Sonntag, 20. November 2022

Corona-Theatertagebuch – Woche 140



Montag:

Corona ermüdet mich ... Also der Umgang mit der Pandemie. Die fehlenden Hygienemaßnahmen, die Unbekümmertheit und Sorglosigkeit, während sich im Stillen Long Covid langsam als Volkskrankheit etabliert, zu wenig Forschungsgelder hat und vielen Menschen ein normales Leben unmöglich macht:
https://www.spektrum.de/news/long-covid-das-raetsel-um-den-brain-fog/2072166?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE

Ich bin froh, dass es jetzt so langsam immer mal wieder digitale Events gibt, auch Vernetzungsmöglichkeiten, so wie am letzten Freitag das Netzwerktreffen vom Vermittlungs*netzwerk:
https://theaterhaus-hildesheim.de/veranstaltung/netzwerktreffen-vermitlungsnetzwerk/
Es war interessant, mal einen kleinen Einblick in die theaterpädagogische Arbeit an Stadttheatern zu haben. Diese Arbeitswelt kenne ich nur von außen und freue mich, wenn Theaterpädagog*innen von dieser Arbeit berichten.
Generell habe ich den Eindruck, dass es in Minischritten digital gerade wieder aufwärts geht. Ich hab ab und zu mal eine Anmeldung (gern mit sofortiger Absage danach 😑), aber es tut sich was.
By the way:
Am 02. Dezember findet abends wieder ein Vorglühen-Onlineworkshop statt, dieses Mal zum Thema "Weihnachten". Wer hat Lust?
Alle Infos und Anmeldung hier: https://www.theaterkurse-online.de/#workshops

Richtig krass aufgeregt habe ich mich darüber, dass mehrere Bundesländer die Isolationspflicht für Corona-Erkrankte aufheben. WAS SOLL DAS???
https://www.sueddeutsche.de/politik/corona-quarantaene-isolation-bayern-ende-1.5694057?fbclid=IwAR3r1lF2iBe_wR8My9fwxBxQgNxLxy8YMtPFhVzQjoCL7lJno6m5cpP_UD0

Abends Planung für ein Online-Seminar zum Thema Gruppendynamik, das mein Kollege Nils und ich nächste Woche  für eine Fortbildungsinstitution geben werden.



Dienstag:

Vormittags Online-Stunde mit Nick, mit diesem Song:
https://youtu.be/VS_bo4G9yzc
Wir planen eine Art Mini-Weihnachtshörbuch aufzunehmen, eine Geschichte von der Familie, die ihr schon in unserem Audiowalk "Blaue Laguna" kennengelernt habt.
Das wird aber erst im Dezember fertig, also ihr müsst euch noch ein Weilchen gedulden. Übernächste Woche beginnen wir mit den Aufnahmen.

Abends bin ich bei der LAG hybrid zugeschaltet, weil momentan für einen Monat die Bahnverbindung nach Berlin eine Katastrophe ist und insgesamt 6,5 Stunden Zugfahrt für 4 Stunden Arbeit am Abend ein bißchen extrem sind. Nächstes Wochenende werde ich hinfahren, aber da bin ich dann auch 2,5 Tage in Berlin, da lohnt sich das eher. Die Zuschaltung ging ganz gut, ich habe etwa die Hälfte akustisch verstanden, aber hatte auch das Planungsprotokoll für den Abend und konnte so alles nachvollziehen, was passierte.


Mittwoch:


Good Morning! Wie immer in letzter Zeit ein grauer, verhangener Tag, aber ich mag das ganz gern. Richtiges November-Wetter. So langsam wird es auch richtig, richtig kalt, was mich sehr freut, weil ich endlich Mützen, Schals und Handschuhe tragen kann.
Für meine Onlinegruppe ist gerade viel zu tun, wir sind jetzt in der heißen Phase und wollen mit der Werbung beginnen, deswegen wird es heute ein Treffen des Flyer-Teams geben. Außerdem muss noch ein Video geschnitten werden, und wir wollen eigene Musik "komponieren". Naja, wohl eher Soundkulissen.😉


Donnerstag:

Morgens mit einem schmerzenden Schulterblatt aufgewacht, dass mir das Leben zur Hölle macht. Kann ich jetzt voll gebrauchen ... nicht.

Dennoch kriege ich abends die Vorspiel-Probe auf die Reihe, wieder hybrid, mit Textlesen und coolen Ideen für's Bühnenbild. Nächste Woche starten wir dann richtig in die Proben.


Freitag:

Immer noch Schulterblatt-Schmerzen, diesmal aber latenter, mehr ziehend statt stechend. Mal gucken, wie lange ich mich damit rumplagen muss. Was ganz gut hilft: Dehnübungen, Noppenball-Massage und Doc-Schmerzgel.
Zum Glück heute nur Homeoffice und dann Wochenende.



Freitag, 11. November 2022

Corona-Theatertagebuch – Wochen 138 & 139






Woche 138

Montag:

Das Wochenende war entspannend und ich bin halbwegs bereit für eine intensive Arbeitswoche mit einer Tour nach Berlin. Diese Tour wird wirklich intensiv, da alle Tage vollgepackt sind mit Zahnarzt, Vorspielprobe, Seminartag bei der adkb, Familienessen und zwei Tagen LAG.

Heute früh haben mein Mann und ich angesichts der leeren Straßen und der ungewöhnlichen Stille mal gegoogelt, ob heute Feiertag ist. Und ja: der Reformationstag ist in Mecklenburg Vorpommern ein Feiertag!
Auf Facebook gibt es zum Abschluss des Creepy October ein Video von mir. Schaut doch mal rein:
https://www.facebook.com/watch?v=416851697148909

Anderes Thema Barrierefreiheit ist in Deutschland ja nach wie vor ein grauenhaftes Thema. Hier ein Beispiel dazu:
https://www.jule-stinkesocke.de/2022/10/froh-und-dankbar/


Dienstag:

Good Morning! Der Morgen startete mit Tränen bei diesem Bericht, den ich angefangen zu gucken:
https://youtu.be/rOPHuaF2BfU

Dann haben Nick und ich die Online-Stunde komplett dem Thema Lachen gewidmet. 😃 Zwei Songs gab es zum Einstieg:
https://youtu.be/6oeHy-nss88
https://youtu.be/ENynlzJyaYw
Über die Lach-Atmung vom Alba Emoting sind wir dann zu zwei Youtube-Videos gekommen, deren Lachvarianten wir nachgemacht haben:
https://youtu.be/enJNZ8g_k84
https://youtu.be/rPY4yOmNw7w

Um 11:30 Uhr dann Live-Talk mit Mark zum Thema "Soziale Kompetenzen durch Theaterpädagogik fördern":


Mittwoch:


Die Nacht war wegen meiner Periode, einer Nase, die dauernd zu war (eine Art Long-Covid-Symptom, das ich seit meiner Erkrankung im Juni mit mir rumschleppe – inkl. große Mandeln und immer wieder Schleim im Hals), und Katzen, die durch meine Unruhe hellwach waren, sehr anstrengend und mit wenig Schlaf verbunden.
Deshalb war ich heute auch fast nur drinnen, mit Wärmflasche auf dem Bauch am Schreibtisch sitzend.

Eine Doku, die mich heute sehr berührt hat, ist diese hier:
https://youtu.be/rOPHuaF2BfU


Donnerstag:

Auf nach Berlin, in vier sehr volle Tage.

