Freitag, 19. Januar 2018

#freitagsgedanken – Langsamkeit


Langsamkeit

Seit über einer Woche bin ich wieder zurück in Berlin und gefühlt nur unterwegs. Das stimmt zwar nicht wirklich, aber es kommt mir so vor. Ein bis drei Termine pro Tag sind gerade der Standard.
Die Stunden, die ich zu Hause bin, verbringe ich dann im Schneckentempo. Mit Absicht.

Kennt ihr das Gefühl, wenn ihr denkt, ihr werdet krank, aber es passiert nichts?
Das schleppe ich seit meiner Ankunft in Berlin mit mir rum. An manchen Tagen stärker, an anderen Tagen kaum merkbar.
Ich weiß, dass ich´s jetzt nicht übertreiben darf. Letzten Sonntag hatte ich eine Extraprobe im Theater, 6 Stunden lang. Mit An- und Abreise sind es 8 Stunden. Solche Tage schlauchen ganz schön und sind saukalt. Besonders wenn man nicht selbst auf der Bühne steht, sondern nur im Publikum sitzt.

Diesen Sonntag habe ich wieder eine Extraprobe, immerhin zwei Stunden kürzer. Heute Abend ist mein intrinsify-Workshop.
Also bin ich langsam, gaaaanz langsam.
Zu Hause arbeite ich vom Bett aus, meine frisch operierte Katze G'Kar im Blick. Die Langsamkeit, die ich freiwillig wähle, wurde ihr nämlich aufgezwungen.
Mit einem Trichter auf dem Kopf marschiert sie ärgerlich durch die Gegend, weil sie nicht so toben kann, wie sie es gewohnt ist. Für einen Tag haben wir den Trichter abgemacht und sie rastete komplett aus, um alles an Bewegung nachzuholen, was ihr vorher verwehrt war. Leider ließ sie die OP-Narbe nicht in Ruhe. Also kam der Trichter wieder drauf. Und die Langsamkeit von vorher ist wieder da.

Sie hasst diese Langsamkeit, ich genieße meine. Ich brauche die langsame Gangart jetzt. Ich will im Moment die meiste Zeit einfach nur meine Ruhe haben. Rumliegen, Löcher in die Luft starren, Pinterest durchstöbern, Netflix gucken, Tee trinken, Kuchen essen.

Die letzten zwei Wochen hatte ich erstmal genug Aufregung.
Termine habe ich im Moment so einige, aber im Home-Office geht mit der Langsamkeit auch eine ziemliche Faulheit einher. Es gibt nichts dringliches, aber ich könnte natürlich vorarbeiten, Blogartikel schreiben etc.

Nächste Woche ist es ruhiger und ich kenne mich: bestimmt habe ich dann irgendwann wieder Hummeln im Hintern und will Sachen unternehmen.
Im Moment ist es jedoch terminmäßig noch nicht ruhig. Da stehen Workshops, Netzwerktermine und lange Proben an.

Ich liebe es, im Winter draußen zu sein, dick eingepackt, während der Schnee fällt.
Aber abends ist dann der Kopf ganz schön erhitzt und der Körper abgekühlt, auch wenn ich in Thermoleggings und Kuschelpulli unterwegs bin.

Deshalb wird das jetzt knallhart durchgezogen mit der Langsamkeit. Schlafhose an und mit dem Laptop auf´s Bett. Besser geht´s nicht.


Freitag, 12. Januar 2018

#freitagsgedanken – Eine andere Welt


Eine andere Welt

Ich bin zurück. Aus einer anderen Welt.
Genauer gesagt: von meiner ersten Geschäftsreise. Nach Hamburg.

Wie jetzt, andere Welt?! Hamburg ist gerade mal drei Stunden Flixbus-Fahrt von Berlin entfernt und ebenfalls eine Großstadt.
Ja, schon. Aber dennoch war ich für zweieinhalb Tage in einer anderen Welt. In einer dunklen, kalten, windigen, anstrengenden, manchmal deprimierenden und dennoch interessanten Welt.

Für zwei Tage bin ich eingetaucht in die 9-to-5-Arbeitswelt. Die Wel, in der man im Dunkeln losgeht und im Dunkeln wieder nach Hause kommt.
In die Welt der Betreuungsfachkräfte in einem Pflegeheim in der Nähe von Hamburg. In die Lebenswelt von Demenzerkrankten und denen, die ihnen das Leben erleichtern. In das klassische Modell der Arbeit, noch ganz ohne New Work.

Und gleichzeitig in eine Welt, in der Menschen ihr Herzblut in ihre Arbeit stecken. In der eine winzige Chihuahua-Hündin einer alten Frau Tränen in die Augen treibt, wenn sie dieses kleine Lebewesen fest an sich drückt, in Erinnerung an ihren Dackel.

