Montag, 12. August 2019

Theater Make Up – Grundausstattung


Auf der Bühne ist eine Sache besonders wichtig: unser Körper! Mit ihm drücken wir alle Emotionen und Stimmungen und Konflikte aus, die unsere Bühnenfigur hat.
Um unseren Körper besonders deutlich agieren zu lassen, gibt es Kostüme, die uns im Ganzen sichtbarer machen und den Charakter unserer Rolle unterstreichen.
Damit auch unser Gesicht kontrastreich und im grellen Scheinwerferlicht unsere Mimik noch gut erkennbar ist, nutzt man auf der Bühne starkes MakeUp.

Heute trage ich mal zusammen, welche Produkte sich als Grundausstattung für Theater MakeUp besonders eignen – falls auch ihr euch für eure Theatergruppe oder euch selbst einige Basics zulegen wollt.
Ich empfehle verschiedene Produkte von verschiedenen Marken. Besonders Kryolan ist ein großer Favorit von mir. Nein, ich werde nicht von Kryolan bezahlt und ich krieg da auch nichts umsonst, aber die Produkte sind einfach sehr hochwertig und quasi DER Klassiker für Bühne und Film.




 

Die absoluten Basics   

 

Fettschminke im Kasten

Der Super-Allrounder ist ein Kasten mit verschiedenen Farben Fettschminke. Mit Fettschminke kann man alles schminken: Gesicht, Augen, Lippen etc. Die Schminke ist mischbar und hält Schweiß recht gut stand, muss aber mit Puder mattiert werden. Leider ist sie nicht wischfest, was für bestimmte Schminktechniken jedoch durchaus von Vorteil ist.

Folgenden Kasten benutze ich schon seit Jahren und kaufe die Farben, die leer werden, einzeln nach (die Farbnummern findet ihr auf der Rückseite der weißen Näpfchen):
https://kryolan-city.de/special-effects/koerperschminke/supracolor/supracolor-paletten/334/supracolor-palette-24-farben-inhalt-80-ml?c=139

Ich habe die Farbzusammenstellung 1008.1 (im Link die mittige Farbvariante), die besonders viele "Hautfarben" enthält. Indem ich diese miteinander mische, kann ich so ziemlich jede Person passend zur Hautfarbe schminken.
Die besonders dunklen und besonders hellen Töne sind perfekt zum Schminken von Falten, die bunten Töne eignen sich für Lippen, Augen und Wangen.


Gegen den Glanz – Mattierender Puder

Keine Fettschminke ohne Puder! Ist das Gesicht mit Fettschminke grundiert/geschminkt, sollte es gepudert werden. Dazu kann man eine Quaste nehmen, aber ich finde, dass sich ein sehr großer Puderpinsel (z.B. https://www.rossmann.de/de/Kabuki-Pinsel/p/4305615463742) noch besser eignet. Am besten nur vorsichtig das Puder aufs Gesicht "drücken" anstatt zu reiben oder zu wischen, so hält es besser und das MakeUp wird nicht beschädigt.
Beim Puder muss es nicht die superkrasse Qualität sein, da reicht mir z.B. dieses ganz simple von der Drogerie-Marke essence:
https://www.essence.eu/de-de/face/puder/all-about-matt-fixing-compact-powder-zid7735540001


Pinsel & Schwämme für Fettschminke

Um Fettschminke großflächig aufzutragen, eignen sich am besten kleine Dreiecks-Schwämmchen, die gibt es bei Kryolan: https://kryolan-city.de/tools-accessoires/schminkschwaemme/950/kosmetikschwaemme-geschnitten-latex-6er-pack

Für Linien oder kleine Flächen, die ihr mit Fettschminke schminkt, braucht ihr noch Pinsel. Da rate ich euch unbedingt zu guter Qualität, meine sind ebenfalls von Kryolan. Ich besitze diese Pinselart in verschiedenen Größen/Dicken:
https://kryolan-city.de/tools-accessoires/pinsel/professional-schminkpinsel/287/professional-schminkpinsel-rund-groesse-5?c=33

Pinsel und Schwämmchen könnt ihr gut mit Pinselseife reinigen. Ich habe irgendwann diese hier geschenkt bekommen und sie hält eeewig:
https://www.danis-beautyblog.com/2011/01/review-barbara-hofmann-pinselseife.html


Haarlack, Gel, Haarklammern, Haargummis & Kamm


Auch die Haare sollten wir nicht vergessen. Die meisten Frisuren bekommt man mit einem starken Haarlack, einem starken Gel, kleinen Haarklammern in neutralem Farbton (schwarz und/oder gold), dünnen Haargummis in Haarfarben (braun, beige, schwarz), einer Bürste bzw. einem breiten Kamm und einem Toupierkamm (https://www.rossmann.de/de/Toupierkamm/p/4305615327198) hin.








Mit den oben genannten Basics – Fettschminke-Kasten + Pinsel, Puder und Schwämmchen sowie Haarstyling-Zubehör – könnt ihr die meisten Theaterlooks schminken und Haare frisieren.

Allerdings ist Fettschminke nicht für alle Gesichtsbereiche die perfekte Lösung. Für die Augen finde ich gut pigmentierten Lidschatten besser, weil haltbarer und besser verblendbar, und für die Lippen darf es auch gern eher ein Lippenstift sein, weil der noch einen anderen Glanz hat, länger hält und oft etwas pflegender ist.
Praktisch ist es auch, im Schminkkoffer ein bißchen Glitzer, Wimpern, Blut u.ä. zu haben, denn das braucht man öfter als man denkt.

Deshalb hier noch weitere Schminkprodukte und -werkzeuge, die für eine Grundausstattung geeignet sind:


Zum Aufstocken und Erweitern

Nachhaltigkeits-Tipp:
Sehr viele der nachfolgenden Produkte findet ihr wie neu oder teilweise sogar ungeöffnet/unbenutzt auf Kleiderkreisel!

Lidschatten & Pinsel & Base

Ich bin ein großer Lidschatten-Fan, sowohl privat im Alltag als auch für die Bühne. Er eignet sich besonders gut, um Farben des Kostüms im MakeUp wieder aufzugreifen. Allerdings ist das Augen-Schminken nicht so einfach und erfordert ein bißchen Übung. Zum Glück gibt es auf Youtube tausende Beauty-Vlogger mit vielen Tutorials.
Für die Bühne ist es besonders wichtig, dass die Lidschatten gut pigmentiert sind und ausreichend Farbe abgeben. Paletten finde ich am praktischsten, weil man viele Farben in einer Packung hat.
Recht gut pigmentierte Lidschattenpaletten, die nicht allzu teuer sind, gibt es in der Drogerie von bhcosmetics:
https://www.bhcosmetics.de/augen/lidschatten-paletten
Auch Sleek hat oft gute Paletten im Angebot, die vor allen Dingen auch handlich klein und schlank gestaltet sind:
https://www.mueller.de/p/sleek-i-divine-palette-5546923200/#itemId=2052541
Die Drogerie-Marke essence glänzt meistens nicht so mit der Deckkraft, aber diese kleine Palette hat mich sehr positiv überrascht: 
https://www.essence.eu/de-de/augen/lidschatten/be-an-original-eyeshadow-box-zid9036390001

Damit Lidschatten mehr Leuchtkraft hat und länger hält, bietet es sich an, vorher auf dem Augenlid eine Lidschatten-Base aufzutragen. Diese hier ist mein Favorit:

https://www.essence.eu/de-de/augen/lidschatten/i-love-colour-intensifying-eyeshadow-base-zid7565510001



Ganz wichtig sind gute Lidschatten-Pinsel. Nicht allzu teuer, aber gut sind die von EcoTools:
https://www.cocopanda.de/product/eco-tools/3127920/ecotools-daily-defined-eye-kit

Extra-Tipp: Mit braunem Lidschatten und abgeschrägtem Pinsel lassen sich wunderbar Augenbrauen nachzeichnen und verstärken.


Kajal & Eyeliner

Sowohl Eyeliner als auch Kajal kann man nicht nur für die Betonung der Augen verwenden, sondern auch für kleine Zeichnungen und Linien im Gesicht (z.B. Schriftzüge, aufgemalte Wimpern, Schönheitsflecke).
Ein schwarzer Kajal ist deshalb ein super Basic. Er kann in der Wasserlinie und am Wimpernrand genutzt werden (am besten stets ganz leicht verwischen, um zu harte Linien zu vermeiden).
Eyeliner ist optimal für ganz feine und klare/harte Linien wie ein klassischer Lidstrich. Es gibt welche mit filzstiftartigen Spitzen, mit Pinselspitze oder kleine Töpfchen mit Gel- oder Mousse-Eyeliner, der mit einem extra Pinsel aufgetragen wird. Mit welcher Variante man am besten klarkommt, muss man ausprobieren.


