Freitag, 27. April 2018

#freitagsgedanken – Von der Hoffnung


Von der Hoffnung

Die Hütchenspieler alias mein aktueller Gruppendrang-Abendkurs haben ihre Feuertaufe bestanden. Drei erfolgreiche Aufführungen an einem sehr intensiven Wochenende liegen hinter uns.
Alle Teilnehmer sind noch etwas benommen von den Tagen und es fühlt sich an, wie nach einer gemeinsamen Klassenfahrt. Erschöpft, erleichtert und gleichezeitig ein bißchen traurig, weil es vorbei ist.

Die Gruppe möchte gemeinsam weitermachen und das macht mich sehr glücklich, denn sie sind ein tolles Team. Verständlicherweise haben alle den Wunsch nach einer Pause. Die letzten Monate waren hart und haben viel Zeit beansprucht. Den Sommer über soll es nun heißen: Freiheit!
Ab August oder September wollen sie gemeinsam in eine neue Inszenierung starten.

Diese Wartezeit ist jedoch immer die schwierigste Herausforderung für eine Theatergruppe. Eine Pause bedeutet leider oft – sehr oft – das Ende. Für das Fortbestehen der Institution "Theatergruppe" ist das beste, wenn man sofort weitermacht. Nach dem Motto: Nach dem Stück ist vor dem Stück.
Für das Wohlbefinden jedes Einzelnen ist aber eine Pause nötig.

Also heißt es jetzt: Hoffen!
Hoffen, dass sich alle so gern haben, dass die Wartezeit die Lust auf das Theaterspiel mit dieser Gruppe nicht beeinträchtigt. Hoffen, dass der Sommer keine ungeahnten Ablenkungen bringt, die dafür sorgen, dass man aussteigt.
Ich habe diese Hoffnung, denn die Gruppe hat viel Potential. Sie haben Sympathie füreinander und Freude an der gemeinsamen Arbeit – trotz der Anstrengung, die diese Arbeit mit sich bringt.

Die Aufführungstage waren fröhlich und entspannt. Ja, anstrengend und schlauchend ... aber mit Gesang dabei! Wie heißt es so schön:

"Wo man singt, da lass dich nieder, denn böse Menschen kennen keine Lieder."

Und so suhle ich mich noch ein bißchen im After-Gruppendrang-Blues, der immer nach den Aufführungen einsetzt. Denn auch wenn ich nicht richtiger Teil der Gruppe bin, so bin ich doch gerade an diesen Aufführungstagen mittendrin statt nur dabei.

Jetzt drücke ich die Daumen, dass die Hütchenspieler weiter bestehen. Ich bin voller Hoffnung, freue mich auf das vorerst letzte Treffen mit der Gruppe Ende Mai und bin gespannt auf die Pläne, die dort beschlossen werden.

So langsam nähere ich mich selbst meiner Sommerpause, die bei mir dieses Jahr hauptsächlich im Juni sein wird.
Ein Sommerloch gibt es dieses Mal aber nicht, denn viele Interessierte Theaterbegeisterte stehen in den Startlöchern für den neuen Gruppendrang Abendkurs.
Und ich hoffe, der wird genauso toll wie die Hütchenspieler!



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