Montag, 30. Dezember 2019

Jahresrückblick 2019



Ganz traditionell blicke ich am Ende des Jahres noch einmal zurück auf alles, was passiert ist.


Dieses Jahr war mein Jubiläumsjahr. Vor zehn Jahren im Mai habe ich meinen ersten Theaterworkshop gegeben, damals noch ohne Bezahlung, zum Üben. Ein Jahr später ging es dann richtig los mit ersten Kursen, die sich über die Jahre immer mehr verändert haben und noch weiter verändern werden.
Das Jubiläum habe ich mit vielen Theater-Wegbegleiter*innen bei mir zu Hause gefeiert. Vielen Dank an alle Gäste!
Die einzelnen Stationen und Highlights aus den zehn Jahren habe ich im Spielzeit-Magazin in einem Zeitstrahl festgehalten: Jubiläums-Ausgabe Spielzeit-Magazin!

Es entstanden neue Kooperationen. Zum einen mit Christian Lippmann von Structura, mit dem ich gerade eine Workshop-Testreihe an der Verwaltungsakademie in Berlin mache, sowie die Mitwirkung als Dozentin in den theaterpädagogischen Ausbildungen LAG Spiel & Theater. Im Februar war ich eine Woche lang Gastdozentin im Aufbaukurs und im November begann dort die neue Grundlagenbildung, die ich als Dozentin begleiten darf.

Meine eigenen Kursangebote haben in diesem Jahr Zuwachs bekommen, denn ich habe meinen Basiskurs wieder aus der Mottenkiste geholt, komplett neu gestaltet und wieder mit ins Programm genommen. Momentan läuft schon der dritte Kurs und es macht mir viel Freude Theateranfängern die Möglichkeit zu geben, sich in den kreativen Möglichkeiten des Theaterspiels ausprobieren zu können.
Dadurch habe ich dieses Jahr oft einen Abend mehr pro Woche gearbeitet. Auch bis Mitte des nächsten Jahres wird es so sein, danach hoffe ich, mehrere Kurse an weniger Tagen anbieten zu können, also zwei Kurse hintereinander, so wie es gerade donnerstags der Fall ist.

Die Vorglühen-Workshops gingen in eine neue Runde und sollen auch nächstes Jahr weiter stattfinden. Ich bin gespannt, wie das läuft.

Im Laufe des Jahres führten zwei Gruppendrangkurse (Einigermaßen Ansehnlich & Synchronschief) ihre ersten Inszenierungen erfolgreich auf und es entstand eine neue Gruppe – Spiegel-eye –, die im April die Bühne erklimmen wird.
Die Hütchenspieler aus dem Vorjahr präsentierten außerdem ihre zweite Produktion, komplett in Eigen-Regie, und ich war baff!

Mit den Vorspielern ging es dieses Jahr sogar zweimal auf die Bühne, im Januar mit "Die zweite Palme links" und im November mit "Der Entenfreund".

Ein großes Highlight: Ich war erstmalig in einem Podcast zu Gast, und zwar bei Impro-Trainerin Claudia Hoppe:
https://claudiahoppe.com/2019/02/14/podcast-nr-49-sarah-bansemer-im-gespraech-ueber-es-gibt-keine-fehler-im-impro-und-bewertungen/

Mit Rückblick auf das vorherige Jahr habe ich es geschafft, dass es etwas gemütlicher zugeht. Ich konnte viel wiederholen und verfeinern anstatt immer nur neu zu erfinden. Diese Routine hat mir gut getan und darf gern so weitergehen.

Endlich hatte ich wieder Zeit und Geld für Fortbildungen und besuchte einen Vortrag zu "Intimacy on Stage", einen Erste-Hilfekurs bei der DRK, einen Workshop bei structura zum Thema "ALBA Emoting" und ein Tages-Seminar bei der LAG mit Maike Plath zu ihrer Arbeit mit dem "Mischpult".
Für meine Verhältnisse war das überraschend viel Input. Das Jahr war also irgendwie ein Skill-Trainings-Jahr.

Privat habe ich weiter an meinen Töpfer-Fertigkeiten gearbeitet, nicht ohne schlechte Laune, aber mit vielen guten Ergebnissen.
Außerdem habe ich mich zum ersten Mal – zumindest ein bißchen – meiner Spritzenangst gestellt und eine Hypnose-Sitzung gehabt, die mir geholfen hat, mich impfen zu lassen. Das war meine große Überwindung des Jahres! Die Hypnose-Therapeutin Natascha Griesinger hatte ich beim Netzwerken kennengelernt und sie ist eine absolute Empfehlung!

Ein großer Fokus waren die Themen Zero Waste und Minimalismus, Recycling und Upcycling. Die ersten Wochen und Monate habe ich genutzt, um viel auszusortieren: Kleidung, Bücher, Fotos, Briefe, Kosmetik, Schmuck, DVDs, CDs usw. Die aussortierten Dinge wurden an Freunde und Fremde verschenkt oder in Bücherboxen gebracht. Mit dem Aussortieren soll es 2020 weiter gehen. Es fühlt sich gut an, weniger zu besitzen. Manchmal etwas ungewohnt und eigenartig, aber auch sehr befriedigend.

Ich hatte mehr Zeit für Freunde und Familie, was richtig schön war und ist. Ich sehe meine Oma im Heim nun alle zwei Wochen und nicht nur zweimal im Jahr, denn sie ist nun in einem Heim in Berlin. Dieses Jahr war für meine Familie gesundheitlich ein schwieriges Jahr. Ich hoffe, im nächsten Jahr können wir da alle etwas entspannter durchatmen.

Ich war auch auf Reisen, immer nördlich von Berlin. Einmal in Lübeck mit einer chaotischen, verspäteten Rückfahrt, die dafür sorgte, dass meine Freundin (und Vorspielerin) Carmen mich beim Basis-Kurs spontan vertreten hat. Danke, meine Liebe! Außerdem ging es im Herbst nach Hiddensee mit Freunden. Ein Urlaub, aus dem ich gar nicht mehr zurückwollte.
Kurz danach gab es noch einen Tagesausflug nach Klink an der Müritz. Dort ist es richtig, richtig schön. Ich komme wieder!
Ungewöhnlicherweise war ich dieses Jahr auch zweimal in Potsdam. Ist nah dran und immer einen Ausflug wert.

Eigene Theaterbesuche gab es in diesem Jahr nicht allzuviele. Gesehen habe ich folgende Inszenierungen:
  • "Phädra" im Deutschen Theater (zumindest die erste halbe Stunde, dann bin ich gegangen)
  • "Hool" im Deutschen Theater
  • "Fabian" im Deutschen Theater
  • "Zusammen bauen" in der Schillertheater-Werkstatt
  • "Salonfähig" von Beatrice Ellinger in der Brotfabrik
  • "ugly duckling" im Deutschen Theater
  • "Verirrten sich im Wald" im Deutschen Theater
  • "Theater à la carte" in der WerkStadt
  • "Einfach tanzen" im FELD Junges Theater

Manche Dinge haben sich in diesem Jahr nicht ergeben. Meine Solotheater-Kurs fand nicht statt, Löffelschnitzen steht noch immer auf meiner Ausprobier-Liste und auch Teil 3 der Meeres-Trilogie brauchte etwas länger, kommt jedoch in wenigen Wochen Anfang 2020 zur Aufführung.
Aber das macht nichts. Alles nimmt sich die Zeit, die es braucht.

Was ich mir für's neue Jahr wünsche? Mehr Zeit ohne Internet und ohne Handy. Das liegt in meinen Händen und es fällt mir sehr schwer. Aber man muss sich ja auch ab und zu mal Challenges setzen.

Ende Januar werde ich ein Fortbildungsseminar besuchen, auf das ich schon sehr gespannt bin und das mir hoffentlich viel wichtigen Input für meine Gruppendrang-Kurse gibt: "Systemisches Konsensieren" bei den Konsenslotsen.
Vielleicht kommen im Laufe des Jahres noch andere Fortbildungen dazu, vielleicht auch endlich das Löffelschnitzen. Und sehr gern noch mehr Keramik!



Meine Favoriten 2019



Meine drei liebsten Blogartikel:

"Intimacy on Set" – Vortrag von Ita O'Brien

10 Jahre Theater – meine liebsten Inszenierungen

Theater Make Up – Grundausstattung



Meine Theaterinszenierungen des Jahres:

"Fabian" – Deutsches Theater Berlin

"ugly duckling" – Deutsches Theater Berlin

"Der Entenfreund" – Theatergruppe Vorspiel




Mein Foto des Jahres:


Eine Szene aus "Der Entenfreund" (Theatergruppe Vorspiel).







 

Mein Top Film des Jahres:


"The Avengers: End Game"
--> Ich war ein absolutes Tränenwrack
https://www.youtube.com/watch?v=TcMBFSGVi1c&t=38s




Meine liebsten Serienentdeckungen des Jahres:

"Pose"
https://www.youtube.com/watch?v=_t4YuPXdLZw

"Killing Eve"
https://www.youtube.com/watch?v=Kk0PyD-XNZA

"Fleabag"
 https://www.youtube.com/watch?v=FhZHv2id6Sk

"Skam" bzw "Druck"
 https://www.dailymotion.com/skamenglishsubs
https://www.youtube.com/channel/UCr5zglOqHZAEfCcAx_nw1dQ

"Deep Space Nine"
https://www.youtube.com/watch?v=AdDnnXts45k

"The Terror"
https://www.youtube.com/watch?v=l328p5sSEmc




Fortbildung des Jahres:

Ich glaube der Vortrag "Intimacy on Stage". Er war berührend und wahnsinnig wichtig!





