Mittwoch, 28. Oktober 2020

#monthlyfavourites – Oktober-Lieblinge



Es ist wieder Zeit für die Lieblinge des aktuellen Monats - die #monthlyfavourites im Oktober!



Zum Arbeiten / Freizeiten




Mein neuer Kalender ist da! Jetzt kann ich für 2021 planen ... zumindest soweit irgendwas planbar ist.

In den kommenden Monaten möchte ich ein bißchen mehr handwerklich künstlerisch aktiv sein und habe wieder angefangen, mit Tinte zu zeichnen. Dafür habe ich mir noch zwei Tusche-Pinsel besorgt. Der aus Bambus hat sogar auf der anderen Seite eine Federspitze, mit der man ganz wunderbar zeichnen kann.

Einen neuen Laptop habe ich auch (nicht im Bild), denn mein alter Laptop hat natürlich mitten in der Krise schlappgemacht.




Zum Aufhübschen



Gegen einen steifen Nacken, der durch Zugluft schnell entsteht, trage ich gerade sehr oft Halstücher. Drei neue Bandana-Tücher, um die ich schon mehr als ein Jahr online rumgeschlichen bin, sind bei mir eingezogen, von Colter Co.

Auch Kleiderkreisel hat mich diesen Monat glücklich gemacht: mit einer neuen Schluppen-Bluse, einem Star Trek T-Shirt und einem Mandalorian-Pin.

Von Tchibo hab ich die orange Mütze, die schon jetzt ein absoluter Liebling ist. Kann es bitte ganz schnell ganz kalt werden?




Zum Lesen

Lesetechnisch bin ich zumindest offline nicht weitergekommen. Aber unten findet ihr viele lesenswerte Artikel.




Zum Essen ... äh ... Trinken


Meine Lieblingstees wurden leer und ich habe nachgekauft! In der gold-gemusterten Dose ist schwarzer Tee mit Wildkirsche, in der roten Dose ist Grüner Tee mit Melone, Erdbeere und Mango. Außerdem habe ich ein paar kleine Kusmi-Dosen zum Probieren mitbestellt.



Zum Stöbern


Interessante Artikel:

 

Zum Hören



Diesen Monat ging ein neuer Audiowalk online! Titel: "Massenmensch" Hier findet ihr ihn:
https://orangeplaty-berlin.blogspot.com/p/audiowalks.html

Und noch weitere Hör-Tipps:

Mark Kitzigs Podcast-Interview mit mir ist online!
https://podcast41f3d7.podigee.io/67-interview-mit-sarah-bansemer
 
Sehr, sehr berührend ist der selbst-produzierte Nachruf von Herbert Feuerstein über sich selbst:
https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/spezial/herbert-feuerstein-148.html

Auch wenn ich euch damit auf die Nerven gehe – der Podcast "Gut zu vögeln" ist immer noch mein Highlight … vor allem jetzt, wo ich realisiert habe, dass der Sprecher Philipp mal in meiner Theatergruppe Vorspiel war:
https://podtail.com/podcast/gut-zu-vogeln/



Zum Anschauen

Hier wie immer Tipps zum Anschauen.

Es gibt einen neuen Facebook Live-Talk mit Mark Kitzig zum Thema "Kinder vs. Erwachsene als Teilnehmende":
https://www.facebook.com/Zirkusundtheaterpaedagogik/videos/354123885640631
--> den nächsten Live Talk gibt es am 5.11.!

Auf Netflix findet ihr jetzt ganz neu den Film "The Boys In The Band", der mich sehr begeistert hat. Der gleiche Cast hat ursprünglich im gleichnamigen Theaterstück gemeinsam am Broadway auf der Bühne gestanden und man merkt an den Kamereinstellungen und den Dialogen, dass es sich ursprünglich um ein Theaterstück handelt. Und genau das macht den Reiz des Films aus.
https://www.youtube.com/watch?v=862Pb9oDDAo

 Zum Weinen gebracht hat mich der "Lego Movie 2". Mag man beim Trailer vielleicht nicht gleich annehmen, aber der Film greift so wunderbar gesellschaftliche Themen auf, dass es mich einfach sehr berührt hat.
https://www.youtube.com/watch?v=11K013qpRR4

