Montag, 17. Januar 2022

Corona-Theatertagebuch – Woche 96

Montag:

Müde bin ich. Aufgestanden um 5:30 (die übliche Zeit, zu der die Katzen uns momentan wecken) und dann kurz nach 7 mit meinem Kater zur Untersuchung in die Tierklinik gefahren. Die Blutwerte sind deutlich(!) besser! Ich freu mich so! Die Antibiotika werden in etwa 1,5 Wochen aufgebraucht sein, dann gibt es nur noch das Leber-Medikament.
Als ich gerade bezahlte und einen neuen Termin ausmachte, kam eine andere Frau mit ihrer Katze. Sie stand in der Tür und weinte und ich hatte sofort auch Tränen in den Augen. Es war wohl ein Notfall, sie hatte vorher angerufen, eine Schilddrüsenerkrankung und die Katze hatte morgens nicht das Medikament angenommen.

Der momentane Quasi-Lockdown macht so einen müden Tag nicht gerade weniger müde. So langsam hätte ich mal wieder Lust auf eine Ausstellung oder einen Kinobesuch, aber in Rostock ist alles außer Gastro und Einzelhandel zu. Kaufen will ich grad nicht viel, hab eh momentan nicht viel Geld und brauche wenig. Neue Periodenslips habe ich aber bestellt. Nach ein paar Jahren funktionieren sie halt leider nicht mehr und sind irgendwann abgetragen.
Ins Theater mag ich zurzeit nicht (davon abgesehen, dass das in Rostock auch geschlossen ist), die BE-Erfahrung vom September hängt mir noch nach. Dicht an dicht ohne Abstände ... da hab ich mich echt nicht wohl gefühlt. Wie geht's euch denn damit?

Abends wieder Fortbildungs-SNACK mit Nils, Thema "Energizer"! Energetisch und lustig war's. Ich arbeite super gern mit ihm zusammen ... und das sage ich nicht nur, weil er einer meiner besten Freunde ist.;)
 

Dienstag:

Morgens Online-Stunde mit Nick, unser heutiger Tanzsong:
https://www.youtube.com/watch?v=23V0wgVTrTs

Kam heute auch nicht so richtig aus den Puschen. Diesmal viel zu lang geschlafen (nach dem üblichen Fütter-Break).

Mit meiner Kollegin Vera noch das kommende LAG-Wochenende geplant.



Mittwoch:

Als mein Mann und ich nach Rostock gezogen sind, haben wir immer wieder gesagt: Hier sitzen wir erstmal die Pandemie aus. Jetzt, wo wir hier sind, ist klar, dass wir gar nicht mehr wegwollen.
Einfach aus dem Grund, dass man eben so mal an einem Mittwochvormittag um 11 Uhr in die S-Bahn steigen und ans Meer fahren kann und um halb zwei wieder zuhause ist zum Mittagessen.

Nachmittags war ich heute sehr unmotiviert und müde, auch weil die Probenplanung mit meiner Theatergruppe Vorspiel gerade schwierig ist. Also nicht nur gerade, sondern schon lange, aber momentan noch stärker. Die Pandemie ist eine Extremsituation, die psychisch und physisch erschöpft und für alle die Prioritäten verschiebt. Und die liegen nunmal eben momentan eher bei Überleben statt bei Theaterspielen. Und ich kann es verstehen. Ob eine Pause sinnvoll wäre? Ich weiß es nicht.
Mal sehen, wie die nächsten Tage werden. Morgen geht es voraussichtlich wieder nach Berlin ... vielleicht aber auch erst am Freitag.

Abends große Premiere: Der erste Schnuppertermin für meine neue Online-Theatergruppe fand statt! Ich habe schon länger mit dem Gedanken gespielt, eine wirklich reine Online-Theatergruppe zu gründen, am liebsten mit Menschen aus unterschiedlichsten Ecken Deutschlands (oder darüber hinaus).
Die Teilnehmenden hatten viel Spaß und waren engagiert dabei. Sechs Personen haben direkt für den Kurs zugesagt, die Mindestteilnehmendenzahl ist also schon erreicht. Ich freue mich sehr, sehr, sehr!


Donnerstag:

Ich fahre doch erst morgen nach Berlin.
Heute am Morgen Yoga, tagsüber Homeoffice, abends Online-Probe mit den Vorspielern. Ein harter kleiner Kern ist gerade aktiv, so etwa 60 % der Gruppe. Der Rest kann zurzeit aus verschiedenen Gründen nicht teilnehmen.

Es geht den Menschen nicht gut. Und ich kann nicht viel machen. Außer weiterhin Angebote machen.



Freitag:

Die Fahrt nach Berlin war sehr entspannt, die Regionalbahn sehr leer. Nach einem Mittagessen mit der Familie habe ich seit langen Zeiten endlich mal wieder meinen Freund Michael analog getroffen. Michael hat vor ein paar Jahren auch bei ein paar meiner Inszenierungen die Technik gefahren. Wir hatten lange Gespräche und waren zusammen spazieren und im Restaurant ... und ein bißchen fühlte es sich an wie vor Corona.


Samstag:

Der längste Tag. Tagsüber LAG, abends Krimidinner mit den Vorspielern, was sehr lustig und fröhlich war. Ohne Maske (aber doppelt geimpft, teilweise geboostert, + zusätzlichem Test) fühlte sich für mich etwas ungewohnt an, aber irgendwann war da ein Jetzt-ist-es-auch-egal-Gefühl. Ob das gut oder schlecht ist, kann ich gar nicht sagen. Auf jeden Fall war es ein super Abend.

Abends lese ich auf Facebook, dass die Freundin einer Freundin gestorben ist, die ich auch kannte und sehr mochte. Ich bin erschüttert.


Sonntag:

Zweiter Tag LAG. Heute gefühlt etwas weniger kalt. Dieses Wochenende war das Thema "Kontaktperson" sehr drängend. Viele Diskussionen hatten wir zu einzelnen Fällen. Der nächste LAG-Dienstag findet erstmal geteilt statt, eine Gruppenhälfte online, die andere offline. So haben wir zwei Räume, je nach Situation der einzelnen Personen. Omikron verbreitet sich rasant und es kann sein, dass wir es bald alle mal hatten. Ich will nicht!

Samstag, 8. Januar 2022

Corona-Theatertagebuch – Woche 95

 



Sonntag:

Ja, die Woche hat noch nicht begonnen, aber ich sitze schon heute am Rechner und starte langsam in die Arbeit.
Die Zeit zwischen den Jahren war entspannt und ruhig. So hatte ich es mir gewünscht, aber dennoch war die Zeit gefühlt superschnell vorbei. Ich war mehrmals am Meer und am Hafen, in Berlin und viel in meiner Wohnung. Mein Arbeitszimmer ist jetzt schon sehr nah an der vorläufigen Fertigstellung, nervige Unterlagen-Sortiererei und weiteres Aussortieren liegen noch vor mir.