Nach einem Telefonat, das ich mittags unten im Gesundbrunnencenter führte (, wo es nicht so ruhig ist, wie ich hoffte), rückt ein Aufführungsort für die Grundlagenbildung mehr in greifbare Nähe.
Nachmittags Prophylaxe bei meiner Zahnärztin in Berlin, Besuch bei meiner Freundin und Kollegin Katja und abends Vorspiel-Probe mit der Rollenverteilung für die Inszenierung "Five Rooms". Und ja, wenn euch der Titel an einen Film erinnert, habt ihr damit vollkommen recht.;)


Freitag:

Heute als Gastdozentin bei Interkulturell-Aktiv e.V., zu den Themen "Status" und "Digitale Theaterpädagogik". Das erste Thema hat analog funktioniert, das zweite leider nur so mittel, da macht es für mich persönlich doch mehr Sinn, das Thema per Videochat online zu unterrichten.
In unserer nächsten Grundlagenbildung werden wir dazu vorrausichtlich ein ganzes Wochenende haben. Ist zwar noch ein Weilchen hin, aber ich freue mich drauf.

Abends wurde ich von meiner Mutter und meinem Bruder bekocht und es war sehr, sehr lecker.




Samstag:

Heute war wieder LAG-Time, Thema diesmal Rollenarbeit mit biografischen Elementen. Es sind super interessante Figuren entstanden, von denen ich gern welche in der Abschlussinszenierung wiedersehen würde.


Sonntag:

Dieser Tag war einer Supervision von drei Teilnehmenden gewidmet, die ein gemeinsames Theaterprojekt in einem Altersheim leiten. Es ging um Teamfragen, also wie man zu dritt Proben leitet und künstlerische Entscheidungen trifft. Ein sehr interessantes Thema, das auch mir wieder Impulse für meine Arbeit geliefert hat, vor allem da die nächste Grundlagenbildung von einem Dreier-Team geleitet wird.

 


 

Woche 139

Montag:

Der Morgen begann sehr früh mit einer Blutabnahme beim Arzt, weshalb ich vorher schon wieder halb gestorben bin vor Aufregung. Morgen früh dann die Auswertung.

Abends Kollegialer Austausch in Mini-Runde, ganz gemütlich und voller Ärger über eine sehr perfide Absage des Projektes eines Kollegen. Wir haben mitgefühlt und mich beschäftigt der Fall immer noch.



Dienstag:

Meine B12- und Eisenwerte sind top! Die Tabletten haben gewirkt, das macht mich sehr happy!
Nächste Blutkontrolle erst in zwei Jahren nötig. Erleichterung pur.:)

Ich hab mit Nick heute wieder die Atemmuster von Alba Emoting geübt, aber zum Einstieg haben wir dieses Mal zu einem ganz langsamen Song getanzt:
https://youtu.be/ZNaqBBjrIZw

Nachmittags waren wir am Meer und ich war sehr berührt von lauter Namen mit Lebensdaten und abgelegten Blumen rund um den einen Leuchtturm, die Angehörige für Menschen hinterlassen haben, die in den letzten zwei Jahren gestorben sind.

Und jetzt ein Abend ohne Termin. Ich freu mich auf ganz viel Serie-Gucken und im Bett rumliegen.


Mittwoch:


Ich bin noch ein bißchen müde von den letzten Tagen und vom Wochenende, aber komme in kleinen Schritten im Homeoffice voran. Wenn ich in Berlin war, bange ich die ersten paar Tage immer noch ein bißchen und bin dann erleichtert, wenn sich keine Krankheitssymptome einstellen. Ich habe gar keine Lust auf eine weitere Runde Corona und hoffe immer, dass ich verschont werde. Beim Interkulturell-Aktiv e.V. habe ich Maske getragen, bei der LAG nicht bzw. nur ab und zu, weil wir uns dort schon vor einer Weile für die Wochenenden für tägliche Schnelltests entschieden haben.


Donnerstag:

Homeoffice und abends dann eine Vorspiel-Zoomprobe in minikleiner Runde ... also ein Teilnehmer und ich.😃
Ich finde interessant, wie Online-Proben bei den Vorspielern in den letzten Jahren zu einer selbstverständlichen Alternativ-Variante geworden sind, die immer wieder genutzt wird, wenn es zu wenig Teilnehmende für eine analoge Probe sind.


Freitag:

Heute ist reiner Homeoffice-Tag und ich wünsche euch ein wunderbares Wochenende!


Samstag, 29. Oktober 2022

Corona-Theatertagebuch – Woche 137



Montag:

Ich war heute so in Arbeit vertieft, dass ich meinen Termin, um den ich meine lieben Kolleg*innen vom Kollegialen Austausch gebeten habe, fast verpasst habe. Wir haben heute gemeinsam spatial.io getestet, eine Online-Plattform, in der man mit eigenem Avatar sowie Video und Audio gemeinsam Zeit in verschiedenen Räumen und Landschaften verbringen. Hauptzweck ist glaube ich das Ausstellen von NFT-Kunst und anderen Objekten, aber wir wollten einfach mal gucken, wie man dort miteinander agiert, was die Avatare können und ob und wie man es für die Theaterpädagogik nutzen kann. Der kleine digitale Ausflug hat Spaß gemacht, auch wenn ich jetzt im Moment gerade keinen Nutzen habe. Dennoch behalte ich die Plattform im Auge und gucke, ob sie in einem späteren Projekt oder Workshop nutzbar ist.


Dienstag:

Morgens bereite ich mein Gästezimmer/Homeoffice ein bißchen für meinen spontanen Gast Carmen vor, dann habe ich Online-Stunde mit Nick, mit diesem Song:
https://youtu.be/J7ATTjg7tpE
Heute sind Nick und ich auf Zoom umgestiegen und haben dort erstmal gemeinsam die verschiedenen Hintergründe ausprobiert und eine Szene im Skilift improvisiert.

Den Rest das Tages habe ich dann mit meiner Freundin Carmen und meinem Mann verbracht: eine kurze Fährfahrt über die Warnow und ein ausgieber Spaziergang (wir haben einen Seeadler gesehen!!!), dann habe ich zum ersten Mal Kürbis-Hummus gemacht (superlecker!) und abends ein bißchen zusammen Serie-Gucken.




Mittwoch:


Vormittags ging es ans Meer, wo wir ausgiebig am Strand gesessen und auf's Wasser geguckt haben. Nach einem Mittagessen und einem kleinen Ladenbummel ist Carmen dann wieder zurückgefahren und ich bin nach Hause spaziert.

Jetzt hänge ich müde, aber sehr entspannt in den Seilen und habe abends noch meine Online-Theatergruppe.


Donnerstag:

Leute! Für die LAG brauchen wir dringend noch für unsere Intensivphase im März eine Theaterbühne in Berlin, wo wir 10 Tage lang tagsüber proben und aufführen können.
Wenn ihr Tipps habt: her damit!

Ansonsten bin ich voll in der Online-Arbeit während ich mich nebenbei mit meiner Kollegin und Freundin Katja immer wieder über Long Covid austausche. Sie hat sehr deutliche Symptome und häufige Erschöpfungszustände. Ich bekomme das alles durch den regen Austausch mit und bin geschockt, wie viele Menschen es immer noch gibt, denen die Krankheit entweder komplett unbekannt ist oder die sie nicht ernstnehmen, also psychosomatisch sehen (was faktisch nicht stimmt, es ist eine organische Erkrankung) oder sie sogar leugnen.
Diese Erkrankung betrifft mittlerweile schon so viele Menschen, die u.U. ganz oder teilweise arbeitsunfähig sind. Das ist fatal und erschreckend.
Ich selbst habe nur ganz leichte Long Covid Symptome, besonders im Hals-Rachen-Bereich. An manchen Tagen merke ich nichts, an anderen spüre ich ein unangenehmes Gefühl im Hals und produziere viel Schleim im Rachen. Wie eine leichte Erkältung, die permanent mitschwingt und sich mal kurz blicken lässt und wieder verschwindet. Auf jeden Fall sehr nervig. Und das schon seit Anfang Juli.

