Freitag, 23. September 2022

Corona-Theatertagebuch – Woche 132

Montag:

Der Tag nach einem Berlin-Trip ist ja immer so semi-geil. So auch heute. Bißchen unmotiviert, wollte einen totalen Chill-Tag haben, habe stattdessen einen Homeoffice-Tag gehabt, weil einfach zu viele Mails und organisatorische Dinge zusammengekommen sind.
Ich habe mit meiner Netzwerkbekanntschaft Barbara gesprochen, die übrigens Erfolgsteams in Berlin leitet. Hier gibt's mehr Infos:
https://erfolgsteam.berlin/

Am Hafen war es heute wieder wunderbar, richtig windig und herbstlich. Dazu eine absurde Hüpfburgen-Landschaft.


Dienstag:

Ein Tag fast ohne Termine. Immerhin!
Viel Homeoffice, viel Planung für die nächste und die aktuelle Grundlagenbildung.

Abends zum Sonnenuntergang dann noch an den Hafen und der Himmel war fantastisch! Auch wenn die Tage gerade voll mit Arbeit sind, ist diese Umgebung hier der perfekte Ausgleich.





Mittwoch:

Eigentlich sollte heute abend der Schnuppertermin für den neuen Basis-Kurs stattfinden, aber von den nicht ganz so vielen Interessierten, die sich angemeldet hatten, haben mehrere abgesagt, so dass es jetzt nicht mehr genügend Teilnehmende sind. Also muss der ganze Schnuppertermin ausfallen. Ich weiß nicht, ob es Sinn macht, den ab Januar wieder anzubieten, denn momentan sucht keiner Online-Angebote. Es gibt ein paar wenige, die nach Präsenz-Theaterkursen suchen, aber auch nicht annähernd so viele, wie es mal waren. Ich glaube, die Krise und die Corona-Müdigkeit und die Inflation tun ihr übriges.
Wie ist es bei euch? (also gerade die, die im Freizeit-Sektor arbeiten)

Abends produktive Probe mit der Online-Theatergruppe. Wir kommen voran!



Donnerstag:

Wie geht's eigentlich anderen gerade zum Thema Hygienemaßnahmen? Ich merke, dass ich selbst jetzt keine Panik vor Ansteckung habe, es mich aber stört, wenn Veranstalter*innen keinerlei Hygienemaßnahmen festlegen (wenn die Veranstaltung in Innenräumen stattfindet). Ich weiß, dass man gerade keine Maßnahmen einhalten MUSS, aber mir ist es zu wenig Achtsamkeit, sich einfach nur an die gesetzlichen Vorgaben zu halten. Die Ansteckungsgefahr ist ja nach wie vor da, egal ob es nun eine gesetzliche Regelung gibt oder nicht.
Als einzige eine Maske zu tragen, ist halt auch immer ein bißchen komisch vom Gefühl her, mache ich aber trotzdem, z.B. im Supermarkt oder im Theater. Veranstaltungen, bei denen man miteinander in Kommunikation ist, versuche ich zu meiden, wenn es da keinerlei Regelungen (wie z.B. Schnelltest-Nachweis oder Maskenpflicht) gibt.


Kommen wir zu etwas lustigerem: heute ist Hobbit Day! Ich versuche mich heute ein bißchen an die unzähligen Hobbit-Essenszeiten zu halten, auch wenn ich viel weniger zu mir nehme. Mein "schweres Frühstück" war ein Mini-Kännchen Tee, mein "leichtes" Frühstück eine Schale Joghurt mit Müsli, "Elevenses" bestand aus Tee und Keksen und zum Luncheon wird es Kartoffelwürfel geben (die macht mein Mann). Nachmittags backe ich dann Scones und das Abendprogramm steht noch nicht fest. Gar nicht so easy. Hier eine kleine Übersicht über die Hobbit-Mahlzeiten:
https://www.webstaurantstore.com/blog/1786/hobbit-meals-to-celebrate-hobbit-day.html
 
Jetzt wieder ein bißchen schlechte Laune für alle, die darauf Lust haben:
https://taz.de/Rassismus-beim-Rettungsdienst/!5879278/
 
Abends hybride Probe mit den Vorspielern, ich und ein anderer Mitspieler sind zugeschaltet. Wir sind gerade in der Stückentscheidung und es ist noch kompliziert. Mal schauen, was die nächste Woche bringt.



Freitag:

Heute werde ich nur im Homeoffice rumhängen und vielleicht ans Meer fahren, deshalb wünsche ich euch schon jetzt ein entspanntes Wochenende!



Montag, 19. September 2022

Corona-Theatertagebuch – Woche 131



Montag:

Am Wochenende meine Periode bekommen und die Motivation hält sich gerade in Grenzen.

Samstag Meer im Nebel (Hammer!), Sonntag Theaterfest am Volkstheater Rostock.

Heute "#nextlevel revisited – Fachaustausch und Barcamp", eine Online-Veranstaltung zum Vernetzen und Neues lernen. Heute gab es einen sehr interessanten Vortrag zum Thema "Transdisziplinarität" und ich habe nebenbei wieder viel über das Thema akademische vs. einfache Sprache nachgedacht. In den letzten 1-2 Wochen fallen mir ständig Namen und Begriffe nicht ein (von Orten, Schauspieler*innen, Filmen ...). Das ist nichts komplett neues, aber in der Häufung schon auffällig, so dass ich es mal als ein weiteres Long Covid Symptom deute. Über den Begriff Transdisziplinarität bin ich heute mehrmals sprachlich gestolpert und wünschte mir sehr doll eine Veranstaltung in einfacher(er) Sprache. Akademische Sprache ist sehr exklusiv und ich hätte durchaus Lust auf einen inklusiveren Ansatz bei solchen Veranstaltungen.