Ich habe das Gefühl, dass in dieser Pandemie und gleichzeitig mit dem Älterwerden das Thema Tod und Krankheit immer näher an mich heranrückt. Wie Bombeneinschläge. Das eigene Haus ist noch halbwegs verschont, aber in der Nachbarschaft stürzen immer mehr Häuser ein oder werden beschädigt. Ein bißchen macht mir das Angst, aber auf jeden Fall macht es mich sehr nervös. Mit jeder traurigen Geschichte, die ich aus dem nahen und fernen Bekannten- und Freundeskreis höre, wird es krasser. Es ist erstaunlich und faszinierend, dass wir Menschen die Fähigkeiten haben, mit solchem Verlust und Unglück umgehen zu können. Trauern, Leiden, Verarbeiten und Weiterleben. Wir können das irgendwie. Angst macht es trotzdem. Jeden Tag gucke ich meinen Mann, meinen immer fitteren Kater und meine Katze an, atme die Seeluft und denke: Genieße es, solange du kannst.
Diese Gedanken hatte ich früher nicht. Aber so eine Krisenzeit setzt andere Prioritäten, konfrontiert mich (/uns?) mit der Endlichkeit des Lebens und der großen Gewissheit, dass es jeden Moment anders sein kann.

Immerhin: Die Arbeit, die mir Freude bereitet, habe ich auf jeden Fall gefunden. Momentan fällt die Motivation mitunter schwer, das Anfangen, Verantwortung übernehmen. Bin ich dann drin, ist es gut und inspirierend. Ich denke, der Quasi-Lockdown hinterlässt seine Spuren, ganz dezent, ganz leise im Hintergrund. Saugt Energie und Motivation ab, in kleinen Häppchen. Ich brauche Zeit, um auch wieder selbst künstlerisch tätig zu werden.
Vorsätze für dieses Jahr habe ich nicht wirklich gefasst. Ich möchte mit meiner Buch-Challenge weitermachen, weiterhin mindestens ein Buch pro Monat lesen. Nachdem ich kurz vor Jahresende noch an einem Fortbildungs-Workshop teilgenommen habe, merke ich, dass ich auch das wieder mehr machen möchte: lernen, mich weiterbilden, wieder öfter Teilnehmende statt Anleitende sein.
 
Ansonsten bin ich weiterhin dran, eine neue Alltags-Routine zu entwickeln. Das dauert länger als ich dachte. 





Montag:

Ich bin heute entspannter als gestern, was ich gar nicht erwartet hätte. Gerade kam ich vom morgendlichen Hafenspaziergang zurück und gechillt in den Tag.
Eine Routine, die hier definitv anders ist: der Tag fängt später an, meist erst gegen Mittag, weil ich durch die nervigen Aufwachzeiten der Katzen zurzeit nach einer Wachphase von etwa 5:30 bis 6:30 Uhr nochmal Schlaf brauche. Irgendwas muss ich mir einfallen lassen. Vielleicht früher Schlafengehen und nochmal richtig füttern, dann im Bett abwarten bis sie auf Klo waren und DANN hoffentlich länger durchschlafen.

Nachmittags mache ich mich zu Fuß nochmal auf zur Tierklinik, um Anitbiotika für meinen Kater zu holen. Ein wirklich schöner Spaziergang, bei dem ich ein paar Fotos mache. Ist diese bemalte Hauswand nicht großartig?

Gegen Abend habe ich mit einem guten Freund gevideochattet, den ich schon ewig nicht mehr gesprochen habe. Zufällig sind wir nächste Woche beide in Berlin und können uns dann endlich mal wieder analog sehen (das haben wir das letzte Mal glaube ich 2019, vor Corona).

Abends noch Kollegialer Austausch in kleiner, aber sehr interessanter Runde.

 

Dienstag:

Morgens Online-Stunde mit Nick, unser heutiger Tanzsong:
https://www.youtube.com/watch?v=X2LcVwRfH-w

Bisher war ich heute noch nicht draußen, jetzt ist es dunkel. Ich weiß noch gar nicht, ob ich nochmal raus will. Habe mir glaube ich die Blase verkühlt und mag es grad drinnen in der Wärme sehr gern.:D

Momentan bin ich in der Jahresplanung, also suche neue Termine für Online-Workshops raus und übertrage sie auf alle Websites und Kalender.



Mittwoch:

Es ist grau und nieselig, aber wir haben trotzdem den Hafenspaziergang gemacht und wurden von der Ostseewelle für's Radio interviewt.:D

Irgendwie kriege ich heute überhaupt nicht hin, was ich alles vorhatte. Aber es ist mitten am Nachmittag, der Tag hat ja noch einige Stunden.

Aber ich habe eine interessante Doku über das Thema "Impfgegner" für euch. Es geht allgemein um das Thema und deren Proviteure, nicht nur um Corona.
https://www.arte.tv/de/videos/103025-000-A/impfgegner-wer-profitiert-von-der-angst/?fbclid=IwAR3ByFikuzvwfZqjKEN7FHYW8vmg8ExfRdWm2xLnyraHUJ22nxbtSlQH2HQ

Letztes Jahr war ich ja schon großer Fan der VR-Inszenierungen des Staatstheaters Augsburg, jetzt hat das Puppentheater Zwickau auch welche im Angebot. Da werde ich sicherlich auch bestellen:
https://www.puppentheater-zwickau.de/virtual-puppetry/

Und noch ein interessanter Artikel:
https://t3n.de/magazin/bildungsurlaub-persoenlichkeitsentwicklung-251364/

Immerhin heute geschafft: Krimidinner für die Vorspieler gekauft, die Rollen ausgelost und verschickt. Wenn ich nächste Woche in Berlin bin, werden wir das erste Mal analog ein Krimidinner spielen – mit Pizza in meinem Lieblings-Probenraum. Ich freu mich sehr drauf, bin aber generell gerade recht angespannt wegen der nächsten Berlin-Reise, weil Omikron jetzt gerade in Berlin sehr verbreitungsfreudig ist. Ich bin noch nicht geboostert und werde schon wieder so viele (immerhin alles geimpfte) Menschen treffen. Puuuhh ...

Auch noch geschafft: Buchungen für Oktober (Umsatzsteuervoranmeldung für's letzte Quartal steht wieder an).



Donnerstag:

Ein Tag voller Termine. Nach Yoga, Live-Talk und Planungstreffen für die Fortbildungs-SNACKS war ich dann am Nachmittag zum Sonnenuntergang doch noch schnell draußen, habe zwei Päckchen weggebracht (und in der Zwischenzeit zuhause eines von meiner lieben Freundin Katja bekommen!), ein in eine Buchhandlung bestelltes Buch abgeholt und einen Hanseaten-Keks am Hafen gegessen.

Mit den Vorspielern abends eine produktive Zoom-Probe. Nächste Woche bin ich wieder vor Ort und man ... die Omikron-Zahlen in Berlin sind schon heftig. Vielleicht trage ich die ganze Zeit Maske, mal schauen ...



Freitag:

Huch, schon letzter Tag der Arbeitswoche. Wie konnte das so schnell sein? Gefühlt habe ich NICHTS geschafft. Ist natürlich nicht so, aber fühlt sich so an.
Für alle, die sich mit Sport genauso schwer tun wie ich, habe ich diesen interessanten Artikel gefunden:
https://www.nzz.ch/wissenschaft/die-kunst-bewegung-lieben-zu-lernen-ld.1660014?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE

Mein Wochenende ist schon wieder voller Pläne: ans Meer fahren, Kekse backen, neues Handy einrichten (ich bekomme das meines Mannes, weil er sich ein ganz neues gekauft hat). Wahrscheinlich mach ich nichts davon.😂 Dem NABU bei der Vogelzählung helfen, wäre auch toll: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/stunde-der-wintervoegel/mitmachen/index.html

Egal: Los geht's!

