen klar benennen, auch wenn sie an einem Tag anders sind als am anderen.
  • Den Szenenablauf trocken mit Worten und Berührungen (ohne Emotion!) üben, als Choreografie. Beispiel: "Ich gehe nach vorn (geht nach vorn), gucke dir in die Augen (guckt in die Augen), dann lege ich meine Hand auf deine Wange (legt die Hand auf die Wange des anderen), dann küsse ich dich (küsst die Person).".
  • Wiederholung dieser Abfolge bis sie ins Körpergedächtnis übergegangen ist.
  • Den emotionalen Szenenablauf festlegen und üben (welche emotionale Reise durchlebt die Figur?)
  • Kombination mit der emotionalen Ebene der Figur: "Ich bin überrascht und gehe nach vorn, sehe dir verwundert in die Augen, dann lege ich vorsichtig meine Hand auf deine Wange, dann küsse ich dich plötzlich von Leidenschaft erfasst.".
  • Alles zusammen üben und die Szene fertig gestalten.
  • Nach dem Dreh die Rolle in verschiedenen Übungen abschütteln, die Emotionen nicht mit nach Hause nehmen.

Um die Choreografie einer intimen Szene zu gestalten, nutzt Ita Bewegungsmethoden, zu denen die Schauspieler einen Bezug haben, z.B. die verschiedenen Elemente (Feuer, Wasser, Erde, Luft), die Laban-Bewegungslehre oder unterschiedliches Paarungsverhalten und die passenden Kopulationsbewegungen aus der Tierwelt.
Auf diese Weise kann man für jede Szene eine spezifische und vor allen Dingen wiederholbare Choreografie entwickeln, in der man sich als Schauspieler sicher fühlt.

Diese Sicherheit ist das A und O bei der Arbeit an intimen Szenen. Gemeinsame Absprachen und genau geregelte Abläufe bieten den Spielenden einen geschützten Rahmen, um sich emotional auf ihre Rollen einzulassen, ohne eine Überschreitung ihrer persönlichen Grenzen fürchten zu müssen.
Mit dem Intimacy Director bzw. Coordinator ist somit ein unglaublich wichtiger und essentieller Beruf entstanden, der schon lange überfällig war.


Thank you Ita and keep on changing the world!



Montag, 18. März 2019

#theaterunterwegs – Meine Notizbücher und ich




Als ich mit meiner Theaterarbeit vor 10 Jahren begann, plante ich meine Workshops und Proben am Rechner. Ich legte Dokumente an, schrieb mir Ablauf und Übungen auf und druckte die Zettel aus.
Bei den Proben machte ich mir Notizen auf lose (Schmier-)Blätter und alles zusammen wurde in dicken Ordnern abgeheftet. So richtig praktisch war das nicht.

Irgendwann stand ich – damals wohnten wir noch im Wedding – in einem Bürobedarf-Laden Nähe Amrumer Straße und schaute mir Notizbücher an. Schon seit meiner Kindheit war ich Fan von Notizbüchern jeglicher Art, verewigte darin Picknicklisten, Outfit-Ideen, Bastel-Inspirationen, Rezepte und mehr.
Ein schwarzes, stabil gearbeitetes Notizbuch der Marke Clairefontaine fiel mir in die Hände – und eine neue Arbeitsweise war geboren.
Ich kaufte erst eines dieser Notizbücher, dann ein zweites, dann ein drittes, dann noch mehr.

Für jeden Kurs und jede Workshopreihe legte ich ein schmales oder dickeres Notizbuch an. Um sie voneinander zu unterscheiden, beklebte ich die Front mit ausgedruckten, schwarz-weißen Grafiken, die immer assoziativ mit dem jeweiligen Thema oder den verschiedenen Projekten in diesem Notizbuch verbunden waren, beispielsweise eine Bienenwabe für Kooperationen oder auf einem der Vorspiel-Notizbücher eine Katze für "Meister & Margarita", ein Krug für "Mirandolina", ein telefonierender Mann für "Top Dogs", ein Dino für "Wir sind noch einmal davongekommen" und eine Teetasse für "Ernst".
Auf die Buchrücken habe ich mit Prägeband schmale Klebestreifen mit den Themen des Buches erstellt, allerdings haften sie nicht auf jedem Buch gut, was einfach an der Benutzung und Biegung des Buchrückens liegt.

Das Praktische: Je nachdem, zu welcher Probe oder welchem Event ich unterwegs bin, kann ich einfach das entsprechende Notizbuch mitnehmen.

Die Notizbücher bieten mir mehrere Vorteile:
  • ich schreibe weniger auf und reduziere mich mehr auf's Wesentliche
  • ich habe alle Notizen zu einer Gruppe/einem Projekt beieinander und brauche nur zurückzublättern, wenn ich etwas suche
  • ich drucke nicht mehr soviel aus
  • die Bücher sind mit dem A5-Format handlicher als A4-Blätter in einem Ordner



Über die Jahre ist meine Sammlung schwarzer Notizbücher (ich bin Clairefontaine treu geblieben) auf über 10 Stück angewachsen. Manche sind schon komplett vollgeschrieben, andere beinhalten nur ein einziges Projekt.
Mit der Zeit kamen auch weitere Themenkomplexe hinzu. Somit habe ich mittlerweile für folgende Themenfelder jeweils mind. ein Notizbuch:

  • Theatergruppe Vorspiel
    Tatsächlich sind es hier schon 2 Notizbücher, die prall gefüllt mit Probenplanung, Notizen und Organisatorischem gefüllt sind.
    Von der Grundstruktur her schreibe ich als Überschrift das Probendatum und daneben die Teilnehmer auf, die an dem Abend fehlen. Darunter sind Notizen zum Ablauf des Abends (WarmUp-Übungen, zu probende Szenen, organisatorische Themen ...) und dahinter wird alles geschrieben, was an diesem Abend notierenswert ist.
  • Frühere Gruppen
    Manche Theatergruppen gibt es nicht mehr oder ich betreue sie nicht mehr, z.B. die Großstadtfenster und die Spielschauer. Aber von den Notizbüchern habe ich mich noch nicht getrennt, da sie immer noch ein wichtiges Nachschlagewerk sind.
  • GRUPPENDRANG Abend- und Feierabendkurse
    In ein Notizbuch passen etwa drei Kurse. Da die Gruppen sich sehr stark selbst organisieren müssen, nehmen im Laufe des Kurses die Notizen immer mehr ab und am Ende bei der Auswertung dann schlagartig wieder zu.
  • Kooperationen
    Ein Notizbuch für gemeinsame Projekte mit Kollegen oder Netzwerkkontakten sowie Seminare, die ich für "externe" Kunden gebe, wie z.B. meine Zusammenarbeit mit dem Adolf-Althausen-Institut oder die Workshops für intrinsify.me.
  • Workshopreihen & GRUPPENDRANG Basiskurs
    Um die Kurse voneinander zu trennen, gibt es z.B. für den Basiskurs ein anderes Notizbuch als für meine Abendkurse, in denen eine Inszenierung erarbeitet wird.
  • VORGLÜHEN-Workshops
    Bei den Workshops sind die Seiten etwas anders gefüllt: anfangs notiere ich ganz allgemein Übungsideen zum Workshopthema und schiebe sie im Kopf hin und her bis ich dann einen festen Ablauf aufschreibe. Dazu kommt dann noch eine numerierte Liste aller Teilnehmer, um am jeweiligen Workshopabend im Blick behalten zu können, wer von den angemeldeten Personen schon da ist und wer nicht.
  • Privatunterricht / Theater-Coaching
    Normalerweise arbeite ich mit Gruppen, aber ganz manchmal kommt es vor, dass ich Menschen einzeln coache und sie z.B. bei einem Solo-Theaterprojekt als Regie unterstütze oder einfach allgemein Theaterübungen mit ihnen mache.
  • Networking
    Ein Notizbuch, das ich bei Theater Meet Ups und anderen Netzwerktreffen oder Barcamps bei mir habe, und neue Kontakte und Erkenntnisse eintrage.
  • Freizeit-Theaterprojekte
    In meiner Freizeit stehe ich selbst auf der Bühne und für diese Theaterprojekte brauchte ich unbedingt ein eigenes Buch. Dort finden sich Probennotizen zu allen Projekten mit der "Genossenschaft" und auch noch zu "Weiße Katze" ... man merkt, da schreibe ich nicht allzuviel.;)
  • Solo-Theater
    Mit "The Lost Companion" fing vor einigen Jahren das Interesse an Solo-Theater an. Es ruhte lange, aber mit "Orangeplaty" und meiner Meeres-Trilogie ist es wieder auferstanden.

Vielleicht ist die Notizbuch-Methode auch für euch und eure Arbeit passend? Wie plant und organisiert ihr? Ich bin gespannt!

Mittwoch, 27. Februar 2019

#monthlyfavourites – Februar-Lieblinge



Es ist wieder Zeit für die Lieblinge des aktuellen Monats - die #monthlyfavourites im Februar! 




Zum Arbeiten

Anfang Februar habe ich eine Woche lang als Gast-Dozentin für die LAG gearbeitet, genauer gesagt die Workshops angehender Theaterpädagogen angeschaut und gemeinsam mit ihnen ausgewertet.
Es war eine tolle Woche, aber den ganzen Tag Sitzen und Zugucken ist ziemlich anstrengend. Ich war oft müde und fing ab Tag 2 an, jeden Tag eine kleine Flasche Cola dabei zu haben. Kaffee trinke ich nicht und Tee hätte dafür gesorgt, dass ich ständig auf Klo muss (auch wenn ich Tee liebe).
Aber somit wurde Cola für mich das Getränk des Monats, auch bei langen Extraproben und vielen abendlichen Essensterminen mit meinen Theatergruppen.

 

Zum Aufhübschen

Ohrring-Alarm im Februar!
Schon im Dezember hatte ich einen Pack Ohrringe im Internet bestellt, und da diese aus China geliefert wurden, war die Versandzeit entsprechend lange. Aber das Warten hat sich gelohnt, denn auch wenn ich gern plastikfreier leben möchte, muss ich sagen, dass ich Ohrringe aus Plastik grandios finde. Auch sehr großformatige Ohrringe sind dann superleicht und hängen nicht wie ein schwerer Klotz am Ohr, was z.B. bei Ohrringen aus Metall ab einer gewissen Größe oft der Fall ist. Zwei Metall-Exemplare sind trotzdem dabei: die dunklen Ringe mit abstrakten Formen in rosa und braun sowie die kleinen silbernen Stecker in Form von Rochen.

Seit ich meinen Kleiderschrank komplett aussortiert habe, kaufe ich weniger Kleidung und nur die, die ich wirklich brauche. Zwei neue Stücke habe ich diesen Monat besonders geliebt: die dunkelblaue Cordhose aus der Herrenabteilung und den dünnen, rostroten Pullover, beides von Zara.
Kombiniert mit der schwarzen Puschelkette, die mir meine Mutter zu Weihnachten geschenkt hat, war es das perfekte Outfit für meinen Status-Vortrag beim Meet Up von "Barbara Fischer & Friends". Fotos findet ihr hier: Klick!

Diesen Monat wurde es überraschenderweise in Berlin schon frühlingshaft warm, so dass ich statt zum Stirnband zu meinen meinen beiden Schiebermützen griff. Die braune mit Fischgrätmuster kaufte ich im Herbst gebraucht bei Kleiderkreisel, die grau-schwarz gemusterte war ebenfalls ein Weihnachtsgeschenk.



Zum Lesen

Diesen Monat habe ich kaum gelesen. Es war ein voller Monat mit vielen Terminen und ich hatte nie wirklich die Zeit und Muße.
Allerdings entdeckte ich beim Stöbern auf ebay einen Roman, der sehr ansprechend wirkte: "The Tender Bar" von J.R. Moehringer. Ich kaufte ihn mir auf Englisch, fing die letzten Tage an, die ersten Seiten zu lesen ... und tatsächlich: er gefällt mir so gut, wie ich es geahnt habe.
Es ist die Lebengeschichte eines Mannes, der in anstrengenden Familienverhältnissen aufwächst und eine enge Bindung zu einer Kneipe in seiner Stadt hat – schon von Kindheit an.
Ob ich den Roman behalten oder weitergeben möchte, weiß ich erst, wenn ich ihn fertig gelesen hat. Interessenten können sich bei mir aber gern melden.



Zum Essen

Im Herbst flog ich nach Wien und bekam im Flugzeug einen "Bobby"-Schokoriegel als Snack. Ich fand ihn superlecker und durchstöberte in Wien die Supermärkte danach, wurde aber nicht fündig.
Zu Hause googelte ich, kontaktierte den Hersteller in Österreich und bestellte mir im Februar endlich eine ganze Box mit 24 Stück. Jetzt bin ich im Bobby-Himmel.

Außerdem habe ich den ganzen Monat über von einer riesigen Dose voll mit "Quality Street" Karamell-Bonbons und -Pralinen gelebt.