Mal sehen, was 2020 bringt ... ich bin bereit!


Mittwoch, 18. Dezember 2019

#monthlyfavourites – Dezember-Lieblinge


Es ist wieder Zeit für die Lieblinge des aktuellen Monats - die #monthlyfavourites im Dezember!




Zum Arbeiten

Zu Weihnachten wollte ich mich wieder selbst beschenken – mit Anschaffungen, die etwas kostspieliger sind, dafür aber auch ewig halten sollen. Mein Bekannter Michael hat mich mit einem Facebook-Foto daran erinnert, dass schon ewig ein Taschenmesser auf meiner Wunschliste steht. Das hier ist es geworden, von Old Bear, mit 8cm-Klinge und Walnussholz-Griff. Das Messer ist superleicht und begleitet mich jetzt immer, auch wenn es noch nicht so wirklich im Einsatz war. Das kommt aber noch.;)

Auch ein edles Schreibgerät sollte einziehen, eines, das nicht aus Plastik ist und ständig kaputt geht. Ich schreibe am liebsten mit Kugelschreibern und schlich schon seit Monaten gedanklich um den Space Pen von Fisher rum. Ich hatte erst eine Kunststoff-Variante im Blick, aber dann entdeckte ich das Messing-Exemplat und war verliebt. Der Kugelschreiber ist in geschlossener Form ganz klein (könnt ihr auf dem obersten Foto sehen), aber mit aufgesteckter Kappe ein tolles, ausbalanciertes Schreibgerät. Ich hoffe, dass es mir lange, lange Freude macht.

 

Zum Aufhübschen

An den Festtagen glitzert es bei mir noch mehr als sonst. Neu sind der schwarz-silberne Rock, den ich gebraucht bei Kleiderkreisel erstanden habe, und der Lippenstift von Catrice aus der Limited Edition "Glitterholic", in der Farbe C03 Dazzle Light. Müsste es rein theoretisch noch in den Läden geben.

Passend dazu habe ich gern zwei Rouges benutzt, die schon seit mehreren Jahren bei mir im Einsatz sind. Beide von Sleek, in den Farben Antique 142 (hinten im Bild) und Sunrise 924 (vorn im Bild). Die Farben sind in echt etwas dunkler als auf dem Foto und dadurch sehr herbstlich.



Zum Lesen

Zum Lesen bin ich kaum gekommen in diesem Monat, aber dafür habe ich ständig in dieses Notizbuch geschaut (und geschrieben). Seit zehn Jahren schon schreibe ich dort jedes Jahr zur Adventszeit Ideen und Planungen für Geschenke, Adventskalender, Basteleien und Deko auf.



Zum Essen

Meine Güte, der Dezember ist ein köstlicher Monat! Neben tollen Restaurantbesuchen gab es viele Keeekse, natürlich selbstgebacken. Auf dem Bild seht ihr Schokobomben, Schoko-Walnuss-Kekse und Marzipan-Cashew-Taler.

Die grüne Tasse besitze ich schon seit bestimmt zwölf Jahren, benutze sie aber nur selten. Aber für Tee und Kekse ist sie perfekt, deshalb war sie diesen Monat wieder öfter im Einsatz.

Da auch mich eine Erkältung erwischt hat, sind Kinder Em-eukal ständig in meinem Mund.



Zum Stöbern

Und dazu wie immer ein paar tolle Artikel, die mich diesen Monat begeistert haben:


Zum Hören

Ganz klar die Musik aus dem "Wonder Woman 1984"-Trailer:
https://www.youtube.com/watch?v=lEMIKBiDHeo



Zum Anschauen

Hier wieder ein bunter Empfehlungsmix von Dingen zum Anschauen. Diesen Monat ist es besonders viel, aber ich habe einfach so viele gute Sachen gesehen.

Passend zum obigen Song erst einmal der Trailer zu "Wonder Woman 1984". Ich kann es kaum erwarten!
https://www.youtube.com/watch?v=sfM7_JLk-84

Auf Netflix habe ich den wunderbaren Weihnachtsfilm "Klaus" gesehen! Der Trailer ist nicht so gut, deshalb hier ein kleiner Ausschnitt:
https://www.youtube.com/watch?v=jfNJ8gs2T5Y

Ebenfalls auf Netflix ist der tolle Film "Hidden Figures". Gucken!
https://www.youtube.com/watch?v=5wfrDhgUMGI

Eine total unterschätzte Serie ist "Limitless" (Netflix). Da auch hier der Trailer absolut null zur Serie passt, gibt's hier eine kleine Szene:
https://www.youtube.com/watch?v=2zqTRHehBLw

Natürlich musste ich diesen Monat auch die neue Staffel von "The Crown" gucken:
https://www.youtube.com/watch?v=vLXYfgpqb8A

Richtig gepackt hat mich die deutsch-österreichische Krimiserie "Der Pass", die ihr in der ZDF-Mediathek gucken könnt:
https://www.zdf.de/serien/der-pass/der-pass-1-von-8-100.html

Viel Spaß gemacht hat natürlich auch "Spider-Man: Far from Home":
https://www.youtube.com/watch?v=Nt9L1jCKGnE

An Heiligabend werde ich dann Star Wars gucken und ihn mit ziemlicher Sicherheit mögen. Hier schon einmal der Trailer:
https://www.youtube.com/watch?v=bw1lOJ776y8

Mittwoch, 27. November 2019

#monthlyfavourites – November-Lieblinge


Es ist wieder Zeit für die Lieblinge des aktuellen Monats - die #monthlyfavourites im November!




Zum Arbeiten

Der November war ein richtig klassischer Arbeitsmonat. Highlight war mein neuer Kalender, in den ich mir die ersten Termine für's neue Jahr eingetragen habe. Und jetzt wisst ihr auch, wofür ich die Fotos von Hiddensee, die in den letzten #monthlyfavourites vorkamen, eingescannt hab.

Richtig wohl gefühlt hab ich mich außerdem in dem Kostüm der Theatergruppe Vorspiel, bestehend aus kuscheliger Jogginghose, Langarmshirt und Turnschuhen. Ich durfte auch ein Kostüm haben, als sich die Spieler ihre Bühnenkleidung bestellt haben, und selten war ein "Arbeitsoutfit" so gemütlich!

 

Zum Aufhübschen

Am Kragen meines dunkelblauen Wintermantels trage ich immer gern einen Pin oder eine Brosche. Diesen Monat ist es ein "Katzenmond". Gefunden habe ich den Pin auf Kleiderkreisel – natürlich.

Mein festes Shampoo mache ich seit einer Weile selbst und diesen Monat habe ich einen riesigen Vorrat hergestellt: 14 Stück warten jetzt darauf, in den nächsten Monaten aufgebraucht zu werden. Ein paar haben eine Herzform und riechen weihnachtlich nach Lebkuchen und Mandarine.



Zum Lesen

Ich finde F. Scott Fitzgeralds Geschichten ziemlich toll und habe mir schon vor Jahren eine Buchempfehlung aus einem Magazin ausgeschnitten, für "West of Sunset" von Stewart O'Nan, einem fiktiven Buch ÜBER F. Scott Fitzgerald und seine spätere Liebe Sheila Graham. Fertig bin ich noch lange nicht, aber es hat eine wunderbare Leichtigkeit und den Charme alter Filme. Ich bin entzückt! Außerdem ist das Cover teilweise metallisch glänzend, ein wunderschönes Buch. Sucht ihr bei Büchern eigentlich auch immer nach der schönsten Variante oder ist euch das egal?

Wirklich oft gelesen habe ich diesen Monat den neuen Text für Teil 3 meiner Meeres-Trilogie, denn es wird Zeit, ihn auswendig zu lernen. Stay tuned!



Zum Essen

Diesen Monat habe ich unendlich viele leckere Sachen gegessen. Leider ist von den meisten Sachen nichts mehr übrig, um sie zu fotografieren, z.B. Quarkbällchen von einem Stand in Berlin-Buch und Schoko-Salz-Brezeln von Alpia, die einer der Vorspieler zu den Aufführungen mitgebracht hat. Genial sind aber auch die Brownies, die ich gebacken habe. Von denen gab es noch einen für's Bild.



Zum Stöbern

Und dazu wie immer ein paar tolle Artikel, die mich diesen Monat begeistert haben:



Zum Hören

Dieses Lied war ständig in meinem Kopf:
https://www.youtube.com/watch?v=mwCnJkt50Pw




Zum Anschauen

Hier wieder ein bunter Empfehlungsmix von Dingen zum Anschauen.