Zugleich war ich in einer Welt, die ich nur als Zuschauer erleben kann. Ich schlief in einem ehemaligen Bordell auf der Reeperbahn mit blinkend roten Lichtern vor den Fenstern. Lange stand ich an diesem Fenster, schaute hinaus in diese fremde Welt.
Es war eine kühle, melancholische Welt. Eine Welt, in der man allein ist und sich dennoch genügt. Irgendwie.

Und während ich in dieser Welt saß, in einem blau-gestrichenen Bordellzimmer mit silbernem Stierkopf über dem Bett, erreichte mich eine Nachricht, die mich traurig machte, eine große Lebensumstellung bei einem Familienmitglied, ein Krankenhausaufenthalt.

Ich saß im Bad auf den schwarzen Fliesen, an die mit silber-glitzernden Minikacheln besetzte Wand gelehnt, und weinte.
Es tat gut und ich war dankbar für dieses kleine, kühle Reich, das ich als Rückzugsort hatte, dieses blaue Zimmer mit der hellblauen Satinbettwäsche, die mir jede Nacht vom Körper rutschte.
Ich hatte diese Welt liebgewonnen, sie war für kurze Zeit mein Zuhause geworden.

Auf dem plüschigen Flur, der nach Rauch und Parfum roch, und zwar ganz genauso wie die Wohnung meiner Oma früher, machte ich mir einen Tee und war dankbar für die Erfahrung.

An den Abenden ging die Sonne unter, während ich in Hamburg einfuhr, und ich rannte fast Richtung Wasser. Noch schnell die Speicherstadt angucken, noch schnell zu den Landungsbrücken. Ein bißchen leise klatschende Wellen und ein paar Schiffe sehen.

Auf der Rückfahrt war ich schrecklich müde. Die Tage haben geschlaucht und ich wusste, dass dies derAlltag für so viele Menschen ist.
Mir waren mein eigenes Leben und meine eigene Arbeitsweise fast ein bißchen peinlich. Dieser unglaubliche Luxus der freien Zeiteinteilung. Der unglaubliche Luxus, zu tun, was mir Freude macht.

Es war eine wichtige Reise. Sie hat mir gezeigt, wie ich arbeiten und wie ich nicht arbeiten will.
Was für ein fucking priviligiertes Leben ich eigentlich führe.
Und wie verdammt wichtig die New-Work-Bewegung ist.




Freitag, 5. Januar 2018

#freitagsgedanken – Über die Freiheit


Über die Freiheit

Nach einem entspannten und schönen Silvester war auf einmal Neujahr. Ein neues Jahr, ganz frisch und unverbraucht, bereit zum Bespielen.
Ich ging durch die ersten Tage mit einer Mischung aus Leichtigkeit und Aufregung. Ich erinnerte mich an wunderbare Erlebnisse und Momente in 2017 zurück ... wie den Tag, an dem wir spontan nach Warnemünde fuhren, im Oktober, und abends im Sonnenuntergang, eingepackt in Mantel und Schal, in einer Strandbar saßen und Cocktails tranken, um uns danach im Dunkeln im Restaurant mit einem Tee aufzuwärmen und mit dem letzten Flixbus des Tages wieder zurück nach Berlin fuhren.

Ich erinnerte mich und war dankbar für die Freiheit, die ich habe. Und auch für die Freiheit, die ich mir nehme.
Besonders die Freiheit, eigene Entscheidungen zu treffen.

Übermorgen geht es nach Hamburg auf meine erste kleine Geschäftsreise. Diese Reise entstand – wie fast alles im Leben – als Folge meiner Entscheidungen. Als mich 2016 eine Email von Mark-Peter Althausen erreichte und er schrieb, dass er Kontakte aus dem künstlerischen Bereich suche und mir eine kostenlose Teilnahme an seinem Seminar zur Pflege von Menschen mit Demenz anbot, entschied ich mich hinzugehen. Und so entstand ein wunderbarer, fruchtbarer Kontakt und wir halten nun unser erstes gemeinsames Seminar in einem Pflegeheim.

In der Wochenmitte erhielt ich einen Anruf einer Mitspielerin einer meiner Gruppen, die mir eine private Situation schilderte, die schockierend war. Ihre Entscheidungsfreiheit wurde bestraft und sie muss sich diese Freiheit gerade mühsam aufrecht erhalten beziehungsweise erkämpfen.
Gemeinsam mit der Gruppe beratschlagten wir, wie wir nun vorgehen, entschieden uns für ein Verschieben des ersten Aufführungswochenendes und ich fühlte, was für eine wunderbare Kraft eine gemeinsame Entscheidung haben kann.
Eine Entscheidung, die wir gemeinsam treffen, kann uns stärken, uns Sicherheit geben, uns Geborgenheit schenken. Man teilt sich die Verantwortung und wächst ein Stückchen mehr zusammen.

