Freitag, 23. Februar 2018

#freitagsgedanken – Ballast abwerfen?


Ballast abwerfen?

Manchmal kommt nach einer anstrengenden Phase eine Zeit, in der sich einiges verändert. Oder zumindest eine Zeit, die das Potential hat, dass sich in ihr etwas verändert.
Um dieses Potential auszuschöpfen, muss man aktiv werden. Als recht bequemer Mensch mag ich das Rumdümpeln gerne und empfinde allein das Wort "aktiv" in manchen Momenten abschreckend. Zum Beispiel im Begriff "Aktiv-Urlaub" ...
Aber es ist nun mal so: manchmal fühlt sich alles nach Veränderung an. Und irgendwas MUSS dann getan werden. Sonst schleicht so eine zähe Unzufriedenheit ein, die man dann mit sich mitschleppt.

Es gibt ja verschiedene Möglichkeiten, Veränderungen anzugehen.

Eine von mir gern praktizierte Variante ist die "Ich nehme alles mit, was sich anbietet"-Methode. Die ist besonders dann eine Option, wenn ich viel Zeit habe.
Letztes Jahr im Sommer habe ich beispielsweise ganz viel Kram einfach so mitgemacht, weil er in meinen Mailbriefkasten geflattert ist. Und hab dabei lustige Erfahrungen gesammelt, die ich nicht missen möchte.

Wenn ich hingegen weniger Zeit habe, neige ich zur "Alles abwerfen, was mich belastet"-Methode. Natürlich schaffe ich es nicht, allen Ballast abzuwerfen, aber es ist dann Zeit bestehende Gewohnheiten und mein Umfeld genauer unter die Lupe zu nehmen. Denn wenn ich wenig Zeit habe, merke ich erst, wie sehr mich bestimmte Dinge stören. Auch ganz banale Sachen wie ein blöder Haarschnitt.

Die letzten Monate habe ich meine Haare selbst geschnitten, ich war einfach zu geizig, um zum Friseur zu gehen. Und ich gehe generell nicht soooo gerne zum Friseur.
Aber irgendwie sah meine Frisur halt auch so aus wie selbst geschnitten und fiel nicht vernünftig. Ständig hatte ich Haare vor den Augen und war genervt. Also ging es letzte Woche Freitag endlich wieder zum Friseur. Und jetzt hab ich wieder für eine Weile Ruhe mit den Haaren. Ein befriedigender Gedanke.

Neben den Haaren musste ein Sessel unsere Wohnung verlassen. Ein Sessel, dessen Beschaffung unglaublich aufwendig war und mit einem langen Spaziergang an der Landstraße entlang durch tiefen Schnee zu tun hat, bei dem ich dann netterweise von einer Autofahrerin aufgelesen wurde, die zufällig meine Kollegin kannte ... ihr seht, eine lange Geschichte.
Also dieser Sessel, den ich aus sentimentalen Gründen von Wohnung zu Wohnung mitschleppte, stand nun schon ewig unbesessen im Schlafzimmer herum. Es hat wirklich nie jemand darauf gesessen und die Katzen haben ihn zum Toben benutzt. Vor einer Woche stellte ich ihn spontan zum Verschenken in ebay-Kleinanzeigen ein und wenige Stunden später freute sich ein junges Paar riesig über dieses Geschenk.

Ebenfalls in den Müll wanderten kaputte Socken und ein Pullover, den ich zwar richtig cool fand und den ich mal Secondhand erstanden hatte, der aber so stark nach Parfüm stank, dass kein Waschgang auch nur annähernd etwas daran ändern konnte.
Eine Mütze fiel dem Spielwahn meiner Katze zum Opfer. Sie hat mir also beim Ausmisten geholfen. Alte Tees wurden aus- und neue einsortiert, der Schreibtisch aufgeräumt und für die Notizbücher ein Magazinständer besorgt.

Nun will ich noch mehr Ballast abwerfen und Dinge ändern. Aufräumen, Strukturieren, Neuordnen. Bisherige Kurse verändern, neue Angebote ausprobieren.
Einmal einen frischen Wind durch alles hindurchwehen lassen.

Geht es euch genauso?

Montag, 19. Februar 2018

Networking in Berlin: Favoriten

Vor einer Weile habe ich über Netzwerktipps für distanzierte Persönlichkeitstypen geschrieben und mittlerweile bin ich beim Netzwerken ziemlich gut "drin".

Es gibt einige Events, die ich regelmäßig besuche, bei denen sich dann nach und ein familiäres Gefühl einstellt. Das ist richtig schön.
Ich mag kleine "Laber"-Events gern, aber auch Veranstaltungen, die straff organisiert sind und einen durch die Methodik mit anderen, fremden Menschen in Kontakt bringen.