Natürlich die zweite Staffel von "Pose" auf Netflix. Achtung: Tränenalarm!
https://www.youtube.com/watch?v=2hhcoUnzMZw

Ebenfalls auf Netflix und überraschend witzig ist die Serie "Limitless". Der Trailer ist superernst und entspricht so gar nicht der Serie, deshalb teile ich ihn hier nicht. Schaut einfach mal in die erste Folge rein.:)

Auf BBC läuft grad die wunderbare Dokureihe "Seven Worlds, One Planet", mit atemberaubenden Bildern und der Stimme von Sir David Attenborough:
https://www.youtube.com/watch?v=IlFRPkT-hVc

Kennt ihr Syd Mead? Der Künstler und Designer hat viele, bekannte Science Fiction Kulissen entworfen, z.B. für "Tron", "Blade Runner" und "Star Trek". Der Mann kann wahnsinnig gut malen, mit einer Detailgenauigkeit und Perfektion, es ist atemberaubend. In Berlin-Wilmersdorf gibt es nun erstmalig eine kleine Ausstellung mit einigen seiner Bilder. Der Eintritt ist frei. Wenn ihr hingehen wollt: ich komme gern mit, kann mir die Bilder immer wieder anschauen.
Alle Infos gibt's hier: https://ortner-ortner.com/de/depot/ausstellungen/syd-mead-future-cities

Samstag, 9. November 2019

Auf der Suche nach Nachhaltigkeit – in der Weihnachtszeit



Weihnachten kommt immer schneller als man denkt, deshalb gibt es heute ein paar Tipps für eine nachhaltigere Weihnachtszeit.

Die Weihnachtszeit ist seit vielen Jahren auch gleichzeitig Konsum-Zeit. Zum einen ist Weihnachten DAS Geschenke-Fest schlechthin, zum anderen wird auch gern Geld für Weihnachtsdeko, Adventskalender, Weihnachtspost und mehr ausgegeben.

Ich liiieeebe aber die Weihnachtszeit und all die schönen Dinge (Hallo Konsum!), die mit ihr einhergehen. Schon letztes Jahr habe ich überlegt, wie ich die Zeit nachhaltiger gestalten und richtig genießen kann.

Zeit

Als erstes habe ich versucht, mir den Dezember möglichst frei zu halten. Das versuche ich jedes Jahr, mal klappt es super, mal weniger gut. Ich mag es, in der Adventszeit viel Raum für mich zu haben, zum Basteln, Backen, Kochen, Freunde bewirten, Stricken, Häkeln und mehr.

Ich habe über die Zeit neue Rituale etabliert, z.B. ein gemeinsames Essen mit Freunden in der Vorweihnachtszeit, Plätzchenbacken mit einer befreundeten Familie, Adventsessen mit meiner Mutter, ins Kino an Heiligabend.

Geschenke

Schon immer mache ich Weihnachtsgeschenke gern mal selbst und habe auch eine große Freude am Verpacken.
Letztes Jahr habe ich mir dann vorgenommen, hauptsächlich zu Recyceln und zu Upcyceln. Das hat überraschend gut geklappt und wird dieses Jahr fortgesetzt. Hier ein paar Tipps:

  • Selbstgemachte Geschenke machen mir am meisten Spaß, z.B. selbstgestrickte Stulpen oder Stirnbänder, selbst angerührte Salben oder Deocremes, selbstgemachter Schmuck, aber auch Geschenke aus der Küche wie Chutneys, Kekse, Gewürzmischungen ...
  • Noch nachhaltiger und einfacher ist das Verschenken von Dingen, die man schon im Haushalt hat, aber selbst nicht mehr nutzt. Das können tolle Bücher sein, die man nicht ein zweites Mal lesen wird, gut erhaltenes schönes Geschirr, das man nie benutzt, Dekokissen, Kerzen und Kerzenständer, alte Fotos, Schmuck und Accessoires, ... . Schaut euch einfach mal um, ob ihr Dinge habt, von denen ihr euch gern trennen möchtet, die aber Freunde oder Familie gefallen könnten.
  • Wer es noch nachhaltiger haben möchte, verschenkt Zeit. In Form von einem gemeinsamen Essen, einem Kino- oder Theaterbesuch, vielleicht ein gemütlicher Filmabend zu Hause, gemeinsames Pizzabacken, ein Ausstellungs- oder Museumsbesuch ... euch wird schon das Richtige einfallen.
  • Zum Verpacken kann man wunderbar schöne Magazin- oder Katalogseiten nutzen. Klebt man sie an den Rändern zusammen, kann man so auch größere Papierbögen herstellen, die sich für große Geschenke eignen. Aus solchen ausgerissenen Seiten kann man auch tolle Briefumschläge falten. Im letzten Jahr habe ich Seiten aus einem alten Schulbuch (Alt-Griechisch) genutzt, zu sehen auf dem obigen Foto. Die Bastel-Freaks können daraus auch Origami-Sterne oder -figuren falten.
    Auch super eignen sich aussortierte Schals und Tücher oder schöne (saubere!) Geschirrtücher als Verpackung. Zum Wickeln kann man die Furoshiki-Methode nutzen.
  • Bei Bändern kann man kreativ werden. Vielleicht habt ihr noch Paketschnur oder Wollreste? Außerdem lohnt es sich, Bänder aufzuheben, wenn sie einem begegnen, z.B. die Aufhängeschlaufen an gekauften Pullovern und Shirts, die ich meist rausschneide. Die sind zwar zu kurz, um ein Geschenk damit zu umwickeln, eignen sich aber hervorragend, um kleine Tütchen zuzubinden oder Geschenkanhänger anzubringen.
  • Geschenkanhänger braucht man viel seltener als man denkt. Oft übergibt man das Geschenk direkt an die zu beschenkende Person, so dass so ein Namensschildchen eigentlich überflüssig ist. Wieso also nicht darauf verzichten?
    Oder alternativ Schildchen selbst gestalten, z.B. aus einer zerschnitten Postkarte, kleinen Stücken Buntpapier oder dünner Pappe, die man noch bemalen, bestempeln und nach Belieben beschriften kann. Dazu noch mit dem Locher ein kleines Loch einstanzen, fertig ist der Geschenkanhänger.
  • Will man das Geschenk noch dekorieren, eignen sich Blätter, Tannenzapfen, kleine Äste, getrocknete Blumen oder auch kleine Figuren oder Nippes, den man zu Hause findet.
  • Geschenke aus der Küche lassen sich am besten in Gläsern oder Metalldosen verpacken. Habe ich noch Plastiktütchen von irgendwoher übrig, nehme ich auch mal die. Bei Gläsern und Dosen könnt ihr den beschenkten Personen auch anbieten, sie wieder zurückzunehmen und im nächsten Jahr neu zu befüllen. Oder sie gegenseitig hin und her schenken.
  • Wenn ihr Päckchen verschickt, lohnt es sich schon in den Monaten vorher Kartons aufzuheben, z.B. von Online-Bestellungen. So habt ihr gleich die passenden Größen parat und müsst keine neuen Kartons kaufen.
  • Nicht unerwähnt lassen möchte ich natürlich die Möglichkeiten, sich a) gar nichts zu schenken oder b) die Geschenke nicht zu verpacken. Ersteres ist natürlich die absolut nachhaltigste Option.

Adventskalender

Das war für mich das schwierigste Thema. Ich liebe, liebe, liebe Adventskalender und hatte über die Jahre ein gutes System erfunden: zu meinem Geburtstag im September habe ich mir von Freunden und Familie verpackte Kleinigkeiten gewünscht, die mein Mann dann in meinen Adventskalender gepackt und die noch fehlenden Türchen selbst gefüllt hat.

Dieses Jahr beschäftige ich mich intensiver damit, was ich wirklich brauche und haben will und merke, dass ich zwar alle kleinen Geschenke der letzten Jahre geliebt habe, aber natürlich nicht wirklich "brauchte". Deshalb habe ich mich entschieden, einen ungewöhnlicheren Weg zu gehen und den Kalenderinhalt selbst zusammenzustellen – ausDingen, die ich schon besitze.
Ich bin schon im September mit einem Beutel durch die Wohnung gelaufen und habe Kleinigkeiten eingesammelt, die ich noch gar nicht benutzt/gelesen habe, wie z.B. Sticker, Rezepthefte, Reclam-Bücher etc. Zusätzlich habe ich mir kleine Zettelchen mit Aufgaben für den Tag geschrieben und in den Beutel gepackt, z.B.: "Heute ist ein guter Tag, um einen Kuchen zu backen." oder "Widme dich doch heute deinem Terminkalender für's neue Jahr". Diese Zettelchen sollen quasi testen, ob ich es wirklich geschafft habe, mir im Dezember Zeit für mich frei zu halten.
Außerdem habe ich mir auch noch Geldscheine und Münzen eingepackt, um mir an dem jeweiligen Tag spontan ein Stück Torte, einen Kinobesuch oder ein Essen im Restaurant zu gönnen.
Den Beutel gebe ich dann Ende November meinem Mann und er befüllt dann den Adventskalender damit.
Ich bin wahnsinnig gespannt, wie diese Adventskalender-Lösung für mich funktioniert.

Adventskalender verschenke ich auch gern. Eine simple, nachhaltigere Variante sind kleine Päckchen, die in alte Stoffe/Tücher, Magazinseiten oder schon vorhandenes Geschenkpapier verpackt werden. Alle zusammen können dann in einen schönen Karton gepackt oder an einen Ast gehangen werden.
Als Inhalt eignen sich selbstgemachte Kleinigkeiten (Gestricktes, Gebackenes, Gebasteltes, Gekochtes etc.) oder Kleinigkeiten, die man schon im Haushalt hat und nicht (mehr) benutzt.