Gestaunt habe ich mal wieder über "Criminal Britain", das ihr ebenfalls auf Netflix findet. Die zweite Staffel ist online und überzeugt total. Besonders die Rolle von Kunal Nayyar – Hammer!
https://www.youtube.com/watch?v=VtHBrjgDjes

Und eeeendlich ist die neue Staffel von "Star Trek Discovery" online. Michael Burnham forever!
https://www.youtube.com/watch?v=h3KTl5IWy7I

Freitag, 23. Oktober 2020

Corona-Theatertagebuch – Woche 32



Sonntag:

Ich genieße es, am Wochenende in Ruhe kreative Arbeit zu verrichten – ganz ohne die standardmäßigen To Dos. Also sitze ich am Rechner und schreibe den Text für meinen neuen Audiowalk fertig.

Eine Bekannte hat mir einen Link zu einem Artikel geschickt, den sie bei Rubikon veröffentlicht hat. Rubikon ist ein alternatives Nachrichten-Magazin, das auch Verschwörungstheorien Raum gibt. Weil ich diese Bekannte immer sehr geschätzt und mit ihr in der Vergangenheit tolle, interessante Gespräche geführt habe, ist das gerade sehr enttäuschend für mich. Ich merke, wie eine kleine Stimme im Hinterkopf sagt "Hm, vielleicht solltest du in den Dialog treten?". Aber ALLES in mir sträubt sich dagegen. Momentan gibt es viele Artikel, in denen es um die Kommunikation mit Maskenverweigerern, Corona-Leugnern etc. geht. Ich finde das gut und sehr richtig. Aber ich selbst bin da absolut nicht der Typ für. Ich war schon vor Corona niemand, der Freude an solchen Diskussionen hat – und ich bin es auch jetzt nicht. Ich möchte nicht in den Dialog treten. Ich möchte einfach mich selbst irgendwie durch die Krise bringen und Familie, Freunde und Kolleg*innen unterstützen. Das reicht mir vollkommen als Aufgabe. Deshalb ein großes Danke an alle, die in den Dialog mit Andersdenkenden treten! Wer gerne in den Austausch gehen möchte und im Raum Köln wohnt, dem lege ich Robert Christotts Veranstaltung "Respect Speech" ans Herz:
https://www.facebook.com/respectspeech/

Findet noch jemand das Geräusch einer laufenden Spülmaschine sehr beruhigend?

Montag:

Homeoffice!
Die Zahlen schnellen in die Höhe und ich habe keine Ahnung, was die nächsten Wochen passiert. Wie es mit den LAG-Terminen aussehen wird. Ob ein Lockdown kommt. Abwarten und Tee trinken.

Am Theater Augsburg wurde eine neue digitale Sparte geschaffen. Finde ich ziemlich grandios:
https://www.bayerische-staatszeitung.de/staatszeitung/kultur/detailansicht-kultur/artikel/buehnentechnik-plusplus.html?fbclid=IwAR25TCK0Y4YO5vAoFXYQWs-k30Ixulxx1dQ4al6oT-UF0IzHDaK5y-x529s#topPosition
 
Ich freue mich, dass ich nicht die einzige Person bin, die Online-Kurse anbietet. Auch Kolleg*innen sind am Start, z.B. hier
https://www.facebook.com/groups/theaterinberlin/permalink/10158948667283816/
und hier
 
Habe gestern "Lego Movie 2" gesehen und war genauso wie beim ersten Teil sehr berührt und begeistert. Natürlich sticht die Detailliebe ins Auge, mit der diese Filme gemacht sind. Aber zusätzlich greifen die Filme gesellschaftliche Themen wie Eltern-Kind-Beziehung, Unterdrückung von Kreativität, Erwachsenwerden, Geschwisterbeziehungen, Jungen- und Mädchenerziehung oder Toxic Masculinity auf spielerische, leichte Weise auf, die so schön und liebevoll umgesetzt ist, dass ich jedes Mal weinen muss. 