Grundsätzlich bin ich kein großer Fan von geschlechtergetrenntem Netzwerken, ich mag am liebsten gemischte Gruppen, bei denen kein Geschlecht ausgeschlossen wird.
Natürlich verstehe ich den Sinn hinter reinen Frauennetzwerken und sie haben auch eine empowernde Wirkung, aber ich persönlich finde es gemischt einfach inspirierender.

Dennoch war ich immer sehr gern bei den Powerfrauen Berlin. Leider gibt es sie seit kurzem nicht mehr, aber so ein kleines, feines, gemütliches Netzwerk mit wenig Teilnehmern empfehle ich jedem als Einstieg in die Netzwerkerei.

Aber es gibt eine schöne Alternative – und die ist mein erster Tipp:

Name: Salz in der Suppe

Web: https://meeet.de/salz-in-der-suppe-netzwerk-event/


Warum ich das Netzwerk liebe:
Essen und Reden sind immer eine gute Kombination und bei "Salz in der Suppe" geht es genau darum. Beim Networking Lunch im Coworking-Space Meeet kommen in der gemütlichen Küche im Schnitt zwischen 4 und 10 Leuten zusammen, um gemeinsam eine Suppe zu essen und sich zu einem bestimmten Thema auszutauschen.
Es ist ein fester Ablauf vorgegeben, der aber nicht super streng gesehen wird. Das mag ich immer gern, so ist man nicht auf sich allein gestellt. Los geht´s mit dem Servieren der Suppe, dann gibt es eine kurze Vorstellungsrunde (jeder hat so lange Zeit wie ein Streichholz zum Abbrennen braucht) und im Anschluss gibt es einen kurzen Impulsvortrag zum Tagesthema – entweder von Frank Spandl, dem Meeet-Chef, oder von jemand anderem. Danach wird über das Thema diskutiert, gegessen und gelacht oder gestritten ... je nachdem.;)

Manko:
Der Netzwerkcharakter ist etwas geringer ausgeprägt als bei anderen Networking Events.

Mitgliedschaft / Teilnahme:
Es gibt keine feste Mitgliedschaft und man kann jederzeit einfach so teilnehmen. Selbst eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Also optimal für die ganz Spontanen.

Treffpunkt, Termine & Uhrzeiten:
Zweimal monatlich an einem Mittwoch, 12-14 Uhr.

Kosten:
Die Teilnahme am Event findet auf Spendenbasis statt. Jeder entscheidet, wieviel es ihm wert ist, es kann am Schluss des Events in bar in eine Spendendose eingezahlt werden.
Empfohlen wird ein Betrag von 10 €.






Weiter geht´s mit einem der aktivsten Netzwerke, die ich besuche: dem Business Netzwerken Berlin. Die Treffen finden dreimal im Monat statt, immer vormittags, und es sind auch größere Treffen für den Abend geplant. Eine regelmäßige Teilnahme ist hier unbedingt empfehlenswert!

Name: Business Netzwerken Berlin

Web:
https://www.facebook.com/groups/netzwerken.berlin/
https://www.meetup.com/de-DE/business-netzwerken-berlin/
https://www.xing.com/communities/groups/business-netzwerken-berlin-2cd5-1095815

Warum ich das Netzwerk liebe:
Ich lerne jedes Mal neue Menschen kennen, weil in 15-minütigen Einheiten 2er-Gespräche geführt werden. Mein erster Gesprächspartner wird mir vor der Vorstellungsrunde zugelost, für die beiden weiteren Runden (oder auch mehr ...) suche ich mir selbständig neue Partner.
Dieses feste Konzept finde ich großartig, weil es besonders kontaktscheuen Menschen hilft, mit anderen ins Gespräch zu kommen.
Zudem gibt es bei jedem Treffen einen 10-minütigen Vortrag von einem der Teilnehmer. Auch ich war schon mal dran und habe Tipps gegen Lampenfieber vorgestellt.

Manko:
Um nachhaltig etwas vom Netzwerk zu haben, ist eine regelmäßige Teilnahme wichtig. Das gilt zwar allgemein für alle Netzwerke, aber für dieses braucht man Zeit. Einmal im Monat sollte man auf jeden Fall dabei sein.

Mitgliedschaft / Teilnahme:
Es gibt keine feste Mitgliedschaft und man kann jederzeit einfach so teilnehmen. Eine Anmeldung per Facebook, Xing oder meetup ist aber empfehlenswert, damit die Veranstalter wissen, wer alles dabei ist.

Treffpunkt, Termine & Uhrzeiten:
Dreimal im Monat gibt es ein Netzwerktreffen, jeweils ab 10 Uhr, man sollte aber mind. 15 Minuten früher vor Ort sein.