Mascara alias Wimperntusche

Günstige und gute Mascaras gibt es in der Drogerie von Catrice:
https://www.catrice.eu/de/produkte/eyes/mascara-finder/


Künstliche Wimpern & Kleber

Gerade ein starkes Augen-MakeUp wirkt noch besser mit künstlichen Wimpern. Diese hier sind simpel und günstig in der Drogerie erhältlich:
https://www.essence.eu/de-de/augen/falsche-wimpern/fancy-lashes-eyelash-glue-zid5210850001
Allerdings empfehle ich einen anderen Kleber, der auch generell für alles genutzt werden kann, was man auf die Haut kleben möchte:
https://kryolan-city.de/special-effects/klebemittel-entferner/klebemittel/689/mastix-in-pinselflasche-30ml
--> Es kann sein, dass die Augen empfindlich reagieren. Kryolan hat auch einen Wimpernkleber im Angebot, den ich aber noch nicht getestet habe:
https://kryolan-city.de/beauty-make-up/wimpern-kleber/wimpernkleber/1031/wimpernkleber-duo-gruen-5g



Rouge & Bronzer

Zum Konturieren des Gesichts, für einen Hauch Bräune und rosige Wangen kann man Fettschminke gut benutzen, die man z.B. mit einem Schwämmchen oder den Fingern aufträgt und verblendet. Allerdings ist das gar nicht so einfach, besonders weil die Fettschminke sehr farbintensiv ist.
Einfach finde ich Puderprodukte, die man NACH dem Abpudern des Gesichts mit großen Pinseln aufträgt.
Als Bronzer mag ich diesen hier gern, allein schon, weil die Packung sehr groß ist und der Inhalt lange reicht:
https://www.essence.eu/de-de/face/contouring-bronzer/sun-club-matt-bronzing-powder-lighter-skin-zid8400920001
Mein liebsten Rouges sind die von Sleek:
https://www.mueller.de/p/sleek-blush-5546923192/#itemId=2328991


Lippenstift & Lipgloss

Lippenstifte gibt es unendlich viele gute. Wenn es sehr gut und lang halten soll, empfehle ich kussfeste Varianten. Dieser hier ist grandios, aber man darf sich nicht vermalen:
https://www.manhattan.de/de/produkte/lippe/lips2last


Lipglosse sind eine tolle Variante, um die Lippen voller erscheinen zu lassen und zum Glänzen zu bringen. Ein transparentes Lipgloss kann über jedem Lippenstift aufgetragen werden. Gut finde ich dieses:
https://www.essence.eu/de-de/lippen/lipgloss/shine-shine-shine-lipgloss-zid2220420001


Glitzer & Primer

Gliiiitzer! Sobald es glamouröser oder märchenhafter wird, ist Glitzer immer ein willkommener Gast bei Bühnen-MakeUps. Schönes Glitzer gibt es zum Beispiel bei den Drogerie-Marken essence und Nyx.
Letztere hat auch einen Glitter-Primer im Angebot, auf dem Glitzer sehr gut hält:
https://www.nyxcosmetics.de/glitter-primer/800897846831.html


Blut

Mitunter kann man durchaus mal Blut auf der Bühne gebrauchen.

Frisches, nasses, kalt aus allen Textilien auswaschbares Blut gibt's von BLUAT:
https://www.facebook.com/bluat.kunstblut/

Für getrocknete Schrammen und Schürfwunden ist dieses Produkt hier ein Traum:
https://kryolan-city.de/special-effects/film-theaterblut/836/fresh-scratch-blutschorfeffekt-15-ml-abwaschbar
Aufgetragen wird es am besten mit diesem Schwamm:
https://kryolan-city.de/tools-accessoires/schminkschwaemme/114/stoppelschwamm-zur-vortaeuschung-einer-stoppelrasur-grob?c=60


Glätteisen & Heizwickler

Manchmal soll die Frisur doch etwas aufwändiger sein, z.B. weil man den Look eines bestimmten Jahrzehnts haben möchte.
Als besonders praktisch erwiesen haben sich in diesem Fall schmale Glätteisen, mit denen man die Haare sowohl glätten als auch mit gekonnter Handhabung zu Locken oder Wellen formen kann. Passende Anleitungen gibt es auf Youtube.
Ebenfalls sehr praktisch sind Heizwickler. Die Wickler werden getragen bis sie abgekühlt sind und die Locken bzw. Wellen halten je nach Haarlänge recht lange. Am besten eignen sich Sets aus möglichst vielen Wicklern unterschiedlicher Größe.
Wichtig: Die Strähnen vorher mit Hitzeschutzspray einsprühen!



Viel Spaß beim Schminken und Frisieren!


Kostüminspiration: Die Mode des letzten Jahrhunderts


Im letzten Jahrhundert hat die Mode besonders starke und schnelle Veränderungen mitgemacht. Durch den Einzug der Fotografie als Massenprodukt haben die meisten von uns ganz bestimmte Bilder im Kopf, wenn sie an ein bestimmtes Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts denken. Und darüber hinaus.

In meiner Theaterarbeit wird manchmal die Entscheidung gefällt, auf der Bühne ein bestimmtes Jahrzehnt (oder mehrere) zu zeigen. Die Gründe dafür sind vielfältig. Manchmal ist das Stück, das gespielt wird, aus einer bestimmten Zeit und die Spieler möchten es in dieser Zeit lassen. Manchmal hat man aber auch Lust auf bestimmte Kleidung oder einen überraschenden Look, der im Gegensatz zur Entstehungszeit des Stückes steht.
Egal, wie die Entscheidung entstanden ist: das gewünschte Jahrzehnt muss möglichst gut für das Publikum erkennbar sein. Das funktioniert durch alle zeitweisenden Elemente, die die Sinne ansprechen, im Theater hauptsächlich das Sehen und das Hören. Zum einen kann man über die Musik sehr einfach ein bestimmtes Jahrzehnt andeuten, zum anderen natürlich über das Bühnenbild und vor allem die Kostüme inklusive MakeUp und Haarstyling.


Googelt man nach Kleidung aus einem bestimmten Jahrzehnt, werden einem sehr schnell Faschingskostüme angezeigt. Diese überzeichnen bestimmte wenige Elemente der Zeit, sind farblich in der Regel nicht korrekt und wirken wie eine Karikatur.
Um authentischere Outfits zu kreieren, lohnt es sich, Fotos aus dem jeweiligen Jahrzehnt zu studieren und diese Outfits mit neuer oder auch originaler Vintage-Kleidung nachzustylen.

Mein aktueller Gruppendrang-Kurs möchte in seinem Stück mit den Outfits an ganz viele verschiedene Jahrzehnte erinnern und ich habe als Inspiration verschiedene Pinterest-Boards erstellt.
Wenn also auch ihr neugierig seid und Bilder sucht, schaut hier rein:


1910

https://www.pinterest.de/sarahbansemertheater/inspiration-1910er-jahre/


1920

https://www.pinterest.de/sarahbansemertheater/inspiration-20er-jahre/

1930

https://www.pinterest.de/sarahbansemertheater/inspiration-30er-jahre/


1940

https://www.pinterest.de/sarahbansemertheater/inspiration-40er-jahre/


1950

https://www.pinterest.de/sarahbansemertheater/inspiration-50er-jahre/


1960

https://www.pinterest.de/sarahbansemertheater/inspiration-60er-jahre/


1970

https://www.pinterest.de/sarahbansemertheater/inspiration-70er-jahre/


1980

https://www.pinterest.de/sarahbansemertheater/inspiration-80er-jahre/


1990

https://www.pinterest.de/sarahbansemertheater/inspiration-90er-jahre/


2000

https://www.pinterest.de/sarahbansemertheater/inspiration-2000er-jahre/


2010 bis heute

https://www.pinterest.de/sarahbansemertheater/inspiration-2010er-jahre/




Wenn ihr Looks umsetzt oder weitere Pins habt, freue ich mich sehr über Fotos und Links. Ich wünsche viel Spaß beim Nachstylen!



Mittwoch, 24. Juli 2019

#monthlyfavourites – Juli-Lieblinge


Es ist wieder Zeit für die Lieblinge des aktuellen Monats - die #monthlyfavourites im Juli!