Langes Telefonat mit Mark Kitzig geführt. Wir quatschen uns immer tot – was irgendwie sehr schön ist. Und: neues Podcast-Interview in Planung!

Was für ein Tag: Telefonate, viele Nachrichten und Mails, meinen neuen Rechner eingerichtet, ganz viel in Garageband mit Sounds für meinen Audiowalk rumgespielt, Ideen für neue Seminare mit Kolleg*innen geteilt und, und, und ... läuft rund hier.


Dienstag:

Früh aufgestanden, weil Yoga im Park schon um 8:30 Uhr stattfand. Mit Mütze und Stulpen war es trotz kühlem Wetter super.

Tipps, wie wir im Winter mit der Corona-Situation selbstverantwortlich umgehen können:
https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2020-10/zweite-welle-coronavirus-alltag-treffen-weihnachten-feiern-verhalten

Aufnahmen für meinen Audiowalk gemacht und dann nachmittags meiner Freundin beim Möbelaufbauen geholfen.


Mittwoch:

Schultern und Nacken tun weh ... von den Audioaufnahmen unter der Bettdecke vermute ich. Und ein paar muss ich nochmal machen, weil sie nicht gut klingen ... menno.
Irgendwie ist heute ein sehr müder Tag. Ich fühl mich schwerfällig und schlapp.

Ich mag ja Bücher sehr ... auch wenn ich viel zu wenig davon lese. Interessant ist dazu dieser Artikel hier:
https://www.zeit.de/kultur/literatur/2020-10/buecher-lektuere-kultur-literatur-medium-alternativen-lesen/seite-2

Falls sich jemand fragt, wie er die kommenden Monate überstehen soll – hier ein paar Tipps:
https://einguterplan.de/corona-psyche-winter?fbclid=IwAR1aArOb3A8TY7c0hCTPZv0kabTuIItrN3sKu8Li7K7xq57Pb0ZQ8U_zgTA

Ich merke, dass ich wieder langsam in den Lockdown-Modus komme. Muss mir jetzt Rituale überlegen, damit ich genug Bewegung und frische Luft kriege. Am besten jeden Tag mal kurz raus, Spaziergang oder Einkauf oder Briefe verschicken ...

Bei der Arbeit mit neuen Gruppen gibt es immer irgendwann diesen magischen Moment, an dem man zum ersten Mal dieses Gemeinschaftsgefühl einer Gruppe spürt. Dieser Moment war heute abend. Ich freue mich riesig – wirklich RIESIG! —, dass so eine engagierte, fröhliche Gruppe zusammengekommen ist, die in den nächsten Monaten gemeinsam an einem Stück arbeiten und dazu ein Magazin gestalten wird. Whoop whoop!


Donnerstag:

Müde gewesen.
Lustige Orga-Runde mit Kolleg*innen gehabt (da ist was im Busch ... wir planen Seminare).

Da ich mit den Vorspielern ja im Freizeitbereich arbeite, orientieren wir uns an den Verordnungen für private Treffen. Folgende Regel tritt in Berlin in wenigen Tagen in Kraft:
"Die erlaubte Personenzahl ist im privaten Raum nach § 1 Abs. 3 auf den Personenkreis von zwei Haushalten oder einem Haushalt plus fünf weiteren Personen begrenzt."
Wir werden also ab jetzt erstmal wieder eine Weile online proben. Muss dann wieder bei der Probenraum-Vermieterin anfragen, ob ich mit der Miete nochmal aussetzen kann.

Freitag:

Tag kann starten, auch wenn ich irgendwie ein bißchen müde in den Seilen hänge.
Falls ihr noch etwas sucht, um euer Geld loszuwerden, könnt ihr es so wie ich in Star Trek Briefmarken investieren ... , die ich dann quasi als Sticker benutzen werde.😂

Hab entschieden, im Dezember mal wieder einen Vorglühen-Workshop zu machen, zum Thema "Weihnachten". Natürlich wieder online, das wird nen Knüller! ... wenn sich genügend Interessierte anmelden.