Kosten:
Die Mitgliedschaft im Netzwerk ist kostenlos, auch die Teilnahme an den Frühstückstreffen.
Ansonsten wird nur bezahlt, was in der jeweiligen Lokalität getrunken/verzehrt wird.







Das größte Netzwerk in der Liste ist mit Abstand intrinsify.me. Thema des überregionalen Netzwerks ist New Work und die Zukunft der Arbeit. Es gibt große Wochenend-Events, kleinere Meet Ups in verschiedenen Regionen Deutschlands und Sonderveranstaltungen wie z.B. mein Workshop "Machtspielchen auf Augenhöhe?", den ich gerade für das Netzwerk gegeben habe.

Name: intrinsify.me

Web: https://intrinsify.me/


Warum ich das Netzwerk liebe:
Das Thema New Work ist wahnsinnig wichtig und bietet immer wieder interessanten Gesprächsstoff. In diesem Netzwerk kommt es mir manchmal so vor, als würde sich die intellektuelle moderne Elite der neuen Arbeitswelt versammeln – jung, achtsam, umweltfreundlich, intelligent. So taucht man immer in eine Welt ein, die ein bißchen wie eine große Zuckerwatteblase wirkt. Und das ist doch irgendwie schön.
Optimal für alle, die nicht nur Businesskontakte, sondern auch Freunde oder gute Bekannte suchen.
Die Events finden fast alle im Open Space Format statt, d.h. dass die Teilnehmer ihre eigenen Themen einbringen und dazu Sessions halten können. Selbst Sessiongeber zu sein, ist eine fantastische Möglichkeit, um sich bei mehreren Menschen gleichzeitig bekannt zu machen.

Manko:
Eben dieser Blasencharakter ist auch die Schwierigkeit bei intrinsify.me. Zudem sind die Veranstaltungsabläufe eher locker organisiert, was mich manchmal etwas nervt, weil dann die Zeiten nicht eingehalten werden (können).

Mitgliedschaft / Teilnahme:
Um zu den Veranstaltungen eingeladen zu werden, muss man sich einmal über die Website anmelden und erhält danach die Einladungen per Mail.
Man kann auch festes Mitglied werden, allerdings muss man dafür mindestens einmal ein Wevent besucht werden.

Treffpunkt, Termine & Uhrzeiten:
Es finden regelmäßige kleine (Meet Ups, ein Abend) und große Treffen (Wevents, 1-2 Tage) in verschiedenen Regionen Deutschlands statt. Zusätzlich gibt es Sonderveranstaltungen und Workshops, oft an Freitagabenden.

Kosten:
Die Meet Ups sind meist kostenlos, es wird aber um eine Spende gebeten. Die Wevents kosten etwas, den Betrag bestimmt man aber (meist) selbst.
Die feste Mitgliedschaft im Netzwerk kostet einen monatlichen Betrag nach Wahl.
Selbstverantwortung wird groß geschrieben, das gilt auch für die Preise.









Das absolute Klassentreffen unter den Netzwerkevents ist für mich das NewWorkCamp. An 1-2 Tagen kommen Menschen zusammen, beschäftigen sich ebenfalls mit Neuer Arbeit, Gesundheit und Ausgeglichenheit in der Arbeitswelt. Organisiert wird das Camp vom Barcamp-Profi Jan Theofel und von Gordon Geisler.

Name: New WorkCamp

Web: https://newworkcamp.de/


Warum ich das Netzwerk liebe:
Das NewWorkCamp hat einen stärkeren Businesscharakter als die intrinsify-Veranstaltungen und versammelt "Normalos". Ich habe dort unglaublich sympathische Menschen kennengelernt, auf die ich mich auch schon freue, wenn es das nächste Mal stattfindet.
Jan und Gordon organisieren straff und professionell, was mir sehr gut gefällt. Auch das NewWorkCamp funktioniert nach dem Open Space Prinzip. Es gibt sogar extra kleine Time-Slots nach den Mahlzeiten, für Aktiv-Sessions. Es wird also genau darauf geachtet, eine Balance aus Bewegung und Denkarbeit zu schaffen. Top! Und das Essen ist immer absolut fantastisch!

Manko:
Es findet nur einmal im Jahr in Berlin statt und kostet mehr als die anderen Netzwerke.

Mitgliedschaft / Teilnahme:
Jeder Interessierte kann sich einfach auf der Website anmelden.

Treffpunkt, Termine & Uhrzeiten:
Die Termine finden sich auf der Website. Im Schnitt findet es einmal im Jahr in Karlsruhe und einmal im Jahr in Berlin statt. Ursprünglich ging es über zwei Tage, mittlerweile nur über einen Tag, was aber auch sehr gut passt.

