Montag, 30. Januar 2023

Corona-Theatertagebuch – Woche 147-150




Dieses Corona-Tagebuch schreibe ich seit dem 13. März 2020, dem Tag, an dem sich für meine Arbeit (und dadurch mein Leben) alles veränderte.

Anfangs erschienen die Beiträge täglich, irgendwann schrieb ich sie dann nur noch wöchentlich. Ab jetzt werde ich nur noch alle vier Wochen einen Beitrag online stellen. Dieser hier geht zur 150. Woche Corona online. So lange leben wir schon mit dieser Pandemie, die jetzt mittlerweile zu einer Endemie geworden ist.
Ich gehöre zu den Menschen, die weiterhin sehr vorsichtig sind. Zu den Menschen, die Long-Covid-Erkrankte im Freundeskreis haben. Zu den Menschen, die bis jetzt dreimal geimpft sind. Zu den Menschen, die schon einmal Corona hatten. Zu den Menschen, die gern Maske tragen. Zu den Menschen, die sich gern über fehlende Hygienemaßnahmen bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen aufregen. Zu den Menschen, die sich dennoch freuen, dass mittlerweile wieder so viele analoge Veranstaltungen stattfinden können. Zu den Menschen, die in ihrer Arbeit weiterhin mit dem Thema in Kontakt sind. Und zu den Menschen, deren Arbeit und Leben sich durch Corona ziemlich verändert hat.

Wie lange ich dieses Tagebuch noch schreiben werde? Ich weiß es nicht. Momentan macht es für mich noch Sinn, um meine eigenen Erfahrungen für mich zu notieren.



Woche 147


Willkommen im neuen Jahr! Das ist jetzt also 2023.

Ich starte ins Jahr mit ein bißchen Elan, aber einer ellenlangen To-Do-Liste, die mich ein bißchen frustriert. Im Hinterkopf ist außerdem das Thema Geld zurzeit sehr präsent. Alles mögliche wurde erhöht, z.B. die Mietnebenkosten und meine Krankenversicherung, so dass ich mir schon Gedanken mache und ein bißchen mehr spare.

Klassische Vorsätze mache ich nie, aber ich mag Challenges. Meine bisherige Challenge, die ich zum Jahreswechsel 2020/21 gestartet habe, läuft noch immer. Ich lese also weiterhin jeden Monat mind. ein Buch. Meist nehme ich mir mehrere vor und oft klappt das auch.
Für 2023 habe ich zwei neue zusätzliche Challenges:

1. Ich möchte in diesem Jahr alle Filme gucken, die im Song "Science Fiction/Double Feature" aus der Rocky Horror Picture Show genannt werden.

2. Ich hatte mir zum Geburtstag ein veganes Kochbuch gekauft und möchte dieses Jahr jeden Monat ein Rezept daraus nachkochen.

Tanzsong mit Nick: https://youtu.be/Gi6Mqzf3bTM
By the way: Habe das "Hollywood in Vienna"-Konzert gehört und wieder mal ordentlich ne Runde geweint, weil ich selbst nicht dabei war, weil die Fanfare am Anfang und Ende mich immer zu Tränen rührt ... und überhaupt. Viele Erinnerungen und das Vorhaben, irgendwann wieder dabei zu sein.

Ich habe eine Liebeserklärung an Pinterest geschrieben:
https://theaterberlin.blogspot.com/2023/01/pinterest-my-love.html

Weitere Arbeitsereignisse:

Komplette Durchlaufprobe mit meiner Online-Theatergruppe. In 2,5 Wochen sind die Aufführungen. Whoop whoop!
Sehr produktive, hybride Probe mit den Vorspielern. Es geht looooos! Ich habe auch schon ein Kostümteil besorgt, dass gerade auf dem Weg zu mir ist.

Am Samstagabend war ich mal wieder im Theater. Es kostet mich immer noch recht viel Überwindung, weil wie gesagt niemand hier Maske trägt (außer mir). Aber es war ein ganz fantastischer Abend und die Überwindung hat sich gelohnt. Sollte es nochmal laufen, könnte ich mir durchaus vorstellen, noch öfter in die Vorstellung zu gehen. Es war eine Art szenischer Liederabend mit bekannten (und mir unbekannten) Songs in verschiedenen Sprachen. Ich hab's geliebt!
https://www.volkstheater-rostock.de/spielplan/a-z/frivole-lieder/

Sonntag habe ich vom Küchenfenster aus Vögel gezählt, bei der "Stunde der Wintervögel", einer Aktion des NABU. Hier gibt es mehr Infos dazu:
https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/stunde-der-wintervoegel/index.html



Woche 148

Die Temperaturen sind zwar viel zu warm, aber dieser Januar ist so dunkel wie ein Januar nun einmal dunkel ist.

Klassische Arbeitswoche, inkl. vier Tage Berlin. Die Tage begannen extrem "gehyped", weil ich direkt am Donnerstag wirklich einen fantastischen Tag hatte, mit Besprechungen und Treffen im Café und abendlicher Vorspieler-Probe.
Am Freitagabend dann Vorspieler-Extraprobe, bei der einige Sachen diskutiert und geplant wurden. Auch die Besetzung wird sich evt. nochmal ein bißchen ändern in den nächsten Wochen.
Am Samstag und Sonntag dann LAG mit meiner Freundin Anke Beutel sowie ihrer Kollegin als Gastdozentinnen zum Thema Stimme und Gesang. Es gab Gänsehaut-Momente und ich nehme auch noch einige neue Stimm- und Atemübungen mit.

Tanzsong mit Nick: https://youtu.be/LnmSSkNLYhs




Woche 149

Das Wochenende hallt noch nach, mit vielen Gedanken und auch Recherchen zu diskriminierungskritischen Themen, aber auch mit Melodien und Texten, die noch nachklingen.

