Montag, 10. Oktober 2022

Corona-Theatertagebuch – Woche 133 & 134


 

 

Woche 133

Montag:

Good Morning!
Zum Start in die neue Woche ein interessantes Interview mit Laura Gehlhaar:
https://femtastics.com/stories/laura-gehlhaar/

Obwohl nur im Homeoffice, war es dennoch ein anstrengender Tag. Es wird kalt hier und ich muss immer mehr Schichten tragen. Die bevorstehende Bestattung zieht schwer am Herzen und das ganze Umfeld hat Kummer. Alles gerade zäh und bleiern. Aber: eine ganze Stunde mit meinem guten Freund Michael telefoniert.


Dienstag:

Morgens Online-Stunde mit Nick, mit diesem Song:
https://youtu.be/eFjjO_lhf9c

Tagsüber beim Barcamp Bildung, wobei ich immer nur ab und zu reinschalte, weil nur wenige Session-Themen für mich interessant sind. Aber dennoch nehme ich Inspirationen mit und freue mich, dass alle sich so intensiv austauschen.


Mittwoch:

Tagsüber beim Barcamp Bildung, wobei ich immer nur ab und zu reinschalte, weil nur wenige Session-Themen für mich interessant sind. Aber dennoch nehme ich Inspirationen mit und freue mich, dass alle sich so intensiv austauschen.

Abends wieder Online-Theatergruppe. Ein Akt muss noch geplant und die Übergänge genau inszeniert und ausprobiert werden. Dann haben wir einen festen Plan und werden üben, üben, üben. Kostüme und Bühnenbild steht zum großen Teil. Jetzt geht's in den Endspurt!



Donnerstag:

Letzter Tag vor der Bestattung meiner Oma. Viel geschafft habe ich nicht, aber dafür noch einmal Meer und abends Vorspiel-Probe mit Durchlesen des zweiten Stückvorschlags.



Freitag:

Ein emotionaler, trauriger und schöner Tag. Ich denke wir (und besonders meine Mutter) haben ihr einen sehr liebevollen und persönlichen Abschied bereitet. Abends müde und durchgefroren und satt.
Die Hotellobby von der kleinen Unterkunft, in der wir nächtigen, ist der Hammer. Ein Hirschvorhang und Korbstühle, dazu Schmetterlingsdeko an der Decke. Perfekter kann man es nicht inszenieren. Ich hätte das gern als Bühnenbild.


Samstag:

Nach einem morgendlichen Besuch an der Grabstelle meines Opas in seinem Waldstück (inkl. Pilze-Sammeln) Rückfahrt von der alten Heimat meiner Großeltern (Klein Luckow in Mecklenburg Vorpommern) zurück nach Rostock.



Sonntag:

Ich weiß, ich sollte chillen, aber ich muss einiges im Homeoffice erledigen und will jetzt schon mal so langsam anfangen, denn in wenigen Tagen geht es schon wieder nach Berlin.
Ab morgen erwartet euch den ganzen Oktober über jeden Montag ein halloweeniger Theater-Post auf meiner Facebookseite! Schaut mal rein:
https://www.facebook.com/sarahbansemertheater



Woche 134

Montag:

Neue Woche, neue Energy!
Heute einen Live-Talk mit Mark Kitzig gehabt und abends einen angenehmen "Mecker"-Austausch mit Kolleg*innen. Wir sind alle genervt davon, dass mittlerweile viele so tun, als gäbe es kein Corona mehr. Jegliche Hygienemaßnahmen werden über den Haufen geworfen oder nicht mal ansatzweise mitbedacht. Auch bei einigen Institutionen ist das so.

Achja: Und ein paar Buchungen erledigt. Das ist ja auch was wert.


Dienstag:

Heute bin ich obsessed mit dem Mund dieser Komikerin, die aussieht wie Jim Carrey:
https://www.youtube.com/shorts/ZB1C2A2bVVw

Bitte entschuldigt mein Denglisch. Ich bin einfach gerade zu faul, mir über die deutschen Begriffe Gedanken zu machen. 