Dienstag, 28. Dezember 2021

Jahresrückblick 2021



Ganz traditionell blicke ich am Ende des Jahres noch einmal zurück auf alles, was passiert ist.


Woah, zweites Jahr Pandemie!
Und zusätzlich zu dem ganzen Pandemie-Bumms bin ich das erste Mal in meinem Leben in eine andere Stadt gezogen. Ein krasses Jahr!

Das Jahr 2021 begann mit sehr viel Arbeit. Die ersten Monate waren wir in einem gefühlt ewig währenden Lockdown, der die digitale Theaterarbeit richtig pushte. Wochenlang gab ich fast täglich Workshops zu Theaterpädagogik im digitalen Raum. Es war fröhlich, erhellend, manchmal traurig und erschöpfend. Wir alle waren mal richtig fertig und ausgebrannt, mal voller neuer Energie, mal zurückgezogen, mal feierfreudig. Diese Zeit habe ich – auch wenn sie anstrengend war – sehr genossen.
Neu gelernt und ausprobiert haben wir auch das hybride Arbeiten – in der Grundlagenbildung der LAG.

Wenn ich gerade nicht online unterrichtete, ging ich spazieren – mit meinem Mann, mit Freund*innen, mit Kolleg*innen.

Ein anderes großes Thema waren Online-Krimidinner! Sowohl mit den Vorspielern als auch am Geburtstag meiner Mutter schlüpften wir in Kostüme und suchten nach dem/der Täter*in eines Kriminalfalls.

Mit den ersten Lockerungen im Frühjahr begann dann wieder die analoge Arbeit. All die Erfahrungen vom Jahr davor wiederholten sich: das neue Annähern, das Zum-ersten-Mal-analog-treffen, das Austarieren, das Verhandeln.
Der Sommer war eine intensive Zeit, nicht zuletzt wegen der Intensivphase unserer Grundlagenbildung bei der LAG. Die Abschlussinszenierungen fanden draußen und drinnen rund um eine Villa in Berlin-Wilmersdorf statt. Eine schönere Location konnte man sich kaum vorstellen.

Mein Mann und ich fuhren nach Rostock und wir suchten dort nach einer Wohnung. Wir fanden sie auch, ganz schnell und unkompliziert, im gleichen Haus, in dem auch meine Kollegin Marie-Theres Schwinn wohnt. Dank ihr haben wir diese Wohnung so leicht bekommen! Tausend Dank noch einmal dafür!

Mein Gruppendrang-Kurs traf sich endlich analog und wir stiegen in die Endphase der Online-Inszenierung ein, die im September auf die digitale Zoom-Bühne kam. Diese Erfahrung war für mich inspirierend und ich startete kurz danach einen Online-Basiskurs mit sieben spielfreudigen Menschen aus verschiedenen Ecken Deutschlands, der bis Mitte Dezember lief.

Mit meinem Privatschüler Nick nahm ich einen neuen Audiowalk am Tegeler See auf und übergab die analogen Stunden mit ihm an eine Kollegin, die mir eine lieb gewonnene Freundin geworden ist. Ohne die Pandemie hätte ich sie gar nicht kennengelernt.

Ganz neues Highlight in diesem Jahr war und ist die Zusammenarbeit mit meinem langjährigen Freund Nils Holst. Wir haben eine enge Verbindung und ich schätze ihn fachlich und menschlich sehr. Umso schöner ist es, nun endlich zusammen arbeiten zu können. Zusammen haben wir das Seminar "Status meets Transaktionsanalyse" gegeben und eine neue Fortbildungs-Reihe gestartet: die Fortbildungs-SNACKS. Damit machen wir auch im nächsten Jahr weiter und ihr könnt jederzeit dabei sein: https://www.nilsholst.de/fortbildungs-snacks

Quasi nebenbei – neben all diesen Arbeitsaufgaben – sortierten mein Mann und ich den Frühling und Sommer hindurch unsere große Wohnung in Berlin aus. Wir hatten fast täglich ebay-Kleinanzeigen-Abholungen, verkauften und verschenkten wie wild ganz viel Kram.
Meinen Theaterfundus baute ich in der Wohnung auf und verschenkte alles, was sich dort im Laufe der Jahre angesammelt hatte. Ich bekam auch ein paar Spenden dafür, über die ich mich wahnsinnig gefreut habe. Nebenbei gab es ganz viele interessante Gespräche beim Klamotten-Stöbern.

Tja, und dann kam der große Umzug nach Rostock. Erst mein Mann, dann die Katzen, dann die Möbel und ich. Für mich eine der schlimmsten Wochen des Jahres. Ich habe mich selten so allein und ohne Zuhause gefühlt wie in den paar Tagen, in denen ich allein in Berlin war und die letzten Sachen ausräumte und putzte.

Das Ankommen in Rostock und im neuen Pendel-Lebensstil dauert noch ein Weilchen. Jeden Tag wachse ich ein bißchen mehr in diese neue Umgebung und in diese neue Situation hinein. Schaffe es mit jeder fertig gestrichenen Wand, jedem Regal und jedem eingeräumten Buch ein bißchen mehr, mich zu entspannen und ein Gleichgewicht zwischen Arbeit und Familie in Berlin sowie Leben mit meiner Klein-Familie in Rostock zu finden.
Hierher zu ziehen war eine wunderbare Entscheidung. Jedes Mal, wenn ich am Rostocker ZOB aus dem Flixbus steige und die Maske abnehme, atme ich tief ein und genieße diese Luft. Selbst mitten in der Stadt riecht man die Frische der Meeresluft. Der tägliche Besuch am Hafen, die wöchentlichen Ausflüge zum Meer und all die vielen Vögel machen es noch tausendmal schöner. Es ist ein wunderbarer Ort zum Leben. Im nächsten Jahr möchte ich noch mehr andere Menschen daran teilhaben lassen.
Auch das Einrichten der Wohnung ist zwar anstrengend, aber voller Kreativität und Freude. Bei so einer kleinen Wohnung geht es deutlich schneller und wir nähern uns in großen Schritten einem fertigen Zustand. So richtig fertig ist eine Wohnung ja nie – und soll es auch nicht sein, denn dann wär sie tot. Aber wir verwirklichen endlich Ideen, die wir schon in den vorherigen Wohnungen hatten, wie z.B. ein richtig stylishes Bad mit einem großen Wandbild über der Badewanne.

Zum Ende dieses Jahres war ich oft verzweifelt und traurig, denn mein Kater ist schwer an einer Leberentzündung erkrankt. Momentan geht es ihm besser, ob er wirklich geheilt ist, weiß ich aber noch nicht. Zwischendurch war der Zustand so schlecht, dass ich große Angst hatte, ihn sehr schnell zu verlieren. Jetzt hat er wieder zugenommen, ist fitter und aktiver. Das ist schön zu sehen. Nervös bin ich dennoch vor jeder Blutuntersuchung.

