Samstag, 28. August 2021

Corona-Theatertagebuch – Woche 76



Montag: 
 
Neue Woche, neue Herausforderungen. Haha!

Zum Einstieg gibt es einen Blogartikel meiner Kollegin und Improtrainerin Claudia Hoppe, in dem sie über Impro und Verbundenheit schreibt. Und ich würde diesen Artikel gern auch auf die Theaterpädagogik ausweiten. Auch dort entsteht Verbundenheit, werden Grenzen behutsam abgebaut und Räume für Transparenz und Offenheit geschaffen:
https://claudiahoppe.com/2021/08/22/impro-als-brennglas-fuer-verbundenheit-verletzlichkeit-und-durchlaessigkeit/?fbclid=IwAR1YKVwClEFkOPe25U6CC4vZGJo-gSSLqtLkc_4AibKdmfeEZAgYJEygY-k

Abends eine Extraprobe mit meinem Mittwochskurs ... die Online-Aufführung rückt näher ...


Dienstag:

Wie kann es schon Dienstag sein? Wie??? Es fühlt sich wie Montag an und ich bin verwirrt.
 
War heute wieder in Tegel bei Nick, dieses Mal mit einer Kollegin, die die analogen Stunden mit Nick übernehmen wird. Ich werde zusätzlich weiterhin mit ihm Online-Stunden machen, wenn ich in Rostock lebe. Ich freue mich total, dass die beiden sich gut verstehen und das klappt. Dann kann ich mit ihr zusammen arbeiten und gemeinsam planen. Juhuu!

Nachmittags passives Homeoffice, bei dem ich die meiste Zeit nur bei Facebook rumhänge. Läuft hier ... NICHT.

Auch heute habe ich einen schönen Blogartikel für euch, von meiner Bekannten Lydia:
https://www.bueronymus.de/augen-auf-bei-der-branchenwahl/


Mittwoch:

Wettermäßig sieht es für Samstag eher so semigut aus. Es ist Regen gemeldet, kühl ist es außerdem. Ich warte noch bis Freitag, dann entscheide ich, ob mein Outdoor-Workshop "Sommernachtstraum" wirklich stattfinden soll. Der Weg nach Nassenheide ist weit und wir können dort nur draußen sein, haben keinen Innenraum zum Ausweichen. Da muss das Wetter passen, damit sich die Teilnehmenden (und ich) wirklich wohl fühlen.

Die abendliche Probe wurde heute überzogen, aber es hat sich gelohnt. Nur noch wenige Wochen bis zur Aufführung und so langsam kommen wir in einen Flow.


Donnerstag:

Man, war ich heute unmotiviert. Habe mich mal wieder über ebay-Kleinanzeigen-Käufer*innen aufgeregt, besonders wenn sie ohne jegliche Tüten/Taschen auftauchen, um tausend Kleinteile zu transportieren.

Abends Vorspiel-Probe in Mini-Besetzung. Es ist immer noch Urlaubszeit.

Habe heute einen Artikel gelesen, der ungefähr hieß "Warum viele Menschen den Lockdown vermissen". Und es klingt schlimm, das zugeben zu müssen, aber mir geht es auch ab und zu so. Im Lockdown gab's halt keine Draußen-Termine, die koordiniert werden mussten. Damals war Rostock noch ein fernes Ziel und man konnte ja sowieso nicht hin. Nicht falsch verstehen: ich freue mich riesig auf die neue Stadt! Ich freue mich nur nicht auf den Umzug und alles, was damit zusammenhängt. Noch immer sieht es hier chaotisch aus und das Sortieren erfordert viel Zeit.
Den Fundus-Keller habe ich noch vor mir, was mir fast schon Angst macht. Argghhhhhhh!
 
 
Freitag:

Der Wetterbericht bleibt weiter nass und ich habe den morgigen Workshop "Sommernachtstraum" abgesagt. Somit findet vor meinem Umzug in Berlin gar kein analoger Workshop mehr statt. Nur noch analoge Proben mit den Vorspielern und vielleicht ein analoges Abschlusstreffen mit meinem Gruppendrang-Kurs.
 
Nachmittags ein Treffen mit Lydia, von der ich weiter oben den Blogartikel geteilt habe. Mein Mann und sie haben festgestellt, dass sie vermutlich das erste Mal seit Beginn des Lockdowns in Berlin IN einem Café sitzen. Ich glaube, ich habe schon in Berliner Cafés gesessen zwischendurch ... aber ich bin mir da selbst nicht hundertpro sicher. In Restaurants auf jeden Fall.
Wo ich bisher seit Beginn des Lockdowns NICHT war: IM Theater, IM Kino, IN einer Ausstellung. Das kommt die nächsten Wochen aber vermutlich noch dran. Mal sehen ...

Heute habe ich ein bißchen Geld gespendet: an die BiondekBühne, wo mein Kollege Gregor Ruttner arbeitet, und an die Kabulluftbrücken-Aktion: https://www.kabulluftbruecke.de/
Von Spenden erzählen, finde ich eigentlich überflüssig, aber in diesem Fall mache ich es, weil mir beide Fälle am Herzen liegen.
Während der Haupt-Pandemiezeit habe ich sehr viel und sehr oft gespendet. Das hat in den letzten Monaten nachgelassen. Auch weil meine eigenen Einnahmen nach der intensiven Wintersaison dann Richtung Sommer nachgelassen haben. Aber ein kleines bißchen Geld haben die meisten Leute. Es reichen ja auch 5 oder 10 €. Wenn das viele geben, kommt auch so einiges zusammen.

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