Abends reine Onlineprobe mit den Vorspielern und erste vage Rollenverteilung für die neue Inszenierung.



Freitag:

Heute war nochmal so ein richtig theatraler Tag. Tagsüber habe ich mit der Planung einer Workshopeinheit begonnen, denn ich bin nächste Woche Freitag ausnahmsweise mal Gastdozentin bei der "Konkurrenz", der adkb in Berlin.
Nachmittags habe ich einen kleinen Ausflug in den Botanischen Garten gemacht, in dem es gerade so wunderschön herbstlich aussieht. Ich habe sogar einen Grünspecht gesehen, der auf einer Art Baumstumpf am Wasser saß und dann hoch in einen Baum flog.

Abends fand eine längere Extraprobe mit meiner Online-Theatergruppe statt. Vor der Probe kam es in WhatsApp zu Unstimmigkeiten, so dass wir die erste halbe Stunde nutzten, um gemeinsam über das Thema Prioritäten, Gründe für's Fehlen usw. zu sprechen.
Ein Thema, das besonders in Amateurtheatergruppen mit Erwachsenen immer wieder ein Streitpunkt ist, ist das Thema Priorität. Jede*r Teilnehmende hat in der Regel Lust auf das Theaterspiel in der Gruppe, sonst würde die Person sich nicht dafür anmelden und ggf. auch Geld dafür bezahlen. Aber dennoch gibt es sehr unterschiedliche Prioritäten und Erwartungen. Es gibt Teilnehmende, die geben diesem Theaterprojekt eine sehr hohe Priorität und ordnen andere Dinge des Lebens dieser Priorität unter. Andere Teilnehmende geben dem Projekt eine viel niedrigere Priorität, denn es soll neben den anderen hohen Prioritäten ihres Lebens nebenbei mitlaufen. Wieder andere stehen irgendwo dazwischen.
Als Leitung habe ich die Entscheidungsgewalt, vorher festzulegen, welche Teilnehmenden ich dabei haben möchte. Ich kann mich dafür entscheiden, nur Teilnehmende zu haben, für die das Projekt eine sehr hohe Priorität hat. Ich kann mich aber auch dafür entscheiden, auch Teilnehmende zu haben, für die das Projekt eine niedrige oder mittlere Priorität hat. Die nach einer Gruppe suchen, in der keine Sanktionen drohen, wenn sie wegen Arbeit / Kind / Krankheit / Urlaub / psychischem Zustand etc. mal nicht oder später kommen. Ich für mich selbst habe mich für die zweite Variante entschieden, weil sie für mich inklusiver ist und mehr Menschen mit unterschiedlichen Lebenshintergründen und unterschiedlichem Alltag die Teilnahme ermöglicht. Aber ich kann auch jede Leitung verstehen, die es für sich anders entscheidet, weil sie z.B. sehr intensiv an einem Projekt arbeiten möchte. Auch Gruppenleitungen haben unterschiedliche Prioritäten und Bedürfnisse.
In meinen Gruppen treffen aber durch meine Entscheidung Teilnehmende mit teils sehr unterschiedlicher Prioritätensetzung aufeinander und müssen sich irgendwie miteinander zurechtruckeln, wenn sie weiter mitspielen möchten. Ich kann dann nur moderieren und meine Erfahrungen teilen, aber leider nicht Frustration ausschließen. Die Enttäuschung darüber, dass man selbst einem Projekt eine andere Priorität gibt als die Mitspielenden (egal ob höher oder tiefer), kann sehr groß und schmerzhaft sein. Man empfindet Druck, mehr Zeit freizuschaufeln, oder mehr "locker zu lassen". Und Druck ist immer stressig.
Leider kommen wir um solche Konflikte nicht herum. Manchmal kann man sie lösen, manchmal hilft nur ein Kompromiss, manchmal muss man als Folge eine Entscheidung für sich selbst treffen.
Ich bin dankbar, dass sich alle geöffnet und ihre Gedanken geteilt haben und hoffe, auch in Zukunft dafür Raum geben zu können.

Und jetzt: Wochenende! (mit neuer Wandlampe im Arbeitszimmer!)

Mittwoch, 26. Oktober 2022

#monthlyfavourites – Oktober-Lieblinge





Es ist wieder Zeit für die Lieblinge des aktuellen Monats - die #monthlyfavourites im Oktober!



Zum Arbeiten/Freizeiten:
 



 

Ein Geburtstagsgeschenk, das ich von meiner Freundin Carmen bekommen habe, war diesen Monat öfter im Einsatz: ein Kartenset namens "Spirit Animal". Es hat Ähnlichkeiten mit Tarot-Karten, aber man würde die Karten wohl eher Orakel-Karten nennen. Es sind verschiedenste Tiere darauf abgebildet, die verschiedenen Elementen zugeordnet sind. Im Begleitbuch findet man die Bedeutungen der einzelnen Karten. Da jedes Tier mit bestimmten Eigenschaften assoziert und verknüpft wird, ist das ein cooles Set, um es im Theater für die Rollenarbeit zu nutzen. Außerdem ziehe ich mir ab und zu einfach so eine Karte, um zu gucken, ob der Text ein bißchen Inspiration für mich bereithält.



Zum Aufhübschen:




Das Langarmshirt von TwoThirds trage ich unglaublich gerne, weil es aus sehr angenehmem, weichem Material ist und sanft auf der Haut liegt.

Die kleinen Esel-Ohrstecker sind aus einem Laden bei mir um die Ecke.

Zwei neue Nagellacke habe ich auch gekauft, sie waren aus einer Limited Edition von Alterra, halten sehr gut und decken mit nur einer Schicht.



Zum Lesen:
 


Für den Halloween-Monat Oktober hatte ich mir vorgenommen, Klassiker der Gruselliteratur zu lesen, im Original. "Dr Jekyll and Mr Hyde" ist ein recht dünnes Büchlein, das ich schnell durchgelesen hatte. An "Frankenstein" sitze ich schon ein Weilchen. Es ist gar nicht so dick, aber ich komme durch Arbeit usw. gerade einfach nicht so oft zum Lesen.
Ich mag auf jeden Fall beide Bücher und das alte Englisch hat für mich immer einen besonderen Reiz.



Zum Essen:



So langsam gibt es leckere Mandarinen, was ich sehr feiere. Und bei den ganzen Waldspaziergängen in diesem Monat habe ich so einige Bucheckern gesnackt.
Außerdem habe ich zum ersten Mal Kürbis-Hummus gemacht. Sooooo lecker! Hier das Rezept:
https://www.nourish-and-fete.com/roasted-garlic-sage-pumpkin-hummus/


Zum Stöbern


Diesmal keine im Angebot. Sorry!


Zum Hören:

Endlich mal wieder meine Lieblingspodcasts:

https://www.podcast.de/podcast/617746/die-kleine-schwarze-chaospraxis

https://podtail.com/de/podcast/gut-zu-vogeln/

Außerdem dieses Musikstück, das ich gerade auf der Kalimba übe:
https://www.youtube.com/watch?v=YwX8v8hVzaA



Zum Anschauen

Hier wie immer ein paar Tipps zum Anschauen! Dieses Mal nicht allzuviel, weil ich einfach viel gearbeitet habe und ansonsten oft draußen im Wald und am Meer unterwegs war.