Je weniger neu gekauft wird, desto nachhaltiger der Adventskalender. Aber Achtung: Die Dinge sollten dem Beschenkten auch gefallen. Also keinen Schrott in den Kalender – dafür gibt es Schrottwichteln.;)

Weihnachtsdeko

Ich dekoriere generell eher dezent, weil unsere Wohnung durch knallige Wandfarben und viele Bilder sowieso schon sehr bunt ist. Letztes Jahr habe ich in der Herbstzeit meine Deko-Kiste sortiert und viele Deko-Artikel verschenkt. Übrig geblieben sind nur noch die Stücke, die ich wirklich gern mag und mit denen ich seit Jahren dekoriere. Neue Stücke brauche ich nicht, ich finde auch immer die gleichen Farben für die Adventszeit schön: Weiß, Rot, Dunkelgrün, Gold und Silber. Also ganz klassisch. Hinzu kommen Naturmaterialien wie Tannenzapfen, die ich bei Spaziergängen finde, Tannenzweige aus dem Garten meiner Mutter oder eine Schale voller Nüsse.
Auch meinen Kerzenvorrat möchte ich erst einmal aufbrauchen. Ich weiß auch nicht, für welchen Tag X ich eigentlich die besonders schönen Exemplare aufheben wollte. Der beste Moment, sie anzuzünden ist doch eigentlich immer jetzt, nicht wahr?


Welche Tipps habt ihr für eine nachhaltige Adventszeit und was ist euch besonders wichtig?



Mittwoch, 30. Oktober 2019

#monthlyfavourites – Oktober-Lieblinge


Es ist wieder Zeit für die Lieblinge des aktuellen Monats - die #monthlyfavourites im Oktober!




Zum Arbeiten/Urlauben

Fotos zum Arbeiten? Ja, irgendwie schon. In meinem Urlaub habe ich analoge Fotos gemacht und mir dann ein paar der Bilder eingescannt. Zwei Bilder sind das Wunschmotiv für meinen neuen Kalender für 2020. Aber dazu im nächsten Monat mehr.

 

Zum Aufhübschen

Wie, schon wieder Klamotten? Ehrlich gesagt ja, aber immerhin Secondhand. Meine Mutter hat Kleidung aussortiert und ich habe jetzt ein neues khaki-farbenes Blusenkleid, eine blau-grün karierte Bluse und einen schwarzen, weiten Pullover mit absurdem Skelett-Print im Kleiderschrank.

Gekauft habe ich mir – ebenfalls gebraucht bei Kleiderkreisel – eine Lidschattenpalette von Kiko mit dem schönen Namen "Sicilian Notes". Zwei Monate lang habe ich sie angeschmachtet und mir dann diesen Wunsch erfüllt.


Zum Lesen

Als ich meine Mutter besuchte, entdeckte ich am S-Bhf Karow einen kleinen öffentlichen Bücherschrank. Ein Buch fiel mir gleich ins Auge, weil es einfach wunderschön ist: "Arbeiten und nicht verzweifeln" von Thomas Carlyle. Von diesem Mann stammt auch mein Lieblingszitat: "Nicht was ich habe, sondern was ich schaffe, ist mein Reich.", das seit einiger Zeit als Motto auf meinen Flyern steht. Also MUSSTE das Buch mit. Ich mag auch den Titel und es macht Spaß, es immer wieder an einer beliebigen Stelle aufzuschlagen und in seinen Weisheiten (die teilweise natürlich schon sehr veraltet sind) zu stöbern.



Zum Essen

Als ich große Rote-Bete-Knollen im Supermarkt entdeckte, entschied ich mich, sie einzulegen. Sie sind eine leckere Beilage oder ein netter Snack zum Abendbrot. Hier das Rezept: Klick!

Und wie jeden Herbst hab ich süße Kürbis-Cupcakes mit Walnüssen gebacken. Auch dieses Rezept ist online: Klick!
Übrigens auf meinem bisher größten (aber dennoch kleinen) selbstgetöpferten Teller.



Zum Stöbern

Und dazu wie immer ein paar tolle Artikel, die mich diesen Monat begeistert haben:




Zum Hören

Ein neuer Element of Crime Song ist auf meinen iPod gewandert:
https://www.youtube.com/watch?v=J8jiQJGQ6V8




Zum Anschauen

Hier wieder ein bunter Empfehlungsmix von Dingen zum Anschauen.

Den Anfang macht meine ehemalige Gruppe "Die Hütchenspieler", die dieses Wochenende noch einmal auftreten. Kommet und staunet:
https://www.facebook.com/pg/huetchenspieler.berlin/events/?ref=page_internal

Begeistert war ich auch von "Zusammen Bauen", bei dem meine Freundin Eva mitspielt. Ich weiß nicht, ob es noch öfter gespielt wird, aber hier findet ihr alle Infos:
https://tanzkomplizen.de/zusammen-bauen/

Genial ist RuPauls Drag Race UK, sehr unterhaltsam, gibt's bei BBC:
https://www.bbc.co.uk/bbcthree/article/0034a2c5-91b0-4d82-b616-993a83a36ff5

Viel Spaß macht die Serie "Fett und Fett" über einen typischen Loser, der einfach zu gutmütig ist und eine amüsante Form des Single-Lebens in München und Berlin porträtiert:
https://www.zdf.de/serien/fett-und-fett/fett-und-fett-110.html#autoplay=true

Auf Netflix kann ich die Serie "Criminal" sehr empfehlen. Bis jetzt habe ich nur die England-Version geguckt, es gibt aber auch noch deutsche, spanische und französische Folgen. In jeder Folge führt ein Ermittler-Team ein Verhör durch, im immer gleichen Raum. Es ist ein intensives Kammerspiel, bei dem die Schauspieler komplett im Mittelpunkt stehen. Wirklich toll!
https://www.youtube.com/watch?v=r7nUgq3r_wo

Samstag, 12. Oktober 2019

Auf der Suche nach Nachhaltigkeit – beim Einkaufen / Konsumieren

Auf dem Gehweg gefundene Schätze, die jemand dort auf einer Decke zum Verschenken aufgebaut hatte.


Seit über einem Jahr beschäftige ich mich mehr mit Nachhaltigkeit, Minimalismus und Zero Waste. Ich bin da vermutlich etwas spät, aber besser spät als nie.
Ich weiß, dass die Politik gefragt ist, und dass deutlich größere Entscheidungen gefällt werden müssen. Allerdings schließt das eine das andere nicht aus und für mein eigenes Wohlbefinden – und ja, gutes Gewissen – möchte ich meinen eigenen Konsum zurückfahren, nachhaltiger werden und weniger (Plastik-)Müll produzieren.
Deshalb starte ich jetzt eine Blogreihe, in der ich Tipps und Tricks mit euch teile, die für mich funktionieren. Jeder kann auf andere Dinge leicht verzichten, deshalb sollen es nur Anregungen sein, falls auch ihr gerade überlegt, etwas zu ändern, aber nicht wisst, wo anfangen. Und über Tipps von euch freue ich mich natürlich sehr!

Heute starte ich mit dem Thema Einkaufen bzw. Konsumieren.
So wenig Konsum wie möglich wäre natürlich das Ideal. Aber nach jahrelangem Shoppen, ist es gar nicht so einfach, wieder damit aufzuhören. Dass man lebensnotwenige Dinge kauft, ist selbstverständlich, aber oft genug kauft man auch Sachen, die man eigentlich nicht braucht. Nur aus Spaß am Konsum, am Neuen, an der Schönheit des Produkts etc. Das finde ich auch absolut normal und nicht verwerflich.
Besonders, wenn einem immer wieder verführerische Sonderangebote ins Haus flattern.
Dennoch möchte ich das für mich selbst einschränken. Ich habe Anfang des Jahres angefangen, meine Wohnung auszumisten und gemerkt, wie viel Zeug ich eigentlich hab, das hier nur rumliegt und nie benutzt wird.
Nach und nach kriege ich es immer besser hin, weniger zu kaufen. Folgende Tricks haben mir dabei geholfen:

  • Als erstes habe ich alle möglichen Newsletter von Online-Shops abbestellt. Wenn ich die Angebote nicht sehe, werde ich auch nicht in Versuchung geführt. Und das Mail-Postfach ist direkt leerer. Win-win.
  • Im klassischen Versandhandel habe ich nicht viel bestellt, aber von ein paar wenigen Shops bekomme ich Kataloge oder Prospekte per Post zugesandt. Das nervt mich allein schon wegen der Papierverschwendung alias Müllproduktion. Ich habe vor ein paar Tagen Bonprix angeschrieben und darum gebeten, dass sie mir keine Kataloge oder Prospekte mehr zuschicken. Ich habe eine nette Antwort zurückbekommen, dass mein Wunsch erfüllt wird, und die Support-Mitarbeiterin hat mir zusätzlich den Tipp gegeben, mich in die Robinson-Liste einzutragen, um keine Werbepost von fremden Firmen zu erhalten. Hier der Link: https://www.ichhabediewahl.de/?cid=39
  • Kleidung kaufe ich mittlerweile hauptsächlich Secondhand, am liebsten auf Kleiderkreisel, weil es dann kein klassisches Stöbern ist bis ich irgendwas finde, sondern weil ich dort gezielt nach Kleidungsstücken, Accessoires oder bestimmten Beautyprodukten suchen kann. Für Basics, die ich dort nicht finde, habe ich einen tollen Fair-Fashion-Shop entdeckt: https://www.grundstoff.net/
    Noch besser wäre es, Kleidung direkt im Secondhand-Laden zu kaufen, weil ich dann auf Verpackung und Versand verzichten kann. Dafür müsste ich mir mehr Zeit einplanen, um auch das finden zu können, was ich suche. Ich arbeite dran.
  • Auch bei anderen Dingen ist Secondhand eine gute Option. Bücher finde ich gebraucht bei ebay oder in öffentlichen Bücherschränken. Auch für Möbelstücke, Deko, Fahrräder, Geschirr usw. lohnt sich immer ein Blick in ebay Kleinanzeigen oder entsprechende Flohmarkt-Gruppen auf Facebook. Oder natürlich ein richtiger Flohmarkt-Besuch.
  • Haltet unbedingt die Augen auf, wenn ihr durch die Straßen lauft. Immer mal wieder stellen Leute Boxen vor ihre Haustür, um Dinge zu verschenken. In unserem Hausflur gibt es eine kleine Ablagefläche an der Wand, die die Nachbarschaft gern nutzt, um Bücher, DVDs, Vasen, Geschirr und vieles mehr zum Verschenken hinzustellen. Wichtig hierbei: vorher genau überlegen, ob man etwas wirklich braucht oder es nur haben will, weil es kostenlos angeboten wird.
  • Wenn ich etwas kaufen möchte, was ich nicht zwingend und dringend brauche, schreibe ich mir den Wunsch auf oder mache bei Onlinshops einen Screenshot vom Produkt. Dann warte ich eine Weile und gucke immer mal wieder meine Wunschliste durch, um zu checken, ob die Dinge immer noch so interessant für mich sind wie im ersten Moment. Wenn ich nach mehreren Wochen oder sogar Monaten immer noch begeistert bin und mein Herz sich danach sehnt, kaufe ich das Produkt.
  • Um unnötige Käufe einzudämmen, nutze ich die App "Daily Budget". Hier kann ich mein monatliches Einkommen, meine Fixkosten und meinen Wunsch-Sparbetrag eingeben und die App rechnet mir aus, wieviel Geld ich am Tag ausgeben darf. Dann kann ich täglich alle Ausgaben eintragen und sehen, ob ich mein tägliches Budget schon überzogen habe oder heute noch Geld übrig ist.
    Wichtig ist, wirklich ALLE Ausgaben einzutragen: jeden Supermarkteinkauf, jedes Croissant vom Bäcker, jeden Euro für einen U-Bahn-Musiker. So erkennt man auch gut, wofür man täglich Geld ausgibt und wo die eigenen Prioritäten liegen.
    Einen kleinen Trick wende ich aber dabei an: da ich als Selbständige ein sehr schwankendes Einkommen habe, trage ich monatlich nur den Mindestverdienst ein, also was ich durch laufende Kurse auf jeden Fall verdiene. Zusätzliche Einnahmen packe ich manchmal dazu, oft aber auch nicht. Dadurch spare ich noch mehr als meinen Wunschbetrag.
  • Verzicht auf Plastik ist für mich außerdem ein wichtiges Thema. Beim Einkaufen versuche ich so oft wie möglich plastikfreie Varianten zu finden. Gemüse und teilweise auch Obst kaufe ich einmal wöchentlich lose auf dem Markt, auch ab und zu Fleisch, das ich mir dann in eine mitgebrachte Box füllen lasse. Brot, Kuchen und Kekse backen wir fast immer selbst, nur jetzt in der Herbstzeit werde ich bei Lebkuchen und Spekulatius schwach.
    Am schwierigsten finde ich es bei Süßigkeiten. Ich nasche wahnsinnig gern und viel und finde es extrem schwierig, bezahlbare, lose Süßigkeiten zu finden, besonders Schokolade. Gummitiere etc. bekommt man gut als lose Ware bei z.B. IKEA sowie Hussel und anderen Süßigkeitenläden. Aber Schokoladentafeln sind fast immer verpackt oder – in besonderen Läden mit loser Bruchware – sehr teuer.
  • Wenn ich mir was vom Bäcker hole, nutze ich alte Bäckertüten und verwende sie wieder, indem ich darum bitte, mir den Kuchen in meine mitgebrachte Tüte zu packen. Das kostet mich meist noch Überwindung, aber bisher waren damit fast immer alle einverstanden. Solche Papiertüten kann man auch easy zusammengefaltet immer in der Tasche parat haben, sie wiegen ja fast nichts.
    Noch lieber möchte ich mir für solche Momente aber noch Bienenwachstücher bzw. -beutel herstellen, da die Papiertüten vom Bäcker auch oft beschichtet sind.
  • Es gibt eine App, mit der man im Supermakt Barcodes von Produkten einscannen kann, die man sich ohne oder mit weniger Plastikverpackung wünscht. Die Einsendungen werden gesammelt und an dern Hersteller weitergeleitet. Sie ist einfach zu bedienen und ich nutze sie sehr gern: https://www.kueste-gegen-plastik.de/unterstuetzen
  • Seit einer Weile verzichte ich außerdem auf Kassenzettel und merke mir stattdessen den gezahlten Betrag auswendig, um ihn direkt nach dem Einkauf in die oben genannte App "Daily Budget" einzutragen. Hier noch eine interessante Info zu Kassenzetteln: https://www.umweltbundesamt.de/themen/bons-gehoeren-nicht-ins-altpapier

Ich tue mich noch wahnsinnig schwer mit dem Thema Süßigkeiten und Chips. Ich liebe beides, kriege es aber selten ohne Plastikverpackung. Chips gibt es nie ohne Plastik, was vermutlich am Knusprigkeitsverlust liegt. Ich möchte probieren, selbst herzhafte Kekse/Cracker zu backen, um in dem Bereich Plastik einzusparen ... auch wenn das kein vollwertiger Ersatz ist. Selber Chips machen funktioniert leider nicht so einfach bzw. wird nicht so wie gewünscht.
Auch Milchprodukte wie Frischkäse, Sahne, Schmand oder H-Milch finde ich nicht ohne Plastik, auch nicht im Bio-Markt. Nur Joghurt im Glas habe ich entdeckt.

Jetzt bin ich gespannt auf eure Tipps. Wie macht ihr das beim Einkaufen und was fällt euch besonders schwer?



Montag, 30. September 2019

Welcher Kurs passt zu mir?

Meine Gruppendrang-Website habe ich heute mal ein bißchen aufgeräumt und neu sortiert, neue Kurstermine sind jetzt endlich online.
Und dieser schöne Test:


Ihr wollt bei einem Workshop oder Kurs dabei sein? Dann einmal hier entlang:

Mittwoch, 25. September 2019

#monthlyfavourites – September-Lieblinge


Es ist wieder Zeit für die Lieblinge des aktuellen Monats - die #monthlyfavourites im September!




Zum Arbeiten/Urlauben

Eine Anschaffung, die ich wirklich Monate vor mir hergeschoben habe, war dieses Leder-Etui im A5-Format. Im Frühjahr hatte ich ein Bild auf Pinterest entdeckt von solch einer Mappe, allerdings von einem anderen Hersteller. Dessen Ledertaschen waren selbst zusammenstellbar, aber auch wahnsinnig teuer. Ich habe nach einer günstigeren Alternative gesucht und dann auf ebay ein Modell für ca. 50 € gefunden. Das war für mich bezahlbar, aber ich habe die Anschaffung noch rausgeschoben. Im August war es dann soweit und diesen Monat habe ich die Mappe endlich richtig benutzt – im Urlaub auf Hiddensee. Sie bietet Platz für einen Zeichen- oder Notizblock sowie andere schmale Dinge wie Visitenkarten, Lineal, Notizbücher etc.

Ebenfalls neu ist das kleine Notizbuch mit echtem Holzeinband. Ich habe schon vor einer Weile Field Notes für mich entdeckt und zu meiner bevorzugten Notizbuch-Marke für den Alltag erkoren. Die kleinen Büchlein sind superleicht und dünn, aber gleichzeitig sehr resistent und unkaputtbar. Letzteres ist mir sehr wichtig, weil ich selten besonders pfleglich mit Dingen umgehe, die müssen bei mir einiges aushalten. Mit der Bestellung der Notizbücher durfte auch gleich das schmale Messinglineal mit einziehen.

 

Zum Aufhübschen

Wow, eine volle Kategorie! Das liegt natürlich an meinem Geburtstag, an dem ich mich traditionell reichlich selbst beschenke.
Deshalb habe ich mir einige Wünsche gegönnt und mehrere Stücke aus meiner Kleiderkreisel-Wunschliste gekauft: eine rostrote Bluse mit spitzem Kragen, eine cognacfarbene Lederjacke, eine altgoldene Schwalbenkette und eine silberne mit einem Adler.

Um die Bolo Tie (Cowboykrawatte) bin ich auch eine ganze Weile rumgeschlichen und habe sie mir dann zum Geburtstag gegönnt. Mit einem echten Tigerauge als Stein war sie auch nicht so superbillig. Ich liebe sie aber schon seeeehr! Gefunden habe ich sie auf ebay.