Kosten:
Die Kosten lagen im letzten Jahr bei 129 € für das eintägige Event, inklusive Verpflegung.




































Ich hoffe, ich konnte euch einen Einblick in verschiedene Netzwerkformate geben. Vielleicht ist ja auch das passende für euch dabei?
Wenn ihr euch allein nicht zum Netzwerken traut (ich kenne das Gefühl!), dann schreibt mir und ich nehme euch mit!

Freitag, 9. Februar 2018

#freitagsgedanken – Auf der Überholspur


Auf der Überholspur

Kennt ihr das Gefühl, wenn euch Erlebnisse und Ereignisse überrollen? Wenn irgendwie ganz viel passiert und ihr alles mitnehmt, was vorbeikommt, aber zwischendurch erschrocken denkt: huch, was war denn das gerade?

So hat mich diese Woche überrollt. Der Schaffensdrang der letzten Woche war noch präsent, da passierte plötzlich so viel anderes. Und mit den neuen Möglichkeiten und Dingen, die da passierten, kamen gleichzeitig lauter To Dos, die zu Beginn der Woche gar nicht da waren. Da kamen plötzlich haufenweise Emails und Anmeldungen, die bestätigt werden wollten. Es mussten Anfragen beantwortet werden, Fotos verschickt und Texte geschrieben werden. Streits mussten geschlichtet, Workshops geplant und neue Kontakte aufgenommen werden.
Eine volle Woche, in der erst heute ein bißchen Zeit zum Durchatmen ist. Mal wieder etwas runterkommen von diesem wilden Ritt, von dem Austausch, vom Netzwerken, vom Unterwegssein.

Ich fühl mich ein wenig auf der Überholspur, so viele neue Sachen passieren grad. Nach über einem Jahr intensivem Netzwerken zeigen sich die ersten Erfolge.
Das Dranbleiben hat sich gelohnt. Und was mich anfangs noch Überwindung kostete, macht mir mittlerweile richtig Freude.
Die Netzwerke, in denen ich unterwegs bin, sind schon fast zu Freundes-Treffen geworden. Man kennt sich, man mag sich, man freut sich über ein Wiedersehen. Vor einem Jahr hätte ich das noch nicht für möglich gehalten.


Im Kontakt mit anderen, die nun meine Arbeit kennenlernen, merke ich, dass das Theaterspiel an Ansehen gewinnt. War das Wort "Theater" vor einiger Zeit im Business-Kontext noch extrem abschreckend, so öffnen sich die Menschen jetzt immer mehr. Denn die klassischen Seminare und Trainings, in denen jemand einem erzählt, dass im Himmel Jahrmarkt ist und man ja nur, dies, das und jenes machen müsse, helfen meist nicht wirklich weiter.
Hand auf´s Herz: wer ändert nach so einem Vortrag wirklich etwas in seinem Leben? Wer probiert eine andere Verhaltensweise aus? Ich nicht.
Wenn ich es jedoch spielerisch tatsächlich mit meinem eigenen Körper ausprobiere, ist die Hemmschwelle, das Erlernte auch im Alltag anzuwenden, deutlich geringer. Denn ich weiß ja schon wie es sich anfühlt.

Ein bißchen schwirrt mir im Moment der Kopf. Ich habe nachts Träume, in denen ich Termine vergesse und mich komplett verzettele. Und aus der Angst, vor einem bestimmten wichtigen Termin krank zu werden, ist die Angst geworden, ÜBERHAUPT krank zu werden. Denn in den nächsten Wochen stehen plötzlich so viele Termine an.


Die Überholspur ist nicht gerade die entspannendste, aber dafür die aufregendste. Ich freue mich, wenn bei allen neuen Projekten, die gerade anlaufen, ein Plan feststeht und eine gewisse Routine eingekehrt ist. Wenn man weiß, wie der Hase läuft, und alles wieder ruhiger zugeht.

Bis dahin: volle Fahrt voraus!

P.S.: Am 19. Februar starte ich mit euch mit vollem Körpereinsatz in die Woche, beim Impro-Morgen im Meeet West, den ich ab jetzt einmal im Monat leite. Na, wer ist dabei?


Mittwoch, 7. Februar 2018

Recap/Preview #10



Es ist kalt, es ist Februar, es ist Faschingsmonat ... Zeit für Recap #10!


Es wird brutal ...
... in den Aufführungen der Theatergruppe Vorspiel, die Shakespeares "Der Sturm" spielen. Die witzig-spannende Inszenierung mit fulminantem Schluss könnt ihr am 23. und 24. Februar im Theater Verlängertes Wohnzimmer und am 10. März in der Kulturfabrik Moabit bestaunen.