Viel zu tun, besonders planungsmäßig für die LAG. Werbung, Werbung, Werbung! Auch für meine eigenen Workshops und Kurse, für die momentan überhaupt gar keine Anmeldungen kommen. Durststrecken-Phase, aber da muss ich durch.
Dafür haben wir bei den Vorspielern zwei Wiederkehrer, die bei der aktuellen Inszenierung mitspielen werden. Große Freude!

Mittwoch war die Generalprobe meiner Online-Theatergruppe und am Wochenende dann die Premiere und die zweite Aufführung.
Es war aufregend und berührend. Teilweise ganz genauso wie bei analogen Aufführungen und teilweise ganz anders.
Bei analogen Aufführungen, z.B. von meiner Theatergruppe Vorspiel, bin ich kaum aufgeregt, weil ich so eingebunden in all die Vorbereitungen bin. Schon ab dem Nachmittag werkeln wir im Theater, bauen die Bühne auf, besorgen die letzten Requisiten. Ich frisiere und schminke alle Spieler*innen und mache ein WarmUp. Manchmal sitze ich auch in der Technik oder spreche noch wichtige Punkte mit der Technik hab. Dann geht es los und entspanne zum ersten Mal am Abend ... zumindest ein kleines bißchen.
Doch bei digitalen Aufführungen passiert der ganze Aufbau ohne mich. Ich schminke und frisiere niemanden – außer mich selbst. 1,5 Stunden vor Aufführungsbeginn treffen wir uns online, gehen unsere Checkliste durch, prüfen, ob alle ihre Aufbauten Kostümteile und Requisiten parat haben. Dann gibt es ein WarmUp und nochmal etwa 30 Minuten Pause bis wir uns wieder im Zoom-Raum treffen, den letzten Motivationsschrei loslassen und die Zuschauenden reinlassen.
Ich liebe beide Varianten, jedes für sich. Beides ist für mich Theater, beides passiert live vor einem direkt anwesenden Publikum. Bei beidem gibt es Applaus und interessierte Gespräche nach dem Auftritt.

Tanzsong mit Nick: https://youtu.be/lXgkuM2NhYI



Woche 150

Ich merke die Arbeit des Wochenendes und starte recht müde und unmotiviert in die neue Woche, die mich mit vielen To Do's empfängt, die ich gekonnt ignoriere.

Am Dienstag war ich für einen LAG-Abend wieder in Berlin, Weiterbildungsabend unserer aktuellen Gruppe. Es war ein schöner und auch anstrengender Tag, weil meine Periode diesen Monat extrem anstrengend ausfällt. Die nächsten beiden Tage war ich entsprechend müde und zurückgezogen und bin erst Donnerstagabend für die dritte und letzte Aufführung meiner Online-Theatergruppe wieder aus meinem Loch gekrochen.
Ich hatte so viel Freude mit dieser Gruppe und freue mich, dass einige von ihnen weitermachen möchten. Sie haben mich mit Danke-Schildern ganz überwältigt, ich war total gerührt. Mitte März soll es weitergehen, wer mitspielen möchte, kann sich gern bei mir melden!

Am Freitag ist mir schon ganz nach Wochenende und eben dieses ist dann sehr entspannt, mit Meer und Botanischem Garten, Waffeln und Keksen und zwei weiteren Filmen meiner Challenge: "The Invisible Man" von 1933 und "When Worlds Collide" von 1953. Sonntagabend war ich wieder im Volkstheater Rostock, bei "Clyde & Bonnie"!

Tanzsong mit Nick: https://youtu.be/FMrIy9zm7QY



Insgesamt vier Wochen voller klassischem Homeoffice-Alltag, inklusive zwei Berlin-Trips, Aufführungen meiner Online-Theatergruppe und einer absurd heftigen Periode, die mich die letzte Woche ziemlich ausgeknockt hat. Mal schauen, was die nächsten vier Wochen parat halten ...



Mittwoch, 25. Januar 2023

#monthlyfavourites – Januar-Lieblinge

Es ist wieder Zeit für die Lieblinge des aktuellen Monats - die #monthlyfavourites im Januar!



Zum Arbeiten/Freizeiten:

Zum Start ins neue Jahr habe ich wieder einen neuen SciFi-Landschaften-Kalender von DanPop gekauft, der mein Homeoffice verschönert.

Es wurde auch wieder Zeit, ein neues Notizbuch aus meiner Field-Notes-Sammlung zu starten. Es ist ein Büchlein aus einer Limited Edition, die es vor ein paar Jahren gab. Also leider nicht mehr erhältlich.

Da ich ja gern Briefe schreibe, kam ich um dieses Eisbär-Briefpapier nicht drumrum. Ich bin ganz verliebt!



Zum Aufhübschen:



Ab und zu bin ich Fangirl und kaufe dann Merch-Produkte von Leuten, die ich cool finde, z.B. diesen Pullover von der Youtuberin Annikazion. Auf der Vorderseite ist nur ein kleiner Schriftzug, aber den Rücken ziert eine große Pinguin-Stickerei. Hier findet ihr ihn:
https://www.daedalus-merch.de/shop/boldtvin/boldtvin-original-sweater-7500000000069-1025

Und passend dazu Pinguin- und Schneckengehäuse-Ohrringe von meiner Lieblings-Schmuckdesignerin DearPrudenceBerlin.


Zum Lesen:


"The Library Of Ice" von Nancy Campell hatte ich vor einem Jahr angefangen. Dann kam ich in die Klinik, hab mich einem anderen Buch zugewandt und das Fertiglesen auf dieses Jahr verschoben. Und jetzt lese ich gerade weiter. Worum es geht? Um Eis! In der Arktis, in Island, in Grönland, um Eisflächen für Eissportarten, Geräusche vereister Seen und viel mehr. Ich mag es sehr!