Ich war im Volkstheater Rostock und habe den überraschenden Monolog "Girls & Boys" gesehen:
https://www.volkstheater-rostock.de/spielplan/a-z/girls-boys/

Was vielleicht noch nicht so viele wissen: ich LIEBE alte Schwarz-Weiß-Filme! Ob Krimi, Heimatfilm, Liebeskomödie ... ganz egal. Sehr alte Filme machen mich einfach sehr happy. Diesen Monat habe Alfred Hitchcocks "The Lady Vanishes" gesehen. Wenn ihr darauf auch Lust habt, findet ihr den kompletten Film in Originalversion hier:
https://youtu.be/_mPAHtvr87o

Als mein Mann nicht da war, habe ich abends RuPauls Drag Race UK Season 4 geguckt. Läuft ganz nett an:
https://youtu.be/C3LV435AYH0

Nice ist diese Folge von "Freitagnacht Jews":
https://www.ardmediathek.de/video/freitagnacht-jews-mit-daniel-donskoy/talk-zum-schabbat-mit-schriftsteller-max-czollek-s01-e02/wdr/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLWExMDM2OGM4LTAzYWUtNDJhZS05YWY4LTkwZGUzMTI1ZGYyNA

Sehr sehenswert ist diese Long Covid Doku:
https://www.ardmediathek.de/video/hirschhausens-check-up/hirschhausen-und-long-covid-die-pandemie-der-unbehandelten/das-erste/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL2hpcnNjaGhhdXNlbnMtY2hlY2stdXAvNjM0OWExZDYtODFjYi00N2U3LTg2MzYtZDYwZmMyOTU5Njk1?mc_cid=3923cf69bb&mc_eid=UNIQID

Joah, und ansonsten habe ich "Andor", "Rings of Power", "Prince Charming" und "Stargate" weiter geguckt.

Samstag, 22. Oktober 2022

Corona-Theatertagebuch – Woche 136


Montag:

Mein Mann ist wieder da! Deshalb haben wir den Tag nur mit Schlafen, Kuscheln, Hafen und Kuchen verbracht. Gearbeitet wird morgen.


Dienstag:

Morgens erst Planungstreffen mit meinen neuen LAG-Kolleginnen, dann Online-Stunde mit Nick, mit diesem Song:
https://youtu.be/A16K3idDH4Q
Es gibt News: Wir starten gerade in die Planung eines neuen Audiowalks! Whoop whoop!

Als die Motivation nachlässt, zieht es mich nach draußen zum Hafen und ich genieße den leichten Wind, die frische Warnow-Luft und die Sonne.
Wie ist das bei euch mit den Arbeits-Hochs und -Tiefs im Laufe des Tages? Ich kann meist morgens und vormittags ganz gut arbeiten, hab aber meist zwischen 14 und 17 Uhr etwa ein richtiges Tief und komme dann erst gegen Abend wieder langsam in Fahrt.





Mittwoch:


Vormittags ging es erstmal in den Wald und ans Meer, um mit ein bißchen Wohlfühlprogramm in den Tag zu starten.

Abends Probe mit meiner Online-Theatergruppe. Wir planen jetzt auch eigene Musik bzw. Klangkulissen für die Inszenierung zu erstellen. Ich bin gespannt, wie das läuft. Es gibt ein kleines Musikteam, mit dem ich mich per Zoom treffen werde.


Donnerstag:

Der Tag startet mit einem Planungstreffen mit meiner Kollegin Vera. Am Samstag leiten wir zusammen eine hybride Spielkette an. Ich bin schon sehr vorfreudig und gespannt, wie das laufen und funktionieren wird.
Ich möchte noch nicht zuviel verraten, falls die Teilnehmenden zufällig diesen Beitrag lesen.;)

Abends hybride Probe mit den Vorspielern. Wir starten gerade in die Rollenverteilung und haben uns für die kommende Inszenierung für einen 70s-Look entschieden. Falls ihr noch 70er-Klamotten rumliegen habt, die ihr nicht mehr braucht (besonders Herrenkleidung!), dann gebt mir unbedingt Bescheid!


Freitag:

Morgens ging's in die Barnstorfer Anlagen, eine Art kleiner Innenstadt-Wald in Rostock, ca. 20 min Fußweg von uns entfernt. Die gesammelten Bucheckern durften dann gleich in die Gemüsepfanne wandern, die es zum Mittagessen gab.

Nachmittags bin ich wie immer etwas im Tief, aber arbeite mich in Tippelschritten durch die To Dos. Ich hasse ja Reisekosten, das ist immer so aufwändig, das nachträglich alles auseinander zu sortieren, den Verpflegungsaufwand zu berechnen etc. pp. Ich muss mir wirklich mal vornehmen, das direkt nach einer Geschäftsreise zu erledigen. Und dabei hatte ich letztes Jahr nur 3 kleine Geschäftsreisen. Bei der Steuererklärung für 2022 wird es dann extrem!



Samstag:

Morgens lag Rostock im Nebel und das sah am Hafen einfach wunderbar aus!

Lustig war es heute bei der Spielkette, auch wenn ich am Anfang akustisch fast gar nichts verstanden habe und deshalb ein bißchen improvisieren musste.
Jetzt kann ich auch mehr dazu verraten:
Die Idee einer Spielkette ist das kreieren eines Settings, in dem die anleitende Person aus einer Rolle heraus anleitet, die sie auch die ganze Zeit beibehält. Spiele und theaterpädagogische Übungen sind in die Geschichte, die dabei entsteht, eingebettet.
Für den aktuellen Aufbaukurs der LAG Spiel und Theater Berlin e.V. haben meine Kollegin Vera und ich eine Spielkette abgewandelt, die eine andere Kollegin von mir (hallo Anke!) vor 11 Jahren während meiner eigenen Ausbildung angeleitet hat. Wir haben mit den Teilnehmenden eine Koch-Game-Show inszeniert, heute zum Thema "Snacks". Es gab zwei Teams, die gegeneinander angetreten sind und sich in verschiedenen Spielrunden Punkte und Snacks erspielt haben, die am Schluss gemeinsam am Tisch verzehrt wurden. Meine Kollegin Vera hat vor Ort die Rolle der Moderatorin übernommen, während ich per Zoom-Zuschaltung als technische Assistentin "Kuh Karla" dabei war, denn in Zoom gibt es neuerdings die Möglichkeit, Avatare einzustellen und somit in Form eines animierten Tieres aufzutreten.

Zum Schluss nochmal ein ganz anderes Thema: durch meine Freundin und Kollegin Katja und durch ein paar eigene Symptome ist das Thema Long Covid bei mir seit Monaten stark auf dem Schirm. Ich möchte euch dazu eine Doku ans Herz legen:
https://www.ardmediathek.de/video/hirschhausens-check-up/hirschhausen-und-long-covid-die-pandemie-der-unbehandelten/das-erste/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL2hpcnNjaGhhdXNlbnMtY2hlY2stdXAvNjM0OWExZDYtODFjYi00N2U3LTg2MzYtZDYwZmMyOTU5Njk1?mc_cid=3923cf69bb&mc_eid=UNIQID
Und ich freue mich, dass endlich die Finanzierung für eine entsprechende Medikamenten-Studie durch ist:
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/studie-fuer-das-long-covid-mittel-bc007-ist-finanziert-18390943.html

Heute noch ein bißchen Homeoffice und morgen vielleicht, vielleicht mal wirklich ein bißchen Wochenendfeeling.




Sonntag, 16. Oktober 2022

Corona-Theatertagebuch – Woche 135



Woche 135

Montag:

Wie üblich beginnt der Montag nach einem Wochenende voller Berlin-Arbeit sehr zäh und müde. Aber die Umsatzsteuervoranmeldung ist geschafft!