Dienstag:

Morgens Termin bei der HNO-Ärztin. Da es mir mittlerweile besser geht, besteht kein Grund, irgendwas zu operieren oder so. Auch wenn meine Mandeln für einen erwachsenen Menschen sehr groß sind.😄 Sollte ich irgendwann starke Probleme haben, soll ich mich wieder melden. Perfekt, sowas lob ich mir.

Tagsüber dann der Barcamp-Teil von "#nextlevel". Da wurde es praktischer, was mich total angesprochen hat. Besonders das Thema VR-Brille reizt mich immer wieder, aber die Teile sind sehr teuer.
Ich lasse euch dazu mal ein kleines Video hier, das Sara Hartmanns VR-Projekt zeigt, von dem sie uns heute in ihrer Session u.a. erzählt hat:
https://vimeo.com/516160705
Kurz vor Ende der Pausen wurden kleine Yogaeinheiten als Video abgespielt, ganz simpel im Sitzen oder Stehen. Die haben mir richtig Freude bereitet und die Idee habe ich gleich im Kopf abgespeichert für eigene Veranstaltungen.
 
By the way: Am 28. September ist das "Barcamp Bildung", ebenfalls digital. Vielleicht hat jemand von euch Lust? Es ist kostenlos und ich bin schon angemeldet:
https://barcamp-bildung.digital

Nachmittags dann die letzte B12-Spritze vor November (da habe ich wieder eine Blutuntersuchung und werde erfahren, wie meine Werte sind). Sie war auch nochmal extra schmerzhaft.


Mittwoch:

Morgen geht es schon wieder nach Berlin. Der September ist dieses Mal so unglaublich vollgepackt. Kaum bin ich hier, bin ich schon wieder weg. Aber ich freue mich auch drauf, weil ich am Freitag im Garten meiner Mutter meinen Geburtstag mit Freunden nachfeiere.

Abends lange Probe mit meiner Online-Theatergruppe. Wir sind gerade in der sehr konkreten aktiven Arbeits- und Probenphase und Stück für Stück entstehen immer mehr Puzzleteile für die Inszenierung.



Donnerstag:

Morgens Planungstreffen mit meinen Kolleginnen, dann Reise nach Berlin, dieses Mal ohne Verspätung. In Berlin Essengehen mit meiner Freundin Eva, dann Vorspiel-Probe im neuen Probenraum.
Es war total schön, die Vorspieler wiederzusehen und ihnen den neuen Probenraum inklusive Bühne zeigen zu können. Wir hatten viel Spaß mit den Stückvorschlägen und ich habe das Gefühl, es gibt zwei Favoriten, zwischen denen die Entscheidung noch fallen muss.
Ich habe eine Online-Konsenierung angelegt (über acceptify.at), das Ergebnis erfahre ich dann Donnerstag, pünktlich zur Probe.




Freitag:

Der Tag stand ganz im Dienste meiner Geburtstagsnachfeier. Vormittags einkaufen, dann Suppe kochen, dann im Garten alles vorbereiten, Buffett aufbauen usw. Es kamen nur wenige Leute, ABER die die da waren, waren die richtigen (das Barcamp-Motto funktioniert immer!). Es war ein superschöner Abend und ich hätte noch ewig draußen am Feuer sitzen können, hätte uns nicht der Regen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Danke an alle Gäste, dass ihr da wart! :)



Samstag:

Heute hatten wir Katharina Buchmann als Gastdozentin bei der LAG, mit dem Thema "Jeux Dramatiques". Super interessant und erhellend, denn ich hatte vorher damit gar keine Berührungspunkte. Ich nehme auf jeden Fall auch Ideen für meine Arbeit mit Erwachsenen mit und bin froh, dass ich dabei sein konnte.


Sonntag:

Heute war ich als Hauptdozentin dran, mit dem Thema "Vom Text zur Szene". Passend zum letzten Theaterwochenende am Meer habe ich eine Szene aus Ibsens "Die Frau vom Meer" mitgebracht und hatte sehr viel Spaß beim Zuschauen.

Der Heimweg per Zug war wieder problemlos, so langsam komme ich wieder in den Pendel-Rhythmus. Ab morgen erstmal eine Woche Rostock. Juhuuu!



Freitag, 9. September 2022

Corona-Theatertagebuch – Wochen 129 & 130



Woche 129

Montag:

Homeoffice, Homeoffice, Homeoffice ... so beginnt die Woche, mit vielen, vielen To Dos, die ich gestern auf der Rückfahrt im Zug aufgelistet habe.

Am späten Nachmittag fahren wir zum Meer und genießen die herbstliche Stimmung. Wir sammeln Steine am Strand und sind total im Hiddensee-Feeling.

Meine Oma, die schon seit vielen Jahren im Heim liegt, nähert sich ihrem Tod. Die Pflegekräfte behandeln sie jetzt palliativ und ich weiß nicht, wie lange sie noch hat. Stunden ... Tage ... Wochen?

Dienstag:

Auch heute viele To Dos und der Entschluss, morgen schon früh nach Berlin zu fahren, wegen meiner Oma.


Mittwoch:

Meine Oma ist gestern am späten Abend verstorben.
Heute bin ich gleich früh nach Berlin gefahren und habe dann mit meiner Mutter zusammen das Zimmer im Heim ausgeräumt, in dem meine Oma gewohnt hatte. Es ist ein komisches Gefühl, nicht mehr in dieses Heim zu gehen. Das war ein Ritual, das die letzten Jahre dazugehörte. Als ich noch in Berlin lebte, war ich alle zwei Wochen bei ihr zu Besuch (außer in den Lockdowns), seit ich in Rostock lebe, habe ich sie jedes Mal besucht, wenn ich in Berlin war, also alle drei bis vier Wochen. Plötzlich ist dieses Ritual weg. Ich melde mich nächste Woche wieder.