Die größte Stütze und Freude in diesem Jahr waren mein Mann, meine Freund*innen, meine Online-Kolleg*innen, die ich jeden Monat beim Kollegialen Austausch traf und auch bei der gemeinsamen Zusammenarbeit in Online-Seminaren, meine Theatergruppen und -kurse sowie meine Familie, die ich durch das Pendeln regelmäßig besuche.

Es ist ein Jahr des Umbruchs, besonders in privater Hinsicht. Beruflich pendel ich mich gerade in eine neue Arbeitsweise ein. Das wird noch ein bißchen dauern und sich nach und nach entwickeln.

Fortbildungen blieben in diesem Jahr ein bißchen auf der Strecke, auch Theaterbesuche gab es fast keine, dafür aber erstmalig wieder Inszenierungen, die ich begleitet habe.

Gesehen habe ich folgende Inszenierungen:

  • "Challenge Accepted" – Theater Junge Welt Leipzig (online)
  • "14 Vorhänge" – Staatstheater Ausgburg (VR-Inszenierung) 
  • "Event" – Staatstheater Ausgburg (VR-Inszenierung)
  • "Die Pest" – Deutsches Theater Berlin (Outdoor-Aufführung, nach ca. 30 min war sie leider durch Regen frühzeitig beendet)
  • "Die Dreigroschenoper" – Berliner Ensemble
  • "möwe.live"

Statt der Theaterbesuche habe ich einen Großteil meiner Freizeit mit Lesen verbracht und jeden Monat mind. ein Buch gelesen.

Was ich von diesem Jahr mitgenommen habe? Erschöpfung, Mut, Angst gepaart mit Zuversicht und intensive Beziehungen zu meinen Mitmenschen.

Was ich mir für's neue Jahr wünsche? Ankommen, Routine, neue Energie, gesunde Haustiere und viel Inspiration.


Meine Favoriten 2021



Meine liebsten Blogartikel:

20 Tipps gegen Lockdown-Koller

Liebesbriefe an Serien: "Doctor Who"

Liebesbriefe an Serien: "Killing Eve"


Meine liebstenTheaterinszenierungen des Jahres:

"14 Vorhänge" – VR-Inszenierung des Staatstheaters Augsburg

möwe.live



Mein liebstes Foto des Jahres:

Mein erster Sonnenuntergang am Rostocker Hafen. Dieses Boot ist für mich immer der Gradmesser, wie hoch das Wasser steht. Manchmal kann ich den Schriftzug "Seeadler" lesen, manchmal nicht. Außerdem steht dieses Bild für das Gefühl, das ich mit dem Hafen und dieser neuen Stadt verbinde.

 

Meine liebsten Filme des Jahres:

Dune

Ammonite

The Silent Child (Kurzfilm)


Yesterday

Wonder Woman 1984

The Color Of Money

First Cow 



Meine liebsten Serienentdeckungen des Jahres:

Star Trek Enterprise

Battlestar Galactica

The Queen's Gambit

Godless

Lupin

Teheran

Wanda Vision

Halston

The Bisexual

Physical

Foundation 

The Chair

Around The World In 80 Days

A Very British Scandal

Princess Charming & Prince Charming (okay, sind TV-Shows, aber geeeeileee!)


Meine liebsten Podcasts des Jahres:

Gut zu Vögeln

Die kleine schwarze Chaospraxis

Educast von du & ich – DAS ATELIER



Meine liebsten Songs/Musikstücke:

Artpop (Lady Gaga & Elton John)

Your Song (Elton John, aber gesungen von Lady Gaga)

Solar Power (Lorde)

Dandy In The Underworld (T.Rex)

The Rabbit That Hunts Tigers (Yin Yin)

Alugalug Cat X The Kiffness


Meine liebsten Bücher des Jahres:

"Die Pest" – Albert Camus

"Frau über Bord" – Marie-Theres Schwinn

"Was vom Tage übrig blieb" – Kazuo Ishiguro

"Manhattan Beach" – Jennifer Egan

"Hard Land" – Benedict Wells

"Die Anderen" – Laila Lalami

Kleiner Naturführer – Joachim Oppermann

"Krähen" – Cord Riechelmann

"Birdsong In A Time Of Silence" – Steven Lovatt

"Lolly Willowes" – Sylvia Townsend Warner

"Zugvögel" – Charlotte McConaghy

"The Quiet American" – Graham Greene

"The Great Godden" – Meg Rosoff, als Hörbuch-Version gelesen von Andrew Scott

The Last Tycoon – F. Scott Fitzgerald

Eulen – Desmond Morris



Fortbildung des Jahres:

Ähh ... das Leben.:D



Neugierig warte ich auf 2022 ... ich bin bereit!


Mittwoch, 22. Dezember 2021

#monthlyfavourites – November- & Dezember-Lieblinge

Es ist wieder Zeit für die Lieblinge des aktuellen Monats - die #monthlyfavourites im November und Dezember!



Zum Arbeiten:
 

Schnelltests ohne Ende. Neben FFP2-Masken momentan mein wichtiges Arbeits-Werkzeug.



Zum Aufhübschen

Ähm ja, Ohrringe halt, ihr wisst ja. Dieses Mal Monde von Wolf & Moon (mein Weihnachtsgeschenk an mich selbst) und kleine "Zweige" aus Metall, von Etsy. Letztere habe ich ein bißchen modifiziert, denn an vielen Zweigenden waren runde Ösen. Das hat mich sehr gestört und ich habe sie mit einer Kneifzange abgeknipst, ein bißchen abgefeilt und dann die Enden mit einem braunen Metallic-Nagellack überpinselt.
Und von meiner Lieblings-Schmuckdealerin eine Schleiereulen-Brosche.

Für die Reisen und für's Homeoffice finde ich möglichst bequeme Outfits ganz wunderbar, z.B. aus Sweatstoff. Ich habe in den letzten Monaten deshalb in zwei hochwertige Outfits investiert: ein grünes Sweatkleid von TwoThirds (hier in Weinrot: https://twothirds.com/products/otava-wine) und einen braunroten Sweatanzug von Ivy & Oak. Beides absolute Lieblingsteile, gemütlich und toll verarbeitet.


Zum Lesen 
 

 

 
 
Im Oktober waren es Krähen, jetzt lese ich gerade einen anderen Band der hübschen "Naturkunden"-Bücher aus dem Matthes & Seitz Verlag, nämlich in "Eulen" von Desmond Morris. Wieder wunderschön gestaltet und interessant.

Fertig gelesen habe ich "The Quiet American" von Graham Greene. Ein Buch, das auch ein Film sein könnte (und wohl mit Jeremy Irons in der Hauptrolle verfilmt wurde). Es geht um eine Dreiecks-Beziehungsgeschichte zu Zeiten des Vietnam-Kriegs. Zur Übung auch mal wieder auf Englisch.

Als ich nach 45 Minuten Warten in der Impfschlange des Warnow Centers aufgegeben habe, stöberte ich dort in den öffentlichen Bücherregalen und stieß auf das englischsprachige Original "The Last Tycoon" von F. Scott Fitzgerald. Ich LIEBE seinen Schreibstil und die Hollywood-Welt, in die er einen entführt. Ich habe das Buch gerade erst angefangen, aber bin sehr angetan.