Zum Arbeiten

Mein Mann hat mich diesen Monat mit einem neuen Handy-Ladekabel überrascht, das ausnahmsweise mal so richtig fest und robust ist. Mein vorheriges Kabel war nur noch ein einziges Flickwerk aus gebrochenem Kabel und Gaffa-Tape. Das neue liebe ich jetzt heiß und innig und benutze es jeden Tag.

Im Januar hatte mir meine Kollegin und Freundin Katja einen rosafarbenen Kugelschreiber in Astronautenform geschenkt. Nun war nach intensiver Benutzung die Mine alle. Da ich diesen Kugelschreiber LIEBE, habe ich Kugelschreiberminen gekauft. Allerdings erst die falschen, die ich hoffentlich ein andermal einsetzen kann. Die aus Metall passen nun endlich ganz gut, wenn auch nicht perfekt. Aber er schreibt!

 

Zum Aufhübschen

Bei meinen letzten Sandalen hat sich leider die Innensohle gelöst, und ich bin mir unsicher, ob da beim Schuster noch was zu machen ist, ich werde sie aber bald hinbringen. Da ich aber sowieso noch ein zweites flaches Paar Sandalen zum Wechseln habe wollte, habe ich ein bißchen gesucht und diese extreeeem bequemen Sandalen im Sale bei Deichmann gefunden.

Weiter geht es mit selbstgemachter Kosmetik: ganz frisch ist dieser Lippenbalsam mit Mandarinenduft entstanden.

Kleiderkreisel war wieder mein Freund und ich habe die goldenen Sonnenstecker und die bunten Creolen gekauft.

Passend zu den Ohrsteckern konnte ich dann im Laden nicht an diesen Klebetattoos vorbeigehen. Sommerzeit ist Klebetattoo-Zeit.:)




Zum Lesen

Ein guter Lesemonat war und ist der Juli!
Aus dem öffentlichen Bücherschrank habe ich dieses entzückende Kinderbuch mit überraschend bewegenden Geschichten.

Mit Petros Markaris ging es nach letztem Monat gleich weiter, dieses Mal ein Roman, der ein irgendwie deprimierendes Ende hat. Ausnahmsweise das einzige neu gekaufte Buch in diesem Monat.

Nachdem ich letzten Monat die Serie "The Terror" geguckt habe, die mich sehr beschäftigt und für den dritten Teil meiner Meerestrilogie inspiriert hat, muss ich nun endlich diesen riesigen Wälzer lesen, den ich gebraucht auf Deutsch auf ebay gefunden hab.




Zum Essen

Seit Anfang Juni mache ich einen Keramik-Kurs, der mich manchmal etwas Nerven kostet (s. Status-Artikel in der Stöber-Kategorie), aber mir trotzdem große Freude macht. Ich werde langsam besser im Drehen und bis jetzt habe ich schon vier kleine Schalen und Becher gemacht. Drei davon sind Geschenke, aber die vierte ist für mich selbst. Ich bin ganz verliebt in dieses Schälchen mit den beiden Möwen.




Zum Stöbern

Und dazu wie immer ein paar tolle Artikel, die mich diesen Monat begeistert haben:



Zum Hören

Im Kopf habe ich einen Elektro-Track, der bei den Proben der Vorspieler gerade viel zum Einsatz kommt:

https://www.youtube.com/watch?v=-PM-dUukB0g





Zum Anschauen

Und natürlich gibt es auch diesen Monat schöne "Fernseh"-Tipps!


Ich habe zwar die 7. Staffel Suits und die 3. Staffel Jessica Jones geguckt, aber beides hat mich nicht umgehauen. War einfach okay.

Aber es gibt ja auch noch eine neue Staffel "Queer Eye" auf Netflix, die ich gerade sehe. Einige Folgen sind wirklich süß, besonders die mit Kenny und seinem Hund:
https://www.youtube.com/watch?v=eoNO6yeKGis

RuPauls DragRace AllStars 3 konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen, denn eine meiner Lieblings-Drag Queens – Manila Luzon – ist dabei:
https://www.youtube.com/watch?v=-ylXgd08P-Q

Dienstag, 2. Juli 2019

Status & ... Geduld



Hiermit eröffne ich eine neue Blogreihe: die Kategorie "Status & ..."

In dieser Kategorie werden die nächsten Monate unterschiedliche Artikel erscheinen, die das Thema Status in Kontext zu anderen Themen setzen und erklären, was das eine mit dem anderen zu tun hat.

Seit meiner Ausbildung bin ich vom Thema Status angefixt und habe es zu einem meiner Schwerpunkte in meiner Arbeit gemacht.
Ich spreche auch gern von StatusVERHALTEN, weil es für mich einfach eine große Summe von Statushandlungen sind, die oft und schnell wechseln und eine lebendige Kommunikation ausmachen.
Auf meiner Website beschreibe ich ausführlich, was damit gemeint ist:
https://www.sarah-bansemer.de/status

Auch auf meinem Blog gab es schon Artikel zum Thema:
Diese neue Kategorie soll Status weiter fassen und mit anderen Themen kombinieren. Und untersuchen, wo überall im Alltag, in der Arbeit, in Theorie und Praxis, in den sozialen Medien, zwischen den Geschlechtern etc. Status ein Thema ist. Spoiler: überall!
Ich freu mich drauf, die Gedanken fließen zu lassen. Wenn ihr Themen habt, zu denen ihr gern meinen Status-Senf dazu haben wollt – immer her damit! Einfach in die Kommentare oder mich persönlich anschreiben.

Los geht's heute mit dem Thema "Status & ... Geduld". Ganz eigennützig aus aktuellem Anlass.
Seit einem Monat nehme ich an einem wöchentlichen Keramikkurs teil. Dort lerne ich das Drehen von Alltagskeramik, also Schalen, Tassen, Becher, Teller usw.
Vorher habe ich schon zwei Wochenendworkshops zu dem Thema besucht, hatte also schon ein bißchen Vorerfahrung. Die Wochenendworkshops waren in einer anderen Keramikwerkstatt, es sind also zwei unterschiedliche Lehrerinnen. Und WIE unterschiedlich sie sind!


Die Töpferin von den Wochenendworkshops ist als Lehrerin eher der Laissez-faire-Typ. Sie lässt ihren Teilnehmern viel Raum zum Ausprobieren und greift nur wenig in den Entstehungs-Prozess ein. Dieser Typ entspricht auch meiner eigenen Lehrpersönlichkeit in meiner Theaterarbeit. Raum geben, Fehler machen lassen, aber als sicherer Felsen vor allzu schlimmen Katastrophen bewahren. Wenn jemand nicht mehr weiter weiß, mit Tipps und Tricks zur Seite stehen.
Der Vorteil: Man hat viel Freiheit, sich auszuprobieren und eigene Fehler zu machen sowie einen eigenen Stil zu finden.
Der Nachteil: Man lernt keine feste Methode kennen, sondern schustert sich selbst seine eigene Methode aus den Ratschlägen zusammen.


Die Töpferin des wöchentlichen Kurses ist als Lehrerin eher der kontrollierende Typ. Sie guckt sehr genau, greift selbst viel ein, macht sehr viel vor und kontrolliert die Arbeit, damit keine Fehler entstehen. Sie hat einen festen Plan und eine feste Methode, die sie verfolgt und einem beibringt.
Der Vorteil als Lernender: Man lernt eine genaue Methode und Technik kennen, die man dann einfach nur wiederholen muss.
Der Nachteil: Man hat wenig Möglichkeiten, Fehler zu machen, sich selbst auszuprobieren und eigene Lösungen zu finden.

Unsere Lehrstile, die wir innehaben, beinhalten auch Statushandlungen. Grundsätzlich gilt: Der Hochstatus nimmt sich Raum, der Tiefstatus gibt Raum – mit dem Körper, im realen Raum und in der Zeit.

Als Laissez-faire-Lehrer gebe ich Raum, gehe also selbst in einen tieferen Status und erhöhe dadurch mein Gegenüber. Der Lernende hat mehr Raum und steigt dadurch im Status. So fühlt er sich auch. In den Momenten, in denen ich eingreife und Tipps gebe, erhöhe ich meinen Status und der meines Gegenübers sinkt. Ich nehme mir den Raum, als Lehrer wahrgenommen zu werden, als Respektsperson. Der Lernende bekommt in den diesen Momenten weniger Raum und nimmt sich zurück.

Als kontrollierender Lehrer nehme ich mir Raum, gehe also selbst in einen höheren Status und erniedrige dadurch den meines Gegenübers. Der Lernende ist zurückgenommen und gibt mir Raum zum Erklären. Ich gebe die Handlungen vor und der Lernende folgt. Wenn ich dem Lernenden dann Zeit und Raum gebe, das Gelernte selbst auszuüben, erhöhe ich seinen Status und nehme selbst einen tieferen Status ein.