Und zu guter letzt: Ich habe ungewöhnlicher Weise seit gefühlt 1000 Jahren mal wieder Krabbenchips gekauft. Auch ziemlich geil.



Zum Stöbern

Mein neues Spielzeitmagazin ist online und durchaus lesenswert!

https://www.sarah-bansemer.de/magazin



Und dazu wie immer ein paar tolle Artikel, die mich diesen Monat begeistert haben:



Zum Hören

OMG! Ich war diesen Monat zu Gast in einem Podcast!
Improtrainerin Claudia Hoppe und ich haben über Fehler und Bewertungen gesprochen – im Theater und überhaupt.
Hört mal rein, ich finde, es ist ein sehr interessantes Interview geworden:
Sarah Bansemer im Gespräch über „Es gibt keine Fehler im Impro“ und Bewertungen 

Außerdem bin ich in einem weiteren Podcast ("Die kleine schwarze Chaospraxis") am Schluss mit einem Hörer-Kommentar zu hören ... gnihihi:
https://www.podcast.de/episode/394930908/%22premiere%22/
Allerdings ist die neueste Episode der beiden noch toller:
https://www.podcast.de/episode/395647280/%22stadt%22/

Und auch ein Hörbuch habe ich diesen Monat gehört, nämlich "Hotel Savoy" von Joseph Roth. Manchmal tauche ich gern in eine ganz andere Zeit ab und dafür war der Roman perfekt.




Zum Anschauen

Auch diesen Monat habe ich für euch eine hammergeile Serie im Angebot, in die ich instant verliebt war:
"POSE", auf Netflix. Berührend, mitreißend, begeisternd und hart!
https://www.youtube.com/watch?v=_t4YuPXdLZw

Toll ist natürlich auch die zweite Staffel Star Trek Discovery. Oh the feeeeeels!
https://www.youtube.com/watch?v=09Cd7NKKvDc

Und ich habe einen sehr amüsanten Film auf Netflix entdeckt. Der Trailer wirkt sehr albern, und das ist der Film auch, ABER er hat wirklich gute, witzige Dialoge und zwei tolle Hauptdarstellerinnen:
https://www.youtube.com/watch?v=zKAjnXG3m4A

Außerdem war ich im Kino und habe "Alita – Battle Angel" gesehen. Kann man sich durchaus angucken, ist schön gemacht. Könnte aber deutlich moderner sein und z.B. mehr Sprechtext für die weiblichen Nebenfiguren haben.
https://www.youtube.com/watch?v=jym-bOKG8NU

Mittwoch, 30. Januar 2019

#monthlyfavourites – Januar-Lieblinge



Es ist wieder Zeit für die Lieblinge des aktuellen Monats - die #monthlyfavourites im Januar! 




Zum Arbeiten

Schon vor zwei Jahren habe ich mir drei kleine Mond-Notizbücher gekauft. Lange standen sie im Schrank, weil ich mich nicht überwinden konnte, sie zu benutzen. Irgendwann habe ich dann mal eines davon in den Adventskalender meines Mannes gepackt, aber die anderen immer noch nicht angetastet.
Nun war es endlich so weit. Für unterwegs wollte ich mir angewöhnen, immer ein kleines, sehr schmales Notizbuch dabeizuhaben, das in ein kleines Extrafach vorn an meiner Umhängetasche passt.
Da ich diesen Monat im Aufräum- und Minimalismuswahn war und Dinge, die ich besitze und schätze, auch wirklich benutzen will, war die Zeit nun gekommen. Und ich liebe es! Klein, leicht, immer dabei.

Den abgefahrenen Astronauten-Kugelschreiber habe ich von meiner Freundin Katja geschenkt bekommen! Und auch, wenn er für unterwegs zu groß ist und ich ihn deshalb irgendwie nie zum Schreiben im Mond-Notizbuch benutze, so ist er doch zu Hause im HomeOffice ständig im Einsatz.

Beispielsweise bei dem größeren bunten Notizbuch, das mich ein bißchen an Mondrian erinnert. Das Notizbuch war ein Weihnachtsgeschenk einer Teilnehmerin der Gruppe "Einigermaßen ansehnlich" (bei der Weihnachtsfeier hatte sie für alle Teilnehmer und mich Geschenke dabei! 😮). Das besondere daran: die Innenseiten haben die gleiche Einteilung wie das Cover, jede Seite besteht aus mehreren weißen Kästen im gleichen Muster, auf einem türkisen Hintergrund. Aber wie schreibt man in so einem Notizbuch, das aus lauter unterschiedlich großen Feldern besteht?
Ich habe lange überlegt und bin dann auf die zündende Idee gekommen. Im Laufe der Jahre haben sich in mehreren Dateien und Notizbüchern Ideen für Theaterstücke gesammelt. Es sind immer nur erste grobe Themen oder Stücktitel. In diesem Notizbuch habe ich nun alle Ideen, die ich wirklich noch gut finde und gern umsetzen will, gesammelt, für jede Idee ein Kästchen. Und viel, viel Platz für neue Ideen, die noch dazukommen können.

 

Zum Aufhübschen

Im letzten Monat hatte ich Schmuck gezeigt, den ich auf ebay für meinen Fundus gekauft hatte. Darunter war auch diese knallblaue Kette, die ich diesen Monat u.a. bei der Premiere der Vorspieler getragen habe.

Ebenfalls blau ist der Galaxy-Loop-Schal, den ich schon lange besitze, aber diesen Monat besonders oft getragen habe.

Im Adventskalender hatte ich einen Gutschein zum MakeUp-Shoppen. Die Wahl fiel auf diese kleine, feine und sehr bunte MakeUp-Palette ("Be an Original" von essence), mit der ich diesen Monat richtig viel Spaß hatte, und den rosa-kupfer-changierenden Nagellack ("004 FAB!" aus einer Limited Edition von Manhattan), der diesen Monat mehrmals auf meinen Nägeln war. Das will was heißen!
Passend dazu habe ich die meiste Zeit diesen Lipgloss von essence getragen ("11 for a night out"), der vorher ein zurückgezogenes Dasein im Schminkkoffer fristete, aber nicht besser zu den anderen Farben hätte passen können. Die Farbe gibt es leider nicht mehr zu kaufen, aber vielleicht werdet ihr auf Kleiderkreisel fündig.