Ein Ausflug zum Hafen hilft, den Kopfschmerz zu vertreiben und sorgt dafür, dass ich noch ein bißchen Computerarbeit hinkriege. Für die Online-Theatergruppe ist noch einiges zu tun, ebenso planungsmäßig und natürlich sitzt auch noch die Steuererklärung im Nacken, die bis Ende des Monats abgegeben werden muss. Neben vielen anderen Dingen, wie dem neuen Spielzeitmagazin, LAG-Planungen und und und ...

Ich freue mich schon auf den Feierabend mit einer Folge Prince Charming!


Dienstag:

Morgens Online-Stunde mit Nick, mit diesem Song:
https://youtu.be/HSUZ02Z2kIo

Mittags interviewe ich meine Nachbarin Marie-Theres Schwinn. Das Interview könnt ihr dann im Spielzeit-Magazin und vermutlich auch hier auf dem Blog lesen.

Kurze Hafenrunde und Textarbeit für die Online-Theatergruppe.

Momentan ist sehr viel zu tun, was mich durchaus ein bißchen stresst. Ich freue mich schon, wenn das alles mal ein bißchen weniger Mental Load wird und ich ein bißchen entspannen kann. Das fällt mir gerade nicht so leicht.




Mittwoch:


Gestern abend ist mir meine Brücke rausgefallen, die viele Jahre gehalten hatte. Also heute früh sehr spontan zu einem Zahnarzt direkt um die Ecke. Ich hatte Glück und es hatte just in dem Moment ein Patient seinen Termin abgesagt, so dass ich direkt drankam und jetzt wieder eine fest sitzende Brücke hab.

Dann mit meinem Mann erstmal ein Ausflug in den Wald und ans Meer. Leider nur einen Pilz gefunden, aber immerhin!

Abends Probe mit meiner Online-Theatergruppe. Die Aufführungstermine wurden auf Januar verschoben, so ist es etwas luftiger und entspannter. Normalerweise bin ich kein Fan vom Verschieben, da der Druck einer nahenden Aufführung meist ausreicht, aber ich denke, in diesem Fall hilft es den meisten Teilnehmenden, mit mehr Entspannung und Freude in die Endproben zu gehen.



Donnerstag:

Heute früh ist mein Mann in seine alte Heimat aufgebrochen und ich bin jetzt vier Tage lang allein in Rostock. Ich hab tausend Ideen, was ich unternehmen könnte, bin aber ehrlich gesagt gar nicht so fit.
Ich werde es ganz entspannt angehen und fahre erstmal mit meiner Kalimba und einem Buch im Gepäck ans Meer. Super windstill ist es heute, aber dafür sind ausreichend Touris unterwegs. Ich werde Zeuge von drei Möwenattacken auf Menschen, die Essen in den Händen halten. Zwei davon sind erfolgreich.
Also große Warnung: In Warnemünde solltet ihr auf keinen Fall draußen unter freiem Himmel essen. Ich spreche aus Erfahrung.;) By the way: Ich LIEBE Möwen! (gut, ich mag alle Vögel ...)
Auf dem Heimweg besuche ich noch kurz die Kunsthalle und gucke mir die aktuelle Ausstellung an.

Abends hybride Vorspiel-Probe in kleiner Runde. Die Vorspieler hatten sich im Probenraum an einen Tisch gesetzt und mich dazugestellt, so dass es mir vorkam wie ein Table Read zum Start eines Films oder einer Serie. War eine coole Perspektive.



Freitag:

Morgens bin ich ein bißchen zerknittert, aber treffe mich online mit meiner Kollegin Katti, um ein bißchen über die Planung der nächsten Grundlagenbildung zu sprechen. Außerdem regen wir uns gemeinsam über fehlende Hygienemaßnahmen bei allen möglichen Veranstaltungen auf. Vielen Veranstalter*innen scheint Corona scheißegal zu sein. Was ist denn los mit den Leuten? Wir haben eine Verantwortung als Veranstalter*innen!

Nachmittags sitze ich ewig mit meinem Kater in der Tierklinik, um eine Kontroll-Blutuntersuchung zu machen. Die Werte werden immer besser.


Samstag:

Morgens sehne ich mich nach Natur und Ruhe und spaziere in den Barnstorfer Wald, in dem an diesem Tag irgendein sehr lautes Event mit Techno-Musik stattfindet. WOW.
Ich spaziere ein Weilchen herum, finde aber keine Stelle, an der ich die Musik nicht hören muss. Also wieder auf nach Hause, leckeres Mittagessen kochen und dann abends im Sonnenuntergang an den Hafen, mit einem meiner Lieblingspodcasts auf den Ohren:
https://podtail.com/de/podcast/gut-zu-vogeln/




Sonntag:

Ich wache lädiert auf und kann mich vormittags erstmal zu nichts aufraffen. Ich schaffe es aber, meine IKEA-Rollwagen für's Homeoffice aufzubauen, die gestern geliefert wurden.
Momentan bin ich von meinem Arbeitszimmer genervt, weil es gerade wahnsinnig unordentlich und chaotisch ist. Ich habe aber wenig bis kaum Energie, etwas daran zu ändern.
Heute habe ich in kleinen Häppchen ein bißchen geräumt, an verschiedenen Ecken und Stellen. Ich glaube, diese kleinen Portionen sind für mich schaffbar.

In der Abendsonne dann wieder Hafen mit Podcast, Tee und Doughnut. Jetzt im Herbst sind die Dohlen und Krähen wieder auf Futtersuche und ich trage regelmäßig ein Beutelchen mit Nüssen in der Jackentasche. Eine Dohle hatte heute Glück, mir zu begegnen und bekam einige Nüsse und getrocknete Kirschen. Natürlich war sofort eine Lachmöwe als Konkurrenz da, aber ich habe aufgepasst, dass nur die Dohle Futter bekommt. Wasser- und Seevögel finden mehr als genug Fressen und sollten nicht gefüttert werden. Zumal sie von Nüssen und Trockenfrüchten auch meist nicht besonders begeistert sind.😀

Abends noch ein bißchen im Homeoffice räumen, denn irgendwann brauche ich hier wieder eine klare Umgebung, um meinem momentan sehr gestressten Geist auch wieder etwas Klarheit zu verschaffen.



Montag, 10. Oktober 2022

Corona-Theatertagebuch – Woche 133 & 134


 

 

Woche 133

Montag:

Good Morning!
Zum Start in die neue Woche ein interessantes Interview mit Laura Gehlhaar:
https://femtastics.com/stories/laura-gehlhaar/

Obwohl nur im Homeoffice, war es dennoch ein anstrengender Tag. Es wird kalt hier und ich muss immer mehr Schichten tragen. Die bevorstehende Bestattung zieht schwer am Herzen und das ganze Umfeld hat Kummer. Alles gerade zäh und bleiern. Aber: eine ganze Stunde mit meinem guten Freund Michael telefoniert.


Dienstag:

Morgens Online-Stunde mit Nick, mit diesem Song:
https://youtu.be/eFjjO_lhf9c

Tagsüber beim Barcamp Bildung, wobei ich immer nur ab und zu reinschalte, weil nur wenige Session-Themen für mich interessant sind. Aber dennoch nehme ich Inspirationen mit und freue mich, dass alle sich so intensiv austauschen.


Mittwoch:

Tagsüber beim Barcamp Bildung, wobei ich immer nur ab und zu reinschalte, weil nur wenige Session-Themen für mich interessant sind. Aber dennoch nehme ich Inspirationen mit und freue mich, dass alle sich so intensiv austauschen.

Abends wieder Online-Theatergruppe. Ein Akt muss noch geplant und die Übergänge genau inszeniert und ausprobiert werden. Dann haben wir einen festen Plan und werden üben, üben, üben. Kostüme und Bühnenbild steht zum großen Teil. Jetzt geht's in den Endspurt!