In einer der letzten Büchergilde-Aboboxen war der Krimi "Nur der Mond war Zeuge" von Josephine Tey. Der leichte, lockere Humor und die Charaktere in einer englischen Kleinstadt haben mir sehr viel Spaß gemacht. Das Ende habe ich mir ganz anders gewünscht, aber ich wurde ja nicht gefragt.


Zum Essen:

Süßigkeiten von Zuckerberg! Einfach immer wieder soooo geil!



Zum Stöbern



Zum Hören:

Mein Start ins neue Jahr wurde durch die Aufzeichnung des letzten "Hollywood in Vienna"-Konzerts versüßt:
https://youtu.be/2UmwgZ9pH9A

Und dieser Song ist gerade oft in meinem Ohr: https://youtu.be/lXgkuM2NhYI



Zum Anschauen

Hier wie immer ein paar Tipps zum Anschauen!

Ich war im Theater! Und seeehr begeistert von "Frivole Lieder":
https://www.volkstheater-rostock.de/spielplan/a-z/frivole-lieder/

Irgendwo hatte ich es schon erwähnt: Eine meiner Challenges für 2023 ist, alle Filme aus dem Song "Science Fiction Double Feature" der Rocky Horror Picture Show. Einen hatte ich schon vor längerer Zeit gesehen (Forbidden Planet), diesen Monat kamen noch "The Day The Earth Stood Still" (ganzer Film: https://vimeo.com/534256942), "It Came From Outer Space" (ganzer Film: https://www.dailymotion.com/video/x50y00f), "The Invisible Man" (ganzer Film: https://archive.org/details/the-invisible-man-1933_202105) und "When Worlds Collide" (ganzer Film: https://archive.org/details/when-worlds-collide) dazu. Beste Challenge ever!

Passend dazu die Serie "The Man Who Fell To Earth":
https://youtu.be/cxVbpFk-M3k

Die Mediatheken des deutschen Fernsehens haben mich diesen Monat auch sehr unterhalten.
Vielleicht ein bißchen spät, aber ich mochte dieses knackige Silvester-Special:
https://www.ardmediathek.de/video/filme-im-ersten/kurzschluss-oder-silvester-special/das-erste/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL2Zlcm5zZWhmaWxtZSBpbSBlcnN0ZW4vMzc4MDQ5NzUtMWIyYy00MGNlLWJiZmEtZjJmYTZlZDMxODFm

Und diese Doku über die mittlerweile erwachsenen Tanzschüler der Pariser Oper:
https://youtu.be/-u3ow50bOdY

Und diese Doku über Katharina Thalbach:
https://www.ardmediathek.de/video/arte/katharina-thalbach-die-unbaendige/arte/Y3JpZDovL2FydGUudHYvdmlkZW9zLzEwNDgzNy0wMDAtQQ?xtor=CS1-231

Und die neue Staffel der Kurzserie "Fett und Fett":
https://www.zdf.de/serien/fett-und-fett

Und auch die neue Staffel von "WIR":
https://www.zdf.de/serien/wir


Mittwoch, 4. Januar 2023

Liebesbriefe an Serien: "For All Mankind"

 

Bildquelle: https://www.rollingstone.com/tv-movies/tv-movie-features/for-all-mankind-season-two-finale-recap-1155721/

 

Liebstes "For All Mankind",
 
puh, du hast ganz schön reingehauen. Ich weiß gar nicht so genau, wie ich über dich schreiben soll, denn du bist einfach perfekt. Anders kann ich es nicht benennen.
Beginnen wir doch mit deinem Szenario: eine fiktive Realität, in der Russland zuerst Menschen auf den Mond geschickt hat. In dieser Alternativ-Welt beginnt nun ein Wettrennen zwischen den USA und Russland: Wer schickt die erste Frau auf den Mond? Wer baut die erste feste Basis dort? Und wer ist als erster auf dem Mars?
In jeder Staffel gibt es neue Ziele, auf die hingearbeitet wird. Wir blicken in die Welt von NASA, die Strukturen innerhalb der Institution, die Hierarchien und die Zusammenstellung der Crews.
Diese alternative Realität, in der eben auch teilweise andere historische Ereignisse passieren, ist der interessante Rahmen für dein absolutes Highlight: die Menschen.

Deine Figuren sind so wunderbar! Sie sind mutig und traurig, innovativ und verzweifelt, verliebt und verletzt. Sie sind keine Stereotype, sondern komplex. Manchmal ganz unnahbar, manchmal ganz nah an einem dran. Sie begeistern und entsetzen einen, leisten unglaubliche Dinge und machen unglaubliche Fehler. Manchmal möchte man ihnen den Hals umdrehen, aber insgeheim liebt man sie doch alle, in all ihrer Fehlbarkeit, ihrer Genialität und Einzigartigkeit.

Du beginnst in den 60ern des letzten Jahrhunderts und deine Figuren entwickeln sich im Laufe der Jahrzehnte. Mit dabei sind all die gesellschaftlichen Hürden und Barrieren der jeweiligen Zeit. In manchen Aspekten ist deine Welt fortschrittlicher, in anderen ist sie zäh und langsam. Frau-Sein in einer männerdominierten Welt wie der Raumfahrt, Homosexualität und der Umgang mit Krankheit und Behinderungen ... auch all das ist nebenbei immer Thema.
Du zeigst mir, was Menschen zu leisten fähig sind, zeigst uns Menschen in Ausnahmesituationen und Beziehungen, die enorme Angst und Ungewissheit aushalten müssen. Wir Zuschauenden fiebern mit, werden in extremen Nervenkitzel hineingezogen und halten ständig den Atem an. Wir raufen uns die Haare und feiern dann wieder mit. Manchmal weinen wir auch, weil tragische Ereignisse in jeder Staffel dazugehören.