Mit einer eigenen Entscheidung nur für uns selbst hingegen pushen wir unser Selbstvertrauen und übernehmen Selbstverantwortung. Etwas, was gar nicht leicht ist, für uns aber enorm wichtig.

Die Möglichkeit, eine Entscheidungsform zu wählen, ob gemeinsam oder allein, das ist Freiheit.

Heute früh las ich in meinem kleinen flow-Kalender ein Zitat des niederländischen Philosophen Joep Dohmen:

Das Leben ist irgendwann zu Ende, also will es unterwegs gelebt werden. Es hilft, wenn wir uns bewusst machen, dass alles, was wir tun, endlich ist. Die Endlichkeit verleiht unserem Leben Bedeutung und einen Sinn.
Ja, unser Leben ist endlich. So endlich, dass wir den Luxus der Entscheidung, den Luxus der Freiheit genießen sollten – in jedem Moment, den wir ihn haben. Wer weiß, wie oft wir das noch können. Noch 10 Minuten? Noch 10 Monate? Noch 10 Jahre?


Also dann doch lieber schnell noch die Freiheit ausnutzen. Und mit Freude Entscheidungen treffen!

Freitag, 29. Dezember 2017

Jahresrückblick 2017



Ganz traditionell blicke ich am Ende des Jahres noch einmal zurück auf alles, was passiert ist.

Das Jahr 2017 begann schrecklich. Am 08. Januar starb meine Katze, in meinen Armen. Die Trauerarbeit war intensiv und anstrengend und dauerte Monate. Auch jetzt gibt es ab und zu Situationen, in denen ich an sie denken muss und die Tränen kommen. Aber das ist das Leben. Es ist nur dann erfüllt, wenn es auch Schmerz enthält.

Wenn ich jetzt in den Kalender schaue und auf den Januar 2017 gucke, bin ich ganz überrascht, was alles fast zeitgleich stattfand und dass das Leben dennoch einfach weiterging.

Es war ein Jahr mit Premieren:
  • für die Vorspieler kreierten Florian und ich erstmalig einen eigenen Musiktrack, unseren Werbe-Jingle für die fiktive Firma "Dreams Inc."
  • erstmalig machte ich eine Woche "Arbeitsurlaub", also quasi Workation an der Ostsee – Großartig!
  • zum ersten Mal wurde ich für einen Blog interviewt, bei der lieben Lydia von Büronymus – und interviewte sie ebenfalls
     
  • ich hielt meinen ersten Vortrag in diesem Jahr (Thema "Lampenfieber") – und vor wenigen Wochen gleich meinen zweiten (Thema "Statusverhalten in der digitalen Welt")

Somit vertieften sich auch gleich die ersten Netzwerkkontakte, die ich auf Barcamps gesammelt hatte. Es wurde einander besucht, interviewt und gemeinsame Workshops geplant. Endlich entstand die Art von Netzwerk, die ich mir gewünscht habe.

Insgesamt würde ich es das Jahr des Netzwerkens nennen. Ich fand heraus, welche Netzwerkformate mir am meisten Spaß machen und besuchte zuerst intrinsify.me Meet Ups, wo ich den wunderbaren Michael Schiller kennenlernte, einen meiner liebsten Kontakte in 2017.
Weiterhin war ich bei den Powerfrauen, hatte Spaß beim "Salz in der Suppe" im Meeet, wo ich Sylvia von Froreich traf, mit der ich immer mal wieder gern im Café sitze und über Selbstverantwortung rede.
Als letztes und gleichzeitig intensivstes Netzwerkevent kam das Business Netzwerken Berlin dazu.
Hier lernte ich so viele tolle Leute kennen, wie z.B. Barbara Fischer, Felix Behm, Dorothea Hegele und Karin Rasmussen, mit der ich vielleicht im neuen Jahr zusammenarbeite. Ich sah auch Nils Wiemer Wiemers wieder (, den ich vom Barcamp Berlin schon kannte) und freue mich jedesmal, wenn er dabei ist.
Wie schon im Jahr davor war ich wieder beim LifeWorkCamp alias NewWorkCamp dabei, schaute bei der Gründermesse rein und spazierte bei Johanna Madraschs Walk und Talk im Grunewald mit.

Ich habe das Gefühl, meine Art des Networkings gefunden zu haben, eine Art Routine und eine neue Offenheit. Es entwickeln sich gerade großartige Kooperationen für 2018, auf die ich mich wahnsinnig freue, wie der Workshop "Machtspielchen auf Augenhöhe?" für intrinsify.me.

In meinem Blog startete ich nach dem Ende der #wertekatalog-Reihe die neue Serie #freitagsgedanken. Die werde ich noch eine Weile in 2018 fortführen und dann mal schauen, auf was ich als nächstes Lust habe.