Neu sind auch der dunkelrote Cord-Minirock von H&M und der Lippenstift von Manhattan in der Farbe "Crushed Cinnamon".



Zum Lesen

Ich versuche mich mal wieder an "Nightwood" von Djuna Barnes, was ich letztes Jahr irgendwann weggelegt habe, weil mir das Englisch zu schwer und anstrengend war. Let's try again!



Zum Essen

Auch wenn es in meinem letzten Keramik-Kurs mit der Lehrerin etwas geknirscht hat, sind schöne Stücke entstanden, die ich sehr liebe. Relativ neu sind diese kleinen Schalen. Sie sollten eigentlich ganz schwarz werden, mit kleinen weißen Punkten als Sterne und den Raketen als Kontrast. Ich habe sie wohl etwas zu dick glasiert und somit sind sie eher Grau geworden – aber nicht weniger schön.

Spekulatius und Lebkuchen standen diesen Monat natürlich ganz hoch im Kurs sobald sie in den Geschäften erhältlich waren!



Zum Stöbern

Und dazu wie immer ein paar tolle Artikel, die mich diesen Monat begeistert haben:



    Zum Hören

    Zwei Songs haben mich diesen Monat besonders oft begleitet:

    "Wenn es dunkel und kalt wird in Berlin" von Element of Crime:
    https://www.youtube.com/watch?v=_uEP5C1h2nc

    "500 Miles" in der Film-Version aus "Inside Llewyn Davis":
    https://www.youtube.com/watch?v=HAZJAzCshN4




    Zum Anschauen

    Diesen Monat ist es hier nicht so voll. Ich hatte beruflich viel zu tun, habe meinen Geburtstag gefeiert und war im Urlaub, so dass gar nicht viel Neues im Film- und Serien-Universum aufgetaucht ist.
    Aber man kann ja auch noch andere Sachen angucken und deshalb sind die Tipps dieses Mal etwas weiter gefasst.

    Unbedingt anschauen solltet ihr euch "Tristan Otto", den Tyrannosaurus Rex im Museum für Naturkunde in Berlin. Der steht dort zwar schon eine Weile, aber vielleicht hat ihn jemand noch nicht besichtigt?
    https://www.museumfuernaturkunde.berlin/de/museum/ausstellungen/tristan-berlin-zeigt-zaehne

    Ebenfalls sehenswert ist die wunderschöne Ostsee-Insel Hiddensee. Hinfahren, Angucken, Entspannen!
    https://www.seebad-hiddensee.de/

    Im Deutschen Theater läuft gerade die Inszenierung "Fabian", nach Erich Kästners bekanntem Roman. Sie könnte nicht zeitgemäßer sein, also absolut lohnenswert! Hier habe ich darüber geschrieben:
    https://theaterberlin.blogspot.com/2019/09/fabian-deutsches-theater-berlin.html

    Auf Netflix habe ich die 11. Staffel von RuPauls Drag Race gesehen. Anfangs war ich nicht so begeistert, aber im Laufe der Staffel wurde es dann immer besser. Wer die Show noch nicht kennt, unbedingt diese Bildungslücke der Popkultur schließen!
    https://www.youtube.com/watch?v=uyiDn9YXe3g

    Montag, 9. September 2019

    "Fabian" - Deutsches Theater Berlin

    Foto: Arno Declair, Bildquelle: https://www.deutschestheater.de/



    "Es bricht meinem Kopf das Herz und meinem Herz das Genick."

    Viele werden den Roman "Fabian" von Erich Kästner in der Schule gelesen haben. Oder auch einfach so, aus purer Liebe zu Erich Kästner, dem ewigen Moralisten, der uns immer wieder vor Augen führt, wie simpel und kompliziert und schrecklich und schön die Welt ist.

    Die Geschichte des Romans dreht sich um eben diesen Fabian, einen Mann, der nicht weiß, wofür er in die Zukunft planen soll, wo doch momentan alle Zeichen auf Weltuntergang stehen. Ein Mann zwischen zwei Weltkriegen, der keine Wünsche hat, aber dennoch das Leben genießt. Er ist ein Beobachter, er wandelt durch Tag und durch Nacht, bestaunt die Menschen und lebt im Augenblick.
    Sein bester Freund Labude ist anders, er will etwas verändern, es drängt ihn nach vorn, nach Revolution, nach Aktion. Da kann Fabian nur staunen. Doch dann tritt Fräulein Battenberg in sein Leben und auf einmal ist da ein Funken Hoffnung – auf Zukunft, auf Liebe, auf Gemeinsamkeit.

    Kästner ist ein Mann der schönen Sätze, der Wahrheiten so einfach und dennoch geistreich verpacken kann wie kaum ein anderer.
    Somit lebt auch diese Inszenierung von der schön-traurigen Story – die tagesaktueller nicht sein könnte – und den wunderbaren Sätzen, die man sich am liebsten alle einzeln einrahmen und an die Wand hängen möchte.

    Die Bühne ist knall-orange gestrichen, aber in ihrer Funktion so simpel wie ein Kinderbuch von Kästner selbst. Verschieden große zwei-dimensionale Papp-Requisiten, Symbole und Sprechblasen sind mit Magneten befestigt und werden von den drei Schauspieler*innen wie ein Wirbelwind mal ganz kurz, mal etwas länger in die Hand genommen und an neuer Stelle festge"pinnt".

    Alle drei Schauspieler*innen überzeugen in wechselnden Rollen. Birgit Unterwegers Körperlichkeit ist beeindruckend, die Stimme noch viel mehr. Božidar Kocevski überrascht besonders in den kleinen Rollen mit zurückgenommener Komik. Und Thorsten Hierse als Fabian muss man einfach lieben. Lässig, charmant, lakonisch schlendert er dahin, immer die Hände in den Hosentaschen, gleichzeitig unbeeindruckt und überrascht von allem, was ihm auf seinem Weg begegnet.
    Diese Inszenierung ist nicht nur eine Empfehlung für Kästner-Fans, sondern für alle, die momentan die gleiche Untergangsstimmung empfinden, wie sie im Berlin der 20er/30er Jahre allgegenwärtig war. Diese Inszenierung fängt sie ein, macht keinen Mut, schenkt in ihrer traurigen Leichtigkeit aber dennoch Trost.

    Donnerstag, 5. September 2019

    Fünf Fragen am Fünften – September 2019


    Inspiriert von Luzia Pimpinella bin ich jetzt auch bei ihren Fünf Fragen am Fünften dabei. Enjoy!



    1. Wofür bist du dir zu schade?

    Für Veranstaltungen, die mich nicht interessieren. Ich gehe wahnsinnig gern ins Theater und ins Kino, manchmal auch in eine Ausstellung bzw. ins Museum. Aber wirklich nur, wenn es mich thematisch wirklich interessiert. Kulturelle Veranstaltungen sind für mich keine sozialen Events, die ich mit Freunden besuche, damit man irgendwas mit den Freunden macht. Interessiert mich das Thema nicht, spare ich mir Geld und Zeit.


    2. Was isst du, wenn du frustriert bist?

    Absolutes Lieblings-Comfort-Food ist Pizza. Margharita oder Salami, gern auch selbst gemacht. 


    3. Wann bist du zum letzten Mal in Vergnügungspark gewesen? 

    Im Alter von 15 Jahren, im Spreepark Berlin, den es schon lange nicht mehr gibt. Das war auch das einzige Mal.






    4. Welches Getränk bestellst du in einer Kneipe?

    Cola oder Ginger Ale oder einen Virgin Mojito. Ich trinke keinen Alkohol und mag es gern süß und erfrischend. Im Winter aber auch gern Tee.;)


    5. In welcher Kleidung fühlst du dich am wohlsten?  

    In Kleidung, die gut sitzt und meine Persönlichkeit und momentane Stimmung widerspiegelt. Meine Kleidung ist für mich eine wichtige Ausdrucksform, die ich glücklicherweise täglich nutzen kann. Oft überlege ich schon Wochen im Voraus, was ich auf einem bestimmten Event tragen möchte.
    Ein Outfit, in dem ich mich wohlfühle, sollte außerdem bequem sein und mich in meiner Bewegungsfreiheit nicht einschränken. Momentan bestehen meine Lieblings-Outfits aus einer bunten Bluse (gemustert oder einfarbig), einer Herrenhose, schönen Sandalen oder Ankle Boots und großen Ohrringen oder einer Kombi aus Statement-Kette und kleinen Ohrringen.


    Die Fotos sind alle aus dem Naturkundemuseum, das ich diese Woche an meinem Geburtstag besucht hab.

    Mittwoch, 28. August 2019

    #monthlyfavourites – August-Lieblinge


    Es ist wieder Zeit für die Lieblinge des aktuellen Monats - die #monthlyfavourites im August!




    Zum Arbeiten

    Nichts Neues! Diese Kategorie ist dieses Mal ausnahmsweise leer. Die Kugelschreiberminen vom letzten Monat sind noch eifrig im Einsatz, ich musste inzwischen nochmal wechseln.