Du erinnerst mich oft an "Halt And Catch Fire". Ihr könntet Geschwister sein. Aber du bist ganz eigen, ganz besonders und vor allem: noch nicht vorbei!

Du bist wie die notwendige Liebe zu einem Menschen, mit dem man schicksalhaft verbunden ist. Weil es gar keine Alternative gibt, weil man im selben Boot sitzt und zusammen eine große Herausforderung durchstehen muss – auf Leben und Tod. Ein Kriegskamerad oder der einzige Mitüberlebende eines Flugzeugunglücks. Und genau deshalb ist man für immer verbunden. Wegen dieser einen Sache, die größer ist als diese zwei Menschen.

Danke! Ich liebe dich!


Deine Sarah



Steckbrief


Titel:
"For All Mankind"

Erscheinungsjahr: 2019

Staffeln: bisher 3


Lieblingsfiguren:
  • Danielle Poole
  • Molly Cobb
  • Karen Baldwin
  • Edward Baldwin
  • Gordo Stevens
  • Tracy Stevens
  • Ellen Wilson




Dienstag, 3. Januar 2023

Pinterest, my Love


Eine Liebeserklärung an Pinterest

Seit du vor einigen Jahren in mein Leben tratest, hat sich ein neues Paradies geöffnet.

Ich dürstete schon immer nach Inspiration und konnte mich seit jeher in Bildern verlieren, sie bewundern, immer und immer wieder. So viele Dinge habe ich nachgebastelt, gekocht oder genäht, meine Zimmereinrichtung durch Wohn-Zeitschriften und IKEA-Kataloge zusammengestellt.
Jahrelang habe ich Bilder aus Magazinen ausgeschnitten, Fotos von Blogs heruntergeladen und in Ordnern auf meinem Rechner gesammelt. Ich habe Notizbücher vollgeschrieben und unterwegs alles fotografiert, was mich inspirierte.

Und dann kamst du. Am Anfang betrat ich dich vorsichtig, war irritiert von all den Hochzeitsdekorationen, aber merkte schnell, welche Kraft in dir steckt. Ich begann, Ordner anzulegen, erst eins, zwei, drei, dann unendlich viele. Ich suchte nach Bildern zu jedem Thema, das mich interessierte. Und mit jedem Öffnen deiner Seite kamen neue Themen hinzu. Ich entdeckte soviel Neues, das ich zuvor nirgendwo sah.
Meine vorherigen Idee-Listen, die ich handschriftlich festhielt, nahmen reale Formen an. Plötzlich konnte ich meine Ideen SEHEN, fotografiert oder gemalt oder gezeichnet von unzähligen Menschen aus aller Welt. Die Google Bildersuche ist ein Witz, aber du – DU bist der Quell des Bildreichtums!

Manchmal macht dein Algorhythmus mich fertig, wenn ich aus Versehen ein Hunde-Bild anklickte (weil eine Katze mit drauf war) und du mir wochenlang ohne Ende Hunde oder unlustige deutsche Memes zeigtest, die mich nicht im Mindesten interessierten. Aber wir haben uns immer wieder zusammengerauft, du und ich. Ich verstand dich immer besser und lernte mit dir umzugehen. 

Wenn ich in meinem Zimmer sitze, sehe ich um mich herum all die Ideen, die du mir geschenkt hast. Ich habe sie verknüpft mit meinen eigenen Entwürfen, umgesetzt mit den Dingen, die ich schon hatte, kombiniert mit neuen Elementen.
Aber Einrichtung ist nur der Anfang. Bei ALLEM lieferst du mir Inspiration. Was ich nicht schon alles durch dich entdeckt habe:
- neue Bücher
- Kleidung und Schmuck
- Zitate
- Filme
- Serien
- Fan-Art
- Bastelanleitungen
- Bauanleitungen
- Rezepte
- MakeUp
- Keramik
- Rostock-Tipps
- und, und, und ...

Du beschenkst mich nicht nur für meine Freizeit und Lebensgestaltung, sondern auch für meine Arbeit. Durch dich komme ich immer wieder auf neue Bühnenbilder, Requisiten, Kostüme und sogar Theaterübungen. Du zeigst mir Designideen für meine Plakate, Flyer, Visitenkarten und Websites, Modestile der vergangenen Jahrzehnte und Jahrhunderte und neue Herangehensweisen für Organisation und Homeoffice.

Aber vor allem anderen bist du mein Trost-Ort, mein Urlaub im Alltag. Zu dir kann ich immer kommen, wenn ich für einen Moment in eine andere Welt abtauchen will. Dann schaue ich mir Bilder auf meiner Meeres-Pinnwand an oder stöbere in meinen Jahreszeiten-Ordnern.

Mit deinem Browser-Button machst du es mir einfach, Bilder aus dem ganzen Netz auf meinen persönlichen Pinnwänden zu sammeln. Beste Funktion ever!

Dein Kollege Wakelet ist ebenfalls ein guter Freund von mir geworden, aber du bist mit all deiner Schönheit, Verspieltheit und deinen Überraschungen auf ewig in meinem Herzen. Ich liebe dich!




Mein beruflicher Pinterest-Account:

https://www.pinterest.de/sarahbansemertheater/

Donnerstag, 29. Dezember 2022

Jahresrückblick 2022



Ganz traditionell blicke ich am Ende des Jahres noch einmal zurück auf alles, was passiert ist.

Drittes Jahr Pandemie. Verrückt, nicht wahr?