Letzten Monat habe ich schon erste selbstgemachte Kosmetikprodukte gezeigt und diesen Monat ist selbstgemachte Abschminklotion hinzugekommen, die zwar vielleicht nicht wunderhübsch ist, aber sehr gut funktioniert. Ihr könnt sie ganz einach selbst nachmachen, indem ihr einen Teil abgekochtes Wasser und einen Teil Öl eurer Wahl (z.B. Mandel- oder Jojobaöl) zusammen in eine Flasche füllt. Das Verhältnis würde ich an euren Hauttyp anpassen. Ich habe weniger Öl genommen, weil ich sehr fettige Haut hab. Wenn eure Haut trockener ist, könnt ihr mehr Öl verwenden. Ich habe noch eine Prise Xanthan-Pulver (gibt's z.B. über ebay) hinzugegeben, aber das ist nicht zwingend notwendig. Vor dem Benutzen einfach die Flasche gut schütteln, damit sich Öl und Wasser miteinander vermischen.



Zum Lesen

Diesen Monat habe ich wild und quer in verschiedenen Büchern gleichzeitig gelesen. Ungewöhnlicherweise sehr viel in einem Kochbuch, das ich mir gebraucht gekauft hab. Die Rezepte lassen mich ehrlich gesagt ziemlich kalt, aber ich liebe es, wie der Autor jeden Tag beschreibt, was er gegessen und/oder gekocht hat, wie sein Garten langsam erblüht und was seine kulinarischen Vorlieben sind. Es gibt für fast jeden Tag des Jahres einen Eintrag und bis jetzt bin ich bis April gekommen. Hier ein schönes Zitat:
"I cook with the doors open on even the wettest day. The smell of spring rain as I chop and stir brings with it a gentle freshness and energy. "

Das kleine Buch mit Texten von Charles Bukowski, die alle von Katzen handeln, war ebenfalls ein Geschenk meiner Freundin Katja (passend zum Kugelschreiber ... ihr seht, die Frau ist der Knaller!).
Anfangs waren die Texte befremdend und faszinierend zugleich, aber ich bin immer mehr in seine Welt eingetaucht und hatte das Buch ganz schnell durchgelesen.

Auch das Kurzgeschichten-Buch von Roald Dahl war ein Zweitgeschenk, nämlich von besagter Teilnehmerin, die mir auch das bunte Notizbuch geschenkt hat. Und auch so 'ne Knallerfrau: beides farblich zueinander passend. Einige Geschichten kannte ich schon, die habe ich übersprungen, aber auch ein paar schöne neue Geschichten entdeckt.



Zum Essen

Diese Kategorie muss leider ohne Bild auskommen, weil mein Monatsfavorit eine Marzipan-Biskuit-Schokoladen-Rolle vom Markt war, so lecker, dass sie ganz schnell aufgegessen war.



Zum Stöbern

Wie immer ein paar tolle Artikel, die mich diesen Monat begeistert haben:



Zum Hören

Drei Hörbücher habe ich diesen Monat gehört:

"Cecile" von Theodor Fontane und "Der Tod des Iwan Iljitsch" von Leo Tolstoi zuerst. Beide gut, beide unterhaltsam und mit ihrer recht kurzen Spieldauer ideal für den vollen Januar.
Im Anschluss "Meine Jahre mit Hamburg-Heiner. Logbücher" von Sven Regener. Darin liest er Blogs vor, die er für verschiedene Webseiten geschrieben hat. In diesen z.B. Tour-Tagebüchern telefoniert er immer wieder mit der fiktiven Figur Hamburg-Heiner und ich liebe diese Dialoge sehr. Wer Regener-Fan ist, amüsiert sich hier bestimmt.




Zum Anschauen

Ihr habt schon gemerkt, dieser Monat ist unglaublich voll mit Unterhaltung. Die Hörbücher und Bücher sind das eine, aber es gab auch viele Serien diesen Monat, die meine Freizeit versüßt haben. Binge-Watching-Alarm vom Feinsten.

Die geilste Serie diesen Monat war "Killing Eve" auf BBC. SO SO SO SO GUT!!!!! WIRKLICH GUT!!! HAMMER!!! GENIAL!!!
https://www.youtube.com/watch?v=-MBjBavIC9U

Es wurde auch mal wieder Zeit für einen kleinen Filmabend und wir haben endlich mal wieder den wunderbaren Film "Angel-A" geguckt. Ganz große Empfehlung für alle, die ihn noch nicht gesehen haben!
https://www.youtube.com/watch?v=IaoYTgbUmdc

Super interessant ist die Reihe "Space Tomorrow" auf Netflix:
https://www.youtube.com/watch?v=yaQPQLUFQcI 

Zur Unterhaltung zwischendurch gab es die 11. Staffel von "Big Bang Theory". Sie war überraschend witzig. (einen passenden Trailer hab ich leider nicht gefunden)

Wie viele andere auch, habe ich die Marie-Kondo-Sendung auf Netflix gesehen. Ein bißchen typisch amerikanische Reality-Show, ABER für mich persönlich eine große Inspiration, die dafür gesorgt hat, dass ich diesen Monat wirklich so einige Dinge sortiert und ausgemistet habe, z.B. meinen kompletten Kleiderschrank. Und ich bin noch immer gewillt, weiterzumachen.
https://www.youtube.com/watch?v=WvyeapVBLWY

Freitag, 28. Dezember 2018

Jahresrückblick 2018



Ganz traditionell blicke ich am Ende des Jahres noch einmal zurück auf alles, was passiert ist.


Was für ein Jahr!
Es begann mit etwas komplett Neuem: einer Geschäftsreise. Nach Hamburg ging es, für ein Status-Seminar im Rahmen einer Demenz-Fortbildung des Adolf-Althausen-Vereins. Während dieses Trips erreichte mich telefonisch ein familiärer Notfall und dieser Ausflug brannte sich tief in mein Gedächtnis ein.
Aber er war der Auftakt zu einem vollen und erfüllenden Jahr. Denn ebenfalls im Januar gab ich erstmalig einen Status-Workshop für das Netzwerk intrinsify.me (und jetzt sage mir noch jemand, dass Netzwerken nichts bringt). Dabei lernte ich Christian von structura kennen und gab im Frühjahr dort ebenfalls einen Workshop für seine Kunden.
Auch andere Netzwerkkontakte ergab sich ein Workshop für die Stiftung Umweltschutz. Und im November ging es dann noch zweimal auf Geschäftsreise – wieder nach Hamburg für den Adolf-Althausen-Verein und für intrinsify.me nach Köln.