     

    Zum Aufhübschen

    Neue Schuhe sind eingezogen. Sandalen halten bei mir leider in der Regel nur zwei Sommer lang, dann sind sie meist so abgetragen, dass man auch nicht mehr groß was reparieren kann.
    Jetzt habe ich ein schönes braunes (das gleiche Modell habe ich vorher in Weiß besessen) und ein blaues Paar Keilabsatzsandalen, beide von Deichmann.

    Eine schöne Jeansbluse habe ich schon lange gesucht und auf Kleiderkreisel ein sehr weit geschnittenes Modell mit Fledermausärmeln gefunden, das ich gleich ins Herz geschlossen habe.

    In unserem Haushalt fällt oft Handwäsche an, besonders seitdem ich auf Periodenunterwäsche umgestiegen bin. Mein selbstgemachtes Waschpulver eignet sich dafür nur bedingt, aber vor einer Weile habe ich mir zum Testen ein Stück Wäscheseife gekauft (die blau-weiße rechteckige im Bild), das man auch super mit auf Reisen nehmen kann (dafür schneide ich sogar einfach nur eine Ecke ab, da man unterwegs ja nur ein bißchen was für den Notfall braucht). Im Gegensatz zu Rei in der Tube o.ä. Produkten kommt diese Seife ohne Plastikverpackung aus. Und sie reinigt sehr gut! Gefunden habe ich sie online bei Savion – und jetzt gleich mehrere Stücke auf Vorrat nachbestellt.

    Bisher habe ich meist Haarseife von der Dangaster Seifenmanufaktur verwendet, aber mich hat interessiert, ob ich nicht etwas ähnliches selbst herstellen kann. Ich habe auf Pinterest Rezepte für festes Shampoo gefunden und mir selbst welches gemacht. Das feste Shampoo ist zwar etwas zerbrechlich, aber reinigt sehr gut und die Haare fühlen sich leicht und seidig an.

    Ein weiteres Produkt, das ich ersetzen wollte, war Schaumbad. Ich bade wahnsinnig gern, besonders mit viel Schaum. Ich wollte aber auf gekauftes Schaumbad verzichten, weil es auch meist in Plastik verpackt ist und sich schnell aufbraucht. Als eine mögliche Lösung habe ich ein Rezept für schäumendes Badesalz gefunden. Ich finde es sehr gut, werde aber bei Gelegenheit auch noch flüssiges Schaumbad ausprobieren.



    Zum Lesen

    Natürlich noch immer "Terror" von Dan Simmons, denn es ist ein wahnsinnig dicker Wälzer. Ich bin immer noch begeistert und mit jeder Seite wird das Buch immer grausamer. Ich hoffe, dass wenigstens eine Person überlebt.



    Zum Essen

    Mein aktueller Keramik-Kurs ist mal gut und oft weniger gut. Ich hatte ja in einem vorherigen Blogartikel beschrieben, dass es mit der Lehrerin nicht so gut passt und jetzt hatte ich gerade wieder einen etwas schwierigen Termin. Ich denke dann immer an meine anderen beiden Workshops bei o-ton-keramik zurück, in denen ich mich freier gefühlt habe. Alle Gefäße aus diesen Workshops habe ich noch gar nicht präsentiert, dieser kleine Teller z.B. ist mir nach und nach immer mehr ans Herz gewachsen. Im Juni war er fertig und seitdem habe ich ihn schon oft benutzt, für Obst, Kekse, Kuchen und ähnliche Kleinigkeiten.

    Als Naschkatze konnte ich diesen Monat nicht an einer Großpackung Haribo-Erdbeeren vorbeigehen. Ich liebe diese feste, klebrige Konsistenz!

    Im SchokoLaden am Kudamm habe ich zum ersten Sawade-Pralinen gekauft und sie sind wirklich sehr gut!




    Zum Stöbern

    Und dazu wie immer ein paar tolle Artikel, die mich diesen Monat begeistert haben:

    Und mein absoluter Lieblings-Link diesen Monat:

    https://www.instagram.com/der_businesslion



    Zum Hören

    Ich war bei einem Konzert von Jade Pearl Baker und ihre Stimme ist fantastisch:
    https://www.youtube.com/watch?v=fkfz5D948oQ

    Und sie hat auch diesen wunderbaren Song gesungen, den man gar nicht oft genug hören kann:
    https://www.youtube.com/watch?v=Vx6aKAMYDHk




    Zum Anschauen

    Diesen Monat habe ich gar nicht soviel Neues geguckt, aber ein paar Tipps gibt es natürlich trotzdem:

    "Glow" ging in die 3. Staffel und es war fantastisch!
    https://www.youtube.com/watch?v=xQaCxIJX0J0

    Auch die  neue Staffel von "Mindhunter" war sehr unterhaltsam:
    https://www.youtube.com/watch?v=PHlJQCyqiaI

    Sehr interessant und aufschlussreich ist folgende Doku-Reihe über das "Spielen":
    https://www.bbc.co.uk/iplayer/episode/m00077gc/animals-at-play-series-1-1-the-power-of-play

    Montag, 12. August 2019

    Theater Make Up – Grundausstattung


    Auf der Bühne ist eine Sache besonders wichtig: unser Körper! Mit ihm drücken wir alle Emotionen und Stimmungen und Konflikte aus, die unsere Bühnenfigur hat.
    Um unseren Körper besonders deutlich agieren zu lassen, gibt es Kostüme, die uns im Ganzen sichtbarer machen und den Charakter unserer Rolle unterstreichen.
    Damit auch unser Gesicht kontrastreich und im grellen Scheinwerferlicht unsere Mimik noch gut erkennbar ist, nutzt man auf der Bühne starkes MakeUp.

    Heute trage ich mal zusammen, welche Produkte sich als Grundausstattung für Theater MakeUp besonders eignen – falls auch ihr euch für eure Theatergruppe oder euch selbst einige Basics zulegen wollt.
    Ich empfehle verschiedene Produkte von verschiedenen Marken. Besonders Kryolan ist ein großer Favorit von mir. Nein, ich werde nicht von Kryolan bezahlt und ich krieg da auch nichts umsonst, aber die Produkte sind einfach sehr hochwertig und quasi DER Klassiker für Bühne und Film.




     

    Die absoluten Basics   

     

    Fettschminke im Kasten

    Der Super-Allrounder ist ein Kasten mit verschiedenen Farben Fettschminke. Mit Fettschminke kann man alles schminken: Gesicht, Augen, Lippen etc. Die Schminke ist mischbar und hält Schweiß recht gut stand, muss aber mit Puder mattiert werden. Leider ist sie nicht wischfest, was für bestimmte Schminktechniken jedoch durchaus von Vorteil ist.

    Folgenden Kasten benutze ich schon seit Jahren und kaufe die Farben, die leer werden, einzeln nach (die Farbnummern findet ihr auf der Rückseite der weißen Näpfchen):
    https://kryolan-city.de/special-effects/koerperschminke/supracolor/supracolor-paletten/334/supracolor-palette-24-farben-inhalt-80-ml?c=139

    Ich habe die Farbzusammenstellung 1008.1 (im Link die mittige Farbvariante), die besonders viele "Hautfarben" enthält. Indem ich diese miteinander mische, kann ich so ziemlich jede Person passend zur Hautfarbe schminken.
    Die besonders dunklen und besonders hellen Töne sind perfekt zum Schminken von Falten, die bunten Töne eignen sich für Lippen, Augen und Wangen.


    Gegen den Glanz – Mattierender Puder

    Keine Fettschminke ohne Puder! Ist das Gesicht mit Fettschminke grundiert/geschminkt, sollte es gepudert werden. Dazu kann man eine Quaste nehmen, aber ich finde, dass sich ein sehr großer Puderpinsel (z.B. https://www.rossmann.de/de/Kabuki-Pinsel/p/4305615463742) noch besser eignet. Am besten nur vorsichtig das Puder aufs Gesicht "drücken" anstatt zu reiben oder zu wischen, so hält es besser und das MakeUp wird nicht beschädigt.
    Beim Puder muss es nicht die superkrasse Qualität sein, da reicht mir z.B. dieses ganz simple von der Drogerie-Marke essence:
    https://www.essence.eu/de-de/face/puder/all-about-matt-fixing-compact-powder-zid7735540001


    Pinsel & Schwämme für Fettschminke

    Um Fettschminke großflächig aufzutragen, eignen sich am besten kleine Dreiecks-Schwämmchen, die gibt es bei Kryolan: https://kryolan-city.de/tools-accessoires/schminkschwaemme/950/kosmetikschwaemme-geschnitten-latex-6er-pack

    Für Linien oder kleine Flächen, die ihr mit Fettschminke schminkt, braucht ihr noch Pinsel. Da rate ich euch unbedingt zu guter Qualität, meine sind ebenfalls von Kryolan. Ich besitze diese Pinselart in verschiedenen Größen/Dicken:
    https://kryolan-city.de/tools-accessoires/pinsel/professional-schminkpinsel/287/professional-schminkpinsel-rund-groesse-5?c=33

    Pinsel und Schwämmchen könnt ihr gut mit Pinselseife reinigen. Ich habe irgendwann diese hier geschenkt bekommen und sie hält eeewig:
    https://www.danis-beautyblog.com/2011/01/review-barbara-hofmann-pinselseife.html


    Haarlack, Gel, Haarklammern, Haargummis & Kamm


    Auch die Haare sollten wir nicht vergessen. Die meisten Frisuren bekommt man mit einem starken Haarlack, einem starken Gel, kleinen Haarklammern in neutralem Farbton (schwarz und/oder gold), dünnen Haargummis in Haarfarben (braun, beige, schwarz), einer Bürste bzw. einem breiten Kamm und einem Toupierkamm (https://www.rossmann.de/de/Toupierkamm/p/4305615327198) hin.