Zum Essen:

Mandarinen sowie Pralinen aus meinem Sawade-Adventskalender und Kusmi-Tee aus meinem Kusmi-Adventskalender. Läuft hier.:D



Zum Stöbern


Wie immer ein paar interessante Links zum Stöbern:

Über die Sensibilität für die richtige Aussprache von Namen

Der Goldschakal in deutschen Wäldern

Wie das damals mit der Pockenimpfung in Bayern war 

Wenn eine Behinderung als "besonders" gilt


Zum Hören:

Wieder eine Hörbuch-Empfehlung, dieses Mal "The Great Godden", gelesen von Andrew Scott, dem Mann mit der unglaublichen Stimme. Ich liebe es, ihm zuzuhören!
https://www.audible.de/pd/The-Great-Godden-Hoerbuch/1526626608?qid=1640198605&sr=1-1&ref=a_search_c3_lProduct_1_1&pf_rd_p=e54013e2-074a-460e-861f-7feac676b789&pf_rd_r=B59TJXYVFECMHJSXX2HS

Und wer es noch nicht gehört hat: Das Hörspiel der Vorspieler!
https://www.theatergruppe-berlin.de/vorspiel/#vorspiel



Zum Anschauen

Hier wie immer ein paar Tipps zum Anschauen!

Was mich gerade sehr sehr happy macht, ist "In 80 Tagen um die Welt" mit David Tennant als Phileas Fogg:
https://www.zdf.de/serien/in-80-tagen-um-die-welt/

Ich war im Kino und habe "First Cow" gesehen. Ein ganz wunderbarer, ruhiger Film, der mal eine Seite Amerikas zeigt, die nicht so oft in Filmen vorkommt:
https://www.youtube.com/watch?v=SRUWVT87mt8

Die Online-Inszenierung "möwe.live" vom Ensemble Punktlive war berührend und modern und inspirierend. Große Empfehlung!

Ich suchte mal wieder DRUCK, denn da gibt es eine neue Staffel:
https://www.youtube.com/watch?v=AFec7mn34I8&list=PLUQncgYMM1RmN41ni6iDmBRg5Cos_bD--

Ein Weilchen stand schon der Film "Rush" auf meiner Watchlist. Und ich fand ihn ganz gut:
https://www.youtube.com/watch?v=lzNbGH1oZJc

"Junior Bake Off" ist immer sehr entzückend:
https://www.channel4.com/programmes/junior-bake-off

Ich habe mit Classic Star Trek angefangen. Jahaaa!
https://www.youtube.com/watch?v=hdjL8WXjlGI

Und natürlich gucke ich "Narcos Mexico", 3. Staffel:
https://www.youtube.com/watch?v=hhZBDO0CKJo


Corona-Theatertagebuch – Woche 93



Montag:

Ich hatte ein entspannendes Wochenende. Das hatte ich mir auch gewünscht und bin froh, dass es geklappt hat. Gestern waren wir mit Marie am Meer und es war wild! So liebe ich es glaube ich am meisten: windig und voller Wellen.


Update Kater: Heute wurden wieder die Blutwerte in der Tierklinik gecheckt. Er ist auf einem ganz guten Weg. Die Tierärztin hat sich auf jeden Fall sehr gefreut, ihn so fit zu sehen. Und er hat mächtig zugenommen. Als er in die Klinik kam, wog er nur 3,7 kg, jetzt mittlerweile ist er bei 4,4 kg. Und das innerhalb weniger Wochen. Hammer!

 

 
Dienstag:

Morgens Online-Stunde mit Nick, unser heutiger Tanzsong:
https://www.youtube.com/watch?v=X2LcVwRfH-w

Mittags dann ein ausführlicher Hafenspaziergang mit einer ehemaligen Kursteilnehmerin, die auch nach Rostock gezogen ist. Zufälle gibt's! :D Die Sonne schien und Rostock hat sich wieder von seiner schönsten Seite gezeigt.

Und abends dann noch ein großes Highlight, auf das ich lange hingefiebert habe: "möwe.live" – eine digitale Inszenierung vom Ensemble punktlive. Ich fand es wieder wunderbarst und kann es uneingeschränkt empfehlen! https://punktlive.de/
Digitales Theater bleibt spannend!




Mittwoch:

Eigentlich wollte ich heute meinen neuen Perso abholen, aber das Ortsamt hat mittwochs zu. Also morgen. Dann lebe ich eben ein paar Stunden ohne gültigen Personalausweis. Ich glaube, das werde ich verkraften.

In Gesprächen mit Freund*innen ist Omikron ein großes Thema. Die neue Virus-Variante ist am Start, mittlerweile auch schon in Mecklenburg-Vorpommern, und wir wissen ja, wie schnell so eine Verbreitung voranschreitet. Menschen mit nur zwei Impfungen sind schlecht geschützt und ich habe wieder mehr Schiss vor Ansteckung. Maske ist definitiv an der Tagesordnung. Restaurants meide ich, die meisten haben sowieso zu. Alles andere ist auch zu, also Kinos, Theater, Museen ... Lockdown quasi. Dieser Winter wird ähnlich wie der letzte, denke ich mal. Und der nächste Winter? Man weiß es nicht. Fakt ist, dass dieses Virus uns in weiterhin beschäftigt.
Was ich machen kann und will: meine Tage strukturieren, um mich herum Ordnung schaffen, Lesen, Kochen, Kekse backen, die Zeit mit meiner Mini-Familie genießen. Alles andere wird sich fügen.

Nachmittags habe ich mir ein bißchen Zeit für mich genommen und einen kleinen Bummel durch meinen Wohnbezirk gemacht. Ich habe Kunst aus dem Kunstautomaten geholt, Dohlen gefüttert, einen Spielplatz besucht, kleine Läden durchstöbert, Postkarten gekauft und ein Süßigkeitentütchen zusammengestellt. Schön war's!

Im Briefkasten erwartete mich dann ein kleines Überraschungspäckchen von meiner Kollegin Marion. Danke, danke, danke!

Wer noch kurzfristig ne Geschenkidee braucht:
https://www.sarah-bansemer.de/kurseworkshops/GUTSCHEINE

Und eine kleine Bitte: Wenn ihr Menschen kennt, die sich für eine Online-Theatergruppe interessieren, gebt gern diesen Link an sie weiter. https://www.theaterkurse-online.de/#kurse

Jetzt gehe ich in die Weihnachtstage, wo ich nichts tun will außer Essen, Spazieren, Netflixen, BBC gucken (David Tennant als Phileas Fogg ... in der ZDF-Mediathek ... auf Englisch!!!!!!!!
https://www.zdf.de/serien/in-80-tagen-um-die-welt/) und Kuscheln. Habt eine wunderbare Zeit und kommt gut ins neue Jahr!



Samstag, 18. Dezember 2021

Corona-Theatertagebuch – Woche 92


Montag: 

Obwohl ich bis etwa 8 Uhr geschlafen habe, bin ich müüüde. Aber das ist normal nach den Berlin-Wochenenden.
Heute stehen ein paar To-Dos auf der Liste, aber der Tag ist entspannt im Homeoffice. Das habe ich vermisst.