Mein Mann hat mir für meinen Schreibtisch Blumen vom Balkon gebracht. 😍

In der Transferqualifizierung, die ich gerade mitmache, bereiten wir gerade in Gruppenarbeit eine kleine Pecha-Kucha-Präsentation vor. Hatte heute mal wieder ein Treffen mit einer meiner beiden Teamkolleginnen und wir haben viel gelacht. Am Mittwoch zeigen alle ihre Präsentationen und ich bin schon sehr gespannt auf die der anderen.

Ich liebe meinen neuen Rechner.

Freitag, 16. Oktober 2020

Corona-Theatertagebuch – Woche 31




Montag:

Gestern noch ein kurzer LAG-Tag, heute Start in eine neue Arbeitswoche. Irgendwie ist die momentane Situation so surreal in ihrer Mischung aus Unsicherheit, keinerlei richtiger Planungsmöglichkeit, Acedia und gleichzeitig vielen ToDos. Was für eine neue, eigenartige Realität.

In den letzten Tagen habe ich die Rückmeldungen zum Schnuppertermin des neuen Theatergruppenkurses erhalten und ich habe die Mindestteilnehmerzahl erreicht! Juhuuu! Ich freue mich auf ein neues Abenteuer!

Konnte meine Oma heute ganz normal im Heim besuchen. Hatte erst die Befürchtung, dass es neue Besucherregelungen gibt, aber es ist stand heute noch alles so wie in den letzten Wochen.

Dieses Jahr hab ich irgendwie Bock auf Halloween. Ich plane eine kleine Party (keine Sorge: nur ich, mein Mann und eine Freundin). Diesen Artikel hier finde ich dafür sehr inspirierend:
https://witanddelight.com/2020/10/a-candy-less-costume-less-guide-to-feeling-the-halloween-spirit/
 
Was übrigens sehr, sehr lustig ist:
Ich hatte ja von dem Vogel-Podcast geschwärmt, den ich seit einer Weile höre. Am Wochenende habe ich zum ersten Mal die Namen von den beiden Podcaster*innen gelesen und realisiert, dass der Mann mal in meiner Theatergruppe Vorspiel mitgespielt hat. WTF???!!! Wie konnte ich die Stimme nicht erkennen??? WIE???????? Ich bin immer noch fassungslos ...



Dienstag:

Für meine Verhältnisse sehr früh aufgestanden, um morgens noch ein bißchen Homeoffice machen zu können. 
 
Auf dem Weg nach Tegel spontan Nick gefragt, ob wir bei dem schönen Wetter draußen proben wollen. Es war zwar sehr kalt, aber mit der Morgensonne und dem leichten Nebel über dem Tegeler See trotzdem ganz wunderbar. Wir standen am Wasser und haben Szenen improvisiert, z.B. zwei Ornithologen auf Forschungsmission. 
 
Nachmittags meiner Freundin bei ihren Umzugsvorbereitungen geholfen und beim Essenholen meinen ehemaligen besten Freund getroffen. Das war richtig schön.

Ich bin froh, dass sich in den letzten Monaten und Wochen neue Arbeitsstrukturen entwickeln konnten und ich weiterhin arbeiten kann. Nicht soviel wie vor Corona, aber ausreichend. Es hat Nerven und Zeit gekostet, und das tut es auch weiterhin. Ich bin sehr gespannt darauf, in meinem neuen Kurs das Online-Unterrichten weiter auszubauen und gemeinsam mit der Gruppe ganz viele Übungen und Methoden auszuprobieren, für die ich bisher noch nicht die Gelegenheit hatte.


Mittwoch:

Es regnet und mein Vormittagstermin ist abgesagt. Somit muss ich heute nicht raus.
 
Der zweite Schnuppertermin lief gut. Ich kann allerdings schwer einschätzen, wieviele Teilnehmende zusammenkommen. Die leichte Unruhe, die am Anfang eines neuen Gruppenstarts immer irgendwie da ist (Wie läuft das hier ab? Wie gehts mir mit den anderen? Wann suchen wir das Stück aus? Welches Stück wird es? Welche Rolle werde ich spielen? ...), scheint mir online fast noch stärker. Vermutlich weil so ein Online-Kurs einfach anstrengender ist.