Donnerstag:

Letzter Tag vor der Bestattung meiner Oma. Viel geschafft habe ich nicht, aber dafür noch einmal Meer und abends Vorspiel-Probe mit Durchlesen des zweiten Stückvorschlags.



Freitag:

Ein emotionaler, trauriger und schöner Tag. Ich denke wir (und besonders meine Mutter) haben ihr einen sehr liebevollen und persönlichen Abschied bereitet. Abends müde und durchgefroren und satt.
Die Hotellobby von der kleinen Unterkunft, in der wir nächtigen, ist der Hammer. Ein Hirschvorhang und Korbstühle, dazu Schmetterlingsdeko an der Decke. Perfekter kann man es nicht inszenieren. Ich hätte das gern als Bühnenbild.


Samstag:

Nach einem morgendlichen Besuch an der Grabstelle meines Opas in seinem Waldstück (inkl. Pilze-Sammeln) Rückfahrt von der alten Heimat meiner Großeltern (Klein Luckow in Mecklenburg Vorpommern) zurück nach Rostock.



Sonntag:

Ich weiß, ich sollte chillen, aber ich muss einiges im Homeoffice erledigen und will jetzt schon mal so langsam anfangen, denn in wenigen Tagen geht es schon wieder nach Berlin.
Ab morgen erwartet euch den ganzen Oktober über jeden Montag ein halloweeniger Theater-Post auf meiner Facebookseite! Schaut mal rein:
https://www.facebook.com/sarahbansemertheater



Woche 134

Montag:

Neue Woche, neue Energy!
Heute einen Live-Talk mit Mark Kitzig gehabt und abends einen angenehmen "Mecker"-Austausch mit Kolleg*innen. Wir sind alle genervt davon, dass mittlerweile viele so tun, als gäbe es kein Corona mehr. Jegliche Hygienemaßnahmen werden über den Haufen geworfen oder nicht mal ansatzweise mitbedacht. Auch bei einigen Institutionen ist das so.

Achja: Und ein paar Buchungen erledigt. Das ist ja auch was wert.


Dienstag:

Heute bin ich obsessed mit dem Mund dieser Komikerin, die aussieht wie Jim Carrey:
https://www.youtube.com/shorts/ZB1C2A2bVVw

Bitte entschuldigt mein Denglisch. Ich bin einfach gerade zu faul, mir über die deutschen Begriffe Gedanken zu machen. 

Noch ein Tipp: Die knackige Show "Freitagnacht Jews", besonders folgende Folge:
https://www.ardmediathek.de/video/freitagnacht-jews-mit-daniel-donskoy/talk-zum-schabbat-mit-schriftsteller-max-czollek-s01-e02/wdr/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLWExMDM2OGM4LTAzYWUtNDJhZS05YWY4LTkwZGUzMTI1ZGYyNA

Heute wieder Online-Stunde mit Nick gehabt, mit diesem Tanz-Song:

Abends dann seit Ewigkeiten mal wieder ein Theaterbesuch zu später Stunde: "Girls & Boys" am Volkstheater Rostock. Ich war sehr berührt von dem lustig-grausamen Monolog und finde es generell ein tolles Format: Eine knackige Stunde am späten Abend (21-22 Uhr), eine Schauspielerin + ein Techniker, direkt in der Theaterbar, kein Bühnenbild außer Scheinwerfer. Und Eintritt nur 5 €. Von solchen Formaten gern mehr!
https://www.volkstheater-rostock.de/spielplan/monatsplan/girls-boys/3478/



Mittwoch:

Heute viel Homeoffice und Hafen und morgen geht's wieder nach Berlin!



Donnerstag:

Berlin hat mich heute mit strahlendem Sonnenschein und wunderschönstem (zu warmem) Herbstwetter empfangen. Nachdem ich für das Wochenende den Schlüssel bei meiner Kollegin abgeholt hatte, besuchte ich die Ausstellung "Queer in Photography" im c|o Berlin. Faszinierende ältere und neuere Bilder zeigen queere Identitäten im Laufe der Geschichte. Große Empfehlung, falls ihr mal in Berlin seid!


Danach habe ich die Gelegenheit genutzt, mal ganz allein im Restaurant Essen zu gehen. Das mache ich höchst selten, aber dieses Mal hatte ich sowohl Zeit als auch Geld dafür.

Abends dann Vorspiel-Probe und die Entscheidung für das neue Stück ist gefallen: Eine freie Bühnenadaption des Films "Four Rooms". Ja, das habe ich vor einigen Jahren schon einmal mit einer Theatergruppe inszeniert, dieses Mal wird es aber sicherlich ziemlich anders. Ich freu mich drauf!


Freitag:

Ich habe sehr lange ausgeschlafen, war dann einkaufen und habe zum Ex-DDR-Feiertag – dem "Tag der Republik" – für meine Mutter und eine Freundin von ihr Soljanka und Toast Hawaii gekocht. Learning des Tages: vegane Fleischwurst kann man nicht anbraten, sie zerfällt dann zu Krümeln. Blöd.

Im Drogeriemarkt hab ich mich mal wieder in zwei MakeUp-Paletten verliebt. Nein, ich brauche sie nicht. Ich habe sie auch nicht gekauft. Ich hätte sie aber gern.😄



Samstag:

Geplant war für dieses Wochenende, dass meine ehemalige Kommilitonin und Freundin Anke Beutel Gastdozentin bei der LAG ist. Sie wollte zur Unterstützung noch eine Kollegin mitbringen, mit der sie das Wochenende leitet. Heute früh um viertel vor sechs rief sie an, um mir zu sagen, dass sie beide krank geworden sind. Super-Gau!
Also veränderte sich die komplette Planung und ich musste das Wochenende allein anleiten. Spontan entschied ich mich für die sichere Bank "Status", die mir immer wieder Freude macht. Zusätzlich beschäftigten wir in die Gruppenarbeit zu der Frage "Wie arbeite ich theaterpädagogisch zu einem Thema?" ein. Morgen gibt es dazu dann die Präsentationen der einzelnen Teams.

Zwischendurch in der Pause habe ich heute auf dem Handy gesehen, dass meine Rufnummernmitnahme im neuen Handyvertrag storniert wurde. Ich krieg ne Krise.

Abends noch Essengehen mit meiner Freundin Carmen. Ein entspannter Tagesabschluss.


Sonntag:

Die heutigen Präsentationen waren sehr interessant und inspirierend, ich lerne auch immer wieder neue Übungen und Spielideen kennen, auf die ich nicht gekommen wäre.

Dieses Wochenende hat aber auch ganz schön geschlaucht und ich war froh, als ich mich auf den Heimweg machen konnte.
Aus der entspannten Rückfahrt wurde jedoch nichts, da ich zwei Stunden länger als geplant auf meinen Zug warten musste – "unbefugte Personen auf dem Gleis". Irgendwann konnten die Züge dann doch fahren und ich war selten so froh, in einem Zug sitzen zu können. Der Zug fuhr dann jedoch überraschend nur bis Güstrow und ich musste dort in einen Anschlusszug umsteigen. Also alles in allem recht anstrengend. Things happen. Einatmen ... Ausatmen ...


Freitag, 23. September 2022

Corona-Theatertagebuch – Woche 132

Montag:

Der Tag nach einem Berlin-Trip ist ja immer so semi-geil. So auch heute. Bißchen unmotiviert, wollte einen totalen Chill-Tag haben, habe stattdessen einen Homeoffice-Tag gehabt, weil einfach zu viele Mails und organisatorische Dinge zusammengekommen sind.
Ich habe mit meiner Netzwerkbekanntschaft Barbara gesprochen, die übrigens Erfolgsteams in Berlin leitet. Hier gibt's mehr Infos:
https://erfolgsteam.berlin/

Am Hafen war es heute wieder wunderbar, richtig windig und herbstlich. Dazu eine absurde Hüpfburgen-Landschaft.