Es war ein Jahr, in dem ich geschäftlich viele Möglichkeiten mit- und wahrgenommen habe. Ein Jahr, in dem mir diese Möglichkeiten zum ersten Mal angeboten wurden.
Der Impromorgen im Meeet West gehörte dazu. Ein dreiviertel Jahr lang leitete ich einmal im Monat am Montagmorgen einen Improworkshop für spontane Teilnehmer, bis ich merkte, dass das Format für mich nicht das richtige ist. Dennoch waren wirklich schöne Workshops dabei und die Zusammenarbeit mit Improtrainerin Claudia Hoppe, die mich für den Impromorgen angeworben hatte, lief gut und bleibt hoffentlich ein langer und intensiver Kontakt.
Auch Frank Spandl – Chef des Meeet – war ein toller Kontakt und ermöglichte mir, meinen Gründerwoche-Workshop in seinen tollen Räumlichkeiten zu geben. Über 20 Teilnehmer standen dann plötzlich vor mir und bei den Abschlussimprovisationen zu den Persönlichkeitstypen lachten wir uns kringelig.
Das Netzwerk "Powerfrauen" ging leider zu Ende, aber dafür wurde "Barbara Fischer & friends" geboren und ich freue mich sehr, als Friend mit an Bord zu sein. Für das nächste Jahr ist geplant, dass Netzwerk wachsen zu lassen, Kooperationen anzuregen und einzugehen, Blogartikel zu schreiben und Vorträge zu halten und das wird eine neue Herausforderung, die ich gern annehme.

In meinen eigenen Angeboten habe ich mich weiterentwickelt und lerne noch immer dazu, besonders in meinen Gruppendrang-Kursen, die jedes Mal neue Konflikte und zwischenmenschliche Knarzereien zeigen, die zum einen dazugehören und zum anderen offen kommuniziert werden müssen. Das ist nicht immer einfach und es ist auch nicht immer die Zeit dazu da, aber es ist eine gute Aufgabe und ich freue mich darauf, weiter an ihr zu wachsen, Erfahrungen zu sammeln und Möglichkeiten zur Auflösung und Aufdeckung zu finden.
Zum Gruppendrang-Abendkurs kam im Herbst noch ein Feierabendkurs hinzu, der eine ganz andere Dynamik hat, auch durch die kürzeren Termine. Die Hütchenspieler des Vorjahres führten im Frühjahr auf und zwei neue Gruppen (eine heißt "Einigermaßen ansehnlich") entstehen gerade und ich bin gespannt, wie die Entwicklung weiter läuft.
Zum ersten Mal habe ich meine Vorglühen-Workshops angeboten, die jedes Mal richtig viel Spaß gemacht haben.
Auch die Machtspielchen-Workshops waren gut besucht und sehr intensiv und lehrreich.

Die Gruppe Vorspiel spielte endlich Shakespeare und erSTURMte die Bühne und die Spielschauer hatten ihre vierte und letzte und sehr berührende Inszenierung "Herbst". Damit geht eine Ära zu Ende ..., aber vielleicht auch nicht ganz. Ich hoffe, dass die Spielschauer ab und zu noch in Mini-Besetzung auf den Bühnen Berlins zu sehen sein werden.

Im Blog gingen in diesem Jahr die #freitagsgedanken zu Ende und für kurze Zeit gab es das Theatertagebuch ... bis ich mich entschloss, mich vorerst von festen, freitäglichen Blogbeiträgen zu verabschieden.

Es war ein Jahr des Wachstums – nicht nur geschäftlich, sondern auch privat. Obwohl ich es für mich schon ausgeschlossen hatte, packte mich die Lust, wieder allein auf die Bühne zu gehen. Und somit erschuf ich mir eine neue Solo-Künstler-Natur und eine kleine Meeres-Trilogie, von der ich in diesem Jahr Teil 1 und 2 bereits auf die Bühne brachte. Teil 3 gibt es im nächsten Jahr und danach noch weitere  kleine Stücke und Solo-Auftritte. Auch ein passender Blog wurde aufgesetzt: Klick!
Ich habe zum ersten Mal meine Hass-Jahreszeit Sommer irgendwie genossen und mit tollen Erlebnissen gefüllt sowie im Laufe des Jahres Keramik und Korbflechten ausprobiert, um mein handwerkliches Repertoire zu erweitern. Beides hat mir Spaß gemacht, aber die Keramik hat mich richtig gepackt. Damit soll es im neuen Jahr unbedingt weitergehen. Außerdem würde ich gern mal Löffel aus Holz schnitzen.

Und das neue Jahr?
Das darf gerne ein bißchen gemütlicher sein. Und zwar gemütlich im Sinne der Wiederholung. Ich möchte gern erfolgreiche Workshops und Kurse wiederholen, so wie beispielsweise die Vorglühen-Workshops und Gruppendrang-Kurse.
Auch die Machtspielchen-Workshops werden wieder stattfinden, sogar als Ganztagsworkshop.
In neuer, aktualisierter Version wird auch der Basis-Kurs wieder starten, den ich vor Jahren entwickelt habe.
Ganz neu – und inspiriert von meinem eigenen Solo-Theater – ist der Gruppendrang Solo-Kurs "15 Minuten Ruhm", der im Mai starten soll. Ich drücke mir die Daumen, dass es klappt. Irgendein Experiment muss ja immer dabei sein.

Ansonsten wünsche ich mir Zeit mit Freunden, Zeit für meine Familie und für mich, sowie weiterhin viel Weiterentwicklung und Lernen.
Und ich möchte mehr in kleinen Schritten in Richtung Zero Waste, Upcycling, Minimalismus und Selbermachen gehen.




Meine Favoriten 2018



Meine drei liebsten Blogartikel:

Allein auf der Bühne – Panik pur oder Ego-Boost?

Der Körper & das Theater – 5 Tipps für Body Neutrality

So wirst du der perfekte Zuschauer – 8 Tipps



Meine Theaterinszenierungen des Jahres:

Solaris – Deutsches Theater

Jeder Idiot hat eine Oma, nur ich nicht – Deutsches Theater

Rom – Deutsches Theater




Mein Foto des Jahres:


Eine Szene aus "Undine" (Teil 1 der Meeres-Trilogie) von Orangeplaty.