Mein erstes komplettes Jahr in Rostock, das war 2022 eine der stärksten Erfahrungen.
Somit auch ein Jahr voller Pendelei zwischen zwei Städten, die sich jetzt zu einer Routine entwickelt hat. Eine zugegeben oft stressige Routine, aber sie ist da.
Als Co-Dozentin der Grundlagenbildung der LAG arbeite ich meist in Berlin vor Ort und besuche dann auch gleich die analogen Proben der Theatergruppe Vorspiel. Wenn ich nicht in Rostock bin, bin ich bei den Vorspielern hybrid zugeschaltet – oder wir treffen uns direkt alle per Zoom.
Auch in diesem Jahr gab und gibt es eine Online-Theatergruppe, die im Januar ihre Inszenierung per Zoom aufführen werden. Wenn sich eine langfristige Gruppe etablieren könnte, würde mich das sehr glücklich machen.
Zweimal durfte ich auch in Rostock analog arbeiten, denn ich holte mir meine Leute hierher. Die Vorspieler waren im April für ein Probenwochenende hier und im Juli fand mein erstes Theaterwochenende am Meer statt, zu Henrik Ibsens "Die Frau vom Meer". Ich habe das Wochenende sehr genossen und hoffe sehr, dass es noch weitere geben wird. Für nächstes Jahr sind auf jeden Fall drei davon geplant.

Das Jahr war also ein Mix aus Berlin und Rostock, aus analog und digital.

Privat stand aber nicht nur die Erkundung von Rostock auf dem Plan, sondern leider vor allem das Thema Krankheit. Das Jahr begann direkt mit Unterleibsschmerzen, bei denen ich eine Blasenentzündung vermutete. Dem war nicht so. Es handelte sich um eine mit Blut gefüllte Zyste, die durch – Achtung! – Endometriose entstanden ist. Der erste Besuch beim Hausarzt, die Überweisung zur Gynäkologin, die erste Blutabnahme meines Erwachsenen-Lebens, die Diagnose der chronischen Krankheit Endometriose und die OP (Bauchspiegelung) fanden in einem Gesamtzeitraum von 7 Tagen statt. Das war heftig und die zweieinhalb Tage im Krankenhaus eine emotional sehr harte Erfahrung. Das allererste Mal in meinem Leben habe ich Heimweh und Einsamkeit erlebt. Wie schlimm dieses Gefühl ist, war mir vorher nie bewusst.
Die kommenden zwei Monate standen im Zeichen der Heilung. Ich bin viele Wochen nicht nach Berlin gefahren, habe aber weiterhin online gearbeitet.
Im Frühjahr war es dann soweit ganz okay und es ging wieder regelmäßig nach Berlin. Doch im Juni – Bäm! – hatte ich Corona. Nach über zwei Jahren Pandemie hatte es mich dann doch erwischt. Natürlich hatte es wenige Tage später auch mein Mann und es war wirklich nicht schön. Dieses Virus ist heftig und definitiv keine einfache Erkältung.
Nebenbei nahm ich Eisentabletten und bekam den Großteil des Jahres B12-Spritzen, weil meine Werte so sehr im Keller waren. Jetzt sind sie wieder gut und ich nehme alle paar Tage eine Eisentablette und jeden zweiten Tag B12, ebenfalls in Tablettenform.

Mein Kater erkrankte ja schon im November letzten Jahres und wir waren den Großteil der Zeit damit beschäftigt, ihn liebevoll aufzupäppeln und regelmäßig für Ultraschall und Blutuntersuchungen in die Klinik zu fahren. Anfang des Jahres hatte dann auch seine Schwester eine Leberentzündung und auch hier waren wir mit ihrer Gesundwerdung beschäftigt. Beiden geht es wieder deutlich besser, die Blutwerte werden weiterhin regelmäßig gecheckt. Es könnte auch bei ihnen eine chronische Erkrankung sein.

Im Juli standen die Vorspieler endlich, endlich, endlich nach über mehr als zwei Jahren wieder auf der analogen Bühne in Berlin. Was für ein fröhliches Wochenende das war – auch wenn ich starke Halsprobleme und ein durch einen Insektenstich geschwollenes Knie hatte. Wenn es kommt, dann immer alles auf einmal.

Für den Sommer hatte ich mir vorgenommen, eine ganze Weile nicht nach Berlin zu fahren. Ich war fast den ganzen Juli und fast den ganzen August hier und habe hier den Sommer, den ich Berlin immer nicht mochte (zu heiß, zu stickig, zu anstrengend), total genossen. Ich war oft gleich morgens früh im Meer schwimmen, ganz in Ruhe, nur das klare, windstille Wasser, die Möwen, die Kormorane und ich.
Im Hafen jagten sich die Schwalben und flogen beeindruckende Manöver über der Wasseroberfläche. Das 9€-Ticket ermöglichte viele Ausflüge und ganz viel Zeit am Meer. Besonders die Fährfahrten über die Warnow wurden einen Sommer lang zur Normalität und wir pflückten auf der anderen Warnow-Seite ganz, ganz viele Brombeeren.
Im Rahmen der Hansesail hatte ich dann die Möglichkeit, auf einem großen Segelschiff mitzufahren. Die vierstündige Fahrt auf die Ostsee (in den Sonnenuntergang hinein!) war eines der berührendsten und allerschönsten Erlebnisse des Sommers.
Und Besuch hatte ich im Sommer! Freunde und Familie kamen nach Rostock, wohnten bei uns und sorgten für viele lustige Stunden und Erlebnisse.

Diese sommerliche Stimmung endete abrupt am 30. August, dem Tag, an dem meine Oma starb. Es war nicht unerwartet, denn sie lag schon jahrelang im Heim, aber es war unerwartet schnell. Ihre Bestattung einen Monat später war sehr berührend und wirklich schön. Und das kann ich nicht oft über Beerdigungen sagen.