Bei Statushandlungen geht es immer um ein Gleichgewicht. Je ausgeglichener die Status-Wippe ist, desto wohler fühlen sich die Handelnden. Dieses Gleichgewicht kann jedoch nur entstehen, wenn beide Seiten bereit sind, hohen und tiefen Status zu gleichen Teilen anzunehmen und zu zeigen.
Im Fall der beiden Lehrertypen oben ist es spannend: Schaffen sie es, das nötige Gleichgewicht herzustellen? Können sie in den richtigen Momenten Raum geben oder Raum einnehmen?
Und wie reagiert das Gegenüber? Denn dieses sensible Gleichgewicht funktioniert ja immer in Relation zum Anderen.

Ich persönlich fühlte mich bei der Laissez-faire-Lehrerin wohler. Ich brauche stets viel Raum, um mich frei zu entfalten, bin eher ein distanzierter Typ, der gern für sich allein arbeitet. Gern lasse ich mir Tricks und Kniffe zeigen, aber nur, wenn ich der Meinung bin, die Hilfe gerade zu brauchen. Genauer gesagt: wenn ich darum bitte. Eingriffe und Hinweise, um die ich nicht explizit gebeten habe, empfinde ich schnell als Bevormundung und Einengung. Ich möchte Fehler machen dürfen, für mich selbst. Ich möchte Unsinn machen, gegen die Regeln verstoßen, austesten, was alles geht. Auch auf die Gefahr hin, dass ich dabei mein eigenes Werk ruiniere.
Der erste Monat im neuen Kurs war nicht einfach. Meine Lehrerin ist eher der Micro-Manager und ihrem Adlerauge entgeht nichts. Sie greift schnell ein und erlaubt mir teilweise nicht, bestimmte Schritte selbst zu machen. Sie möchte, dass ich es richtig mache, nach Protokoll. Es sollen keine Fehler entstehen, das fertige Produkt soll perfekt sein.
Gerade in handwerklich-künstlerischer Sicht ist das für mich schwer auszuhalten. Greift jemand in mein Werk ein und fasst es an, so ist es in dem Moment nicht mehr mein eigenes Werk. Jeder Pinselstrich, den eine andere Person für mich macht, jede von anderer Hand aufgenommene Strickmasche und jeder fremde Fingerdruck an meiner Schale auf der Drehscheibe macht aus meinem eigenen Projekt ein gemeinsames. Aber ich möchte nicht immer gemeinsame Projekte machen. Ich möchte auch alleinige Projekte machen. Sehr oft sogar.
Jeder Termin war deshalb eine Geduldsprobe für meine Nerven. Schon ab dem zweiten Termin machte ich heimlich – wenn sie gerade nicht hinsah – bestimmte Arbeitsschritte ohne ihre Erlaubnis abzuwarten. Mein innerer Rebell erwachte in diesen Augenblicken. Nach diesen kurzen rebellischen Ausbrüchen schaffte ich es wieder, mich in Geduld zu üben und auf ihr kritisches Auge zu warten.

Beim letzten Termin saß sie in der Nähe, half einer anderen Teilnehmerin des Kurses beim Drehen einer Schale und schielte ständig zu mir herüber. An diesem Tag bemalte ich meine Gefäße, die ich (bzw. "wir") die letzten Termine gedreht habe. Da ich sehr vertieft war und viel Erfahrung im Malen habe, konnte sie mir nicht helfen. Es gab einfach keine Gelegenheit für sie, in meine Arbeit einzugreifen, sich Raum zu nehmen. Sie musste Geduld haben. Viel Geduld. Das machte sie nervös, das spürte ich. Denn Geduld fällt in den Bereich der Tiefstatus-Handlungen. Geduld bedeutet, dass ich warten kann, bis sich für mich wieder Raum öffnet bzw. bis ich mir wieder Raum nehmen kann.

Und ich dachte, dass dieser Kurs für uns beide eine wunderbare Übung in Geduld ist. Für mich das Ertragen des Eingriffs in meinen Raum. Für sie das Ertragen eines mitunter schon ausgefüllten Raumes, in dem manchmal kein Platz für sie ist.


Wie geht es euch mit der Geduld und den verschiedenen Lehrertypen? Was braucht ihr und womit fühlt ihr euch wohl? Wie lernt ihr am besten?

Mittwoch, 26. Juni 2019

#monthlyfavourites – Juni-Lieblinge


Es ist wieder Zeit für die Lieblinge des aktuellen Monats - die #monthlyfavourites im Juni!




Zum Arbeiten

Im neuen Gruppendrang-Kurs kamen zum Kennenlernen endlich mal wieder die Tennisbälle zum Einsatz. Und ebenso die kleinen Zettel, die für Improübungen zum Thema "Emotion" genutzt wurden. Sie reiße oder schneide ich aus Schmierpapier zurecht. Im Sinne der Wiederverwertung hebe ich jegliche Ausdrucke oder auch teilweise Rechnungen o.ä. auf, die auf einer Seite unbedruckt sind, und nutze sie in meiner Theaterarbeit. So spare ich mir das Neukaufen von PostIts, Moderierkärtchen und anderen Wegwerf-Papierprodukten.

 

Zum Aufhübschen

Sommerzeit heißt wenig MakeUp. Meine eher fettige Haut glänzt im Sommer besonders und obwohl immer geraten wird, bei fettiger Haut Puderprodukte zu benutzen, tendiere ich eher zu cremigen oder geligen Texturen, weil sie mehr zu dem "erhitzten" Look passen und auf der Haut dann keine komischen Flecken bilden. Ich wollte es etwas farbenfroh haben und habe mir vier sehr farbintensive Gel-Lidschatten auf Kleiderkreisel gekauft, die teilweise metallisch glänzen und teilweise glitzern. Jede Farbe gehört übrigens zu einem Disney-Bösewicht, hehe.

Auch am Kopf wird geglitzert, mit bunten Spangen von Tiger.

Außerdem sind eine dünne, helle Bluse mit metallischen Streifen (C&A) sowie ein Männerhemd aus den 80ern (Kleiderkreisel) in meinen Kleiderschrank eingezogen. Zusammen mit zwei neuen Leinenhosen sind sie ein super Grundstock für die Sommergarderobe, die nach meiner großen Kleiderschrankaktion etwas ausgedünnt war.

Zero Waste ist natürlich auch diesen Monat Thema und ich habe mich auf Wunsch meines Mannes zum ersten Mal an selbstgemachtes Duschbad gewagt. Ist gar nicht schwer und funktioniert gut.



Zum Lesen

Endlich, endlich wieder Petros Markaris, einer meiner Lieblinge. Dieses Mal ein Buch voller Kurzgeschichten, die mal in Griechenland, mal in Istanbul oder in Deutschland spielen. Es geht um Griechen, Türken, Deutsche, Armenier, Einwanderer und Auswanderer und immer um Kriminalfälle.




Zum Essen

Nach meinem ersten Keramikworkshop im letzten Jahr folgte nun ein zweiter im Mai. Diesen Monat waren die neuen Stücke dann fertig gebrannt, glasiert und bereit zum Abholen. Seitdem beinhaltet mein Küchenschrank zehn neue, selbstgefertige Stücke, mehrere Becher und Tassen, kleine Schalen und kleine Teller. Die oben abgebildeten Stücke habe ich besonders ins Herz geschlossen.
Ich bin so begeistert, dass ich momentan bei einer anderen Keramikerin einen regelmäßigen Kurs mache, bis Ende August vermutlich.

In Berlin ist es heiß, heiß, heiß und das heißt fast jeden Tag Eis, Eis, Eis. Am allerliebsten BumBum!




Zum Stöbern

Und dazu wie immer ein paar tolle Artikel, die mich diesen Monat begeistert haben:



Zum Hören


Passend zum Wetter höre ich gerade ständig den Soundtrack des DDR-Films "Heisser Sommer":
https://www.youtube.com/watch?v=Djf5uOkmhSc

Ein weiterer Klassiker in jedem Sommer ist bei mir immer "Buena Vista Social Club":
https://www.youtube.com/watch?v=JNYOVEXJBBM


Und noch ein toller Podcast-Tip: Rice and Shine!
https://riceandshine.podigee.io/





Zum Anschauen

Achtung, haltet euch fest, diese Kategorie wird supervoll! Ich habe diesen Monat gefühlt nichts anderes gemacht als Filme und Serien zu gucken, deshalb gibt es geschlagene 9 Tipps!