Dienstag:

Ein Tag fast ohne Termine. Immerhin!
Viel Homeoffice, viel Planung für die nächste und die aktuelle Grundlagenbildung.

Abends zum Sonnenuntergang dann noch an den Hafen und der Himmel war fantastisch! Auch wenn die Tage gerade voll mit Arbeit sind, ist diese Umgebung hier der perfekte Ausgleich.





Mittwoch:

Eigentlich sollte heute abend der Schnuppertermin für den neuen Basis-Kurs stattfinden, aber von den nicht ganz so vielen Interessierten, die sich angemeldet hatten, haben mehrere abgesagt, so dass es jetzt nicht mehr genügend Teilnehmende sind. Also muss der ganze Schnuppertermin ausfallen. Ich weiß nicht, ob es Sinn macht, den ab Januar wieder anzubieten, denn momentan sucht keiner Online-Angebote. Es gibt ein paar wenige, die nach Präsenz-Theaterkursen suchen, aber auch nicht annähernd so viele, wie es mal waren. Ich glaube, die Krise und die Corona-Müdigkeit und die Inflation tun ihr übriges.
Wie ist es bei euch? (also gerade die, die im Freizeit-Sektor arbeiten)

Abends produktive Probe mit der Online-Theatergruppe. Wir kommen voran!



Donnerstag:

Wie geht's eigentlich anderen gerade zum Thema Hygienemaßnahmen? Ich merke, dass ich selbst jetzt keine Panik vor Ansteckung habe, es mich aber stört, wenn Veranstalter*innen keinerlei Hygienemaßnahmen festlegen (wenn die Veranstaltung in Innenräumen stattfindet). Ich weiß, dass man gerade keine Maßnahmen einhalten MUSS, aber mir ist es zu wenig Achtsamkeit, sich einfach nur an die gesetzlichen Vorgaben zu halten. Die Ansteckungsgefahr ist ja nach wie vor da, egal ob es nun eine gesetzliche Regelung gibt oder nicht.
Als einzige eine Maske zu tragen, ist halt auch immer ein bißchen komisch vom Gefühl her, mache ich aber trotzdem, z.B. im Supermarkt oder im Theater. Veranstaltungen, bei denen man miteinander in Kommunikation ist, versuche ich zu meiden, wenn es da keinerlei Regelungen (wie z.B. Schnelltest-Nachweis oder Maskenpflicht) gibt.


Kommen wir zu etwas lustigerem: heute ist Hobbit Day! Ich versuche mich heute ein bißchen an die unzähligen Hobbit-Essenszeiten zu halten, auch wenn ich viel weniger zu mir nehme. Mein "schweres Frühstück" war ein Mini-Kännchen Tee, mein "leichtes" Frühstück eine Schale Joghurt mit Müsli, "Elevenses" bestand aus Tee und Keksen und zum Luncheon wird es Kartoffelwürfel geben (die macht mein Mann). Nachmittags backe ich dann Scones und das Abendprogramm steht noch nicht fest. Gar nicht so easy. Hier eine kleine Übersicht über die Hobbit-Mahlzeiten:
https://www.webstaurantstore.com/blog/1786/hobbit-meals-to-celebrate-hobbit-day.html
 
Jetzt wieder ein bißchen schlechte Laune für alle, die darauf Lust haben:
https://taz.de/Rassismus-beim-Rettungsdienst/!5879278/
 
Abends hybride Probe mit den Vorspielern, ich und ein anderer Mitspieler sind zugeschaltet. Wir sind gerade in der Stückentscheidung und es ist noch kompliziert. Mal schauen, was die nächste Woche bringt.



Freitag:

Heute werde ich nur im Homeoffice rumhängen und vielleicht ans Meer fahren, deshalb wünsche ich euch schon jetzt ein entspanntes Wochenende!



Montag, 19. September 2022

Corona-Theatertagebuch – Woche 131



Montag:

Am Wochenende meine Periode bekommen und die Motivation hält sich gerade in Grenzen.

Samstag Meer im Nebel (Hammer!), Sonntag Theaterfest am Volkstheater Rostock.

Heute "#nextlevel revisited – Fachaustausch und Barcamp", eine Online-Veranstaltung zum Vernetzen und Neues lernen. Heute gab es einen sehr interessanten Vortrag zum Thema "Transdisziplinarität" und ich habe nebenbei wieder viel über das Thema akademische vs. einfache Sprache nachgedacht. In den letzten 1-2 Wochen fallen mir ständig Namen und Begriffe nicht ein (von Orten, Schauspieler*innen, Filmen ...). Das ist nichts komplett neues, aber in der Häufung schon auffällig, so dass ich es mal als ein weiteres Long Covid Symptom deute. Über den Begriff Transdisziplinarität bin ich heute mehrmals sprachlich gestolpert und wünschte mir sehr doll eine Veranstaltung in einfacher(er) Sprache. Akademische Sprache ist sehr exklusiv und ich hätte durchaus Lust auf einen inklusiveren Ansatz bei solchen Veranstaltungen.


Dienstag:

Morgens Termin bei der HNO-Ärztin. Da es mir mittlerweile besser geht, besteht kein Grund, irgendwas zu operieren oder so. Auch wenn meine Mandeln für einen erwachsenen Menschen sehr groß sind.😄 Sollte ich irgendwann starke Probleme haben, soll ich mich wieder melden. Perfekt, sowas lob ich mir.

Tagsüber dann der Barcamp-Teil von "#nextlevel". Da wurde es praktischer, was mich total angesprochen hat. Besonders das Thema VR-Brille reizt mich immer wieder, aber die Teile sind sehr teuer.
Ich lasse euch dazu mal ein kleines Video hier, das Sara Hartmanns VR-Projekt zeigt, von dem sie uns heute in ihrer Session u.a. erzählt hat:
https://vimeo.com/516160705
Kurz vor Ende der Pausen wurden kleine Yogaeinheiten als Video abgespielt, ganz simpel im Sitzen oder Stehen. Die haben mir richtig Freude bereitet und die Idee habe ich gleich im Kopf abgespeichert für eigene Veranstaltungen.
 
By the way: Am 28. September ist das "Barcamp Bildung", ebenfalls digital. Vielleicht hat jemand von euch Lust? Es ist kostenlos und ich bin schon angemeldet:
https://barcamp-bildung.digital

Nachmittags dann die letzte B12-Spritze vor November (da habe ich wieder eine Blutuntersuchung und werde erfahren, wie meine Werte sind). Sie war auch nochmal extra schmerzhaft.


Mittwoch:

Morgen geht es schon wieder nach Berlin. Der September ist dieses Mal so unglaublich vollgepackt. Kaum bin ich hier, bin ich schon wieder weg. Aber ich freue mich auch drauf, weil ich am Freitag im Garten meiner Mutter meinen Geburtstag mit Freunden nachfeiere.

Abends lange Probe mit meiner Online-Theatergruppe. Wir sind gerade in der sehr konkreten aktiven Arbeits- und Probenphase und Stück für Stück entstehen immer mehr Puzzleteile für die Inszenierung.



Donnerstag:

Morgens Planungstreffen mit meinen Kolleginnen, dann Reise nach Berlin, dieses Mal ohne Verspätung. In Berlin Essengehen mit meiner Freundin Eva, dann Vorspiel-Probe im neuen Probenraum.
Es war total schön, die Vorspieler wiederzusehen und ihnen den neuen Probenraum inklusive Bühne zeigen zu können. Wir hatten viel Spaß mit den Stückvorschlägen und ich habe das Gefühl, es gibt zwei Favoriten, zwischen denen die Entscheidung noch fallen muss.
Ich habe eine Online-Konsenierung angelegt (über acceptify.at), das Ergebnis erfahre ich dann Donnerstag, pünktlich zur Probe.