Donnerstag:

Regen. Ich bin froh, denn die Dürre in Berlin ist ziemlich heftig. Deshalb ist Regen gerade immer super.

Vorspiel-Probe heute per Zoom. Die nächsten Donnerstage werden wir immer spontan entscheiden, je nachdem wie sich die Risikolage entwickelt.

Freitag:

Ausgeschlafen, Pappe in den Keller gebracht und einen Brief für das "Un-Endlich(keit)"-Projekt zurückgeschrieben. Plötzlich waren zwei Stunden um. Keine Ahnung, wie das passiert ist.

Hatte abends einen wirklich lustigen und lebendigen Online-Statusworkshop. Viel gelacht und tolles Feedback bekommen. Danke liebe Teilnehmende!

Und jetzt: Wochenendeeeeee.




Samstag, 10. Oktober 2020

Corona-Theatertagebuch – Woche 30



Montag:

Starte in die Woche mit diesem schönen Katzen-Post:
http://www.traveling-cats.com/2020/10/cats-from-porto-venere-italy.html

Morgens wieder Transferqualifizierung. Ich mag es sehr, ab und zu wieder Teil einer Ausbildungsgruppe zu sein, nicht selbst anleiten zu müssen, sondern einfach zu konsumieren und das Gruppengefühl genießen.

Abends endlich mal wieder Kollegialer Austausch. Eine kleine, aber wie immer lustige Runde. Wenn der ganze Quatsch hier vorbei ist, müssen wir uns mal alle "in echt" treffen.


Dienstag:

So langsam kommt jetzt wirklich der Herbst und Yoga im Park wird windiger und kühler. Aber ich mag das sehr und hoffe, dass wir in der kalten Jahreszeit noch oft draußen Yoga machen können.

Gestern super motiviert, heute wahnsinnig müde. Ein Homeoffice-Tag.

Interessanter Fall:
https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/manuel-diogo-wie-aus-einem-tragischen-unfall-ein-brutaler-neonazi-mord-wurde-li.108466?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE
 
Habe den Abend damit verbracht, Übungen für Online-Theaterkurse zusammenzutragen – aus all den Screenshots, PDFs und Mitschriften aus Fortbildungen des letzten halben Jahres. Man kann wirklich echt verdammt viele Übungen online machen. Morgen dann Schnuppertermin für meinen ersten Online-Theatergruppenkurs. Ich bin sehr gespannt, ob das Konzept auch online aufgeht, ob die Teilnehmenden erscheinen, ob sie Spaß haben ... und ob genügend Reinschnuppernde dann auch wirklich fest mitmachen wollen.


Mittwoch:

Home Office! Es beginnt jetzt die Zeit, in der wieder vermehrt Online- statt Offline-Termine stattfinden. Und ich finde das toll! Ich mag meine Wohnung und arbeite sehr gern zuhause. Aber ich will nicht behaupten, dass es nicht in ein paar Wochen wieder anders sein kann und ich die Offline-Termine vermisse.

Hab wieder einen interessanten Artikel gefunden, über die Pandemie als einmalige Forschungsgelegenheit:
https://www.nzz.ch/gesellschaft/das-grosse-experiment-ld.1579435?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE
 
Was mich oft beschäftigt, ist das Rechtfertigen der eigenen Vorsicht. Ich hoffe, mit Einzug der kalten Jahreszeit werden die Menschen wieder sensibler, was die Ansteckungsgefahr angeht. Aber dennoch ist es schwieriger geworden, die Sensibilität bei allen zu erhalten. Ich merke auch bei mir innerlich immer einen kleinen Kampf, wenn es z.B. um die Frage geht, ob man sich im Restaurant rein oder raus setzt. Sind die Fenster geöffnet und ist drinnen genügend Platz, kann ich mich auch mal reinsetzen. Aber so entspannt wie vor Corona bin ich dann nicht mehr.

Arrghhh, ich bin SO fucking nervös heute. In 15 Minuten öffne ich den Zoom-Raum für den Schnuppertermin zum neuen Theatergruppenkurs. Absolute Premiere und der erste neue Kurs seit einem halben Jahr. Ich werd verrückt!