Wie immer dachte ich, zu wenig Theaterstücke besucht zu haben, aber bin beim Nachzählen doch auf zwölf Stück gekommen. Wow!
Hinzu kommen natürlich noch die eigenen Inszenierungen: Anfang des Jahres traten die Spielschauer mit "Gerüchte, Gerüchte" auf, es folgten die Vorspieler mit "DREAMS INC." und im Frühjahr war der Gruppendrang-Kurs #3 dran mit "Suite Dreams". Im Herbst hatten die Spielschauer dann ihr neues Stück parat – "Die Schule der Diktatoren", mit Michael Schiller an der Technik (wie schnell das Netzwerken doch Früchte trägt ... Danke Michael!). Gleichzeitig startete der mittlerweile schon vierte Gruppendrang-Kurs.
Zwischendurch stand ich auch kurz zweimal selbst auf der Bühne, mit einer "Not-Lesung" bei André Schneider in der WerkStadt und mit zwei meiner Genossen, beim Theater-Taster im Fincan – natürlich mit einem Hörspiel-Theaterstückchen.

Dieses Jahr wurde unglaublich von all den Lebewesen um mich herum bestimmt. So viele neue Kontakte, die mir schnell ans Herz wuchsen, aber auch liebe Freunde, Bekannte und Kunden, die mich in diesem Jahr begleiteten, zum Lachen brachten, ablenkten und überraschten.
Meine Freundin Carmen besuchte mich an der Ostsee, Katja überraschte mich mit einem Ausflug in die Katjes-Fabrik und das Maria-Stuart-Team feierte mit mir in meinen Geburtstag rein. Kudamm-Bummel, Theaterbesuche, Picknicks, gemeinsame Dinner und lustige Hoffice-Tage sorgten für ausgelassene Stimmung.
Die meiste Zeit verbrachte ich jedoch mit zwei ganz neuen Mitbewohnern: G'Kar und Londo, meine Katzen. Im März wurden sie geboren und im Mai zogen sie bei uns ein – noch ganz klein und unglaublich niedlich. In den letzten Monaten sind wir zusammengewachsen, lernen uns immer besser kennen, verstehen einander und entwickeln Routinen und Rituale. Ich freue mich auf all die gemeinsamen Jahre, die noch kommen werden, und will mir ein Leben ohne diese beiden Rabauken gar nicht mehr vorstellen.









 

 

Meine Favoriten 2017



Meine drei liebsten Blogartikel:

"Ich bin kein Sexist, aber ..."

#wertekatalog – Top Ten

#freitagsgedanken – Meine Ängste und ich



Meine Theaterinszenierung des Jahres:

Biografie: Ein Spiel im Deutschen Theater



Mein Foto des Jahres:
























Die Werbespotszene aus DREAMS INC. der Gruppe Vorspiel.



Meine Top 3 Songs des Jahres:

Den ganzen Sommer über hatte ich den Song ständig im Ohr, wenn ich durch die Straßen lief. Und auch jetzt findet er sich noch in regelmäßigen Abständen auf meinem iPod. I love it!





Der hier gehört zur gleichen Kategorie: erfrischend, schnell und immer auf dem iPod mit dabei. Damit läuft es sich gleich viel schwungvoller durch die Stadt.





Meine Freundin Eva wirkte im Sommer in einer Performance mit, aus der dieser Song als Ohrwurm hängenblieb (sie sangen ihn allerdings mit einem deutschen Text):






Meine Top 3 Filme des Jahres:


Zuerst mal ein kleine Überraschungsperle, die ich auf Netflix entdeckt habe. Die Hauptfigur ist einfach nur wahnsinnig symphatisch, der Film hat keine Angst vor Konsequenzen und es spielt Elijah Wood mit. Braucht es mehr Argumente?






Dann hätten wir noch den bildgewaltigen Blade Runner 2049. Ein langer, ruhiger Film, der einen einfach nur ganz viel Sehen und Staunen lässt.


 



Und ganz frisch in die Top 3 gerutscht: "Star Trek – The Last Jedi". Weil er modern und gleichberechtigt ist und erstaunlich witzig.





Meine Top 3 Serienentdeckungen des Jahres:

Auf Platz 1 ist ganz klar "Star Trek – The Next Generation". Die perfekte Serie, wenn man mal einen schlechten Tag hatte und Menschen hasst. Einmal Captain Picard und Data sehen, schon keimt wieder neue Hoffnung auf.
Dieser funky Trailer ist so ... wie Trailer eben mal waren ...
By the way: Die neue Serie "Star Trek Discovery" (Netflix) ist auch sehr geil!