Los gehts mit der 2. (und ich denke mal letzten) Staffel von "Killing Eve", einer der besten Serien seit langem:
https://www.youtube.com/watch?v=XeBdpe49g7o

Weiter mit der nicht ganz so guten, aber durch David Tennant einfach dennoch sehenswerten Serie "Good Omens" (auf amazonPrime):
https://www.youtube.com/watch?v=hUJoR4vlIIs

Dann gibt es noch die wirklich tolle zweite Staffel von "American Gods" (auf amazonPrime):
https://www.youtube.com/watch?v=5xBezGRPUR4


Black Mirror hat eine neue Staffel! Mit Andrew Scott!!!
https://www.youtube.com/watch?v=2bVik34nWws

Science Fiction pur gibt es in der Serie "Electric Dreams" (auf amazonPrime), in der Geschichten von Philipp K. Dick umgesetzt werden. Die einzelnen Geschichten sind sehr wechselhaft, mal toll, mal naja. Aber viele, tolle Schauspieler und geniale Sets:
https://www.youtube.com/watch?v=RtX_LVwEJhA

Auch ein Film hat sich in die Liste geschlichen, nämlich "Mario", eine Schweizer Produktion (auf Netflix) über eine Liebesgeschichte zwischen zwei jungen Männern in einer Fußballmannschaft. Super interessant, intensiv und auch deprimierend.
https://www.youtube.com/watch?v=iIIQtnIiXU0

Richtig lustig hingegen ist die Serie "What We Do In The Shadows", die sich am gleichnamigen Film orientiert:
https://www.youtube.com/watch?v=mfBbSwX6kEk

Richtig heftig und mich extrem gedanklich beschäftigend ist "The Terror" (auf amazonPrime):
https://www.youtube.com/watch?v=pjq7Gl_hhPY

Zum Schluss noch ein interessantes Youtube-Video – muss ja auch mal sein:
https://www.youtube.com/watch?v=mUqeBMP8nEg

Mittwoch, 29. Mai 2019

#monthlyfavourites – Mai-Lieblinge


Es ist wieder Zeit für die Lieblinge des aktuellen Monats - die #monthlyfavourites im Mai!




Zum Arbeiten

Mit dem herannahenden Sommer kommt das Sommerloch und somit auch die Zeit der Fortbildung. Wenn ich keine Workshops oder Seminare besuche, nutze ich im Sommer immer die Zeit, um mal endlich ein bißchen Fachliteratur zu lesen. Dieses Buch steht schon seit Jahren im Schrank und jetzt habe ich es endlich über die ersten 3 Seiten hinausgeschafft. Ich weiß noch nicht so recht, was ich davon halte. Die Textbeispiele sind schrecklich hölzern und lebensfern, so spricht kein normaler Mensch. Es könnte aber auch einfach schlecht übersetzt sein, ich weiß es nicht. Ich werde mal weiterlesen und vielleicht später nochmal berichten.

 

Zum Aufhübschen

Wie ihr ja in den letzten Favoriten-Posts schon mitgekriegt habt, versuche ich nach und nach viele Pflegeprodukte durch plastikfreie Alternativen zu ersetzen. Das dauert natürlich ein bißchen, weil ich die ganzen Produkte, die ich noch auf Vorrat habe, erst aufbrauchen muss. Zudem experimentiere ich mit der selbstgemachten Kosmetik ein bißchen herum bis ich eine perfekte Lösung finde. Ein Rezept für das perfekte Deo habe ich jetzt endlich gefunden: https://www.mix-dich-gluecklich.de/festes-deo/
Zur Form: Meine Mutter hat mir zu Ostern eine Eiswürfelform mit Blumen-, Schmetterlings- und Käfermotiven geschenkt, die ich nun zum Gießen für feste Kosmetikprodukte verwende. Ansonsten eignen sich auch alle möglichen anderen Silikonformen, z.B. Muffinförmchen. Ich bewahre das Deo in einer kleinen Metalldose im Kühlschrank auf, so wird es nicht weich, wenn die Temperaturen heißer werden und ist gleichzeitig schön erfrischend. Ich habe andere Duftöle als im Rezept verwendet, nämlich Zitrone, Mandarine und Zitronengras.
Noch mehr Kosmetik-Rezepte findet ihr übrigens auf meinem Pinterest-Board: https://www.pinterest.de/sbansemer/salben-cremes-mehr/
Manche davon habe ich schon ausprobiert, den Großteil aber (noch) nicht.

Außerdem habe ich mir waschbare Abschminkpads aus Baumwolle gekauft. Ich kriege sie nicht lupenrein sauber, aber für den privaten Hausgebrauch stört mich das nicht. Ich habe sie bei Amazon gefunden, meine sind von heikii.

Bei Schminke kann (und will) ich Plastik (noch) nicht umgehen und habe mich in die kleine Lidschattenpalette von M.A.C. verliebt, aus der Rocky Horror Special Edition. Ich habe die Palette bei Kleiderkreisel gefunden und finde schön, dass es neutrale, universell einsetzbare Farbtöne sind. Perfekt für Reisen!

Ebenfalls von Kleiderkreisel sind die dazu passenden Rocky Horror Show Pins, die ich zurzeit an meinen Sommerjacken trage, sowie die "Korallen"kette aus Metall. Letztere hatte ich beim Spazierengehen am Hals einer Frau gesehen und dann gleich Kleiderkreisel abgegrast bis ich fündig wurde. Dort findet man wirklich alles!



Zum Lesen

Was tut man nicht alles für die Kunst? Die Genossenschaft plant eine Trash-Lesung und dafür habe ich es geschafft, einen kompletten Groschenroman zu lesen. Er ist so schön cringy, dass er mit in die Favoriten musste.




Zum Essen

Es ist wieder Zeit für Eistee-Sirup! Den habe ich für meine Jubiläumsfeier Anfang Mai in Massen gekocht und den fertigen Eistee dann in diesem genialen, riesigen Getränke-Spender kredenzt, der  bei den Favoriten nicht mit auf's Bild gepasst hat: Klick!
Ebenfalls großer Favorit ist diese Glaskaraffe von IKEA, von denen ich zwei gekauft hab, ebenfalls für besagte Feier. Jetzt bin ich für den Sommer und alle nächsten Events gerüstet.

Bei Edeka habe ich eine TropiFrutti-Imitation entdeckt, die echt lecker ist – meine Lieblingssüßigkeit im Mai.




Zum Stöbern

Und dazu wie immer ein paar tolle Artikel, die mich diesen Monat begeistert haben:



Zum Hören

Ich feier gerade diese zwei Songs:

https://www.youtube.com/watch?v=l-O5IHVhWj0

https://www.youtube.com/watch?v=ORroLqHB_XM

Den Podcast mit David Tennant habe ich schon einmal vorgestellt, aber diese Folge hier fand ich besonders toll. I loooove Whoopi!
https://play.acast.com/s/davidtennant/whoopigoldberg




Zum Anschauen

Highlight des Monats war "The Avengers: End Game". Ich habe wahnsinnig geweint bei diesem Film – er ist einfach total bewegend und traurig und schön:
https://www.youtube.com/watch?v=TcMBFSGVi1c

Wer es noch nicht gesehen hat, sollte unbedingt Fleabag gucken:
https://www.youtube.com/watch?v=eac6Ss9rWKw
Staffel 2 ist sogar noch toller:
https://www.youtube.com/watch?v=aX2ViKQFL_k

Ebenfalls sehr unterhalten wurde ich diesen Monat von der Serie "Deep Space Nine":
https://www.youtube.com/watch?v=_s-nDssQRtI

Endlich habe ich auch wieder ein Wochenende Keramik gemacht und mein Mann hat mir später den Link zu diesem Video geschickt – so genial:
https://www.youtube.com/watch?v=lHEf7Vh3UIA

Donnerstag, 16. Mai 2019

10 Jahre Theater – Meine liebsten Inszenierungen

Dieser Monat ist mein Jubiläumsmonat. Vor 10 Jahren habe ich mit meiner Theaterarbeit angefangen. Eine lange Zeit voller einzigartiger Momente und voller grandioser Inszenierungen.
Bisher habe ich schon 23 berufliche Inszenierungen hinter mir und bin zur Zeit in Nummer 24 und 25 involviert, Nummer 26 beginnt in den nächsten Wochen.

Privat gab es noch weitere 12 Inszenierungen, Nummer 13 und 14 werden dieses Jahr hinzukommen.

Jede einzelne Inszenierung ist mir ans Herz gewachsen, aber es gab ein paar, die ich besonders gern mochte – weil sie ganz neu waren, weil sie eine besondere Stimmung hatten, weil sie viel Spaß gemacht haben oder endlich die Umsetzung eines Traumes waren.