Abends fand der nächste SNACK-Workshop statt. Dieses Mal etwas chaotisch, weil die Breakoutrooms plötzlich nicht mehr funktioniert haben, aber unsere Teilnehmenden waren wohlwollend und gut drauf. Was wünscht man sich mehr?

Das hier hat mich gerade sehr berührt:
https://www.twitterperlen.de/thread-wir-wissen-was-kommt/?fbclid=IwAR05EcBuTz5aZNzR57QXTY_tj5gmQJslHUnCmg1cxEsfpf4R5pZrgTvntRM

 
 
Dienstag:

Morgens Online-Stunde mit Nick, unser heutiger Tanzsong:
https://www.youtube.com/watch?v=6jJkdRaa04g

Während ich in Berlin war, hat mein Mann als Überraschung einen Großteil der Regale in meinem Zimmer aufgehangen. Bin total happy und habe sie gleich eingeräumt. Man ey, ich hab soviel Scheiß.😂 Und das, obwohl ich schon so einiges abgegeben habe vor dem Umzug. Aber in einer kleinen Wohnung, in der kaum Schränke sind, merkt man es noch viel stärker.
Gleich mal noch zwei Bücher aussortiert, die beim nächsten Ausflug in einen öffentlichen Bücherschrank wandern.

Habe ein faszinierendes Video einer riesigen Phantomqualle gesehen:
https://www.mbari.org/products/creature-feature/giant-phantom-jelly



Mittwoch:

Nach einem Tag Homeoffice (inkl. üblicher Hafenspaziergang) war abends der letzte Termin meines Online-Basiskurses. Ich bin ein bißchen traurig, dass dieses kleine Trüppchen in genau der Konstellation nicht so schnell wiedersehe, aber ein paar von ihnen haben sich für meine Online-Theatergruppe angemeldet, die im Januar starten soll.
Wir haben gestern noch eine kleinen Szenencollage gespielt, mit Charakteren, die im Laufe des Kurses entstanden sind. Das ganze wurde von mir aufgenommen und an die Teilnehmenden geschickt, als Erinnerung.


 
Donnerstag:

Heute war zum ersten Mal seit Ewigkeiten Sonnenschein in Rostock! Also haben wir Thermoskanne und Kekse eingepackt und sind nach Warnemünde gedüst. Dieses Mal sind wir ein gutes Stück gelaufen, bis zur Steilküste. Dort ist der Strand steiniger und menschenleerer. Auf dem Waldweg oben lief Modedesigner Tim Labenda an uns vorbei und ich fühlte mich plötzlich wieder ganz urban, wie in Berlin-Mitte. 
Die Natur war natürlich unglaublich bezaubernd, und ich konnte es mal wieder gar nicht fassen, dass ich jetzt hier wohne und das jederzeit haben kann. Wahnsinn.

Schwieriger ist es gerade beim Thema Geld. Anfang des Jahres hatte ich gut verdient, momentan ist es eher so meh. Zugleich hatte ich durch den Umzug sehr viele Ausgaben, und auch durch die ganzen Tierarzt- und Tierklinikbesuche meines Katers. Aber es wird auch wieder Geld reinkommen. Es ist ja ein ständiges Auf und Ab.
Update zum Kater: Er frisst ordentlich, hat deutlich zugenommen und fühlt sich viel gesünder an. Er spielt wieder und rennt wild durch die Wohnung. Es ist so schön zu sehen! Am Montag fahre ich mit ihm wieder in die Tierklinik, um die Blutwerte zu checken. Drückt mir die Daumen, dass sie besser sind.

Abends ist das letzte Vorspiel-Treffen online nur in kleiner Runde. Statt Proben wird gequatscht und zu Weihnachtsliedern geschunkelt. So muss es auch mal sein.

Corona rückt wieder näher. Immer mehr Fälle aus dem Umfeld werden bekannt und ich merke, wie ich selbst immer vorsichtiger werde. Geboostert werde ich erst Ende Januar.
In Rostock ist mittlerweile ganz viel geschlossen. Theater zu, Kinos zu, Museen zu, Weihnachtsmarkt zu. Ein paar Restaurants sind glaube ich noch auf, aber nur mit 2G+. Es ist quasi Lockdown Light. Ich fühle mich dennoch freier als in Berlin. Ich kann jeden Tag an den Hafen,



Freitag:

Vielleicht sollte ich meine Heizung aufdrehen, denn nach den warmen Tagen wird es jetzt langsam wieder kühler.
Gestern abend habe ich noch "The Quiet American" fertig gelesen. Fand ich richtig gut! Jetzt wandert es in einen öffentlichen Bücherschrank. Dieses Kommen und Gehen von Büchern genieße ich sehr. Nur wenn ein Roman ganz großen Eindruck auf mich gemacht hat oder mich für Theaterprojekte inspiriert, darf er in meinem Regal bleiben. Ich habe natürlich auch noch viele andere Bücher (Kinderbücher, Sachbücher, Erzählungen, Märchen, alle Krimis von Petros Markaris und ganz viele Bücher von Erich Kästner ...), aber an besagten beeindruckenden und/oder auf die Bühne wollenden Romanen befinden sich gerade nur folgende im Schrank:
"Inland" – Téa Obreht
"Lolly Willowes" – Sylvia Townsend Warner (der ist recht neu und wandert bestimmt irgendwann weiter ...)
"Terror" – Dan Simmons
"Arc de Triomphe" – Erich Maria Remarque
"Die Pest" – Albert Camus
"Dr. Mabuse" – Norbert Jaques
"Herr Lehmann" – Sven Regener
"The Catcher In The Rye" – J. D. Salinger
"The Fountainhead" – Ayn Rand

Eine weitere Kategorie sind auch Bücher, die mit dem Meer zu tun haben. Im nächsten Jahr werde ich zum ersten Mal Theaterwochenenden am Meer anbieten. Jeweils zwei Tage lang beschäftigen sich die Teilnehmenden dann spielerisch mit einer literarischen Vorlage, die mit dem Meer in Verbindung steht. Im Juli geht es um Ibsens "Die Frau am Meer", im Herbst dann um Siegfried Lenz' "Das Feuerschiff". Ich bin voller Motivation und hab richtig Lust drauf. Natürlich hoffe ich, dass auch andere Leute Lust drauf haben, sonst hab ich keine Teilnehmenden. Hier findet ihr alle Infos: https://www.sarah-bansemer.de/kurseworkshops/kurse

Und noch eine Geschenkidee: Ihr könnt bei mir Gutscheine für meine Kurse und Workshops (gelten für digitale und analoge Angebote) kaufen. Dafür einmal hier entlang:
https://www.sarah-bansemer.de/kurseworkshops/GUTSCHEINE

Heute fand der letzte Vorglühen-Workshop in diesem Jahr statt, zum Thema "Objekttheater". Das mag ich ja sehr, dieses Thema. Ich habe meinen ursprünglichen Ablauf heute tagsüber komplett überarbeitet und neue Übungen mit reingenommen. Hat geklappt, war interessant und macht Lust auf mehr.

Jetzt: Wochenendeeee!



Montag, 13. Dezember 2021

Corona-Theatertagebuch – Woche 91



Montag: 

Eine richtig volle Woche liegt vor mir und ich habe davor ein bißchen Angst, ich bin ganz ehrlich. Immer noch spüre ich viel Anspannung wegen meines Katers, gleichzeitig sind die nächsten Tage voller Termine und Besuch und Unternehmungen ...
Heute werden die Blutwerte wieder gemessen. Dieses Mal gehe ICH mit ihm in die Tierklinik. Nervööös ...