Auch die Hütchenspieler aus dem aktuellen Gruppendrang-Kurs haben sich dem düster-kriminellen Genre verschrieben und präsentieren das Krimi-Stück "Und dann gab´s keines mehr" im April auf der Bühne.


Workshop-Zeit
 Der Workshop "Machtspielchen auf Augenhöhe?" für intrinsify.me war ein voller Erfolg. Dreizehn Teilnehmer probierten gemeinsam Status aus und analysierten Situationen aus Alltag und Berufsleben. Für den Herbst ist eine Wiederholung geplant. Zudem geht es im November mit dem Workshop voraussichtlich nach Köln, zum dortigen intrinsify-Netzwerk. Yeah!

Und es folgt sogleich der nächste Streich: am 12. Februar wird endlich der Gründerwoche-Workshop "Ich so: Och bitte! Die andern so: Nö!" nachgeholt!

Jetzt im Februar findet auch zum ersten Mal ein "Vorglühen"-Workshop statt. Zwei Stunden lang werden die Teilnehmer sich zum Thema "Körper & Bewegung" in verschiedenen Theaterspielen und -übungen austoben. Dieser erste Workshop ist leider schon ausgebucht, aber im April gibt es den nächsten, zum Thema "Text & Stimme". Im Juni widmet sich dann ein Workshop dem Thema "Improvisation". Ich bin gespannt! Alle Infos und Termine findet ihr hier: Klick!


Rampensau
Auch ich werde wieder die Bretter betreten, die die Welt bedeuten. Und zwar am 07. April, beim nächsten "Theater à la carte" in der WerkStadt in Berlin-Neukölln.
Ihr werdet mich in einem kurzen Mini-Theaterstück sehen, das der erste Teil einer Trilogie wird. Das Thema wird erst später verraten ... seid gespannt!



Freitag, 2. Februar 2018

#freitagsgedanken – Schaffensdrang


Schaffensdrang

Als ich Sonntagabend ins Bett ging, hatte ich plötzlich eine Idee. Ich dachte sie intensiv durch und Montagfrüh konnte ich nach dem obligatorischen Katzenfüttern in den allerfrühesten Morgenstunden nicht wieder richtig einschlafen, denn die Idee musste komplett zu Ende gedacht werden.
Eine Stunde später stand ich endlich auf, schnappte mir meinen Rechner und notierte mir das Konzept für ein dreiteiliges Mini-Theaterprojekt. Anschließend erstellte ich mir ein geheimes Pinterestboard und füllte es mit unzähligen Bildern, Kostümideen, Plakatinspirationen und viel mehr.
Einen Tag später durchforstete ich meinen Bücherschrank wütete auf ebay, auf der Jagd nach der perfekten Perücke und weiterer Literatur.

Es ist ein Projekt, das ich ganz allein realisieren kann und mit dem ich somit sofort starten kann.
Das Thema ist eines meiner allerliebsten Themen, eines, das ich schon immer auf die Bühne bringen wollte. Es wird Texte aus Stücken und Geschichten beinhalten, die schon ewig auf meiner Inszenierungsliste stehen. Eine Welt, die nach ruhigen Bildern schreit und mystisch-kraftvolle Texte bereithält. Eine aufregende, eine dunkle, eine geheimnisvolle Welt voller Freiheit.

Diese Idee hat mich überrollt, komplett aus dem Nichts. Die letzten Wochen waren anstrengend, manchmal zäh und kräftezehrend. Nicht umsonst war ich im Schlafmodus, habe viel Zeit in Ruhe zu Hause verbracht – immer dann, wenn ich eben ein paar Stündchen zu Hause hatte.
Die kleinen Pausen reichten, um die Akkus aufzuladen. Aber nicht, um die große Maschine anzuschmeißen.

Nun hatte ich einen ganzen Sonntag in Ruhe, ja fast ein ganzes Wochenende. Ich war seit Ewigkeiten mal wieder im Kino, am Sonntagvormittag, bei "Kedi – von Katzen und Menschen". Ein wunderschöner Film by the way.
Und mit der Ruhe kam der Schaffensdrang. Der taucht immer dann auf, wenn ich Zeit habe, richtig Zeit zum Denken.
Mein Schaffensdrang begleitet mich seit meiner Kindheit, mal mehr, mal weniger stark. Neben meiner Arbeit, die ich liebe, in der ich aber bei den Projekten immer nur dabei bin, immer als Coach helfe und gemeinsam mit einer ganzen Gruppe ein Projekt erarbeite, brauche ich noch zusätzlich Projekte, in denen ich mich künstlerisch austoben kann.