Meine Top 3 Filme des Jahres:


Fangen wir doch mit "The Ballad of Buster Scrugs" an, einem aktuellen Netflix-Film, der aus mehreren Kurzgeschichten besteht:
https://www.youtube.com/watch?v=_2PyxzSH1HM

Ebenfalls richtig gut ist "Master & Commander":
https://www.youtube.com/watch?v=6oyQGHHz8U8&t=116s

Und nicht zu vergessen: "Solo - A Star Wars Story", der mir seeehr gut gefallen hat.
https://www.youtube.com/watch?v=jPEYpryMp2s




Meine Top 3 Serienentdeckungen des Jahres:



Die Netflix-Travel-Food-Show "Somebody Feed Phil" macht einfach unglaublich gute Laune!
https://www.youtube.com/watch?v=Zv29Sjt7LnA

"Mindhunter" ist eine Serie über die Entwicklung der Kriminalpsychologie in den 70er-Jahren. Einfach wunderbar gespielt und seeeehr interessant:
https://www.youtube.com/watch?v=7gZCfRD_zWE

Ähnliche Kategorie, aber andere Atmosphäre und einen unglaublich guten Paul Bettany gibt es in "Manhunt: Unabomber" zu sehen:

https://www.youtube.com/watch?v=nsd_LMDlzhI&t=14s



Mein Lieblingsessen des Jahres:

Meine Freundin Carmen und ich entdeckten das Restaurant Anh Ba in der Nähe des Vorspiel-Probenraums und ich aß eine Art frittierte Sommerrollen – und war begeistert! Davon habe ich dieses Jahr so einige gegessen und dazu mit großem Enthusiasmus selbstgemachten Eistee – in Restaurants und zu Hause.




Fortbildung des Jahres:

Ganz klar mein Keramik-Kurs bei Claudia Schöpping von http://www.o-ton-keramik.de/. Auch wenn es keine berufliche Fortbildung war ...





Mal sehen, was 2019 bringt ... ich bin bereit!


Mittwoch, 26. Dezember 2018

#monthlyfavourites – Dezember-Lieblinge


Es ist wieder Zeit für die Lieblinge des aktuellen Monats - die #monthlyfavourites im Dezember! 




Zum Arbeiten

Huch, was blinkt und glitzert denn hier? Neuer Schmuck für den Fundus!
Wenn eine Sache beim Theaterspielen in Massen verschwindet und kaputt geht, dann ist es Schmuck. Mein Fundus-Schmuck hat sich über die letzten Jahre quasi in Nichts aufgelöst und es wurde Zeit für Nachschub – besonders, weil die Vorspieler für ihre 60er-Jahre-Inszenierung "Die zweite Palme" links ordentlich ausgestattet werden müssen.
Also habe ich auf ebay ein großes Schmuck-Konvolut geordert, sortiert und die oben abgebildeten Schätze für die Vorspieler rausgesucht. Der Rest wartet auf neue Inszenierungen. Und vielleicht trage ich im Januar auch selbst etwas von dem Schmuck bei den Aufführungen ...

 

Zum Aufhübschen

Genaue Beobachter werden merken, dass die Pailettenohrringe schon vor einem Jahr in den Monthly Favourites waren. Aber was soll man machen, sie sind einfach richtig weihnachtlich! Ebenfalls gern getragen habe ich zwei weitere Ohrringpaare, die schon länger in meinem Besitz sind: goldene Hirsche und rote Sterne. Super dazu passen die (ebenfalls schon älteren) rot-goldenen Haarklemmen. Meine Haare sind ja momentan lang genug dafür.

Auch auf den Wangen hat es diesen Monat geglitzert mit dem Highlighter-Gelee von Revlon.

Vor einer Weile habe ich beschlossen, in einigen Produkten des Alltags auf plastikfreie Varianten umzusteigen. Mit Pflegeprodukten fange ich gerade an. Haarseife benutze ich schon seit langem (hier habe ich sie mal vorgestellt: Klick!), auch wird bei uns schon seit Ewigkeiten feste Seife zum Händewaschen benutzt. Für die Haare ist nun auch ein fester Conditioner dazugekommen, von Rosenrot, inklusive einer Scheibe Luffaschwamm als Ablage.
Und ein paar von mir selbstgemachte Produkte sind jetzt auch in Benutzung: Heilerde-Gesichtswasser (einfach abgekochtes Wasser mit nem Löffel Heilerde mischen), Nagelbalsam und Zucker-Peeling. Mein Plan für die nächsten Monate: sobald ein in Plastik verpacktes Pflegeprodukt aufgebraucht ist, gucke ich erst einmal, ob ich es a) selber machen oder b) ohne Plastik kaufen kann.




Zum Lesen

Wie schon einmal erwähnt, machen alle Zeitschriften dicht, die ich mag. Generell bin kein großer Fan von Frauenzeitschriften (mehr), weil einfach an sich das Konzept einer Zeitschrift für ein bestimmtes Geschlecht absurd ist. Ich liebe es aber, in Zeitschriften zu blättern. Lifestyle- und Rezeptzeitschriften sind da ab und zu eine gute Alternative.
Diesen Monat habe ich mir mal zum Anschauen das Hygge-Magazin gekauft. Die Texte sind nicht sonderlich spannend, aber es hat wirklich tolle, großformatige, stimmungsvolle Bilder und ziemlich lecker aussehende Rezepte, so dass ich es in der Vorweihnachtszeit total gern durchgeblättert habe.
Ein paar Rezepte werde ich ausprobieren und im nächsten Jahr dürfen aus den einzelnen Seiten gern Geschenkverpackungen, Briefumschläge und Weihnachtsanhänger werden. Denn passend zu mehr Plastikfreiheit soll auch noch mehr Upcycling Alltag werden. Das habe ich zwar schon immer gemacht, möchte ich aber noch stärker ausbauen und in mein Leben integrieren.

Gelesen habe ich endlich "Death of a Salesman" von Arthur Miller. Richtig gut und richtig deprimierend.




Zum Essen

Ich habe wunderschöne, rote Weihnachtsäpfel (Red Chief) und viele, viele Plätzchen gegessen. Die Erdnusskekse im Vordergrund waren ein Geschenk (danke Nick!), die Kakaoplätzchen und Nussecken sind von mir.



Zum Stöbern

Wie immer ein paar tolle Artikel, die mich diesen Monat begeistert haben:




Zum Hören

Ich höre noch immer – und voller Freude – Neil Gaimans "American Gods", gelesen von Stefan Kaminski. Mittlerweile sogar über die audible-App:
https://www.audible.de/pd/American-Gods-Hoerbuch/B00V5948A8




Zum Anschauen

Eine richtig tolle Netflix-Perle ist für mich "The Ballad of Buster Scruggs"! Guckt rein, es sind so tolle, kleine Geschichten, die fantastisch gespielt und ausgestattet sind. Manche lustig, manche schrecklich traurig. Und die Musik ... top!
https://www.youtube.com/watch?v=_2PyxzSH1HM

Doctor Who war natürlich noch immer Thema diesen Monat. Leider ist die Staffel fast zu Ende und dann muss ich bis 2020 warten ... ächz.
https://www.youtube.com/watch?v=XCt6f1Ttmy4

Ebenfalls auf Netflix gibt es eine neue Dokureihe, "7 Days Out". Ich habe gerade erst angefangen, sie durcheinander zu gucken, aber schon jetzt weiß ich, dass der bewegendste Teil für mich NASAs Cassidi Mission ist. So ein tolles Team und so eine tolle Zusammenarbeit. Sehr berührend!
https://www.youtube.com/watch?v=t058durlVWc

Montag, 10. Dezember 2018

Ausstellung "Ödön von Horváth und das Theater" – Theatermuseum Wien



Vor einigen Jahren machte ich im Rahmen meiner theaterpädagogischen Ausbildung einen Sommer lang Theaterpraktika in Wien. Eine Woche verbrachte ich in einem kleinen Theater und betreute Kinder bei einer Theater-Freizeit. An einem der Tage stand ein Besuch im Theatermuseum Wien auf dem Plan und das war unser erstes Date.