Heute stelle ich euch meine momentan acht liebsten Inszenierungen aus den vergangenen 10 Jahren vor:


Lysistrate


Die Theatergruppe Vorspiel gründete ich zwei Monate nach meiner ersten Gruppe (die Großstadtfenster) und ihr erstes Stück war "Lysistrate" von Aristophanes. Der Plot hat perfekt zur versauten Stimmung der Gruppe gepasst und die Inszenierung war wegen ihres Ideenreichtums, der Gesangseinlage und der berühmt-berüchtigen Orgie am Schluss ein Highlight für mich. Hier gibt's noch ein paar Probenbilder:
https://www.facebook.com/pg/TheatergruppeVorspiel/photos/?tab=album&album_id=224984844181747

Die Gruppe Vorspiel auf Facebook: https://www.facebook.com/TheatergruppeVorspiel/



Meister & Margarita


Auch die dritte Inszenierung der Theatergruppe Vorspiel gehört zu meinen Lieblingsstücken. Der Vorschlag, diesen dicken Roman zu inszenieren, war ich erst mal etwas erschlagen, aber ich mache ja jede Herausforderung mit. Zum Glück! Bis heute ist "Meister & Margarita" eines der stimmungsvollsten Stücke, die die Vorspieler auf die Bühne gebracht haben. Melancholische russische Musik, Kostüme im Stil der 30er-40er Jahre sowie ein ungewöhnlicher, großzügiger Bühnenraum und eine tolle Beleuchtung haben die Zuschauer in diese absurde Welt hineingezogen.
Noch mehr Fotos? Bitteschön:
https://www.facebook.com/pg/TheatergruppeVorspiel/photos/?tab=album&album_id=543315105682051




kitchen aid


Am Ende meiner Ausbildung haben meine Kollegin Anke Beutel und ich eine gemeinsame Abschluss-Doppelinszenierung auf die Bühne gebracht. Wobei: eigentlich war es keine Bühne, sondern eine Küchenzeile, die wir zur Bühne umfunktioniert haben. Zwei ganz eigene Inszenierungen ergaben ein großes Ganzes, das durch die Musik lebte und ganz ohne Worte auskam. Die Geschichten waren berührend und unterhaltsam und ich konnte mich endlich mal im Objekttheater ausprobieren.
Ich liebe die Inszenierung so sehr, dass ich sie gern noch einmal (in neuer Besetzung?) auf die Bühne bringen würde.



Top Dogs


Die Vorspieler haben mit "Top Dogs" erstmalig eine sehr moderne Inszenierung erarbeitet, sowohl thematisch als auch formal. Die ungewöhnliche Form ohne festen Handlungsstrang, die Business-Outfits und die abstrakten Elemente in Form von chorischen Szenen, Kampfchoreographie, Papierfliegern und Zeitlupenwettlauf erschufen eine ganz dichte Stimmung.

Fotogalerie:
https://www.facebook.com/pg/TheatergruppeVorspiel/photos/?tab=album&album_id=810124899001069

Kleine Info: Mit ihrer neuesten Inszenierung gehen die Vorspieler in eine ähnliche Richtung.



Wer zuletzt lacht



Vor ein paar Jahren erschuf ich das Konzept GRUPPENDRANG und der erste Kurs wagte sich an Shakespeares "Titus Andronicus". Die Gruppe war offen für Experimente und aus dem blutigen Drama wurde eine grausam-lustige Spielshow voller willkürlicher Entscheidungen, genialer Special Effects und viel Blut und Splatter. Die Planung der blutigen Effekte war ein wirklich großer Spaß und eine tolle Herausforderung. Gern mehr davon!

Die Splattereffekte werden in diesem Spielzeitmagazin noch mal genauer erklärt:
https://www.sarah-bansemer.de/file/225




Ernst


Kostüme und Maske sind ja mein Steckenpferd. Umso begeisterter war ich, als die Vorspieler sich entschieden, ihre Inszenierung "Ernst" im Stil der 80er Jahre auszurichten. Und nicht nur das: 80er in Pastell und Weiß. Eine Herausforderung, die wir wirklich toll gemeistert haben. Die Spieler sahen fantastisch aus mit ihren High Heels, hochgekrempelten Miami-Vice-Anzügen und Big Hair. Daran konnte ich mich gar nicht sattsehen. Zudem ist die Stückvorlage von Oscar Wilde eines meiner absoluten Lieblingstheaterstücke.
Mehr Fotos gibt's hier:
https://www.facebook.com/pg/TheatergruppeVorspiel/photos/?tab=album&album_id=1060895503924006
Kleine Info:
Auch in "Die zweite Palme links" wurde tolles Mode-Jahrzehnt bedient – die 60er Jahre! --> Klick!



Eins, Zwei, Drei


Die erste Inszenierung des Hörspiel-Theater-Quartetts "Die Genossenschaft" war die Bühnenadaption des Filmlassikers "Eins, Zwei, Drei". Diese Inszenierung ist UN-FASS-BAR lustig!
Ich liebe, liebe, liebe sie und kann es nicht erwarten, sie mit meinen Genossen wieder auferstehen zu lassen.

In mehreren Spielzeitmagazinen habe ich die Inszenierung vorgestellt, schaut mal rein:
https://www.sarah-bansemer.de/file/225 – Vorstellung der einzelnen Mitspieler
https://www.sarah-bansemer.de/file/228 – Backstage- & Bühnenfotos

"Die Genossenschaft" ist auch auf Facebook: https://www.facebook.com/GenossenschaftBerlin/
Kleine Info: Am 17. August könnt ihr uns wieder auf der Bühne erleben – mit einer Trash-Lesung!



Meeres-Trilogie


Ich kann mich für keinen Teil meiner Meeres-Trilogie entscheiden, denn sie ist für mich eine Einheit. Mit meinem Alter-Ego "Orangeplaty" habe ich eine Form des Solo-Theaters gefunden, die mir komplett entspricht. Die ersten beiden Teile der Meeres-Trilogie zeigen ganz unterschiedliche Charaktere: die mystisch-traurige "Undine" und den/die fanatische "Nehab". In jedem der beiden Teile stecken Herzblut und meine eigene Handschrift und deshalb mag ich sie so gern. Teil 3 werde ich genauso mögen, da bin ich mir sicher.
Mehr Bilder findet ihr auf dem Blog "Orangeplaty": https://orangeplaty-berlin.blogspot.com/

Freitag, 26. April 2019

Ausmisten




Ja, auch ich bin auf den Trend aufgesprungen, weniger besitzen zu wollen.

Und für mich ist das eigentlich recht ungewöhnlich, weil ich ein Mensch bin, der Dinge extrem liebt. Aber gleichzeitig möchte ich auch wissen, was genau für Dinge sich eigentlich in meinem Haushalt befinden.
Um zu diesem Punkt zu kommen, miste ich gerade gehörig aus.
Außerdem ist ein geringerer Hauswarenbestand von Vorteil, wenn wir die nächsten Jahre vielleicht eventuell in ein Tiny House ziehen. Der Gedanke scheint uns reizvoll und wir sind auf der Suche nach günstigen (Pacht-)Grundstücken oder Stellplätzen am Rande Berlins. Also wenn ihr was hört/seht/lest: immer her damit!

Ein bißchen inspiriert bin ich von der Konmari-Methode, aber ich halte mich nicht an eine feste Reihenfolge, sondern mache es ganz Jesta-Phoenix-like nach spontaner Lust.
Wichtig ist mir ein nachhaltiges Ausmisten. Ich will nicht einfach alles wegschmeißen, sondern gezielt schauen, wie ich Dinge anders verwenden, recyceln, verschenken, spenden oder verkaufen kann.
In diesem Video gibt es dazu ganz gute Anregungen: https://www.youtube.com/watch?v=csNihNE2g7A

Angefangen habe ich Anfang des Jahres mit meinem Kleiderschrank, den ich wirklich im klassischen Konmari-Stil sortiert hab: jegliche in der Wohnung befindliche Kleidung auf einen Haufen schmeißen und dann Stück vor Stück durchgehen. Zu kaputte und abgetragene Kleidung flog raus, anderes wanderte in den Fundus und gut erhaltene Stücke, die anderen einen Freude machen konnten, wurden verschenkt.
Ich hätte nicht gedacht, dass sich der reduzierte Kleiderschrank SO gut anfühlt. Da hängen und liegen (bzw. stehen, denn ich falte auch ganz artig nach Konmari-Art) jetzt nur Klamotten, die ich gerne mag, die heil sind und mir passen. Keine langen Anproben mehr, sondern einfach reingreifen und anziehen. Love it!