Mit der Genossenschaft haben wir eine meiner liebsten Inszenierungen geschaffen, das Live-Hörspiel "Eins, Zwei, Drei". Und noch immer habe ich nicht genug davon, ich könnte es jederzeit wieder aufführen, soviel Spaß macht das Spiel und Zusammensein und Erschaffen mit meiner kleinen Genossenschaft.
Doch dieses Grüppchen illustrer Menschen pausiert gerade, da ein Baby dazugekommen ist.

Wohin nun mit meinem Schaffensdrang? Klar: Basteln, Stricken, Stempelschnitzen ... all das könnte ich machen, aber es ist nicht das gleiche, es ist nicht komplex genug.
Ein eigenes Theaterprojekt – und sei es auch noch so klein – hat genau die richtige Komplexität. Ich inszeniere wahnsinnig gern, und das am liebsten im großen Stil. Das heißt, dass ich nicht nur das Bühnengeschehen kreieren will, sondern auch und vor allem alles andere drumherum. Quasi die CI des Theaterstücks, inklusive Kostüme, Bühnenbild, Licht, Musik, Text und Flyer.
Ich liebe es, wenn alles aus einem Guss ist – und wenn alles genau so ist, wie ich es mir wünsche.

Jetzt seid ihr neugierig, ne? Aber ich werde (noch) nichts erzählen. Ganz einfach, weil einem alle reinreden, sobald man erwähnt, was man machen möchte. Das ist lieb gemeint, aber mit jeder Nachfrage und jeder Assoziation, die jemand hat, verändert sich das Projekt in eine andere Richtung – oder meine Motivation verändert sich, je nachdem. Also beiße ich mir erstmal noch auf die Zunge. Aber bald erfahrt ihr mehr, versprochen!

Schon mal soviel: Es sollen drei kleine Theaterstückchen à 15-20 Minuten werden, die ich gern einzeln auf Veranstaltungen wie "Theater à la carte" in der WerkStadt oder beim "Theatertaster" im Fincan spielen möchte. Ich werde allein spielen. Und wenn ich das irgendwann mal geschafft habe und es mir immer noch Spaß macht ... dann gibt´s vielleicht auch mal alle drei Stückchen an einem Abend als Trilogie.
Ach, und am ungewöhnlichsten ist: es wird ausnahmsweise mal keine Komödie!

Jetzt lasse ich mich weiter von meinem Schaffensdrang ziehen ... bis bald!


Mittwoch, 24. Januar 2018

#monthlyfavourites - Januar-Lieblinge



Es ist wieder Zeit für die Lieblinge des aktuellen Monats - die #monthlyfavourites im Januar! 




Zum Arbeiten

Die Vorspieler treten in wenigen Wochen mit "Der Sturm" auf! Diese braune Holzspieldose, die ich auf ebay gefunden habe, spielt in der Inszenierung eine wichtige Rolle und ich liebe sie heiß und innig, deswegen trage ich sie jede Woche zur Probe hin und wieder zurück, sie ist also oft an meiner Seite.

Schon vor einer Weile bestellte ich mir zur Probe einmal die "my little box", als es eine Sonderedition in Zusammenarbeit mit Asos gab. Die Produkte kamen in einer tollen Tasche, die die perfekte Größe hat, um geschäftlichen Kram zusammenzuhalten.
Nach Hamburg reiste ich für die 2,5 Tage nur mit Handgepäck und packte Kalender, Notizbuch, Ladekabel, Kugelschreiber, iPods und Bustickets zusammen in diese Tasche, damit die Sachen nicht wild in meiner Reisetasche herumfliegen. Als ich zurückkam, habe ich dieses Prinzip einfach beibehalten und die Tasche hat mich schon zu mehreren Proben und Events begleitet. Deep Love!

In der letzten flow-Zeitschrift war wie immer ein Jahreskalender. Ganz meditativ habe ich die vorgestanzten Kärtchen voneinander getrennt und auf ein Band aufgefädelt. Jetzt kann ich jeden Tag ein neues Zitat, einen interessanten Gedanken oder einen guten Tipp mit in den Tag nehmen.

Wo wir gerade beim Thema Kalender waren: diese kleinen Sticker habe ich mir in Hamburg bei Monki gekauft. Es sind eigentlich Nail Sticker, ich klebe sie mir jedoch in meinen Kalender, um ihn etwas unterhaltsamer zu gestalten.

Zwei weitere extrem wichtige Essentials waren diesen Monat mein Handy, ohne das ich in Hamburg aufgeschmissen gewesen wäre, sowie meine Armbanduhr, die ich endlich mit neuen Batterien versehen habe.