Jahre später folgte das zweite Date mit dem Theatermuseum. Und dieses Jahr das dritte. Ihr seht, die Beziehung zwischen mir und dem Theatermuseum Wien bahnt sich zu einer festeren Sache an.
Aber es passt auch einfach gut zwischen uns. Wir haben gleiche Interessen und ich lerne viel in dieser Beziehung. Ich werde zum Staunen und zum Lachen gebracht und verliebe mich jedes Mal neu.


Unser neuestes Date fand im Rahmen der Ausstellung "Ödön von Horváth und das Theater" statt. Den Namen hatte ich schon gehört, aber ich hatte nie ein Stück von Horváth gelesen oder auf der Bühne gesehen. Schon Wochen vor der Reise hatte ich mir deshalb bei ebay gebrauchte Bücher mit Horváth-Stücken bestellt und bereits zwei davon gelesen. Sie gefielen mir und ich war angefixt. Ja, ich MUSSTe die Ausstellung besuchen. Das dritte Buch nahm ich mir mit auf die Reise nach Wien.

Wie immer war die Ausstellung wunderschön gestaltet. Das Theatermuseum überrascht mich immer wieder mit seinen fantasievollen Ausstellungskonzepten, mit der Inszenierung der Objekte und der absolut genialen Raumgestaltung. Die Ausstellungsräume der Sonderausstellungen sind an sich schon Bühnenbilder voller Requisiten, die einen in eine andere Welt treten lassen.


Im Foyer gibt es anhand von Fotos und Briefen einen ersten Kurzeinstieg in Ödön von Horváths Biografie, quasi als Basis für die Reise in seine Literatur.
Im Innenhof wurde eine Luftschaukel aufgebaut, als Remineszenz an sein Theaterstück "Kasimir und Karoline", das im ersten Ausstellungsraum genauer vorgestellt wurde. Und da sind wir auch schon bei dem Konzept der Ausstellung. Drei seiner Stücke wurden exemplarisch herausgepickt und in jeweils einem passend gestalteten Ausstellungsraum erläutert, mit Hintergrundinfos unterfüttert und angrenzenden Themen aus Horváths Leben bereichert.

"Kasimir und Karoline" spielt auf dem Wiener Prater, einem großen Rummel. Der Ausstellungsraum wurde passend mit Lichtern, Bänken, Holzverschlägen und – ja, wirklich! – einem halben Kettenkarussell ausgestattet. Sogar mit passender Geräuschkulisse und der Möglichkeit per Kopfhörern verschiedene Textausschnitte zu hören.


Der zweite, kleinere Ausstellungsraum bildet eine Metzgerei ab, wie sie in "Geschichten aus dem Wiener Wald" vorkommt. Eine geniale Idee und auch vom Licht her wunderbar kühl beleuchtet.






Der letzte Raum ist ein Wirtshaus, in dem ordentlich randaliert wurde. Scherben von Bierkrügen, abgerissene Dekoration und umgekippte Bierbänke machten das Durchlaufen des Raumes schwierig und interessant zugleich. Tolles Detail: die Bierkrüge und Bierdeckel wurden mit Zitaten bedruckt.
Als Stückvorlage diente "Italienische Nacht", das übrigens gerade in der Schaubühne Berlin gezeigt wird. Ich habe es noch nicht gesehen, aber es steht auf meiner "Guck-Liste".





Und mein Fazit? Ich bin Horváth-Fan geworden, definitiv. Ich mag seinen Schreibstil, unaufgeregt gesellschaftskritisch (eigentlich hasse ich dieses Wort, aber es passt so gut), witzig, mit absolut österreichischem Humor, der oft heftig und boshaft ist und immer mit einer Vorliebe für das Thema Tod jongliert.
Übrigens hat sich mein aktueller Gruppendrang-Kurs gerade für ein Stück entschieden – und es ist "Hin und Her" von Horváth! Und ja, der Stückvorschlag kam von mir ... hehe.


Übrigens sind auch die Dauerausstellungen sehr schön. Ich bin überall einmal durchgeflitzt, denn ich habe sie bei meinen vorherigen Besuchen schon gesehen. Besonders entzückend ist eine Sammlung feiner Marionettenfiguren, mit denen wohl auch ab und zu kleine Stücke gespielt werden. Hier der Raum, in dem sie ausgestellt sind:







Das Theatermuseum und ich, wir werden noch weitere Dates haben. Vielleicht nicht nächstes Jahr, aber doch immer wieder. Da bin ich mir sicher.

Solltet ihr mal in Wien sein und Lust auf einen Museumsbesuch haben, wisst ihr jetzt, wo ihr hin müsst. Und gebt dem Theatermuseum einen dicken Kuss von mir!


Montag, 3. Dezember 2018

So wirst du der perfekte Zuschauer! – 8 Tipps





Es ist Theatersaison und Theaterinteressierte im ganzen Land sitzen eingequetscht zwischen vielen anderen Menschen in großen und kleinen Sälen. Auch und gerade in Amateurtheater-Aufführungen.
Manchmal voller Freude, manchmal eher aus Pflichtgefühl, manchmal überrascht, manchmal gelangweilt.

Im Amateurtheater habe ich viel Kontakt zu den Zuschauern, spreche mit einigen Besuchern, stehe als Darstellerin selbst auf der Bühne und sitze als Regie selbst im Publikum und als Technik noch ein Stückchen weiter hinten.
So konnte ich über die Jahre positive und weniger positive Erfahrungen mit Zuschauern sammeln und habe mal extra für euch eine To-Do-Liste erstellt, wie ihr der perfekte Zuschauer werdet. Denn die lieben wir Theaterleute! ;)

Als kleiner Anstups, den Amateurtheaterbesuch für dich selbst schöner und gewinnbringender zu gestalten – und für die Schauspieler natürlich auch.