Woche 130

Montag:

Wir sind wieder in unserem Alltag angekommen und mir geht es gut. Die ersten beiden Tage waren sehr emotional, besonders das Ausräumen des Zimmers im Pflegeheim.
Ich habe das Gefühl, dass wir jetzt gerade ganz gut klarkommen, zumindest kann ich das von mir selbst sagen.

Mittwochabend waren mein Bruder und ich noch mit meinem Vater in Berlin essen, denn er hatte Geburtstag. Freude und Leid liegen oft wahnsinnig nah beieinander.
Am Donnerstag ging es zurück nach Rostock und am Freitag war ich abends in Wismar bei der "Nosferatour", einer Art theatralen Stadtführung, bei der die Geschichte von "Nosferatu" mit überlebensgroßen Puppen und als Hörspiel über Kopfhörer erzählt wird. Ich habe es total genossen und spreche eine große Empfehlung aus:
https://www.nosferatour.de/








Am Samstag hatte ich Geburtstag und habe ihn trotz der Umstände sehr entspannt und gut gelaunt verbracht, mit Torten-Frühstück am Meer, Mittagessen im Restaurant und abendlichem Kinobesuch ("Three Thousand Years Of Longing" ... Sehr schöner Film!).

Ich habe mich selbst wieder übertrieben beschenkt, aber dazu mehr in den Monthly Favourites am Ende des Monats.


Kommen wir zum heutigen Tag:

Mittags gab es seit Ewigkeiten mal wieder Fischbrötchen am Hafen und bei den Preisen musste ich ganz schön schlucken. Man merkt die Inflation und die Krise deutlich.

Der Kollegiale Austausch am Abend war nur 10 min lang, da erstmal nur ein Kollege auftauchte. Andere meldeten sich dann später, aber da hatte ich das Meeting schon beendet. Nächsten Monat neue Chance.


Dienstag:

Morgens Nick mit diesem Song:
https://youtu.be/UbxUSsFXYo4

Dann nach Berlin zur LAG. Ich habe extra einen IC gebucht, weil der nur 2 Stunden braucht, aber die Fahrt verzögerte sich (traurigerweise durch einen Personenunfall auf der Strecke), weil der Zug umgeleitet werden musste und deshalb 2 Stunden länger unterwegs war. Also doppelt so lang. Uff! Zum Glück hatte ich ausreichend Puffer eingeplant und kam trotzdem als erste in unserem Arbeitsraum an.
Der Abend widmete sich dem Thema "Vom Geräusch zur Szene" und ich hatte viel Spaß, weil ich das Thema einfach liebe.


Mittwoch:

Die Tage nach einem Abend in Berlin verrinnen immer, weil ich erst nachts um 2 Uhr etwa zu Hause bin und dann entsprechend etwas länger schlafe. Und zack, beginnt der Tag erst um 11 Uhr oder so.
Heute ist wieder so ein Tag, ich bin leicht zerknittert.

Abends Probe mit der Online-Theatergruppe. Es wurde heute viel diskutiert, aber wir waren dann doch noch ein bißchen produktiv und haben uns dem Schreiben von Monolog-Entwürfen für die Online-Inszenierung gewidmet.


Donnerstag:

Abends hat sich das Werbevideo-Team der Online-Theatergruppe per Zoom getroffen und gemeinsam ein wahrhaft "schönes" Werbevideo erstellt. Wir haben viel gelacht!
Es war wieder ein Beispiel dafür, wie wunderbar die kreative gemeinsame Arbeit gerade per Videochat sein kann, weil man viel fokussierter ist und schneller zu einem Ergebnis kommt.


Freitag:

Heute bin ich unglaublich unmotiviert. Ich wollte absolut nicht das Haus verlassen, am liebsten nur schlafen und ohne Ende irgendwelchen Kram essen.

Dafür habe ich eine empfehlenswerte Kurzdoku am Start:
https://www.ardmediathek.de/video/sehen-statt-hoeren/gehoerlos-und-schule-wie-inklusion-gelingen-kann/br-fernsehen/Y3JpZDovL2JyLmRlL3ZpZGVvL2Y0NGM1ZjI2LTIzM2UtNDc0NS05YTZhLTM2N2JiNDk1M2I5OQ?fbclid=IwAR0E6NfBITW4IKfIt5Ga_clTCajltNMV825_EWbK1NICLJQdWJqNNZg4yDM

Ich hoffe darauf, dass morgen ein bißchen mehr Motivation am Start ist. Habt ein entspanntes Wochenende!


Sonntag, 4. September 2022

#monthlyfavourites – September-Lieblinge





Es ist wieder Zeit für die Lieblinge des aktuellen Monats - die #monthlyfavourites im September!



Zum Arbeiten/Freizeiten:
 


 


Ein Geschenk, das ich mir selbst gemacht habe, ist dieses kleine Notizbuch, in dem ich Zitate zum Meer sammle. Es ist aus dem Mare-Verlag, mit Leineneinband.

Für alltägliche Notizen nutze ich ja seit Ewigkeiten nur noch die Field Notes Notizbücher (gibt's in Deutschland z.B. hier zu erwerben: https://umwerk.eu/shop/?filter_brand=fieldnotes) Diesen Monat war wieder eines voll und ein neues wurde gestartet, wieder aus der "Harvest" Limited Edition vom letzten Jahr.