Eine rundum absolut gelungene Serie ist "Dirk Gentlys Holistic Detective Agency". Wirklich tolles Schauspiel, witzige und absonderliche Figuren und genau das richtige Timing. 2018 wird eine zweite Staffel folgen. Ick freu mir!





Nicht zu vergessen natürlich der Kracher "Glow"! Die Serie war erfrischend anders und die 80s-Optik ist ein Augenschmaus!







Mein Lieblingsessen des Jahres:

Dieses Jahr ist es kein Essen, sondern etwas zum Trinken. Ich hing besonders an drei fantastischen Teesorten, die sich zu meinem Standard-Repertoire gemausert haben:


Fortbildung des Jahres:

Na da nenne ich doch einfach mal die Meisner-Technik – wenn es auch nur ein Vormittag war.





Auf 2018 blicke ich voller Vorfreude. Lasst die Spiele beginnen!


Donnerstag, 28. Dezember 2017

Spielerischer Jahresrückblick – eine Linksammlung



Was macht ihr an Silvester? Schon entschieden? Oder wartet ihr noch auf die Einladung zur ultimativen, grandiosen mindblowing Party? Kleiner Tipp: die kommt vermutlich nicht mehr ... ;)

Wo auch immer ihr an Silvester herumschwirrt, vielleicht blickt ihr auch so gern auf das vergangene Jahr zurück wie ich.
Ich blättere gern in meinem Kalender herum, stöbere in den Fotos auf meinem Handy und schreibe an meinem großen Jahresrückblick für den Blog.

Für den Silvesterabend, den ich meist mit meinem Mann oder in kleiner Runde mit Freunden verbringe, drucke ich mir gern ein paar Kärtchen mit Fragen zum Reflektieren aus.
Vielleicht ist das auch etwas für euch, eure Kinder, Freunde und Familie?
Da könnte man auch ein Trinkspiel draus machen.;)

Hier mal ein paar Links zu netten Printables für den Jahreswechsel:


24 Fragen auf Deutsch gibt es bei gifts of love:
http://giftsoflove.de/spannendes-spiel-fuer-deine-party-zu-silvester/


Bei "Alice and Lois" gibt es 15 Kärtchen mit knackigen Sätzen auf Englisch:
http://www.aliceandlois.com/new-years-game-free-printable/#more-3344


Noch mehr Auswahl gibt´s bei artsy fartsy mama – 36 Kärtchen auf Englisch:
http://www.artsyfartsymama.com/2016/12/printable-new-years-eve-reflection-questions.html

Intensiver und eher für kleine Runden, Pärchen oder nur für euch selbst ist dieses PDF mit 5 tiefergehenden Fragen geeignet (auf Englisch):
https://www.wholeheartedwoman.org/blog/5-questions-to-help-you-reflect-on-2017


Ich wünsche euch ein knallermäßiges Silvester und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Freitag, 22. Dezember 2017

#freitagsgedanken – Weihnachten



Weihnachten

Übermorgen ist es soweit: Weihnachten.
Ein Fest, das immer eines meiner liebsten Feste war – und auch immer noch ist. Ich liebe die Stimmung und die Lichter, die ganze Deko, die Gemütlichkeit und das leckere Essen.

Schon im August habe ich in der Regel meinen ersten Weihnachtsrausch, dann kommen mir – weil es so heiß ist und ich mich nach Kälte sehne – die ersten Ideen für die Weihnachtszeit. Was für Adventskalender ich basteln könnte, wie ich die Geschenke dieses Jahr einpacke und was überhaupt tolle Geschenke wären. Ich mache den Großteil der Geschenke stets selbst, weil mir nie einfällt, was ich einer Person kaufen könnte, ich aber wahnsinnig gern DIY-Kram mache und ich persönlich Selbstgemachtes immer besonders schätze.

Im Oktober etwa folgt dann der zweite Schub und die Ideen werden konkreter. Bis Anfang Dezember nimmt die Schubhäufigkeit dann ständig zu und pünktlich zum 1. Dezember ist die Wohnung dekoriert. Wobei ich da recht zurückhaltend bin, bei mir gibt es keine bunt-blinkenden Weihnachtssterne im Fenster oder Weihnachtsmänner, die sich vom Balkon abseilen.
Meist ein bis zwei Sträuße aus Ästen, mit Lichterketten und vielleicht ein paar Kugeln verziert, Kerzen in Wohnzimmer und Küche und drei bis vier Dekoelemente wie meine Weihnachtsschneekugel, einen Papiertannenbaum oder eine kleine Figur (dieses Jahr das kleine Auto, das in meinen Monthly Favourites vorkam).

Danach genieße ich dann die Deko, das tägliche Öffnen des Adventskalenders und meine monströs lange Christmas Playlist auf dem iPod. Klingt ja erstmal gut.