Donnerstag:

Es lief gut gestern abend. Die Technik hat nicht immer mitgemacht bei manchen und bei mir hat der Lüfter zu stark gerauscht. Ich muss mir demnächst mal ein externes Mikro besorgen oder ein neues Headset oder oder oder .... Es kann aber auch sein, dass es bei einem neuen Rechner besser sein wird.
Jetzt bin ich gespannt, ob ausreichend Interessierte zusammenkommen. Eine Anmeldung für den Kurs habe ich schon, mindestens fünf weitere brauche ich noch. Drückt mir die Daumen!

In den Park habe ich es heut früh auch geschafft. Eine kleine Runde, mit Vogel-Podcast auf den Ohren:
https://podtail.com/podcast/gut-zu-vogeln/
 
Herbert Feuerstein ist tot. Ein intelligenter, lustiger Künstler, der – wie sollte es anders sein – seinen eigenen Nachruf als Radiosendung verfasst hat. Ganz wunderbar, rührend und informativ:
https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/spezial/herbert-feuerstein-148.html
 
Mein neuer Terminkalender für 2021 ist heut angekommen. Habe mir wieder online selbst einen designt. Ich zeig ihn euch bald.
 
Abends noch einen neuen Rechner bestellt. Ich glaube, das war mit das teuerste, was ich je für die Arbeit gekauft habe. Auf den Schreck einen Tee.

Freitag:

Berlin ist jetzt Risikogebiet. Ein Tagesausflug nach Rostock, den wir eigentlich für Oktober ins Auge gefasst hatten, ist also nicht drin. Aber gut, ist jetzt halt so.
Ich bin gespannt, wie sich die Lage weiter entwickelt. Wie es die Arbeit betreffen wird. Es kann sein, dass ich mit den Vorspielern bald wieder online gehen muss, wenn noch stärkere Beschränkungen kommen. Bei der LAG könnte es auch irgendwann schwierig werden, aber als Ausbildung haben wir da vermutlich noch ein paar Vorteile gegenüber meinen Freizeitkursen. Wir bereiten uns auf jeden Fall schon auf hybriden Unterricht vor.

Neuen Rechner im Laden abgeholt. Da ist er nun, noch im Rucksack verpackt. Da ich heute noch einiges abarbeiten muss, bleibt er auch erstmal dort.

Der erste Brief vom Theaterprojekt "Un-ENDLICH(keit)" vom Theater Oberhausen ist angekommen. In den nächsten Monaten werden dabei einige Briefwechsel stattfinden, ich freue mich sehr darauf.

Morgen noch Umsatzsteuervoranmeldungen, Sonntag LAG. Volle Wochen gerade.

Freitag, 2. Oktober 2020

Corona-Theatertagebuch – Woche 29



Montag:


Ein interessantes Wochenende liegt hinter mir. Ich war Co-Dozentin bei der LAG, allerdings nur quasi Begleitung für Organisatorisches, denn das Wochenende wurde von einem Gastdozenten geleitet. Sehr interessanter Input, der auch Reibungspunkte mit sich brachte und dadurch eine schöne Transferaufgabe und Fragestellung aufwarf: Wie führe ich Regie in der Theaterpädagogik? In meiner eigenen Arbeit habe ich da bestimmte Ansätze und Vorgehensweisen, mache aber auch viel per Gefühl und Intuition. Wichtig ist immer die Form des Feedbacks. Und das ist auch gleichzeitig ein sehr schwieriger Part.
In der Ausbildung der LAG arbeiten wir an wertfreiem bzw. eher wertarmem (denn wertfrei ist kaum möglich) Feedback. Das ist eine große Herausforderung und man muss meist ganz schön im Kopf nach passenden Worten suchen. Dennoch lohnt sich diese Suche, denn sie macht das Feedback oft präziser und nutzbarer als ein simples "Fand ich gut." oder "Fand ich doof.". In meiner eigenen Arbeit möchte ich das auch nach und nach umsetzen. Sagen wir es so: ich arbeite dran ...