Kaum kommt der Herbst, werden es langsam mehr Termine für's nächste Jahr, so dass ich irgendwann ganz hibbelig werde und mir einen neuen Kalender besorgen muss. Dieser ist wieder selbstgestaltet (also mit meinen eigenen Fotos bedruckt), von mein-taschenkalender.com.



Zum Aufhübschen:
 




Geburtstagszeit ist immer Geschenke-Zeit, so habe ich mich selbst wieder eifrig beschenkt und auch wunderbare Geschenke von Freund*innen und Familie bekommen. Ich werde noch eine ganze Weile brauchen, um alles richtig zu würdigen und anzuschauen, deshalb kann es sein, dass auch die nächsten Monate in den Favoriten noch Geburtstagsgeschenke auftauchen.
Zum Aufhübschen habe ich diesen Monat auf jeden Fall das Matrosenkleid (ein Geschenk meiner Mutter, von Etsy) sowie die grüne Bluse (ein Geschenk von mir selbst, von TwoThirds) und die Ohrringe und Brosche von DearPrudence Berlin geliebt.



Zum Lesen:
 


 

"Kruso" von Lutz Seiler habe ich gelesen, und dafür auch recht lange gebraucht, weil mich die Sprache manchmal angestrengt hat. Dennoch sehr interessant und auf Hiddensee spielend, was mir als Hauptargument gereicht hat. Das Buch stand schon ewig auf meiner Leseliste und ich habe es vor ein paar Monaten zufällig in einem öffentlichen Bücherschrank in Berlin-Karow gefunden.

Geburtstagsgeschenke an mich selbst waren außerdem Bram Stokers "Der Zorn des Meeres" und aus der Naturkunden-Reihe, die ich so liebe, das Buch über Füchse von Katrin Schumacher. Die beiden Bücher lese ich gerade parallel, gern unterwegs, z.B. an Hafen oder Meer und im Zug.



Zum Essen:



 

Ein Kochbuch! Tatsächlich! Seit gefühlt tausend Jahren habe ich kein Kochbuch mehr gekauft, aber dieses ("Immer schon vegan" von Katharina Seiser) hat mich einfach sehr gereizt, denn es enthält 70 Rezepte aus aller Welt, die schon immer vegan waren. Also ohne Ersatzprodukte oder besonders exotische Zutaten auskommen. Das finde ich sehr symphatisch. Bisher habe ich nur den Karotten-Salat ausprobiert, aber der war super.



Zum Stöbern


Wie immer ein paar interessante Links zum Stöbern:

Zum Hören:

Nichts spezifisches diesen Monat.



Zum Anschauen

Hier wie immer ein paar Tipps zum Anschauen! Achtung: Wieder mal sehr viel!


Ich war auf der "Nosferatour" in Wismar und habe es total genossen! Also wenn ihr mal in der Gegend seid oder Lust auf einen Ausflug habt, empfehle ich diese Hörspiel-Großpuppen-Stadtführung sehr:
https://www.nosferatour.de/


Im Kino hatte ich Freude an "Three Thousand Years Of Longing":
https://youtu.be/TWGvntl9itE


Und "Nope" ist eine große Film-Empfehlung:
https://youtu.be/In8fuzj3gck


Nette Unterhaltung ist der Film "Thor: Love & Thunder":
https://youtu.be/Go8nTmfrQd8


Schon ein bißchen älter, aber mit Dustin Hoffman in einer großartigen Rolle: "Wag The Dog"
https://youtu.be/steA_PZPkc8


"Bullet Train" macht ziemlich viel Spaß:
https://youtu.be/0IOsk2Vlc4o


Meine Mutter hatte mich schon tausend Mal gefragt, ob ich den Film schon gesehen habe, JETZT habe ich ihn geguckt und sehr gemocht: "Der Junge muss an die frische Luft"
https://youtu.be/_aviRQAyG-A


Was bei mir wirklich IMMER geht, sind alte Schwarz-Weiß-Filme. Direkt hintereinander an einem Abend "Suspicion" und "Love Affair" geguckt und fasziniert, wie unterschiedlich die beiden Frauencharaktere sind:
https://youtu.be/HN0jFATkLLc --> "Suspicion" (ganzer Film)
https://youtu.be/zBir8XLSuX4 --> "Love Affair" (ganzer Film)


Eine interessante Doku gibt es beim NDR: "DDR ahoi: Helden der See"
https://www.ndr.de/fernsehen/DDR-ahoi-Helden-der-See,langenacht152.html


Ein bißchen enttäuschend, ABER unterhaltsam ist "The Bi Life":
https://youtu.be/Q1fpxwFJZA0


Ich habe noch viele Staffeln vor mir, aber "Stargate" ist grad ein entspanntes Go-To-Ding:
https://youtu.be/F_ctUgQxbEI


"Euphoria" Staffel 2 hatte ein fulminantes Finale, das mein Theaterherz höher schlagen ließ. Und gleichzeitig war es auch einfach wieder mal richtig schlimm:
https://youtu.be/W3Y5SmMoV1g


"Rings Of Power" ist was für's Auge und erinnert mich an meine Teenie-Herr-der-Ringe-Phase:
https://youtu.be/x8UAUAuKNcU


"Resident Alien" ist weiterhin einfach sehr lustig und richtig gut:
https://youtu.be/T4J7QjGNTs4


Zum Schluss ganz großer Serien-Tipp: "Andor"!
https://youtu.be/PboKpnin_Wg

Dienstag, 30. August 2022

#monthlyfavourites – August-Lieblinge




Es ist wieder Zeit für die Lieblinge des aktuellen Monats - die #monthlyfavourites im August!