 
Zum Aufhübschen


Ich bin grad (mal wieder) ein bißchen auf dem 80s-Trip. Den Großteil des Januars wohne ich in einem riesigen, knallblauen Monster-Pullover, mit dem ich mich wie in einem Wham-Musikvideo fühle.
Dazu trage ich am liebsten große Ohrstecker, die den Look noch unterstreichen, wie diese blauen Dreiecke und die gelben Neon-Klunker, die ich ebenfalls bei Monki ergatterte.

Für komplettes MakeUp bin ich im Moment oft zu faul, trage aber trotzdem fast täglich Lippenstift, wenn ich zu Terminen gehe. In einer Limited Edition von Catrice gab es diese drei Glitzerlippenstifte, einen in Rot, einen in Lila und einen in dunklem Pink (s. Bild). Zu meinem 80s-Vibe, der mich durch den Januar getragen hat, waren sie perfekt.
Solche Glitzerlippenstifte sind ziemlich kratzig, deshalb ist Lippenpflege diesen Monat ein Fetisch von mir. Unterwegs habe ich immer den Lipbalm von Wild & Wolf dabei, ein Weihnachtsgeschenk meines Bruders. Zu Hause nutze ich eine selbstgemachte Lippenpflegecreme mit Kakaobutter und Honig, den ich in ein kitschiges Engelsdöschen gefüllt habe.

Da es mir nicht genug glänzen und glitzern konnte, haben auch meine Nägel gefunkelt, am liebsten in Silber-Glitzer und Metallic-Blau. Der dunkelblaue Lack von Kiko ist ein Geschenk meines Mannes, die anderen beiden sind aus einer aktuellen Limited Edition von Catrice.



Zum Lesen

Wat is denn hier los? Soviel Kram in der Lesekategorie??? Ja, durch das neue Vorleseritual mit meinem Mann habe ich sowohl englische Kurzgeschichten über Sherlock Holmes sowie auch den zweiten Bob-Band gelesen. Natürlich bis jetzt alles nur auszugsweise, noch nicht komplett.

Im Adventskalender waren diese sehr süßen Eulenlesezeichen, mal wieder ein Geschenk meines Mannes. Die kommen bei mehreren Büchern natürlich sehr gelegen.



Zum Essen

Ich habe momentan öfter das Gefühl, ich könne gleich krank werden. Bin ich bis jetzt aber noch nicht. Um es weiterhin zu verhindern, esse ich kleine Physalis-Vitaminbömbchen.



Zum Stöbern

Dieses Mal nichts zum Lesen, sondern etwas zum Basteln und Rumspielen. Bevor ich nach Hamburg fuhr, habe ich mir die Clips-App installiert und damit nebenbei ein kleines Reisevideo erstellt. Die App macht Spaß, ist einfach zu bedienen, frisst aber natürlich auch ein bißchen Batterie.

Eine Werbekampagne hat mich diesen Monat sehr unterhalten, und zwar von der Marke Karlwrong. Die Jogginghosen finde ich ehrlich gesagt recht uninteressant, aber sie haben eine witzige Kampagne geschaffen. Hier findet ihr alle Videos der Kampagne:
https://karlswrong.com/pages/stay-comfortable-with-jurgen-vogel
Und hier ein Beispiel:





Zum Hören

Ein wirklich wunderbares Hörbuch hat mich nach Hamburg begleitet und ich musste mich wirklich zusammenreißen, im Flixbus nicht dauernd laut loszulachen. Aus Sven Regeners Herr-Lehmann-Reihe habe ich nun endlich "Wiener Straße" gehört und es ist sehr, sehr witzig ... WENN man "Herr Lehmann" mag.;) Das ganze Hörbuch gibt es bei audible, hier ein Ausschnitt:




Ähm ja, 80s-Vibe hatte ich erwähnt, oder? Über den Blog Amazed bin ich auf diesen coolen Song gestoßen:





Durch einen der Vorspieler und den Facebookpost einer Freundin bin ich über Annen May Kantereit gestolpert. Ja, lacht nicht, ich bin wirklich, wirklich, wirklich uninformiert über aktuelle Musik, da ich kein Radio höre und sich seit Jahren bei mir Beach Boys, Frank Sinatra und AC/DC in iTunes tummeln.
Auf jeden Fall hab ich wahllos einige Annen May Kantereit Songs mit nach Hamburg genommen und sie haben perfekt zur Stimmung gepasst. Zudem haben mich die Songs an meine Jugendzeit und die ganzen Abende bei Schulbandauftritten und Bandwettbewerben erinnert. Ich war so´n typisches Groupie, das von den Bands noch nicht mal mit dem Hintern angeguckt wird.:D
Hier einer meiner Favoriten:






Zum Anschauen

Der Januar war der Monat der Fortsetzungsstaffeln! Und was für welche, uiuiui!