Noch ein Tipp: Die knackige Show "Freitagnacht Jews", besonders folgende Folge:
https://www.ardmediathek.de/video/freitagnacht-jews-mit-daniel-donskoy/talk-zum-schabbat-mit-schriftsteller-max-czollek-s01-e02/wdr/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLWExMDM2OGM4LTAzYWUtNDJhZS05YWY4LTkwZGUzMTI1ZGYyNA

Heute wieder Online-Stunde mit Nick gehabt, mit diesem Tanz-Song:

Abends dann seit Ewigkeiten mal wieder ein Theaterbesuch zu später Stunde: "Girls & Boys" am Volkstheater Rostock. Ich war sehr berührt von dem lustig-grausamen Monolog und finde es generell ein tolles Format: Eine knackige Stunde am späten Abend (21-22 Uhr), eine Schauspielerin + ein Techniker, direkt in der Theaterbar, kein Bühnenbild außer Scheinwerfer. Und Eintritt nur 5 €. Von solchen Formaten gern mehr!
https://www.volkstheater-rostock.de/spielplan/monatsplan/girls-boys/3478/



Mittwoch:

Heute viel Homeoffice und Hafen und morgen geht's wieder nach Berlin!



Donnerstag:

Berlin hat mich heute mit strahlendem Sonnenschein und wunderschönstem (zu warmem) Herbstwetter empfangen. Nachdem ich für das Wochenende den Schlüssel bei meiner Kollegin abgeholt hatte, besuchte ich die Ausstellung "Queer in Photography" im c|o Berlin. Faszinierende ältere und neuere Bilder zeigen queere Identitäten im Laufe der Geschichte. Große Empfehlung, falls ihr mal in Berlin seid!


Danach habe ich die Gelegenheit genutzt, mal ganz allein im Restaurant Essen zu gehen. Das mache ich höchst selten, aber dieses Mal hatte ich sowohl Zeit als auch Geld dafür.

Abends dann Vorspiel-Probe und die Entscheidung für das neue Stück ist gefallen: Eine freie Bühnenadaption des Films "Four Rooms". Ja, das habe ich vor einigen Jahren schon einmal mit einer Theatergruppe inszeniert, dieses Mal wird es aber sicherlich ziemlich anders. Ich freu mich drauf!


Freitag:

Ich habe sehr lange ausgeschlafen, war dann einkaufen und habe zum Ex-DDR-Feiertag – dem "Tag der Republik" – für meine Mutter und eine Freundin von ihr Soljanka und Toast Hawaii gekocht. Learning des Tages: vegane Fleischwurst kann man nicht anbraten, sie zerfällt dann zu Krümeln. Blöd.

Im Drogeriemarkt hab ich mich mal wieder in zwei MakeUp-Paletten verliebt. Nein, ich brauche sie nicht. Ich habe sie auch nicht gekauft. Ich hätte sie aber gern.😄



Samstag:

Geplant war für dieses Wochenende, dass meine ehemalige Kommilitonin und Freundin Anke Beutel Gastdozentin bei der LAG ist. Sie wollte zur Unterstützung noch eine Kollegin mitbringen, mit der sie das Wochenende leitet. Heute früh um viertel vor sechs rief sie an, um mir zu sagen, dass sie beide krank geworden sind. Super-Gau!
Also veränderte sich die komplette Planung und ich musste das Wochenende allein anleiten. Spontan entschied ich mich für die sichere Bank "Status", die mir immer wieder Freude macht. Zusätzlich beschäftigten wir in die Gruppenarbeit zu der Frage "Wie arbeite ich theaterpädagogisch zu einem Thema?" ein. Morgen gibt es dazu dann die Präsentationen der einzelnen Teams.

Zwischendurch in der Pause habe ich heute auf dem Handy gesehen, dass meine Rufnummernmitnahme im neuen Handyvertrag storniert wurde. Ich krieg ne Krise.

Abends noch Essengehen mit meiner Freundin Carmen. Ein entspannter Tagesabschluss.


Sonntag:

Die heutigen Präsentationen waren sehr interessant und inspirierend, ich lerne auch immer wieder neue Übungen und Spielideen kennen, auf die ich nicht gekommen wäre.

Dieses Wochenende hat aber auch ganz schön geschlaucht und ich war froh, als ich mich auf den Heimweg machen konnte.
Aus der entspannten Rückfahrt wurde jedoch nichts, da ich zwei Stunden länger als geplant auf meinen Zug warten musste – "unbefugte Personen auf dem Gleis". Irgendwann konnten die Züge dann doch fahren und ich war selten so froh, in einem Zug sitzen zu können. Der Zug fuhr dann jedoch überraschend nur bis Güstrow und ich musste dort in einen Anschlusszug umsteigen. Also alles in allem recht anstrengend. Things happen. Einatmen ... Ausatmen ...


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