Zum Arbeiten/Freizeiten:
 

 

Der August war teilweise richtig sommerlich! Hier in Rostock ist es ja meist eher kühl und von den heftigen Hitzewellen, die in vielen Teilen Deutschlands herrschten, wurden wir zum Großteil verschont. Wenn es hier heiß wird, dann immer nur für ein bis zwei Tage am Stück.
Ich hatte das Gefühl, noch einmal richtig tief in den Sommer einzutauchen, ihn auszukosten. Ein Sommer wie als Kind: unendlich lang, voller Grillenzirpen und Schwalben und Wald und Meer. Ich freue mich sehr auf den Herbst und Winter (das sind meine liebsten Jahreszeiten), aber hier in Rostock genoss ich zum ersten Mal auch so richtig den Sommer, der hier so viel kühler, leichter und entspannter ist als in Berlin.

Das Foto zeigt Favoriten, die für den Wechsel stehen, der Ende August einsetzt: Das kleine Segelschiff-Quartettspiel hat mir mein Mann geschenkt. Es erinnert mich an unsere Fahrt auf dem Segelschiff "Morgenster", die für mich ein großes Highlight in diesem Sommer war.
Das Deutsche Theater Berlin hat mir die Spielzeithefte für die nächste Saison geschickt und die machen richtig Lust auf Theaterbesuche und meine eigene Theaterarbeit.



Zum Aufhübschen:
 



Auf dem Segelschiff hat mich dieser gestreifte Pullover gewärmt. Gibt es gerade bei Tchibo.
Neu ist außerdem dieser bunte Badeanzug (von Ulla Popken), der ausgiebig oft die Ostsee gesehen hat.



Zum Lesen:
 

 

Kein Sommer ohne Krimi von Petros Markaris! Ich habe mir "Zeiten der Heuchelei" besorgt und wieder einmal sehr genossen. Seit vielen Jahren begleiten mich schon diese Krimis um den Athener Kommissar Kostas Charitos. Er wird mir nie langweilig und ich habe schon Angst davor, dass Petros Markaris irgendwann nicht mehr schreiben wird, denn er ist auch schon in einem recht fortgeschrittenen Alter.

Auf Pinterest entdeckte ich eine Leseprobe der Graphic Novel "This One Summer" von Jillian & Mariko Tamaki und wollte unbedingt weiterlesen. Also habe ich auf ebay gesucht, wurde fündig und bin nochmal tief in einen Teenager-Sommer eingetaucht.

"Der Wal und das Ende der Welt" von John Ironmonger war dann eine ganz eigene und doch ganz bekannte Welt. Mehr will ich gar nicht verraten, auf jeden Fall eine Leseempfehlung!



Zum Essen:


 

Da ich schon seit Wochen vergrößerte Mandeln habe, ist Salbeitee eines meiner häufigsten Getränke. Auf dem Balkon wächst unser Salbei recht gut, so dass ich ihn trocknen und damit "eigenen" Tee trinken konnte. Symbolisch hier im Bild ein frisches Ästchen.

Die kleinen Zitronenbonbons bekomme ich regelmäßig von meiner Mutter geschenkt und habe meist welche in meinem Rucksack dabei.



Zum Stöbern


Wie immer ein paar interessante Links zum Stöbern:



Zum Hören:

Letztens bei einem vorbeifahrenden Fahrradfahrer diesen Song gehört und seitdem oft im Kopf:
https://youtu.be/kCtcXDCxh7w



Zum Anschauen

Hier wie immer ein paar Tipps zum Anschauen!

Wie geil ist bitte die Serie "The Sandman"?! Gucken!
https://youtu.be/83ClbRPRDXU

Lust auf LGBTQ+-Horror? Dann guckt den Film "They/Them" (ausgesprochen "They Slash Them"):
https://youtu.be/HtQk6sANmKs

Richtig krass und voller geiler Outfits und MakeUps ist "Euphoria":
https://youtu.be/cajLoaFl2Zo

Leicht und fröhlich ist der Filmklassiker "As Young As You Feel" (Link zum kompletten Film):
https://youtu.be/tlJ_hapYBcM

Und ich habe endlich "Nosferatu" geguckt (Link zum kompletten Film):
https://youtu.be/GYfTUiYKtes

Montag, 29. August 2022

Corona-Theatertagebuch – Woche 128



Montag:

Hab mir die Haare geschnitten, konnte das Elend nicht mehr ertragen.

Aber nachmittags das eigentlich Highlight: ein Ausflug nach Schwerin! Was für eine wunderschöne Stadt, wow! Ich bin komplett verliebt in das Schloss. So kitschig und so wunderbar. Ich komme im Herbst oder Winter wieder und freue mich auf einen ausgedehnten Spaziergang im Schlosspark.



 


Dienstag:

Der Wecker klingelt um 6 Uhr und ich sterbe innerlich. Ich bin soooo müde, aber will vor der Arbeit unbedingt noch ans Meer, Baden!
Ich werde belohnt und finde es heute besonders schön. Das Wasser fühlt sich zum ersten Mal für mich nicht so an wie sich Wasser sonst immer anfühlt, sondern wie eine Art andere Luft, durch die ich durchgleite.

Dann schaffe ich es trotz S-Bahn-Notarzteinsatz noch gerade so pünktlich zur Online-Stunde mit Nick, mit diesem Song:
https://youtu.be/yMR45cZbvDw

Auch heute hält sich die Motivation SEHR dezent im Hintergrund und ich muss untypischerweise eine kleine Runde Mittagsschlaf einschieben, weil ich so fucking müde bin. Danach gehts so halbwegs.