Es gibt nur ein kleines Problem: durch meine extreme Vorfreude ist dann spätestens am zweiten Weihnachtsfeiertag aber auch Schluss. Dann kann ich die Deko nicht mehr sehen und nehme alles, was explizit weihnachtlich aussieht, wieder ab.
Wenn ich einen Weihnachtsbaum oder einen Strauss aus Tannenzweigen habe, wird der pünktlich zu Silvester umdekoriert, damit nichts mehr an Weihnachten erinnert. Stattdessen tummeln sich dann Luftschlangen und kleine Fliegenpilze in den Zweigen. Silvester ist für mich ein völlig eigenständiges Fest, das bitteschön ganz von Weihnachten getrennt sein soll.
Traditionell gesehen bleibt glaube ich der Weihnachtsbaum bis in den Januar hinein stehen, aber man muss sich ja nicht an alle Traditionen halten.

Überhaupt Traditionen. Jetzt in der letzten Woche hatte ich alle letzten Arbeitstermine, habe mit meinen Gruppen gefeiert und Freunde gefragt, wie sie Weihnachten verbringen. Die meisten sind Heiligabend bei den Eltern, kaum einer feiert allein oder nur mit dem Partner.
Da nunmal meine Verwandten MEINE Verwandten sind, haben mein Mann und ich vor ein paar Jahren etabliert, dass wir Heiligabend stets allein sind, in unserer Kleinfamilie sozusagen, nur wir zwei (und die Katzen). Am ersten Feiertag gehts dann zu meiner Mutter.
So klappt es recht gut und mir selbst ist erstaunlicherweise alles relativ egal, wenn Weihnachten wirklich da ist. Mir ist die Vorfreude besonders wichtig, wichtiger als das eigentliche Fest.

Über die Jahre haben wir zwei unsere eigenen Traditionen entwickelt. Neben Traditionen, die man als Kind vermittelt bekommt, liegen mir besonders diejenigen, die man selbst startet, am Herzen.
So gehen wir seit Jahren meist an Heiligabend ins Kino, in eine Nachmittagsvorstellung. Zum Glück läuft ja jedes Jahr irgendein Blockbuster in der Weihnachtszeit, den man gesehen haben muss.
Als wir mit der Tradition starteten, schauten wir Sherlock Holmes, dann kamen die nächsten Jahre die Hobbit-Filme, dann Star Wars. Auch dieses Jahr wird es Star Wars sein und die Vorfreude auf Sonntag ist groß.


Danach gibt es meist Würstchen mit Kartoffelsalat. Dieses Jahr schwanken wir, ob es nicht mal Raclette sein sollte, so zur Abwechslung.

Am ersten Feiertag geht es nach dem mittäglichen Festessen bei meiner Mutter wieder nach Hause, um dort eingekuschelt das Doctor Who Christmas Special zu schauen. Auch eine liebgewonnene Tradition. Dieses Jahr werde ich schrecklich weinen, weil sich der aktuelle Doctor verabschiedet, den ich – wie alle anderen zuvor – wahnsinnig ins Herz geschlossen habe.

Und der zweite Feiertag ist in meinem Kopf dann schon fast nicht mehr Weihnachten. Man erfreut sich an Geschenken, isst die Reste vom Vortag und lässt alles so langsam ausklingen.

So ist jeder anders und ich bin ganz fasziniert von all den verschiedenen Traditionen und Bedeutungen, die Weihnachten für jeden hat.

Wie läuft denn euer Weihnachten ab? Erzählt mir von euren Traditionen!

Und habt alle frohe und entspannte Feiertage!

Mittwoch, 20. Dezember 2017

#monthlyfavourites - Dezember-Lieblinge






Es ist wieder Zeit für die Lieblinge des aktuellen Monats - die #monthlyfavourites im Dezember! 




Zum Arbeiten

Letzten Monat habe ich die Meisner-Technik kennengelernt (Klick!) und mir gleich das dazu passende Buch bestellt, in dem die Technik ausführlich beschrieben wird. Ich bin immer etwas faul, was das Lesen von Fachliteratur angeht, habe aber eine gute Lösung gefunden: jeden Abend liest mir mein Mann ein paar Seiten daraus vor. Er übt damit seine Vorlese-Technik und ich muss nicht selber lesen. Perfekt!
Hier könnt ihr das Buch erwerben: http://www.studio-ab.de/

Vor Jahren zog albernerweise in unseren Haushalt eine kleine, rot-leuchtende USB-Lichterkette ein, als Adventskalendergeschenk für meinen Mann. Dieses Jahr habe ich sie für mich aus der Kiste gekramt und ihr einen Platz am Schreibtisch eingeräumt. Meine Katzen sind im Moment etwas anstrengend und sorgen öfters dafür, dass ich schon zu sehr früher Stunde am Rechner sitze, wenn es draußen noch dunkel ist. Die Lichterkette spendet in diesen Momenten eine gemütliche Stimmung.