Heute früh ging mein Rechner nicht an. Er ist schon sehr alt, 11 Jahre. Am Freitag hatte ich ihn ausgeschaltet und eingepackt, um ihn mit zum LAG-Wochenende zu nehmen, brauchte ihn dann aber doch nicht. Also lag er in seiner Filzhülle bis heute früh auf meinem Schreibtisch rum. Jetzt sagt er keinen Mucks mehr. Und ja, wir haben schon alles versucht (alle Tastenkombinationen, Akku raus und rein, Aufschrauben, Festplatte rausnehmen ... etc. pp.) Ich wusste, dass der Tag kommen würde, an dem ich mir einen neuen Rechner kaufen muss. Dass es genau dann sein muss, wenn die Corona-Krise ist ... war irgendwie auch klar. Auf jeden Fall werde ich dieses Thema die nächsten Tage angehen. Vor Schreck habe ich mich erstmal erkältet und arbeite gerade am Laptop meines Mannes, denn die Festplatte meines Rechners kann ich dort einfach anschließen.
Und irgendwie hab ich mir den Nacken gezerrt. Ein Scheißkram reicht ja nicht.


Dienstag:

Wegen BVG-Streik und Erkältung Online-Unterricht mit Nick gemacht, was lustig war. Ansonsten nicht viel. Im Bett gelegen und leckere Sachen gegessen. Und Voyager geguckt.
Eigentlich geht es mir schon viel besser, ich will nur noch nicht arbeiten.


Mittwoch:

Mir gehts ziemlich gut heut. Sitze schon seit 8 Uhr fleißig am Rechner – also an dem von meinem Mann. Nächste Woche kaufe ich vermutlich einen neuen Rechner. Bis dahin müsste ich genug Geld dafür auf den Geschäftskonto zusammen haben. Ich möchte so ungern wieder an mein Erspartes ran.
Die #monthlyfavourites für September sind online:
https://theaterberlin.blogspot.com/2020/09/monthlyfavourites-september-lieblinge.html
 
Der erste Schnuppertermin für den neuen Theatergruppenkurs ist fast ausgebucht. Es wär genial, wenn danach genügend Interessierte wirklich mitmachen wollen.


Donnerstag:

Heute kein Park-Spaziergang, dafür bin ich um 11 Uhr bei Facebook wieder live, in einem Talk mit Mark Kitzig zum Thema "Kinder vs. Erwachsene als Teilnehmende in der Theater-/Zirkusarbeit":
https://www.facebook.com/Zirkusundtheaterpaedagogik/videos/354123885640631

Zurzeit spüre ich wieder stärker, wie mich die Krise stresst. Es ist kein offensichtlicher Stress, es ist ein leiser, feiner, der sich besonders in körperlichen Zipperlein zeigt. Die meiste Zeit scheint alles ganz okay, und dann plötzlich merke ich, dass etwas fehlt. Wenn ich ein altes Foto einer vollen Veranstaltung sehe. Wenn ich an meine Aufführungen denke. Wenn ich merke, dass ich dieses Jahr weder auf dem CSD noch auf dem Motzstraßenfest war.

Dieser Corona-Erfahrungsbericht ist wirklich erschreckend:
https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/panorama/corona-ueberlebenskampf-eines-tagesspiegel-redakteurs-ein-zweites-mal-diese-tortur-das-wuerde-ich-nicht-schaffen/26222964.html?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE

Hab jetzt eine Erklärung für meinen steifen Nacken gefunden. Lag wohl am Lüften am Wochenende. Trotz Rollkragen am Sonntag:
https://www.wiwo.de/technologie/forschung/kaelte-und-corona-schutz-das-risiko-vom-vielen-lueften-im-corona-winter/26225010.html?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE
Merke: ab jetzt immer mit Halstuch und/oder Schal!

Freitag:

Heute habe ich fast komplett freigemacht. Tagsüber Ausflug nach Potsdam mit meiner lieben Freundin und Kollegin Katja. Viel Zeit zum Bummeln und lecker Essen. Abends ein kurzer Videochat mit meiner Kollegin Vera wegen des nächsten LAG-Wochenendes.

Jetzt Feierabend. Und Wochenendeeeee!