Montag, 9. September 2019

"Fabian" - Deutsches Theater Berlin

Foto: Arno Declair, Bildquelle: https://www.deutschestheater.de/



"Es bricht meinem Kopf das Herz und meinem Herz das Genick."

Viele werden den Roman "Fabian" von Erich Kästner in der Schule gelesen haben. Oder auch einfach so, aus purer Liebe zu Erich Kästner, dem ewigen Moralisten, der uns immer wieder vor Augen führt, wie simpel und kompliziert und schrecklich und schön die Welt ist.

Die Geschichte des Romans dreht sich um eben diesen Fabian, einen Mann, der nicht weiß, wofür er in die Zukunft planen soll, wo doch momentan alle Zeichen auf Weltuntergang stehen. Ein Mann zwischen zwei Weltkriegen, der keine Wünsche hat, aber dennoch das Leben genießt. Er ist ein Beobachter, er wandelt durch Tag und durch Nacht, bestaunt die Menschen und lebt im Augenblick.
Sein bester Freund Labude ist anders, er will etwas verändern, es drängt ihn nach vorn, nach Revolution, nach Aktion. Da kann Fabian nur staunen. Doch dann tritt Fräulein Battenberg in sein Leben und auf einmal ist da ein Funken Hoffnung – auf Zukunft, auf Liebe, auf Gemeinsamkeit.

Kästner ist ein Mann der schönen Sätze, der Wahrheiten so einfach und dennoch geistreich verpacken kann wie kaum ein anderer.
Somit lebt auch diese Inszenierung von der schön-traurigen Story – die tagesaktueller nicht sein könnte – und den wunderbaren Sätzen, die man sich am liebsten alle einzeln einrahmen und an die Wand hängen möchte.

Die Bühne ist knall-orange gestrichen, aber in ihrer Funktion so simpel wie ein Kinderbuch von Kästner selbst. Verschieden große zwei-dimensionale Papp-Requisiten, Symbole und Sprechblasen sind mit Magneten befestigt und werden von den drei Schauspieler*innen wie ein Wirbelwind mal ganz kurz, mal etwas länger in die Hand genommen und an neuer Stelle festge"pinnt".

Alle drei Schauspieler*innen überzeugen in wechselnden Rollen. Birgit Unterwegers Körperlichkeit ist beeindruckend, die Stimme noch viel mehr. Božidar Kocevski überrascht besonders in den kleinen Rollen mit zurückgenommener Komik. Und Thorsten Hierse als Fabian muss man einfach lieben. Lässig, charmant, lakonisch schlendert er dahin, immer die Hände in den Hosentaschen, gleichzeitig unbeeindruckt und überrascht von allem, was ihm auf seinem Weg begegnet.
Diese Inszenierung ist nicht nur eine Empfehlung für Kästner-Fans, sondern für alle, die momentan die gleiche Untergangsstimmung empfinden, wie sie im Berlin der 20er/30er Jahre allgegenwärtig war. Diese Inszenierung fängt sie ein, macht keinen Mut, schenkt in ihrer traurigen Leichtigkeit aber dennoch Trost.

Donnerstag, 5. September 2019

Fünf Fragen am Fünften – September 2019


Inspiriert von Luzia Pimpinella bin ich jetzt auch bei ihren Fünf Fragen am Fünften dabei. Enjoy!



1. Wofür bist du dir zu schade?

Für Veranstaltungen, die mich nicht interessieren. Ich gehe wahnsinnig gern ins Theater und ins Kino, manchmal auch in eine Ausstellung bzw. ins Museum. Aber wirklich nur, wenn es mich thematisch wirklich interessiert. Kulturelle Veranstaltungen sind für mich keine sozialen Events, die ich mit Freunden besuche, damit man irgendwas mit den Freunden macht. Interessiert mich das Thema nicht, spare ich mir Geld und Zeit.


2. Was isst du, wenn du frustriert bist?

Absolutes Lieblings-Comfort-Food ist Pizza. Margharita oder Salami, gern auch selbst gemacht. 


3. Wann bist du zum letzten Mal in Vergnügungspark gewesen? 

Im Alter von 15 Jahren, im Spreepark Berlin, den es schon lange nicht mehr gibt. Das war auch das einzige Mal.






4. Welches Getränk bestellst du in einer Kneipe?

Cola oder Ginger Ale oder einen Virgin Mojito. Ich trinke keinen Alkohol und mag es gern süß und erfrischend. Im Winter aber auch gern Tee.;)


5. In welcher Kleidung fühlst du dich am wohlsten?  

In Kleidung, die gut sitzt und meine Persönlichkeit und momentane Stimmung widerspiegelt. Meine Kleidung ist für mich eine wichtige Ausdrucksform, die ich glücklicherweise täglich nutzen kann. Oft überlege ich schon Wochen im Voraus, was ich auf einem bestimmten Event tragen möchte.
Ein Outfit, in dem ich mich wohlfühle, sollte außerdem bequem sein und mich in meiner Bewegungsfreiheit nicht einschränken. Momentan bestehen meine Lieblings-Outfits aus einer bunten Bluse (gemustert oder einfarbig), einer Herrenhose, schönen Sandalen oder Ankle Boots und großen Ohrringen oder einer Kombi aus Statement-Kette und kleinen Ohrringen.


Die Fotos sind alle aus dem Naturkundemuseum, das ich diese Woche an meinem Geburtstag besucht hab.