    Mit den oben genannten Basics – Fettschminke-Kasten + Pinsel, Puder und Schwämmchen sowie Haarstyling-Zubehör – könnt ihr die meisten Theaterlooks schminken und Haare frisieren.

    Allerdings ist Fettschminke nicht für alle Gesichtsbereiche die perfekte Lösung. Für die Augen finde ich gut pigmentierten Lidschatten besser, weil haltbarer und besser verblendbar, und für die Lippen darf es auch gern eher ein Lippenstift sein, weil der noch einen anderen Glanz hat, länger hält und oft etwas pflegender ist.
    Praktisch ist es auch, im Schminkkoffer ein bißchen Glitzer, Wimpern, Blut u.ä. zu haben, denn das braucht man öfter als man denkt.

    Deshalb hier noch weitere Schminkprodukte und -werkzeuge, die für eine Grundausstattung geeignet sind:


    Zum Aufstocken und Erweitern

    Nachhaltigkeits-Tipp:
    Sehr viele der nachfolgenden Produkte findet ihr wie neu oder teilweise sogar ungeöffnet/unbenutzt auf Kleiderkreisel!

    Lidschatten & Pinsel & Base

    Ich bin ein großer Lidschatten-Fan, sowohl privat im Alltag als auch für die Bühne. Er eignet sich besonders gut, um Farben des Kostüms im MakeUp wieder aufzugreifen. Allerdings ist das Augen-Schminken nicht so einfach und erfordert ein bißchen Übung. Zum Glück gibt es auf Youtube tausende Beauty-Vlogger mit vielen Tutorials.
    Für die Bühne ist es besonders wichtig, dass die Lidschatten gut pigmentiert sind und ausreichend Farbe abgeben. Paletten finde ich am praktischsten, weil man viele Farben in einer Packung hat.
    Recht gut pigmentierte Lidschattenpaletten, die nicht allzu teuer sind, gibt es in der Drogerie von bhcosmetics:
    https://www.bhcosmetics.de/augen/lidschatten-paletten
    Auch Sleek hat oft gute Paletten im Angebot, die vor allen Dingen auch handlich klein und schlank gestaltet sind:
    https://www.mueller.de/p/sleek-i-divine-palette-5546923200/#itemId=2052541
    Die Drogerie-Marke essence glänzt meistens nicht so mit der Deckkraft, aber diese kleine Palette hat mich sehr positiv überrascht: 
    https://www.essence.eu/de-de/augen/lidschatten/be-an-original-eyeshadow-box-zid9036390001

    Damit Lidschatten mehr Leuchtkraft hat und länger hält, bietet es sich an, vorher auf dem Augenlid eine Lidschatten-Base aufzutragen. Diese hier ist mein Favorit:

    https://www.essence.eu/de-de/augen/lidschatten/i-love-colour-intensifying-eyeshadow-base-zid7565510001



    Ganz wichtig sind gute Lidschatten-Pinsel. Nicht allzu teuer, aber gut sind die von EcoTools:
    https://www.cocopanda.de/product/eco-tools/3127920/ecotools-daily-defined-eye-kit

    Extra-Tipp: Mit braunem Lidschatten und abgeschrägtem Pinsel lassen sich wunderbar Augenbrauen nachzeichnen und verstärken.


    Kajal & Eyeliner

    Sowohl Eyeliner als auch Kajal kann man nicht nur für die Betonung der Augen verwenden, sondern auch für kleine Zeichnungen und Linien im Gesicht (z.B. Schriftzüge, aufgemalte Wimpern, Schönheitsflecke).
    Ein schwarzer Kajal ist deshalb ein super Basic. Er kann in der Wasserlinie und am Wimpernrand genutzt werden (am besten stets ganz leicht verwischen, um zu harte Linien zu vermeiden).
    Eyeliner ist optimal für ganz feine und klare/harte Linien wie ein klassischer Lidstrich. Es gibt welche mit filzstiftartigen Spitzen, mit Pinselspitze oder kleine Töpfchen mit Gel- oder Mousse-Eyeliner, der mit einem extra Pinsel aufgetragen wird. Mit welcher Variante man am besten klarkommt, muss man ausprobieren.


    Mascara alias Wimperntusche

    Günstige und gute Mascaras gibt es in der Drogerie von Catrice:
    https://www.catrice.eu/de/produkte/eyes/mascara-finder/


    Künstliche Wimpern & Kleber

    Gerade ein starkes Augen-MakeUp wirkt noch besser mit künstlichen Wimpern. Diese hier sind simpel und günstig in der Drogerie erhältlich:
    https://www.essence.eu/de-de/augen/falsche-wimpern/fancy-lashes-eyelash-glue-zid5210850001
    Allerdings empfehle ich einen anderen Kleber, der auch generell für alles genutzt werden kann, was man auf die Haut kleben möchte:
    https://kryolan-city.de/special-effects/klebemittel-entferner/klebemittel/689/mastix-in-pinselflasche-30ml
    --> Es kann sein, dass die Augen empfindlich reagieren. Kryolan hat auch einen Wimpernkleber im Angebot, den ich aber noch nicht getestet habe:
    https://kryolan-city.de/beauty-make-up/wimpern-kleber/wimpernkleber/1031/wimpernkleber-duo-gruen-5g



    Rouge & Bronzer

    Zum Konturieren des Gesichts, für einen Hauch Bräune und rosige Wangen kann man Fettschminke gut benutzen, die man z.B. mit einem Schwämmchen oder den Fingern aufträgt und verblendet. Allerdings ist das gar nicht so einfach, besonders weil die Fettschminke sehr farbintensiv ist.
    Einfach finde ich Puderprodukte, die man NACH dem Abpudern des Gesichts mit großen Pinseln aufträgt.
    Als Bronzer mag ich diesen hier gern, allein schon, weil die Packung sehr groß ist und der Inhalt lange reicht:
    https://www.essence.eu/de-de/face/contouring-bronzer/sun-club-matt-bronzing-powder-lighter-skin-zid8400920001
    Mein liebsten Rouges sind die von Sleek:
    https://www.mueller.de/p/sleek-blush-5546923192/#itemId=2328991


    Lippenstift & Lipgloss

    Lippenstifte gibt es unendlich viele gute. Wenn es sehr gut und lang halten soll, empfehle ich kussfeste Varianten. Dieser hier ist grandios, aber man darf sich nicht vermalen:
    https://www.manhattan.de/de/produkte/lippe/lips2last


    Lipglosse sind eine tolle Variante, um die Lippen voller erscheinen zu lassen und zum Glänzen zu bringen. Ein transparentes Lipgloss kann über jedem Lippenstift aufgetragen werden. Gut finde ich dieses:
    https://www.essence.eu/de-de/lippen/lipgloss/shine-shine-shine-lipgloss-zid2220420001


    Glitzer & Primer

    Gliiiitzer! Sobald es glamouröser oder märchenhafter wird, ist Glitzer immer ein willkommener Gast bei Bühnen-MakeUps. Schönes Glitzer gibt es zum Beispiel bei den Drogerie-Marken essence und Nyx.
    Letztere hat auch einen Glitter-Primer im Angebot, auf dem Glitzer sehr gut hält:
    https://www.nyxcosmetics.de/glitter-primer/800897846831.html


    Blut

    Mitunter kann man durchaus mal Blut auf der Bühne gebrauchen.

    Frisches, nasses, kalt aus allen Textilien auswaschbares Blut gibt's von BLUAT:
    https://www.facebook.com/bluat.kunstblut/

    Für getrocknete Schrammen und Schürfwunden ist dieses Produkt hier ein Traum:
    https://kryolan-city.de/special-effects/film-theaterblut/836/fresh-scratch-blutschorfeffekt-15-ml-abwaschbar
    Aufgetragen wird es am besten mit diesem Schwamm:
    https://kryolan-city.de/tools-accessoires/schminkschwaemme/114/stoppelschwamm-zur-vortaeuschung-einer-stoppelrasur-grob?c=60


    Glätteisen & Heizwickler

    Manchmal soll die Frisur doch etwas aufwändiger sein, z.B. weil man den Look eines bestimmten Jahrzehnts haben möchte.
    Als besonders praktisch erwiesen haben sich in diesem Fall schmale Glätteisen, mit denen man die Haare sowohl glätten als auch mit gekonnter Handhabung zu Locken oder Wellen formen kann. Passende Anleitungen gibt es auf Youtube.
    Ebenfalls sehr praktisch sind Heizwickler. Die Wickler werden getragen bis sie abgekühlt sind und die Locken bzw. Wellen halten je nach Haarlänge recht lange. Am besten eignen sich Sets aus möglichst vielen Wicklern unterschiedlicher Größe.
    Wichtig: Die Strähnen vorher mit Hitzeschutzspray einsprühen!



    Viel Spaß beim Schminken und Frisieren!