 
Zum Aufhübschen

Was Düfte von Kosmetikprodukten angeht, bin ich ein Kleinkind. Wenn etwas nach Süßigkeiten riecht, bin ich dabei! Und wenn mein Verpackungsopfer-Syndrom dann auch noch durch nostalgisch-angehauchte Verpackungsdesigns getriggert wird, ist der Ofen endgültig aus und ich werde zum Lemming. So konnte ich vor einer Weile beim Adventskalenderinhalte-Shopping nicht an diesem Set von TKMaxx vorbeigehen: zwei kleine Duschbäder, die nach Candy Apple und Toffee Apple riechen, sowie eine Seife mit Popcorn-Duft. Wie geil ist das bitte???!!!

Meine Lippenpflege von Yves Rocher, die noch im Oktober zu den Favoriten gehörte, ist nun aufgebraucht. Der Ersatz kam aus der aktuellen Weihnachtskollektion der Marke. Dieses Mal ist es ganz simpel eine Vanille-Version.

Bling Bling geht bei mir ja immer, in der Weihnachtszeit aber ganz besonders. Den Sternenschmuck habe ich schon seit letztem Jahr, jetzt ist er wieder häufiger im Einsatz.
Die großen roten Creolen mit Pailletten-Blüten habe ich bei H&M vor kurzem im Schlussverkauf ergattert und mag sie gar nicht mehr ausziehen.

Natürlich hübsche ich in der Weihnachtszeit nicht nur mich selbst auf, sondern auch meine Wohnung. Neu eingezogen ist ein Weihnachtsbaum-Anhänger in Form eines Autos mit Tannenbaum auf dem Dach, gefunden bei Rahaus.
 


Zum Lesen

Der Vorlese-Deal mit meinem Mann ist natürlich beidseitig. In meinem Adventskalender entdeckte ich vor einigen Tagen das Buch "A Street Cat Named Bob" als Geschenk von ihm. In den letzten Favoriten stellte ich den Film dazu vor, jetzt kann ich auch das Original lesen. Und jeden Abend revanchiere ich mich mit dem Vorlesen einiger Seiten dieses unterhaltsamen kleinen Werks, um somit auch gleichzeitig mein Englisch zu üben. Achtung: nur für absolute Katzenliebhaber geeignet!



Zum Essen

Plätzchen! Mit Mutter und Bruder habe ich Plätzchen gebacken und reichlich verziert. Einige Waldtiere sind zu einer russisch-kommunistischen Märchenversion geworden. Zumindest nenne ich sie so. Mal sehen, wie lange sie noch überleben ... muahaha!

Etwas schlichter sind die Vanille-Monde, die ich aus Vanillekipferl-Teig ausgestochen habe. Aber sie sind nicht minder lecker!



Zum Stöbern

Anfang Dezember war ich für eine Woche Kuratorin auf der Facebookseite "Wir retten das Spiel". Was ich dort jeden Tag gepostet habe, könnt ihr hier nachlesen:
https://www.facebook.com/dasspielretten/


Zum Hören


Erstmalig ist die Kategorie "Zum Hören" mit einem Foto in den Favoriten vertreten! Nämlich in Form einer Schallplatte. Ich mag englische Weihnachtssongs gern, besonders die Oldie-Varianten von Frank Sinatra und ... ja, Elvis Presley.

Wenn ich nicht zu Hause beim Basteln Elvis-Songs höre, lausche ich gespannt Stefan Kaminskis grandioser Stimme in dem Hörbuch "Niemalsland" von Neil Gaiman. Ich mag es, wenn ich in Geschichten tief eintauchen kann und sie wie ein Film vor meinem geistigen Auge ablaufen. Stefan Kaminski schafft es mit seinen witzigen Stimmen immer wieder, mich zum Lachen und Staunen zu bringen. Das Hörbuch gibt´s auf audible:

https://www.audible.de/pd/Fantasy/Niemalsland-Hoerbuch/B01LXRJ4PI/ref=a_search_c4_1_1_srTtl?qid=1513231122&sr=1-1



Zum Anschauen

Es wird oft gesagt, dass wir mehr über das Weltall wissen als über die Tiefen unserer Meere. Wer die "Blue Planet II"-Reihe auf BBC guckt, wird dem nur zustimmen können. Wirklich wunderbare Dokumentationen, die einen ganz neuen, spektakulären Einblick in die Unterwasserwelt bieten. Jeder Teil widmet mich sich einem besonderen Gebiet.
Die Aufnahmen sind unglaublich und teilweise atemberaubend. Es werden Tiere, Phänomene und Verhaltensweisen vorgestellt, von denen ich nie zuvor gehört habe.
Absolut sehenswert und perfekt für gemütliche Stunden in der Adventszeit.