Da heute Nikolaustag ist, gibt's aber auch was schönes. Die Vorspieler erinnern nochmal an ihr Hörspiel "Das Gespenst von Canterville", das sie im letzten Lockdown aufgenommen haben. Wenn ihr es noch nicht gehört habt, husch rüber auf deren Website:
https://www.theatergruppe-berlin.de/vorspiel/#vorspiel
Sie freuen sich auch wahnsinnig über eine kleine Spende, denn seit 2019 gab es keine Auftritte mehr und die Gruppenkasse ist gerade ziemlich leer.
Im Juli geht es wieder auf die Bühne, im Stamm-Theater Verlängertes Wohnzimmer. Große Vorfreude!

Update: Ein paar der Blutwerte meines Katers sind schon besser geworden, andere nicht. Wir warten weiter ab. Eine Prognose kann gerade auch noch nicht gestellt werden. Er kann es schaffen, kann aber auch sein, dass er es trotz aller Bemühungen nicht schafft.
Mir geht es ok.

Nach einem Live-Talk mit Mark (Klick: https://fb.watch/9MwPOOLTQI/) war abends noch Kollegiale Weihnachtsfeier per Zoom. Die zweite seit Beginn der Pandemie. Und es war lustig, lehrreich, mütend, frustriert und fröhlich. Alle Emotionen kamen vor, die wir in der Pandemie gerade erleben. Ich bin sehr glücklich über diese Kolleg*innen, die da jeden Monat zusammenkommen, um sich auszutauschen.



 
 
Dienstag:

Morgens Online-Stunde mit Nick, unser heutiger Tanzsong:
https://www.youtube.com/watch?v=8IEQpfA528M

Mittags kamen mein Vater und mein Bruder in Rostock an. Wir haben uns testen lassen und dann in einem kalten Restaurant gegessen (Essen war aber lecker), dann durch die eisige Kälte zum Museum Societät Maritim, das leider geschlossen hatte. Anschließend auf den Weihnachtsmarkt, dann zu mir zum Aufwärmen und abends noch ins Restaurant Borwin am Hafen.
Es war ein saukalter, aber richtig schöner Tag.




 
 
Mittwoch:

Zweiter Tag mit meiner Familie. Wir haben uns morgens wieder an der Teststelle getroffen und sind dann nach Warnemünde gefahren. Dort in einem kalten Bäcker gefrühstückt (warum ist hier nichts beheizt???) und dann noch dem Meer Hallo gesagt und am Strand viele Krähen gefüttert.
Dann sind mein Vater und mein Bruder wieder mit dem Zug nach Berlin gefahren und ich nach Hause zu meinem Basiskurs.
Vorletzter Termin war heute und wir haben uns aus allen bisherigen Szenen und Figuren eine kleine Szenencollage gebastelt, die wir nächste Woche in Zoom als Mitschnitt aufnehmen wollen. Dann in Kostüm. Ich freu mich SEHR drauf!

Update Kater: Er frisst und ist recht munter.

 

 
Donnerstag:

Es hat über Nacht geschneit und heute macht der Rostocker Weihnachtsmarkt zu.
Für mich geht es heut nach Berlin. Dieses Mal mit dem Zug, weil mein Flixbus gecancelt wurde.

Abends Essengehen mit meiner Freundin Carmen und danach Weihnachtsfeier und Probe mit den Vorspielern. Whoop whoop!



Freitag:

Gestern abend waren wir dann einfach gemeinsam im Restaurant, nachdem wir den Schlüssel für den Probenraum abgegeben haben. Auf in die neue Probenraumsuche ... das ewige Thema. Zum Ende des Jahres nochmal zusammen quatschen zu können, war richtig schön.
Momentan sind viele der Vorspieler sehr eingebunden in die Arbeit oder gerade frisch raus aus einem stressigen Arbeitsverhältnis. Diese Lebensphase ist für den Freizeit-Theaterbereich nicht so einfach, weil eine hohe Fluktuation herrscht und kaum Zuverlässigkeit vorhanden ist. Man könnte auch sagen, dass einfach die Prioritäten woanders liegen. Dennoch finde ich es wichtig, so eine Gruppe weiter zu führen, um eine Art Angebot zu schaffen, einen Ort, der immer da ist – auch wenn man selbst nicht dort sein kann. Das Wissen, dass der Ort bleibt, hat glaube ich etwas sehr beruhigendes.

Heute hat sich das neue Dozent*innen-Team der LAG zusammengesetzt und besprochen, wie es weitergeht. Mehr dazu erfahrt ihr im Laufe des nächsten Jahres.



Samstag:

Die Grundlagenbildung heute: Thema "Vom Material zur Szene" ... mit Zeitungen. Wild, enthusiastisch, übersprudelnd. So könnte man den Tag beschreiben.
Wir hatten einen Teil der Gruppe, der krankheitsbedingt zuhause bleiben musste, per Zoom zugeschaltet, was extrem anstrengend war, weil das WLAN in dem Probenraum eine Katastrophe ist.

Abends noch zwei tolle Bücher im öffentlichen Bücherschrank gefunden und sehr beschwingt nach Hause.

 
Sonntag:

Internet lief heute smooth dank Day-Pass und Hotspot. Während die analoge Gruppe sich in ruhiger Gruppenarbeit mit "Körperbildern" beschäftigt hat, hatte die Zoom-Gruppe viel Zeit für Gespräche und hat uns auf das wichtige Thema Diskriminierungserfahren aufmerksam gemacht. Um auch in der Ausbildungsgruppe – und bei uns selbst – dafür eine größere Sensibilität zu schaffen, beschäftigen wir uns im Januar ein Wochenende lang mit dem Thema.

Obwohl der Tag kürzer war, hat er mich mangels Pausen sehr geschlaucht. Nach Feierabend war ich mit meiner Freundin Carmen im Restaurant und anschließend ging es mit dem Bus sehr entspannt zurück nach Rostock. Jetzt würde ich gern einfach mehrere Tage schlafen. Is aber nicht ...



Freitag, 3. Dezember 2021

Corona-Theatertagebuch – Woche 90

 


 

Montag: 

Müder Start in eine neue Woche. Die Mitarbeitenden der Tierarztpraxis sind in Quarantäne, aber ich habe einen spontanen Termin in einer anderen Praxis bekommen. Dort machen sie dann heut nachmittag einen Ultraschall. Insgesamt geht es unserem Kater recht gut, er hat auch schon zugenommen. Endlich!

Der Hafenbesuch war heut minikurz, weil Regen. Aber jedes Mal schön.

Der Raum, in dem die Vorspieler die letzten 2,5 Monate geprobt haben, muss seine Pforten schließen, weil das Haus einen neuen Eigentümer hat. Jetzt heißt es wieder Raum- und Bühnensuche! Die Pandemie macht das nicht leichter ...