Ich bin einerseits total okay damit, dass jetzt die arbeitsreiche Zeit und die Pendelei wieder beginnt, andererseits ist da auch ein Teil in mir, den es schmerzt, diese viele freie Zeit in Rostock erstmal aufzugeben. Und ein Teil, der leicht überfordert von allem ist: plötzlich wieder Bahntickets kaufen müssen, plötzlich wieder mit Menschengruppen konfrontiert sein, plötzlich wieder mehr Angst vor Corona.


Mittwoch:

Kontrolltermin bei der Gynäkologin. Die letzten Tage bin ich schon vor Sorge innerlich gestorben und hatte Angst, dass die Zyste, die im Januar wegoperiert wurde, wieder da ist. Aber es ist alles in Ordnung! Yessss!

Unser Mittagessen nehmen wir heute mit zum Hafen und essen Salat und Quesadilla mit Blick auf's Wasser.

Abends verlängerte Probe mit der Online-Theatergruppe. Wir sind heute intensiv vorangekommen, weil wir uns drei Stunden am Stück Zeit genommen haben und fast alle da waren, worüber ich mich total gefreut habe!



Donnerstag:

Auf nach Berlin – nach sechs Wochen Rostock!
Einige Leute tragen in der Regionalbahn keine Maske (oder die übliche Maske unter der Nase), im ÖPNV in Berlin trägt locker die Hälfte der Menschen keine Maske. Mich nervt das richtig an. Was soll der Scheiß? So eine simple Maßnahme und so viele Leute, die selbst dieses Mindestmaß an Schutz nicht aufbringen wollen ...

Direkt auf dem Hinweg besuche ich meine Oma im Heim. Wir wissen nicht, wie lange sie noch leben wird, deshalb sind diese Besuche gerade sehr kostbar.

Da die Vorspieler erst in zwei Wochen wieder mit den Proben beginnen, habe ich abends Zeit und gehe mit meiner Mutter essen.




Freitag:

Heute ist großer Planungstag!

Morgens Frühstück mit meinen beiden neuen Kolleginnen, mit denen ich ab Herbst 2023 die Grundlagenbildung bei der LAG leiten werde. Wir kommen immer weiter voran in unserer Planung und sind schon seeehr vorfreudig!

Nachmittags fahre ich nach Brandenburg an der Havel, um meine Kollegin Anke Beutel zu besuchen. Mit ihr habe ich vor vielen Jahren zusammen die Ausbildung zur Theaterpädagogin absolviert und wir haben uns quasi sofort ineinander "verliebt", als wir uns zum ersten Mal bei der Basiswerkstatt gesehen haben. Seitdem waren wir die ganze Ausbildung über ein eingeschworenes Team.
Nun arbeiten wir zum ersten Mal zusammen, denn Anke wird ein Wochenende bei der aktuellen Grundlagenbildung der LAG geben – und ich bin als Co-Dozentin dabei. Gemeinsam haben wir Ideen gesammelt, wie das Wochenende gestaltet werden kann.


Samstag:

LAG-Time! Thema heute: Videowalks. Schrittweise haben sich unsere Leute an das Thema herangewagt und verschiedene Videowalk-Elemente ausprobiert. Morgen dann die Schluss-Aufgabe.


Sonntag:

Technisch war es heute etwas chaotisch, aber ich liebe technische Herausforderungen, die machen mir gute Laune.😁 Die Videowalks waren überraschend und berührend. Ich mag dieses Medium sehr, für die Arbeit mit Jugendlichen ist es perfekt.

Gut gelaunt habe ich die Rückreise angetreten und abends noch Zeit gehabt, im Sonnenuntergang ein bißchen am Rostocker Hafen zu sitzen. Wenn das so weitergeht, kann ich ganz gut mit der Pendelei umgehen.


Freitag, 19. August 2022

Corona-Theatertagebuch – Woche 127



Montag:

Neue Woche! Den Vormittag haben wir zum ersten Mal im Rostocker Zoo verbracht. Er ist wirklich sehr, sehr schön und man kann die Tiere oft von Nahem sehen, das bin ich von anderen Zoos gar nicht gewohnt. Ich bin zwar ganz generell beim Thema Zoo immer zwiegespalten, aber vielleicht holen wir uns eine Jahreskarte ...

Zum ernsten Einstieg in die Woche ein Artikel über Jura-Übungsaufgaben: https://taz.de/Uebungsaufgaben-im-Jurastudium/!5868000/

Diese Ideenliste mit 5-Minute-Tasks kann ich sehr empfehlen:
https://witanddelight.com/2022/08/5-minute-tasks/






Dienstag:

Heutiger Tagesstart mit Baden im Meer! Yessss!

Vormittags Online-Stunde mit Nick, mit gleich zwei wunderbaren Songs:

https://youtu.be/BkKDSFYvxKU

https://youtu.be/kCtcXDCxh7w

Ansonsten Homeoffice und abends Tierklinik, nochmal eine Ultraschalluntersuchung bei meinem Kater. Die Organe sehen deutlich besser aus, er sei jetzt ein "Prachtexemplar" (O-Ton Tierärztin)!



Mittwoch:

Am Vormittag bin ich direkt mit Theater in den Tag gestartet: meine Nachbarin und Freundin Marie spielt gerade im Klostergarten Rostock "Die Geschichte vom Storch mit dem Pfeil" (den man übrigens als Präparat in Rostock anschauen kann: https://www.zoologie.uni-rostock.de/zoologische-sammlung/zoologische-sammlung/). Hier ein Bild:
https://images.noz-mhn.de/img/42698381/crop/cbase_16_9-w1200/737899050/81760008/ee0f1a91-50b2-4dc5-911f-692aedb3f0df.jpg
Es war unterhaltsam und energiegeladen, wenn auch textlich durch die Versform schwer verständlich, zumindest musste ich mich ziemlich konzentrieren.
Was ich besonders genossen habe: Die Aufführungen finden draußen statt und ich musste mich nicht wegen Corona sorgen.:)


Donnerstag:

Jeden Vormittag eine andere Besonderheit: Heute haben wir im Botanischen Garten gepicknickt. Eigentlich dachten wir, dass wir ungestört und allein sein würden, doch es waren etwa 2-3 Grundschulklassen da, über die wir uns aber sehr amüsieren konnten.
Ich habe meine Periode (Hallo Endometriose!) und alles ist gleich viel anstrengender ... zur Hitze noch dazu.
 