Dann habe ich mich allen Büchern gewidmet inklusive meiner Theater- & Fachliteratur. Diese Sachen verschenke ich gerade oder spende sie in Bücherboxen. Es ist erschreckend, wie viele freie Regalfächer ich auf einmal hab. Ich habe versucht, nur noch Bücher zu behalten, in die ich garantiert wieder reinlese.

Ebenfalls dran glauben mussten sämtliche Beauty- und Hygieneartikel sowie mein Küchenschrank.

Auch Briefe und Postkarten habe ich einen ganzen Nachmittag lang aussortiert, was emotional sehr anstrengend war. Ich habe viele liebevolle Karten und Briefe aufbewahrt, aber auch unzählige Glückwunsch- oder Urlaubspostkarten, die wenig Persönliches enthielten, entsorgt.

Momentan widme ich mich dem HomeOffice und das ist ne harte Nuss. So viele Unterlagen, so viel Büromaterial irgendwelcher Art. Auf einmal tauchen aus dem Nichts lauter halbleere Notizblöcke und Fensterumschläge auf (die man sonst ständig gesucht und neu gekauft hat).


Ich überlege nun ständig, wie ich für die Zukunft einen Überblick schaffe.
Da ich im Büro als Lagermöglichkeit einen Schrank mit Kisten habe, versuche ich, die aufgehobenen Dinge aufrecht hintereinander zu lagern, um von oben auf einen Blick sehen zu können, was ich alles habe. Das Prinzip hat sich im Kleiderschrank bei den Shirts und Hosen bewährt und ich hoffe, dass es mir auch bei Theaterflyern und Schreibwaren hilft.

Seid ihr auch im Aussortiermodus? Wenn ja, wie ordnet ihr die Gegenstände neu an? Welche Techniken und Systeme nutzt ihr, um einen Überblick zu behalten?

Mittwoch, 24. April 2019

#monthlyfavourites – April-Lieblinge


Es ist wieder Zeit für die Lieblinge des aktuellen Monats - die #monthlyfavourites im April 




Zum Arbeiten

Der Monat startete mit meinem Theater Meet Up. Für die Vorstellungsrunden nehme ich gern Streichhölzer mit. Jeder hat so lange Zeit, sich vorzustellen wie sein gerade entzündetes Streichholz brennt – also nur sehr wenig Zeit. Eine schöne Variante, um solche Anfangsrunden kurz und knackig zu halten. Die Streichhölzer sind passenderweise immer Theater-Merchandise, dieses mal aus dem Deutschen Theater.

Mein Mann überraschte mich mit einem tollen Geschenk: der ausgedruckten Variante meines letzten Spielzeit-Magazins. Leider ist es ein Musterexemplar, was auch als Schriftzug mehrfach auf jede Seite aufgedruckt ist. Aber dennoch ist es ein tolles Gefühl, das Magazin in den Händen zu halten.
Das Magazin ist natürlich online für euch verfügbar: Klick!

Gute Dienste hat mir außerdem diesen Monat meine Powerbank geleistet, weil ich viel unterwegs war und somit immer mein Handy schnell und unkompliziert aufladen konnte.

 

Zum Aufhübschen

Seitdem ich meinen Kleiderschrank aufgeräumt habe, bin ich extrem wählerisch geworden, was in meinen Schrank einziehen darf. Manchmal schleiche ich deshalb auch seeehr lange um ein Kleidungsstück rum bis ich mich entscheide, es zu kaufen. So war es bei dieser Bluse aus der William-Morris-Kollektion von H&M. Ich bin ein großer Fan von Mustern, weshalb die Kollektion mein Herz im Sturm erobert hatte. Immer mal habe ich die Sachen online bewundert und im Sale dann zugegriffen.
Interessant finde ich auch die Story von William Morris: Klick!

Die gelben Ohrringe habe ich schon länger, diesen Monat waren sie meine Favoriten mit ihrem sonnigen Gelb und dem fliederfarbenen Rand.

Der Lancome-Lippenstift ist der einzige "Luxus-Lippenstift", den ich besitze. Er war vorletztes Jahr zu Weihnachten ein Geschenk meiner Mutter und hat mit seinem matten, gedeckten Rosa die perfekte Farbe für's Frühjahr.




Zum Lesen

Während ich immer noch "The Tender Bar" und "the kitchen diaries" sowie das Buch von Roald Dahl lese, war diesen Monat nur Platz für zwei Zeitschriften. Hygge hatte mir ja schon mal ganz gut gefallen und ist ein wirklich nettes Feel-Good-Magazin.
Wohnungszeitschriften liebe ich ebenfalls sehr und das neue "cosy"-Magazin ist der "Couch" recht ähnlich. Nett zum Durchblättern und optimal für alle, die Umzugspläne haben (was bei mir so konkret nicht wirklich der Fall ist, ich versuche eher meinen Besitz zu reduzieren, da in wenigen Jahren vermutlich ein Tiny House auf dem Plan steht).
Im Sinne des Recyclings habe ich die Zeitschriften nach dem Lesen auseinander genommen und die schönsten Fotos als Verpackungsmaterial/Geschenkpapier rausgerissen.



Zum Essen

Es war mal wieder Zeit für leckere Mini-Schokobrötchen, gebacken von meinem Mann, sowie Casali Schokoeier mit Bananenfüllung. Mjam!

Außerdem war ich in einem genialen neuen Eisladen:
http://www.sandrajuto.co/2018/08/gimme-gelato/




Zum Stöbern

Und dazu wie immer ein paar tolle Artikel, die mich diesen Monat begeistert haben:




Zum Hören

Ich höre gerade mal wieder mein Lieblingsbuch "Herr Lehmann" als Hörbuch. Es ist ein Klassiker und ich liebe, liebe, liebe dieses Buch noch immer:
https://www.audible.de/pd/Herr-Lehmann-Hoerbuch/B004V2QCSW?qid=1556031714&sr=1-1&ref=a_search_c3_lProduct_1_1&pf_rd_p=34e3b439-2a21-4dff-af95-98a7a74a1f67&pf_rd_r=DH9G367RW3VFMGVHSBJ3




Zum Anschauen

Zuerst ein interessantes Interview mit Peter Radtke:
https://krauthausen.tv/gaeste-sendungen/sendung-20-mit-peter-radtke/

Dann habe ich zum ersten Mal "Poltergeist" geguckt und fand ihn ziemlich gut. Die dargstellte Familie ist sooo toll!
https://www.youtube.com/watch?v=9eZgEKjYJqA 

Im Theater war ich begeistert von "ugly duckling" (Deutsches Theater):
https://www.deutschestheater.de/programm/a-z/ugly_duckling/#

Und zuletzt stelle ich euch meine heimliche Sucht vor: die Jugendserie "Skam". Die Serie ist ein Web-Phänomen. Das norwegische Original ist schon toll, aber die Serie wurde in mehreren Ländern als eigene Serie adaptiert. Hier gibt es noch mehr Erklärungen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Skam_(Fernsehserie)
Momentan läuft gerade die 3. Staffel der deutschen Variante – "Druck" – und ich liebe sie so wie das Original.
https://www.youtube.com/channel/UCr5zglOqHZAEfCcAx_nw1dQ/playlists
Hier findet ihr das norwegische Original mit englischen Untertiteln:
https://www.dailymotion.com/skamenglishsubs
Außerdem gibt es noch eine nordamerikanische, französische, eine italienische, eine spanische und eine niederländische Variante und sogar schon Theaterstücke (in Dänemark).

Mittwoch, 27. März 2019

#monthlyfavourites – März-Lieblinge


Es ist wieder Zeit für die Lieblinge des aktuellen Monats - die #monthlyfavourites im März 




Zum Arbeiten

Diesen Monat hat mein 5. GRUPPENDRANG-Kurs alias "Einigermaßen Ansehnlich" seine Inszenierung "Alice im Wunderland" aufgeführt. Da Alices Katze im Stück Sarah genannt wurde, konnte ich es mir nicht nehmen lassen, bei den ersten beiden Aufführungen mit Katzenöhrchen aufzutauchen. Ich habe die Haarreifen bei Kleiderkreisel gefunden.

Beim Schminken der Darsteller hat mir diese zierliche Lidschatten-Palette von essence gute Dienste geleistet, die ich wegen der pastelligen Farben schon für die letzte Vorspiel-Inszenierung gekauft hatte. Klein, handlich und sehr leicht.