Meinen Geburtstag habe ich Mitte September in Berlin nachgefeiert, mit Freund*innen im Garten meiner Mutter, eingepackt in Decken rund um's Feuer. Auch dieses Erlebnis gehört zu meinen Highlights des Jahres.

Zum Endes des Jahres gab es dann noch ein kleines Mini-Hörbuch mit meinem Privatschüler Nick, das wir bei unseren Zoom-Proben aufnahmen. Quasi die Weihnachtsversion unseres Audiowalks "Blaue Laguna".

Mit meinem Kollegen Nils Holst habe ich zu Beginn des Jahres mehrere Fortbildungs-SNACKS gegeben, doch in den warmen Monaten mussten leider viele davon ausfallen. Wie es im nächsten Jahr damit weitergeht, ist noch in Planung.

Das Jahr klingt also nach einer Erkältung Anfang Dezember ruhig aus.
Die Entscheidung für Rostock habe ich nicht bereut und genieße jeden Tag, den ich hier bin. Die Umgebung, die Natur, die Ruhe und Entspannung tun mir gut und inspirieren mich – auch zu neuen Hobbies. Während meiner Corona-Quarantäne habe ich angefangen, Kalimba zu spielen. Ich übe selten und komme deshalb nicht schnell voran, aber es ist ein wirklich schönes Instrument, das ich auch schon oft mit ans Meer oder den Hafen genommen habe.
Momentan spiele ich ein bißchen mit Aquarellfarben rum und merke, dass ich gerade für die kreativ-künstlerische Arbeit mit meinem Händen mehr Raum und Zeit schaffen möchte.

Das nächste Jahr wird wieder arbeitsam und sehr aufregend, denn der aktuelle Grundlagenkurs bei der LAG wird im März in die Intensivphase gehen und im April enden. Meine Kollegin Vera Hüller wird danach nur noch die Aufbauweiterbildung unterrichten und die Grundlagenbildung übernehmen meine neuen Kolleginnen Katti Geighardt, Cora Guddat und ich. Ein ganz neues, frisches Team und eine große neue Herausforderung, vor der ich ordentlich Respekt habe, aber mich auch total drauf freue.

Fortbildungen standen auch in diesem Jahr nicht im Fokus, aber ein paar Online-Netzwerkevents und Öffentlichkeitsarbeit waren durchaus vorhanden, z.B. wurde ich für's Sekretaria-Magazin zum Thema Statusverhalten interviewt.

Theaterbesuche gab es ein paar, auch wenn es mich oft Überwinsung gekostet hat, weil die Maskenpflicht abgeschafft wurde und dann irgendwann niemand mehr freiwillig Maske getragen hat. Das war mir dann meist zu heikel, ganz allein mit meiner FFP2-Maske.
Gesehen habe ich folgende Inszenierungen:

  • "Der Kirschgarten" – Volkstheater Rostock
  • "Die Riesen vom Berge" – Theaterforum Kreuzberg
  • "Der Traum eines lächerlichen Menschen" – Volkstheater Rostock
  • "Eugen Onegin" – Volkstheater Rostock
  • "Die Amazonen" – Medienhof Wedding
  • "Nosferatour" – Kulturmühle Wismar
  • "Girls & Boys" – Volkstheater Rostock
  • "Die Krankheit der Jugend" – Volkstheater Rostock

Ich habe auch in diesem Jahr in jedem Monat mindestens ein Buch gelesen, in der Regel sogar mindestens zwei.

Was ich von diesem Jahr mitgenommen habe? Wertschätzung für Gesundheit, eine (schon vorher ewig vorhandene) Erkrankung, eine noch größere Liebe für meine neue Heimat,

Was ich mir für's neue Jahr wünsche? Gesundheit (!), Lust auf Neues, viel Lachen, Kreativität, ein bißchen Party und Abenteuer und soviel Meer wie geht.



Meine Favoriten 2022



Meine liebsten Blogartikel:

Weltperiodentag: Theaterarbeit & Periode(nschmerzen)

Liebesbriefe an Serien: "Doctor Who"



Meine liebstenTheaterinszenierungen des Jahres:

Eugen Onegin (Volkstheater Rostock)

Nosferatour (Kulturmühle Wismar)



Mein liebstes Foto des Jahres:

Dieses Bild steht für den Sommer, der mir einfach sehr viel Spaß gemacht hat. Besonders dieser Moment, in dem ich für meine Theaterwochenenden ein Buch mit ins Meer genommen und unter Wasser fotografiert habe. Gleichzeitig steht es für eben diese Theaterwochenenden und all die kreativen Ideen, die ich damit verbinde.


 




Meine liebsten Filme des Jahres:

The French Dispatch

Don't Look Up!

Luca

Ghostbusters Afterlife

Promising Young Woman

Silent Running

The Man Who Know Too Much

Woman in Motion

Rear Window

M – Eine Stadt sucht einen Mörder

Logan Lucky

Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush

Leander Haußmanns Stasikomödie

Nope

Bullet Train

The Menu

The Electrical Life of Louis Wain



Meine liebsten Serienentdeckungen des Jahres:

Strange New Worlds

Andor

Resident Alien

Euphoria

The English

The Sandman

Katla

War Of The Worlds

Severence

Stargate SG-1

Rings Of Power

Kranitz


Meine liebsten Podcasts des Jahres:

Gut zu Vögeln

Die kleine schwarze Chaospraxis



Meine liebsten Songs/Musikstücke:

Ehrlich gesagt keine Ahnung. Ich habe dieses Jahr gar nicht soviel Musik gehört und dann auch einfach nur random durcheinander.


Meine liebsten Bücher des Jahres:

"Tauben" – Karin Schneider

"Maurice" – E.M. Forster

"Die Leuchtturmwärter" – Emma Stonex

"This One Summer" – Jillian & Mariko Tamaki

"Zeiten der Heuchelei" – Petros Markaris

"Der Wal und das Ende der Welt" – John Ironmonger

"Füchse" – Katrin Schumacher

"The Shore" – Sara Taylor



Fortbildung des Jahres:

Einführung in "Einfache Sprache" (online)



2023 wird herausfordernd ... Let's do it!