Wo wir gerade bei Neil Gaiman waren: habt ihr schon die Serie "American Gods" gesehen? Nein? Gucken!!! (auf Amazon Prime)





Im letzten Jahr hat H&M sich selbst übertroffen und ein wunderbares kleines Filmchen unter der Regie von Wes Anderson kreiert, das von seinem Reiz nichts verloren hat. Adrien Brody spielt die Hauptrolle – mehr Argumente braucht es eigentlich nicht.





Einer der schönsten Filme seit langem ist "A Monster Calls". Nein, es ist kein Gruselfilm. Nein, es ist kein Kinderfilm. Nein, es ist kein Fantasyfilm. Es ist ein Film über einen Jungen, der mit der Krebserkrankung seiner Mutter umgehen lernen muss. Hartes Thema, tolle Story, tolle Ideen und unglaublich ergreifend. Ich musste sehr, sehr weinen am Schluss.





Die jüdischste Serie, die ich kenne, ist "Transparent", obwohl es eigentlich um das Thema Transsexualität geht. Zumindest ist das der Aufhänger, doch erzählt wird die Geschichte einer Familie, in der alle Familienmitglieder ein bißchen "durch" sind. So emotional gesehen. Ich habe die ersten Staffeln gesehen und nun auch noch die vierte hinterhergeschoben. Ihr findet die Serie auf Amazon Prime.







Freitag, 15. Dezember 2017

#freitagsgedanken – Netzwerk-Liebe



Netzwerk-Liebe

Diese Woche war ich ein bißchen aufgeregt. Vor einer Weile hatte ich beim Business Netzwerken Berlin den ersten beruflichen Vortrag meines Lebens gehalten mit Tipps gegen Lampenfieber (welch Ironie!) und nun hatte sich durch meine Mitgliedschaft im Powerfrauen-Netzwerk und den Kontakt zur Juristin Dorothea Hegele, die in meinem letzten Status-Workshop dabei war, die Gelegenheit ergeben, wieder einen Vortrag zu halten.
Dorotheas und mein Thema: "Status-Verhalten in der digitalen Welt".

Schon lange beschäftigt mich das Thema mental, ist doch das Status-Verhalten, das wir aus dem realen Leben kennen, nicht groß anders als das in der Online-Welt. Ich hatte also eine Vorstellung und Ideen im Kopf, aber ein Vortrag ist eben kein Workshop. Bei einem Vortrag müssen die Worte mehr "sitzen", die Zuhörer probieren nicht soviel aus wie bei einem Workshop, ich muss also meine Gedanken irgendwie sinnvoll und kompakt vermitteln.

Tagelang habe ich überlegt und gebangt, dass ich irgendwas vergesse im Vortrag. Gebangt, dass es nicht so rüberkommt, wie ich es meine. Gebangt, dass es zu banal ist. Gebangt, dass es zu komplex wird.
Aber nach ein paar Mal improvisiertem Probesprechen kristallisierte sich so langsam eine Struktur für den Vortrag heraus, die ich mir stichpunktartig notierte und wiederholt durchsprach.

Ich hatte auf Facebook den Vortrag zwei- bis dreimal geteilt, aber nicht extra beworben. Umso überraschter war ich, als ich durch Kommentare bemerkte, dass da Menschen kommen, die ich schon kenne. Und zwar nicht nur aus dem Powerfrauen-Netzwerk, sondern auch vom Business Netzwerken. "Schreck lass nach!" mischte sich mit Vorfreude.

Beim Theater ist es bei mir schon immer so, dass ich aufgeregter bin, wenn im Publikum Menschen sitzen, die ich kenne.
Vollkommen Fremde? Kein Problem!
Bekannte und Freunde? Joah, na guuut.
Familie? Aaaaahhhhhhhhh!!!
Das konnte ja ein Spaß werden! So viele kompetente Menschen, die diesen Vortrag sehen werden. *schluck*

Als ich dann Donnerstagfrüh zum Frühstück kam, war ich glücklich so viele bekannte Gesichter zu sehen. Ich kannte alle bis auf eine Teilnehmerin (Hallo Anja!) und freute mich einfach.
Ich freute mich, dass dort Menschen sind, die unseren (und somit auch MEINEN) Vortrag hören wollen, die an dem Thema Status interessiert sind.
Der Vortrag machte Spaß und ich fand es großartig nach meinem Anfangsteil endlich Dorotheas Gedanken zu hören.
Wir bekamen schönes Feedback und ich fühlte die geballte Ladung "Netzwerk-Liebe". Eine Unterstützung, die sich einfach nur gut anfühlt und einen im eigenen Tun bestätigt.

Danke, liebe Netzwerkerinnen für diese wunderbare Erfahrung!