1. Sei pünktlich!

Es gilt nicht nur für Bewerbungsgespräche, sondern auch bei Veranstaltungen: seid pünktlich! Nicht nur, weil ihr dann die Schauspieler nicht mitten im 1. Akt stört, sondern weil ihr euch sonst selbst die Chance nehmt, entspannt und offen in die Inszenierung zu gehen.
Wenn ihr 15 bis 30 Minuten vor Beginn der Aufführung da seid, könnt ihr euch noch mit eurer Begleitung austauschen, die Toilette aufsuchen, ein Getränk zu euch nehmen und einen schönen Platz im Saal suchen. Euer Kopf schaltet bereits in den Theatermodus um und ist bereit, die Geschichte aufzunehmen, die euch gleich auf der Bühne präsentiert wird.


2. Setz dich nach vorn!

Gerade, wenn die Zuschauerzahl eher überaschaubar ist, tendieren alle dazu, sich in die mittleren und hinteren Reihen zu setzen. Die erste Reihe wird sowieso meist wie die Pest gemieden. Manche können von hinten besser sehen, andere haben einfach gern den Überblick.
Aber oft steckt die Angst dahinter, Teil der Inszenierung zu werden, in irgendeiner Form mitmachen zu müssen. Keine Sorge, das ist nur extrem selten der Fall. Ein mitdenkendes und gutes Theaterteam wird Zuschauer niemals bloßstellen oder vorführen.
Also traut euch! Der Vorteil der ersten Reihe ist ein ganz gewaltiger: ihr könnt unmittelbar an der Geschichte teilnehmen ohne von anderen Zuschauern abgelenkt zu werden. Ihr seht jede Regung im Gesicht der Schauspieler, seid zum Anfassen nah dabei. Das ermöglicht euch ein ganz besonders tiefes Eintauchen ins Bühnengeschehen.
Und gut zu wissen: für die Schauspieler ist es enorm wichtig, dass die vordersten Reihen voll besetzt sind, denn die hinteren sehen sie durch die Scheinwerfer gar nicht. Sind die vorderen Reihen leer, wirkt es, als wäre überhaupt kein Zuschauer da.


3. Zeig Emotionen!

Wenn du etwas lustig findest, dann lache! Egal, ob du der einzige im Raum bist. Wenn du begeistert bist, dann johle oder klatsche zwischendurch. Wenn du erschrickst, dann zeig es ruhig. Und wenn dich etwas rührt, dann darfst du weinen. Wenn du dich ärgerst, dann mecker einfach. Wenn es dir nicht gefällt, darfst du jederzeit gehen.
Je mehr Reaktionen die Schauspieler aus dem Publikum hören und spüren, desto leichter fällt das Spiel auf der Bühne. Das gilt natürlich vor allem für positive Reaktionen wie Lachen, Applaus und Jubeln. Wenn ihr eure Freunde auf der Bühne unterstützen wollt, dann fiebert einfach eifrig mit und zeigt ihnen, wenn es euch gefällt (aber nur, wenn das wirklich der Fall ist!).
Ich verspreche euch: ihr werdet durch kraftvolles und unterhaltsames Spiel belohnt! Denn je mehr ihr euch traut, desto mehr trauen sich die Schauspieler. Für ihr Spiel brauchen sie nämlich die Energie aus dem Publikum.


5. Bleib entspannt!

Beim Amateurtheater läuft nicht immer alles wie am Schnürchen. Oft beginnt die Vorstellung verspätet, mal sind die Pausen länger als angekündigt, mal spricht ein Schauspieler zu leise, mal geht auf der Bühne etwas schief, mal vergisst jemand seinen Text.
Da sind alles nur Menschen, die kein Geld dafür kriegen und ihr ganzes Herzblut in die Aufführung stecken. Dein kritisches Auge ist für uns wichtig, aber dass alles so perfekt läuft wie am Stadttheater, ist eher unwahrscheinlich.
Wenn du dem ganzen Geschehen entspannt gegenüber stehst, kannst du innerlich auch einfach drüber lachen, wenn etwas schiefläuft.


6. Sei freundlich und höflich!

Vermutlich bist du hier, weil ein Freund oder Familienmitglied auftritt. Also hast du schon mal eine positive Verbindung zur Gruppe. Also ist Freundlichkeit eigentlich selbstverständlich, oder? Sei freundlich und höflich zu den Schauspielern, dem Theaterpersonal und deinen Mit-Zuschauern. Natürlich so lange die auch alle freundlich zu dir sind, ist klar, ne?
Achso: bitte schalte dein Handy aus, wenn du den Zuschauerraum betrittst und bitte stelle weder deine Füße noch deine Getränke auf dem Bühnenrand ab! Thanks!


7. Gib Feedback! 

Auch Amateurtheater hat einen künstlerischen Anspruch (oder zumindest einen Anspruch an den Unterhaltungswert) und die Spieler freuen sich über konstruktive Kritik.
Das wichtigste ist aber: Sag deine Meinung nur, wenn du auch danach gefragt wirst!
Besonders nach einer Premiere ist die Stimmung sehr euphorisch und die Spieler sind dadurch auch sehr verletzlich. Wenn du jemandem jetzt ungefragt deine negativen Eindrücke vor den Latz knallst, macht ihn das ganz schön fertig. Also immer warten, ob du auch wirklich nach der Meinung gefragt wirst.
Ist es etwas wirklich dringendes, was für das Wohlergehen aller Zuschauer wichtig ist und unbedingt bis zur nächsten Aufführung geändert werden sollte, kann und muss es natürlich gesagt werden, auch ungefragt.
Falls du dir unsicher bist, was du denn nun überhaupt sagen sollst oder darfst, lies mal in diesen Artikel rein:
https://theaterberlin.blogspot.com/2017/08/ehrlichkeit-blogreihe-wertekatalog.html


8. Erzähl davon!

Amateurtheater lebt (auch) von Empfehlungen. Erzähle doch bitte weiter, ob und wie es dir gefallen hat. Poste etwas in den sozialen Medien (ein Bild auf Facebook, ein Zitat auf Twitter ...) und mache somit ein bißchen Werbung für die Gruppe! Schreib einen Blogartikel oder berichte in deinem Podcast. Oder lade dir sogar welche von den Mitspielern für ein Interview ein, wenn es dich absolut umgehauen hat.
Erzähle Freunden und Familie davon und bringe beim nächsten Mal doch einfach noch jemanden mit. Wir freuen uns!