Das Kreppband ist mein Allrounder und kam diesen Monat bei der Auswertung als Zeitstrahl sowie als einfache Möglichkeit, Zettel an der Wand zu befestigen, zum Einsatz.

 

Zum Aufhübschen



Im Bad geht es weiter mit festem Ersatz für Produkte, die sonst in Plastik verpackt sind. Zur Gesichtreinigung ist bei mir diese rosa Salzseife von Rosenrot eingezogen und ich bin begeistert.

Die lila Baskenmütze ist ebenfalls neu bzw. Secondhand. Ich lief an einem Schaufenster vorbei, in dem eine lila Baskenmütze ausgestellt war und wusste: So will ich im Frühling rumlaufen! Fündig wurde ich wie fast immer bei Kleiderkreisel.

Die roségoldenen Ohrringe in Mond- und Sonnenform habe ich schon länger, aber diesen Monat habe ich sie endlich mal intensiv getragen. Genauso wie der lila Lippenstift, den ich seit bestimmt schon 10 Jahren besitze.

Neu sind die beiden Nagellacke in schimmerndem hellem Lila von Catrice und pastelligem Türkis von essence.




Zum Lesen

Über ebay habe ich diese hübsche Ausgabe von "Der Zimmerspringbrunnen" gebraucht gekauft, weil ich es als Teenager mal gelesen hatte und unbedingt noch einmal lesen wollte. Ehrlich gesagt ist das Buch nicht so toll wie ich es in Erinnerung hatte, aber es ist trotzdem in den Favoriten gelandet, weil es eine sehr witzige Stelle über ein Verkaufsseminar gibt, die mich sehr für die Bühne inspiriert.



Zum Essen

Ich war bei IKEA, um Bilderrahmen für's Wohnzimmer zu kaufen, und konnte nicht ohne vollgepackte Süßigkeitentüte nach Hause. Am genialsten sind die gelb-beigen Ovale! Banane-Karamell. Mjam!

Und dazu: An apple a day keeps the doctor away!




Zum Stöbern


Und dazu wie immer ein paar tolle Artikel, die mich diesen Monat begeistert haben:

Dazu noch zwei Blogbeiträge von mir, die euch gefallen könnten:


Zum Hören

Das Salontrio Malheur hat ein Album rausgebracht, dass ich diesen Monat mit viel Freude gehört hab:
https://soundcloud.com/monokelpop/sets/5-uhr-tee-bei-familie-kraus-by-salontrio-malheur
--> mein Lieblingslied ist "Dein erster Brief"

Und es gibt einen neuen Podcast mit David Tennant, der seine Schauspielkollegen interviewt. Amüsant und unterhaltsam!
https://open.spotify.com/show/4NaOYpBHF5WhPvoyRRTkxr




Zum Anschauen

Diesen Monat habe ich mich besonders über die neue Staffel "Fleabag" auf BBC amüsiert. Eine wunderbar gespielte und geschriebene satirische Serie.
Hier die Opening Scene: https://www.youtube.com/watch?v=jPaEqk3kVjo
Und ein Trailer für die zweite Staffel: https://www.youtube.com/watch?v=c39KB2sm9x8

Endlich, endlich, endlich ist auf BBC auch wieder "Sewing Bee" zurück! I missed it so much!
Hier die erste Episode:
https://www.youtube.com/watch?v=StayFibwfLw

Eine zweite Staffel gab es auch von Queer Eye auf Netflix: https://www.youtube.com/watch?v=97Gh0LRdKu4

Außerdem war ich im Kino und habe "Captain Marvel" geguckt. Sehr sehenswert:
https://www.youtube.com/watch?v=Z1BCujX3pw8

Freitag, 22. März 2019

Schwärmst du schon oder spielst du noch?


Die meisten Menschen haben vermutlich schon mal für eine prominente Person geschwärmt. Zu Hause vor dem Fernseher, im Kino oder auf Magazinfotos.
Vielleicht haben sie ein Pinterest-Board angelegt und Google durchwühlt.
Vielleicht haben sie ihr Zimmer mit Postern tapeziert und Filme gesammelt, vielleicht Fan-Art gezeichnet oder Fan-Fiction gelesen (oder geschrieben?).
Vielleicht Podcasts gehört oder sich ein Tattoo stechen lassen.
Oder einfach nur immer ein bißchen geseufzt und gestrahlt, sobald der- oder diejenige auf dem Bildschirm erschien.

Die Schwärmerei für eine prominente und unerreichbare Person hängt dabei oft mit der Rolle zusammen, die die Person in der Öffentlichkeit oder in einem Film/einer Serie spielt.
Wir projizieren die Eigenschaften dieser Rolle in die private Person hinein, obwohl wir sie ja gar nicht kennen.
Vielleicht ist der Mensch privat gar nicht romantisch? Vielleicht ist er gar nicht cool. Vielleicht ist er überhaupt nicht witzig oder charmant? Aber in seiner Rolle ist er das hunderprozentig.
Und im Grunde ist es diese gespielte Rolle, die wir lieben, nicht den schauspielenden Menschen dahinter.

Auch das Theater kann dieses Phänomen hervorrufen.

Wie oft habe ich schon für Schauspieler auf der Bühne geschwärmt und war absolut hingerissen ...
Und nicht nur ich!
In den letzten 12 Jahren, in denen ich schon Stücke inszeniere und selbst auf der Bühne stehe, haben mich viele Zuschauer auf einzelne Spieler angesprochen. Manche ganz verhalten und vorsichtig, andere ganz offen und frei heraus mit Sätzen wie:

"Den fand ich echt heiß!"

"Wie kann man nur so schön sein?"

"Die ist so süß!"

"X ist meine Lieblingsschauspielerin!"

"Kannst du mich mit ihm bekannt machen?"

"Hat er eine Freundin?"

Diese Schwärmerei für Darsteller*innen aus dem Amateurtheater hat dabei einen ganz besonderen Reiz:
sie sind gar nicht so weit entfernt von einem. Die Möglichkeit, sie kennenzulernen, ist tatsächlich gegeben. Und die reelle Chance, zu überprüfen, wieviel die Rolle mit dem/der Darsteller*in tatsächlich gemeinsam hat.

Hinzu kommt noch ein interessanter Effekt, der beim gemeinsamen Spielen auftreten kann: man beginnt, für seine Mitspieler*innen zu schwärmen.

Denn auch wenn wir beim Theater vom Schauspielen sprechen, so erleben wir die Handlungen bei den Proben und Aufführungen immer wieder in einer eigenen Form der Realität. Unser Körper und unser Geist sind in die Handlung involviert und je authentischer wir eine Szene miteinander spielen, desto wahrscheinlicher ist es, dass wir – zumindest für einen kurzen Moment – wirklich in diese Realität eintauchen und genauso fühlen wie unsere Rolle.

An eine Probensituation erinnere ich mich dabei besonders deutlich:
Vor ein paar Jahren hatte ich den Plan "The Breakfast Club" als Freizeit-Projekt auf die Bühne zu bringen (Die Inszenierung kam leider nie auf die Bühne). Der Teenie-Film aus den 80er Jahren hat mittlerweile Kultstatus und zeigt auf besonders einnehmende Art und Weise fünf verschiedene Jugendliche, die gemeinsam Nachsitzen müssen. Aus anfänglichen Abneigungen und Vorurteilen wird im Laufe eines Tages Freundschaft und teilweise sogar richtige Anziehung.
Ich spielte Claire, eine Tochter aus reichem Hause, die sich in den Außenseiter-Rebell John verknallt. Mein guter Freund und Vorspieler Nils spielte John. Wir hatten für die Proben eine Klassenzimmer-Situation aufgebaut, immer zwei Tische nebeneinander, insgesamt vier Stück, an denen die vier Schüler saßen und vorn zum Aufsichtslehrer schauten. Claire saß vorn, ganz rechts, John an dem Tisch hinter ihr, aber weiter links. Während ein Gespräch zwischen anderen Rollen stattfand, sollten die beiden miteinander flirten – und das war aufregend! John wurde so überzeugend gespielt, dass nicht nur Claire Herzklopfen bekam, sondern auch ich, in echt. Für einen Moment schwärmte nicht nur Claire für John, sondern auch Sarah für Nils – und das mit vollem Gefühls-Einsatz.

Und genau das ist einer von vielen Punkten, die ich am Theaterspielen liebe:
Die Möglichkeit solche kleinen Momente zu erleben, Schwärmereien zu entwickeln, die ganz natürlich kommen und gehen, und die Chance zu haben, Rollen zu spielen, die so geliebt und umschwärmt werden.

Wenn ihr selbst mal wieder schwärmen wollt: kommt ins Theater und schaut zu!