Hier mal noch ein guter Artikel:
https://raul.de/leben-mit-behinderung/das-ding-mit-dem-speziellen/

Update: Die Prognose für unseren Kater ist sehr schlecht. Seine Blutwerte sind erschreckend und es ist ein Wunder, dass er noch lebt. Die Tierärztin vermutet durch den Ultraschall, dass er einen Tumor (oder mehrere) an den inneren Organen hat. Genau kann man es nur durch eine Biopsie feststellen. Ich weiß, dass so eine Biopsie für ihn nicht schön ist und habe mit meinem Mann heute viel überlegt. Aber seine schlechten Werte passen nicht zusammen mit seiner aktuellen Fitness. Wenn er im Sterben läge und nichts mehr fressen und trinken würde (was bei seinen Werten und der Gelbsucht eigentlich der Fall sein müsste), dann würde ich keine Behandlungen mehr machen lassen und ihn noch die letzte Zeit begleiten.
Da er aber fröhlich frisst, sich mit seiner Schwester kloppt und neugierig und gut drauf ist, möchte ich die Biopsie gern machen lassen. Ich möchte wissen, was genau es ist. Wie man dann weiter vorgeht und ob man noch irgendwas macht, entscheiden wir dann. Aber ohne eine genaue Diagnose kann ich die Entscheidung zum Nichtstun nicht treffen. Vielleicht gibt es ja doch noch eine Chance.
Was das mit Theater zu tun hat? Nichts. Aber mit meinem Leben in der Pandemie.
Eben hatte ich einen Zoom-Call mit einer Frau, die technische Unterstützung für ihre Online-Aufführungen sucht. Ich kenne sie nicht, aber musste im Gespräch anfangen zu weinen. Sie war sehr liebevoll und empathisch, so dass ich mich nicht geschämt habe. Und ja, da verzahnen sich Arbeit und Theater und ein krankes Haustier.
Ja, und wenn ihr Lust hat, per Zoom Technik zu fahren, meldet euch bitte bei mir, ich gebe euch dann ihre Mailadresse!


 
Dienstag:

Kater-Update: Mein Mann hat ihn heute in die Tierklinik gebracht, wir konnten zur Akut-Sprechstunde kommen. Dort bleibt er über Nacht und wird noch einmal genauer untersucht. Ich hoffe, sie können eine klarere Diagnose stellen.
Das ist etwas, was ich an Rostock sehr schätze: Man bekommt schnell und unkompliziert für alles mögliche Termine – beim Tierarzt, beim Bürgeramt etc. Das ist in Berlin ganz anders.

Dennoch waren wir heute wieder am Hafen und jetzt stürmt und regnet es ganz schön.

Wenn ich gerade nicht weine, versuche ich alles abzuarbeiten, was sich so aufgestaut hat die letzten Tage: Holzbretter beizen, Mails beantworten, Rechnungen schreiben. Letzteres ist besonders wichtig, weil ich jetzt viel Geld brauche für die ganzen Untersuchungen und Behandlungen.

Vormittags wieder Online-Stunde mit Nick. Unser heutiger Tanz-Song:
https://www.youtube.com/watch?v=ZbZSe6N_BXs

Und wo bleibt eigentlich die Impfpflicht? Hier ein interessanter Artikel zum Thema:
https://www.sueddeutsche.de/bayern/impfpflicht-pocken-impfung-geschichte-widerstand-1.5472406?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE

Für den Abend steht ein LAG-Termin an. Dieses Mal online, mit dem Thema "Objekttheater".


Mittwoch:

Eine komische Stimmung heute. Mein Kater ist noch in der Klinik, heute wird die Biopsie gemacht. Ich bin angespannt. Kann mich schwer konzentrieren. Mir ist schlecht. Ich weine oft.
Eigentlich habe ich eine recht hohe Ambiguitätstoleranz, z.B. beim Theaterspiel, in Gruppenprozessen und allgemein im Leben. Aber Ungewissheit beim Thema Leben und Tod halte ich kaum aus. Gibt es Menschen, die das kalt lässt? Ich glaube kaum. Ist vermutlich auch nicht wünschenswert.

Zur Ablenkung ein interessanter Artikel. Wusstet ihr, dass sich in Deutschland Goldschakale angesiedelt haben?
https://www.sueddeutsche.de/wissen/goldschakal-breitet-sich-in-deutschland-aus-tierart-1.5473222?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE

Ebenfalls eine schöne Ablenkung: Meine liebe Freundin Katja hat mir ein ganz entzückendes weihnachtliches Päckchen geschickt! (s. Foto oben)

UPDATE:
Es ist eine Leberentzündung. Man kann diese wohl anscheind (hoffentlich!) behandeln. KEIN KREBS! Ihr glaubt nicht, wie erleichtert ich gerade bin.

Der Abendtermin mit meinem Basiskurs steht diesmal unter dem Thema "Geräuschkulisse" und die Teilnehmenden haben sehr lustige Szenen entwickelt.


Donnerstag:

Unser Kater ist wieder da! Wir durften ihn heute nachmittag abholen. Er ist sehr aufgeregt und es gab die Bedingung von der Klinik, dass er bei uns frisst. Sollte er hier nichts fressen, muss er wieder zurück in die Klinik, wo sie ihn über eine Sonde ernähren würden. Er hat nämlich in der Klinik jegliches Futter verweigert. Kaum spazierte er hier zuhause aus seiner Tragetasche, hat er sich auf's Futter gestürzt!
Ich bin so froh, dass er hier ist und bibbere, dass seine Entzündung irgendwie zu heilen ist. Wir geben unser Bestes! Jetzt bekommt er wieder Antibiotika und noch ein anderes Medikament und Montag müssen wir nochmal in die Tierklinik zur Blutkontrolle.

Anderes Problem:
Die Vorspieler haben leider ab Mitte Dezember keinen Probenraum mehr. Der Leere Raum in Berlin, in dem die Gruppe die letzten 2,5 Monate proben konnte und auch aufführen wollte, muss zumachen, denn das Haus wurde an einen neuen Besitzer verkauft.
Für die Aufführungen, die nun etwas später im Juli stattfinden werden, haben wir unser Stammtheater bekommen. Das ist GROSSARTIG! Allerdings brauchen wir noch einen Probenraum. Es wäre auch schön, endlich wieder einen dauerhaften Raum zu haben, keine Provisorien mehr. Wenn ihr was in der Berliner Innenstadt wisst (innerhalb des S-Bahn-Rings), was nicht mehr als 10-15 € pro Stunde kostet, gebt mir gern Bescheid. Barrierefrei wäre absolut fantastisch, aber davon wage ich gar nicht zu träumen.
Die Pandemie macht die Raumsuche nicht einfacher. Viele Räume müssen komplett und für immer schließen, weil sie sich nicht halten können. Andere Räume, z.B. in Jugendzentren, dürfen an Externe gar nicht vermieten.


Freitag:

Die Nervosität wegen meines Katers ist immer noch da. Momentan warten wir darauf, dass die Verdauung wieder in Gang gerät. Er frisst und frisst, aber geht (noch) nicht auf Klo. Positiv bleiben. Bis morgen geben wir ihm noch, dann sollten wir zur Not nochmal in die Klinik.

Ich bin einerseits glücklich ihn hier zu haben und mit ihm kuscheln zu können, andererseits sehr angespannt.

Theatermäßig heute nichts.
Und jetzt: Wochenende!