Donnerstag, 22. Dezember 2022

Corona-Theatertagebuch – Woche 145



Montag:

Ein Tag zum Runterkommen. Erstmal ein Spaziergang inklusive Päckchen-Wegbringen und abholen und in meiner Straße auf dem Glatteis ausrutschen (aber ganz sanft, nichts passiert).
Ich liebe es, wenn die Schiffe im Hafen Lichterketten aufhängen und kleine Weihnachtsbäumchen an Bord oder auf dem Bugspriet aufstellen. Das ist für mich so richtige maritime Weihnachtsstimmung, die es nur hier oben am Meer gibt.

Ich habe von einer lieben Kollegin zwei Briefe erhalten und freue mich sehr darüber. Morgen setze ich mich an die erste Antwort.


Dienstag:

Mit Nick wurde es heute weihnachtlich, wir haben Weihnachtsszenen improvisiert und zu diesem Song getanzt:
https://youtu.be/Z0ajuTaHBtM

Nachmittags eingekauft und alle Weihnachtsbriefe und -postkarten abgeschickt.

Abends wieder Plätzchen gebacken, dieses Mal herzhafte Curry-Mohn-Taler.

Mittwoch:

Letzter Arbeitstag vor Weihnachten! Nach einigem Homeoffice-Kram und dem letzten verschickten Weihnachtspäckchen ging es abends in der Online-Probe hitzig zu, denn wir haben unsere Streitszene geprobt.

Jetzt bin ich schon ziemlich in Weihnachtsstimmung und freue mich auf ein paar Tage ohne Termine, an denen ich noch Sachen erledigen kann, die lange liegengeblieben sind – oder auf die ich einfach Lust habe.

Im neuen Jahr habe ich Lust auf noch mehr Online-Veranstaltungen, sowohl als Veranstalterin als auch als Teilnehmerin. Also wenn euch Sachen über den Weg laufen, wie z.B. Fortbildungen oder Netzwerkvevents, dann gebt mir gern Bescheid, ich sammle gern neue Impulse.
Eventuell macht meine Online-Theatergruppe weiter und es gibt dann die Möglichkeit, mitzumachen. Das weiß ich aber erst Anfang Februar. Wenn ihr interessiert daran seid, meldet euch bei mir:
https://www.sarah-bansemer.de/kontakt.html

Ich wünsche euch ganz wunderbare Feiertage, genießt die Zeit! Und kommt gut in's neue Jahr, dann gibt's auch wieder Tagebuch-Einträge. :)











Mittwoch, 21. Dezember 2022

#monthlyfavourites – Dezember-Lieblinge

Es ist wieder Zeit für die Lieblinge des aktuellen Monats - die #monthlyfavourites im Dezember!



Zum Arbeiten/Freizeiten:



Zum Geburtstag hatte ich mir selbst Siegelstempel und Siegelwachsperlen geschenkt und sie diesen Monat für Briefe und Weihnachtsgeschenkverpackungen genutzt.

Künstlerisch war einer meiner Adventskalender vom Etsy-Shop hermicolours. In dem Kalender befanden sich neben Wachsmalkreiden und getrockneten Färberpflanzen auch diese selbstgemachten Aquarellfarben in kleinen Walnussschalen. Es hat Spaß gemacht, damit ein bißchen zu experimentieren. Ein Aquarellblock ist gerade auf dem Weg zu mir und ich freue mich auf weiteres Ausprobieren. Außerdem liebe ich das Design des Adventskalenders, der aus kleinen pflanzengefärbten Säckchen mit coolen Schildchen in 70s-Schrift besteht.



Zum Aufhübschen:



Richtig eisig ist es Mitte Dezember geworden, mit -8 Grad, die in Rostock ordentlich im Gesicht gebissen haben. Genau rechtzeitig kam meine neue Strickjacke von TwoThirds an, die durch den Wollanteil SO WARM ist. Hammer!

Die weihnachtlich-verspielten Schleifen-Ohrringe aus Metall habe ich im Tiger Store in der Rostocker Fußgängerzone gefunden.



Zum Lesen:



"Nachtzug nach Lissabon" von Pascal Mercier war eine große Empfehlung meiner Mutter und nun endlich lese ich es. Und ja, es ist wirklich sehr schön und stimmungsvoll.

Super interessant ist das Buch "Tannen" (Wilhelm Bode) aus der Naturkunden-Reihe vom Matthes & Seitz Verlag, das zu meiner Sammlung dazukam. Manchmal finde ich Bücher aus dieser Reihe irgendwo etwas günstiger gebraucht bei ebay und freue mich dann riesig, weil der Neupreis von 20 € doch eine ziemlich hohe Ausgabe ist.




Zum Essen:


Viele selbstgebackene Kekse! Anfang Dezember Nussecken, dann klassische Ausstechplätzchen und momentan herzhafte Parmesan-Curry-Mohn-Kekse (Rezept).



Zum Stöbern



Zum Hören:

Weihnachtssongs von Elvis:
https://youtu.be/kYYF6GumcRs



Zum Anschauen

Hier wie immer ein paar Tipps zum Anschauen!