Eines der größten Highlights war Dirk Gently´s Holistic Detective Agency Staffel 2. Diese Serie hat MIT ABSTAND die besten Frauenrollen, die ich je in einer Serie gesehen habe. So awesome!
Es wird übrigens keine weitere Staffel mehr geben. Ich gehe jetzt mal weinen ...





Lang erhofft und endlich online: die vierte Staffel von "Rita"! YES!!! Wer diese sehr unterhaltsame, witzige und berührende dänische Serie über eine Bad Ass Lehrerin noch nicht kennt, sollte jetzt unbedingt starten. Am besten auf Dänisch mit deutschen Untertiteln!
Zur aktuellen Staffel hab ich keinen Trailer gefunden, aber dafür zur ersten:





Mit Star Trek Discovery geht es nun im Januar endlich weiter und es kommen so einige Plot-Twists, die einen wirklich überraschen. Und ich bin ziemlicher Fan von den Uniformen im Parallel-Universum. Kann ich die bitte für die Bühne haben?




Ebenfalls weiter ging es mit "The Crown"!  Ebenfalls eine sehr intensive und interessante Staffel:





Für verregnete Sonntage empfehle ich die BBC Dokureihe "Big Cats", in der alle möglichen wildlebenden Katzenarten auf der Welt gezeigt werden. Am entzückendsten ist die kleinste Katze:

Freitag, 19. Januar 2018

#freitagsgedanken – Langsamkeit


Langsamkeit

Seit über einer Woche bin ich wieder zurück in Berlin und gefühlt nur unterwegs. Das stimmt zwar nicht wirklich, aber es kommt mir so vor. Ein bis drei Termine pro Tag sind gerade der Standard.
Die Stunden, die ich zu Hause bin, verbringe ich dann im Schneckentempo. Mit Absicht.

Kennt ihr das Gefühl, wenn ihr denkt, ihr werdet krank, aber es passiert nichts?
Das schleppe ich seit meiner Ankunft in Berlin mit mir rum. An manchen Tagen stärker, an anderen Tagen kaum merkbar.
Ich weiß, dass ich´s jetzt nicht übertreiben darf. Letzten Sonntag hatte ich eine Extraprobe im Theater, 6 Stunden lang. Mit An- und Abreise sind es 8 Stunden. Solche Tage schlauchen ganz schön und sind saukalt. Besonders wenn man nicht selbst auf der Bühne steht, sondern nur im Publikum sitzt.

Diesen Sonntag habe ich wieder eine Extraprobe, immerhin zwei Stunden kürzer. Heute Abend ist mein intrinsify-Workshop.
Also bin ich langsam, gaaaanz langsam.
Zu Hause arbeite ich vom Bett aus, meine frisch operierte Katze G'Kar im Blick. Die Langsamkeit, die ich freiwillig wähle, wurde ihr nämlich aufgezwungen.
Mit einem Trichter auf dem Kopf marschiert sie ärgerlich durch die Gegend, weil sie nicht so toben kann, wie sie es gewohnt ist. Für einen Tag haben wir den Trichter abgemacht und sie rastete komplett aus, um alles an Bewegung nachzuholen, was ihr vorher verwehrt war. Leider ließ sie die OP-Narbe nicht in Ruhe. Also kam der Trichter wieder drauf. Und die Langsamkeit von vorher ist wieder da.

Sie hasst diese Langsamkeit, ich genieße meine. Ich brauche die langsame Gangart jetzt. Ich will im Moment die meiste Zeit einfach nur meine Ruhe haben. Rumliegen, Löcher in die Luft starren, Pinterest durchstöbern, Netflix gucken, Tee trinken, Kuchen essen.

Die letzten zwei Wochen hatte ich erstmal genug Aufregung.
Termine habe ich im Moment so einige, aber im Home-Office geht mit der Langsamkeit auch eine ziemliche Faulheit einher. Es gibt nichts dringliches, aber ich könnte natürlich vorarbeiten, Blogartikel schreiben etc.

Nächste Woche ist es ruhiger und ich kenne mich: bestimmt habe ich dann irgendwann wieder Hummeln im Hintern und will Sachen unternehmen.
Im Moment ist es jedoch terminmäßig noch nicht ruhig. Da stehen Workshops, Netzwerktermine und lange Proben an.

Ich liebe es, im Winter draußen zu sein, dick eingepackt, während der Schnee fällt.
Aber abends ist dann der Kopf ganz schön erhitzt und der Körper abgekühlt, auch wenn ich in Thermoleggings und Kuschelpulli unterwegs bin.

Deshalb wird das jetzt knallhart durchgezogen mit der Langsamkeit. Schlafhose an und mit dem Laptop auf´s Bett. Besser geht´s nicht.