Freitag:

Der Tag stand ganz im Dienste meiner Geburtstagsnachfeier. Vormittags einkaufen, dann Suppe kochen, dann im Garten alles vorbereiten, Buffett aufbauen usw. Es kamen nur wenige Leute, ABER die die da waren, waren die richtigen (das Barcamp-Motto funktioniert immer!). Es war ein superschöner Abend und ich hätte noch ewig draußen am Feuer sitzen können, hätte uns nicht der Regen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Danke an alle Gäste, dass ihr da wart! :)



Samstag:

Heute hatten wir Katharina Buchmann als Gastdozentin bei der LAG, mit dem Thema "Jeux Dramatiques". Super interessant und erhellend, denn ich hatte vorher damit gar keine Berührungspunkte. Ich nehme auf jeden Fall auch Ideen für meine Arbeit mit Erwachsenen mit und bin froh, dass ich dabei sein konnte.


Sonntag:

Heute war ich als Hauptdozentin dran, mit dem Thema "Vom Text zur Szene". Passend zum letzten Theaterwochenende am Meer habe ich eine Szene aus Ibsens "Die Frau vom Meer" mitgebracht und hatte sehr viel Spaß beim Zuschauen.

Der Heimweg per Zug war wieder problemlos, so langsam komme ich wieder in den Pendel-Rhythmus. Ab morgen erstmal eine Woche Rostock. Juhuuu!



Freitag, 9. September 2022

Corona-Theatertagebuch – Wochen 129 & 130



Woche 129

Montag:

Homeoffice, Homeoffice, Homeoffice ... so beginnt die Woche, mit vielen, vielen To Dos, die ich gestern auf der Rückfahrt im Zug aufgelistet habe.

Am späten Nachmittag fahren wir zum Meer und genießen die herbstliche Stimmung. Wir sammeln Steine am Strand und sind total im Hiddensee-Feeling.

Meine Oma, die schon seit vielen Jahren im Heim liegt, nähert sich ihrem Tod. Die Pflegekräfte behandeln sie jetzt palliativ und ich weiß nicht, wie lange sie noch hat. Stunden ... Tage ... Wochen?

Dienstag:

Auch heute viele To Dos und der Entschluss, morgen schon früh nach Berlin zu fahren, wegen meiner Oma.


Mittwoch:

Meine Oma ist gestern am späten Abend verstorben.
Heute bin ich gleich früh nach Berlin gefahren und habe dann mit meiner Mutter zusammen das Zimmer im Heim ausgeräumt, in dem meine Oma gewohnt hatte. Es ist ein komisches Gefühl, nicht mehr in dieses Heim zu gehen. Das war ein Ritual, das die letzten Jahre dazugehörte. Als ich noch in Berlin lebte, war ich alle zwei Wochen bei ihr zu Besuch (außer in den Lockdowns), seit ich in Rostock lebe, habe ich sie jedes Mal besucht, wenn ich in Berlin war, also alle drei bis vier Wochen. Plötzlich ist dieses Ritual weg. Ich melde mich nächste Woche wieder.





Woche 130

Montag:

Wir sind wieder in unserem Alltag angekommen und mir geht es gut. Die ersten beiden Tage waren sehr emotional, besonders das Ausräumen des Zimmers im Pflegeheim.
Ich habe das Gefühl, dass wir jetzt gerade ganz gut klarkommen, zumindest kann ich das von mir selbst sagen.

Mittwochabend waren mein Bruder und ich noch mit meinem Vater in Berlin essen, denn er hatte Geburtstag. Freude und Leid liegen oft wahnsinnig nah beieinander.
Am Donnerstag ging es zurück nach Rostock und am Freitag war ich abends in Wismar bei der "Nosferatour", einer Art theatralen Stadtführung, bei der die Geschichte von "Nosferatu" mit überlebensgroßen Puppen und als Hörspiel über Kopfhörer erzählt wird. Ich habe es total genossen und spreche eine große Empfehlung aus:
https://www.nosferatour.de/








Am Samstag hatte ich Geburtstag und habe ihn trotz der Umstände sehr entspannt und gut gelaunt verbracht, mit Torten-Frühstück am Meer, Mittagessen im Restaurant und abendlichem Kinobesuch ("Three Thousand Years Of Longing" ... Sehr schöner Film!).

Ich habe mich selbst wieder übertrieben beschenkt, aber dazu mehr in den Monthly Favourites am Ende des Monats.


Kommen wir zum heutigen Tag:

Mittags gab es seit Ewigkeiten mal wieder Fischbrötchen am Hafen und bei den Preisen musste ich ganz schön schlucken. Man merkt die Inflation und die Krise deutlich.

Der Kollegiale Austausch am Abend war nur 10 min lang, da erstmal nur ein Kollege auftauchte. Andere meldeten sich dann später, aber da hatte ich das Meeting schon beendet. Nächsten Monat neue Chance.


Dienstag:

Morgens Nick mit diesem Song:
https://youtu.be/UbxUSsFXYo4

Dann nach Berlin zur LAG. Ich habe extra einen IC gebucht, weil der nur 2 Stunden braucht, aber die Fahrt verzögerte sich (traurigerweise durch einen Personenunfall auf der Strecke), weil der Zug umgeleitet werden musste und deshalb 2 Stunden länger unterwegs war. Also doppelt so lang. Uff! Zum Glück hatte ich ausreichend Puffer eingeplant und kam trotzdem als erste in unserem Arbeitsraum an.
Der Abend widmete sich dem Thema "Vom Geräusch zur Szene" und ich hatte viel Spaß, weil ich das Thema einfach liebe.


Mittwoch:

Die Tage nach einem Abend in Berlin verrinnen immer, weil ich erst nachts um 2 Uhr etwa zu Hause bin und dann entsprechend etwas länger schlafe. Und zack, beginnt der Tag erst um 11 Uhr oder so.
Heute ist wieder so ein Tag, ich bin leicht zerknittert.

Abends Probe mit der Online-Theatergruppe. Es wurde heute viel diskutiert, aber wir waren dann doch noch ein bißchen produktiv und haben uns dem Schreiben von Monolog-Entwürfen für die Online-Inszenierung gewidmet.


Donnerstag:

Abends hat sich das Werbevideo-Team der Online-Theatergruppe per Zoom getroffen und gemeinsam ein wahrhaft "schönes" Werbevideo erstellt. Wir haben viel gelacht!
Es war wieder ein Beispiel dafür, wie wunderbar die kreative gemeinsame Arbeit gerade per Videochat sein kann, weil man viel fokussierter ist und schneller zu einem Ergebnis kommt.


Freitag:

Heute bin ich unglaublich unmotiviert. Ich wollte absolut nicht das Haus verlassen, am liebsten nur schlafen und ohne Ende irgendwelchen Kram essen.

Dafür habe ich eine empfehlenswerte Kurzdoku am Start:
https://www.ardmediathek.de/video/sehen-statt-hoeren/gehoerlos-und-schule-wie-inklusion-gelingen-kann/br-fernsehen/Y3JpZDovL2JyLmRlL3ZpZGVvL2Y0NGM1ZjI2LTIzM2UtNDc0NS05YTZhLTM2N2JiNDk1M2I5OQ?fbclid=IwAR0E6NfBITW4IKfIt5Ga_clTCajltNMV825_EWbK1NICLJQdWJqNNZg4yDM

Ich hoffe darauf, dass morgen ein bißchen mehr Motivation am Start ist. Habt ein entspanntes Wochenende!