Endlich gucke ich die neue Staffel "The Crown". Ist halt immer geil!
https://youtu.be/Ej0vb8xhvbw

Auf Amazon Prime habe ich "Die Discounter" gesehen. Fand ich auch ziemlich unterhaltsam:
https://youtu.be/NY2uxg9zZ3Y

Eine sehr wichtige Doku ist diese hier:
http://andererseits.org/spenden-problem/

Ebenfalls wichtig und voller überwältigender Aufnahmen ist "Frozen Planet 2":
https://youtu.be/MJ_lsHghMB0

Ein süßer und für mich emotionaler (weil in Wien und Berlin spielender) Film ist "Sachertorte" auf Amazon Prime:
https://youtu.be/hobywYG76wY

Montag, 19. Dezember 2022

Corona-Theatertagebuch – Wochen 143 & 144




Woche 143


Montag:

Die Erkältung wird mit jedem Tag weniger, dafür heute Periode. Irgendwas ist ja immer.😒 Der Live-Talk fiel heute aus, den abendlichen Kollegialen Austausch, der eigentlich eine Weihnachtsfeier sein sollte, sagte ich ab, nachdem mehrere Absagen und nur eine Zusage kamen. Das war auch voll okay so.


Dienstag:

Mit Nick heute früh weiter unser Weihnachts-Audio geplant und dann noch ein paar "Reserve"-Aufnahmen gemacht. Achja, heutiger Tanzsong:
https://www.youtube.com/watch?v=sNPnbI1arSE

Abends Nussecken gebacken. Ich könnte mich reinlegen!

Mittwoch:

Ich bin heute – wie auch die letzten Tage, eher so semi-motiviert und genieße es, dass ich diese Woche nur im Homeoffice bin und nirgendwo hin muss.


Donnerstag:

Heute wieder hybride Probe mit den Vorspielern. Endlich konnten wir in die Szenen starten! Nächste Woche dann Probe vor Ort und Weihnachtsfeier. Whoop whoop!


Freitag:

Zum Wochenende hin die Erkenntnis, dass meine Schulter heute gar nicht wehgetan hat. Es geschehen noch Zeichen und Wunder!
Ansonsten war ich heute sogar ein bißchen produktiv im Homeoffice und ein bißchen mehr im Haushalt.

Morgen wird unser adventliches Gulasch-und-Semmelknödel-Essen stattfinden, ich werde also viel Zeit in der Küche verbringen, um Gulasch umzurühren. Vorfreude!









Woche 144


Montag:

Hello, hello. Beim Aufwachen heute früh konnte ich es gar nicht fassen, dass wieder eine neue Woche anfängt. Irgendwie wirkte es unreal und ich war gedanklich noch voll im Wochenende.
Warum die Nussecken schon alle sind, weiß ich auch nicht.

Mein Privatschüler Nick hat heute Geburtstag (alles Gute!) und ganz pünktlich ist unser Mini-Hörbuch "Weihnachtsmarkt" online gegangen. Hört mal rein:
https://orangeplaty-berlin.blogspot.com/p/zum-horen.html





Achja: Ich habe anscheinend eine Galaxie!
http://annesastronomynews.com/photo-gallery-ii/galaxies-clusters/ngc-3628-sarahs-galaxy-is-an-unbarred-spiral-galaxy-showing-a-puffy-galactic-disk-divided-by-dark-dust-lanes-35-million-ly-away-in-leo-it-has-an-300000-ly-long-tidal-tail/


Dienstag:

Mit Nick dann heute ins Audio reingehört und getanzt, zu diesem Song:
https://youtu.be/N-PyWfVkjZc

Mit meiner Kollegin Vera online das LAG-Wochenende geplant und dann Plätzchen-Nachschub gebacken.

Mittwoch:

Probe meiner Online-Theatergruppe und wir kommen jetzt so richtig in den Endspurt.

In Rostock ist es eiskalt. Die ganze letzte Woche war geprägt von Schnee und Eis, aber mit der stärkeren Luftfeuchtigkeit und dem leichten Wind hier oben am Meer beißt die Kälte sehr stark ins Gesicht. Das ist aufregend und anstrengend zugleich.


Donnerstag:

Auf nach Berlin! Die Bahnfahrt ist entspannt und der Ausblick in die schneebedeckte Landschaft wunderschön.
Ich sehe Rehe und einen Reiher, einen Fuchs, Krähen und ich glaube eine Schleiereule.

In Berlin besuche ich meine Freundin und Kollegin Katja Lohmann, gönne mir danach ein Abendessen allein im Restaurant und treffe mich dann mit den Vorspielern zur Weihnachtsfeier. Wir eskalieren mal wieder und haben einen Humor wie 13-jährige. Genau das ist der Grund, warum es soviel Spaß macht, mit den Vorspielern zusammen zu sein.


Freitag:

Vormittags besichtigen Vera und ich das Fabriktheater Moabit und besprechen alle Modalitäten für unsere Intensivphase, denn diese soll im März dort stattfinden. Ich habe schon vor einigen Jahren öfter mal dort inszeniert und auch schon selbst gespielt und mag die Bühnen ganz gern. Auch wenn es in den Räumlichkeiten wirklich schweinekalt ist.

Abends Adventsessen mit meiner Mutter und meinem Bruder.



Samstag:

Ungewöhnlicher Weise ein freier Tag, an dem ich ausschlafen kann, was ich auch ausgiebig tue. Am frühen Abend dann ein vorzeitiges Weihnachtsessen mit meinem Vater, seiner Frau und meinem Bruder im schönen Restaurant "3 Schwestern" im Kunsthaus Bethanien in Kreuzberg. Große Empfehlung!

Sonntag:

Heute dann wieder LAG, wir sind thematisch schon mal in das Thema Abschlussinszenierung eingestiegen. Das ist immer eine sehr interessante Zeit, weil man anfängt, die Antennen noch stärker auf interessante Bilder, Momente und Sätze zu stellen, die in der Inszenierung vorkommen können.

Abends dann zurück nach Rostock. Die letzten Tage vor Weihnachten beginnen und ich freue mich auf noch mehr Plätzchen, Weihnachtsmusik und ruhige Tage.