Ein guter und wichtiger Artikel:
https://raul.de/allgemein/disability-burn-out-internalisierter-ableismus-und-seine-folgen/

Wie krass das Thema Long Covid ist, merke ich nicht nur im Umfeld, sondern auch in vielen Posts, die ich online entdecke:
https://www.twitterperlen.de/thread-ein-maedchen-in-meiner-klasse/
Ich selbst habe auch immer noch vergrößterte Mandeln und schnarche viel, was echt nervig ist. Zum Glück haben wir ein Gästebett, in das ich ab und zu ausweichen kann.

Abends noch ein kurzer Ausflug zum Meer, um den Sonnenuntergang anzugucken, der dieses Mal hinter einem leicht nebligen Schleier lag.



Freitag:

Dieser Vormittag startet mit grauem Himmel, Nieselregen (endlich!!!) und der Inszenierung "PRIDE" von Falk Richter, die ihr noch bis zum 24.08. unter diesem Link gucken könnt:
https://kglteater.dk/en/kgl-xtra/forestillinger/pride--a-performance-by-falk-richter?fbclid=IwAR1ERv6BaYN5MAaA4q1irE_iVDqxId4Nnev4yGlBq9fCsrRhDycIHg-Zs60&section=46561
 
Der Rostock-Urlaub-Sommer neigt sich seinem Ende zu. Heute habe ich tagsüber Planungstreffen mit allen Kolleg*innen, sowohl für die aktuelle als auch für die nächste Grundlagenbildung der LAG.
Nächste Woche geht es dann wieder nach Berlin – nach langen sechs Wochen hier. Ich hab nur so halb Lust, weil ich die Zeit hier gerade so sehr genieße und die Temperatur endlich wieder schön kühl ist, aber in Berlin total heiß sein wird. Aber ich freue mich auch auf das Thema "Videowalks", das nächste Woche ansteht, und die Ergebnisse der Gruppe.

Habt ein entspanntes Wochenende!

Freitag, 12. August 2022

Corona-Theatertagebuch – Woche 126



Montag:

Guten Morgen!
Das Wochenende war voller Wald und Hafen und Meer und leckerem Essen und Arbeit.
Auf geht's in diese neue Woche.

Zum Start in die Woche eine kleine Anleitung, wie man sich am besten verhält, wenn einem auf der Straße eine blinde Person entgegenkommt:
https://lydiaswelt.com/2019/02/26/redet-weiter-wenn-ich-komme/

Für alle, die es interessiert, ein kurzer Film über einen Fall dissoziativer Persönlichkeitsstörung. Triggerwarnung: Es werden psychischer, physischer und sexueller Missbrauch thematisiert.
https://www.zdf.de/dokumentation/37-grad/37-ich-bin-viele-100.html#xtor=cs5-53

Seid ihr eigentlich Comic- bzw. Graphic-Novel-Leser*innen? Ich normalerweise nicht so, wobei das nicht am Medium liegt. An sich lese ich sie total gerne, aber die Schnelligkeit, mit der sie durchgelesen sind, ist halt für den Preis, den man zahlt, recht krass. Also kaufe ich nie welche, aber habe mich jetzt doch dazu hinreißen lassen, nachdem ich über Pinterest zu einer Lese-Probe gekommen bin und dann unbedingt weiterlesen wollte. "This One Summer" von Jillian & Mariko Tamaki kam heute an und ich habe schon über die Hälfte weggesuchtet. Muss mich richtig zwingen, mir noch einige Seiten für morgen übrig zu lassen. Wenn ihr auch mal reinlesen wollt:
https://boingboing.net/2014/05/07/excerpt-jillian-and-mariko-ta.html
Ich erlebe gerade einen ähnlichen Sommer und genieße ihn sehr. Mein Sommer besteht aus Meer und Sand und Nudelsalat und Kalimba und Büchern und Wald und Kuchen und Besuchen von Freunden. Dazwischen Theaterarbeit, Homeoffice, Arzt, Tierarzt, Steuervorbereitungen. Aber alles irgendwie in einer Balance und jeden Tag Blick auf's Wasser.



 



Dienstag:

Der Morgen startet mit leichtem Muskelkater, denn gestern abend haben wir noch eine längere Wanderung gemacht – von Nienhagen nach Warnemünde, durch den Gespensterwald. Jetzt hab ich Rücken.😃 Ja, ich werde alt. Mit einer Schale Müsli mache ich es mir erstmal auf der Gästeliege in meinem Homeoffice gemütlich und lese die Graphic Novel zu Ende. So schön!

Vormittags Online-Stunde mit Nick, mit diesem Song zum Aufwärmen:
https://youtu.be/ujB-BZn3C4g

Und weil ich es so cool finde – ein Adler-Paarungstanz: https://twitter.com/vtchakarova/status/1556749161713762308?s=24&t=c5DAiKZl7aCfV8a5YR82dA 
 
Ansonsten ein bißchen aufräumen, denn meine Mutter wird ab heut abend drei Nächte bei uns wohnen. Und ab morgen ist Hansesail! Ich bin sehr gespannt, WIE voll es dann hier in Rostock und Warnemünde wird. 


Mittwoch:

Heute sehr früh aufgestanden und mit meiner Mutter ans Meer gefahren, zum Baden. Dann Ausstellungen in der Kunsthalle Rostock angeguckt, lecker Mittag im Restaurant gegessen und abend Online-Probe gehabt. In kleiner Besetzung, aber sehr produktiv, auch mein Lieblingsthema Kostüme wurde angesprochen und erste Ideen gesammelt.
Danach noch ein bißchen Schlendern auf der Hansesail am Hafen.




Donnerstag:

Wieder früh aufgestanden, dann nach Gehlsdorf gefahren, um Brombeeren zu pflücken. Große Ausbeute! Auf dem Weg zur Fähre noch ein Waldmeister-Eis – geil!
Dann von Hitze ermattet nachmittags größtenteils rumgelegen und abends das große Event, auf das ich lange hingefiebert habe: Mitfahren auf einem Segelschiff! Genauer gesagt auf der niederländischen "Morgenster": https://en.wikipedia.org/wiki/Morgenster_(ship)

Es war wirklich wunderschön und beeindruckend. Vier Stunden dauerte die Fahrt, wir fuhren aus dem Rostocker Hafen raus, die ganze Warnow hoch bis nach Warnemünde und weiter hinaus auf die Ostsee. Dort erlebten wir dann den Sonnenuntergang vom Schiff aus, mit Blick auf viele andere Segelschiffe.
Als die Sonne untergegangen war, ging es zurück nach Rostock, nachts um 23 Uhr kamen wir wieder an.
Auch wenn es für meinen Rücken die Hölle war (es gab wenige Sitzplätze, aber sehr viele Mitfahrende, die in deutscher Mentalität darauf bestanden haben, mit ihren Rucksäcken Plätze reservieren zu können), hat es sich so sehr gelohnt. Gerne immer und immer und immer wieder!



Mein Zustand ist das Gegenteil. Wieder sehr früh aufgestanden, weil meine Mutti nochmal ans Meer wollte und wir auch Lust hatten die Gorch Fock in Warnemünde zu besichtigen. Das Schwimmen hat mir und meinem Rücken sehr gut getan, aber die Schlange an der Gorch Fock war extrem lang und in der prallen Sonne, so dass wir uns mit dem Außenanblick begnügten und nach Hause fuhren, wo meine Mutter dann mittags abreiste.

Was für eine Woche! Sie war so angefüllt mit Ausflügen, überwältigender Natur, netten und weniger netten Menschen, intensiven Erlebnissen, Gerüchen und Bildern. Das muss sich die nächsten zwei Tage erstmal setzen. Dann kommt wieder Besuch.;)

Aber heute bin ich WAHNSINNIG MÜDE! Dennoch freue ich mich, endlich wieder am Rechner sitzen und ein bißchen arbeiten zu können. Ich bin ein totaler Abwechslungs-Typ, brauche immer von allem etwas. Also gerne morgens ans Meer und tagsüber arbeiten und abends nochmal eine kleine Unternehmung. Oder Montag Tagesausflug und Dienstag Arbeit und Mittwoch Nichtstun. So viele Freizeit-Erlebnisse hintereinander sind wie eine krasse Dusche. Fast schon zuviel.
Morgens am Strand habe ich mit meinem Mann über das Thema Work-Life-Balance gesprochen. Bei ihm ist es so, dass er immer ganz viel vom Gleichen will. Wenn er oft hintereinander unterwegs und draußen war, will er davon noch mehr und am liebsten überhaupt gar nicht mehr arbeiten. Wenn er viele Tage nicht oder nur wenig rausgeht und viel arbeitet, will er gar nicht mehr raus. Wie ist das bei euch?

Ein anderer Gedanke, der mich permanent begleitet, ist die Angst, dass das hier nur temporär ist. So als würde jemand kommen und plötzlich sagen: "So, du hattest deine Zeit hier, jetzt musst du wieder zurück nach Berlin." Aber wer sollte das sagen? Und warum? Vielleicht ist es die momentane Weltsituation, die Riesen-Krise, in der wir uns befinden, die mich diese Gedanken haben lässt. Ich genieße es hier, solange ich kann. Mehr kann ich nicht tun. Was die Zukunft bringt, ist ungewiss.

Zum Thema Corona:
Mein Long Covid ist immer noch da, in Form von großen Mandeln und komischem Gefühl im Hals. Nicht rund um die Uhr, aber immer mal wieder. Mal gucken, wie es sich die nächsten Wochen entwickelt.
Heute habe ich meine Maske vergessen, als ich in den Supermarkt wollte und mich so unwohl gefühlt. Es ist für mich total eigenartig, ein Geschäft ohne Maske zu betreten. Es fühlt sich falsch an.

Vorhin habe ich die neueste Staffel von "For All Mankind" fertig geguckt und eine Figur zitiert einen Satz ihres ehemaligen Vorgesetzten:
The future is ours to fight for and win.
Mir hat er ein bißchen Mut gemacht, auch wenn er martialisch klingt. Vielleicht euch ja auch?

Und eine kleine Bitte in eigener Sache: Im Herbst biete ich wieder ein Theaterwochenende in Rostock an. Es fehlen nur noch Anmeldungen.;) Also wenn ihr Lust habt, das Angebot auf Social Media, in euren Newslettern oder mit Freund*innen/Bekannten zu teilen, für die das interessant sein könnte, würde ich mich riesig freuen. Hier sind zwei Links:

https://www.sarah-bansemer.de/kurseworkshops/kurse

https://www.facebook.com/events/429460872172359/

Bevor ich einschlafe, wünsche ich euch ein zauberhaftes Wochenende!