Freitag, 20. April 2018

#freitagsgedanken – So viele Ideen ...


So viele Ideen ...

Kennt ihr dieses Gefühl des Inspirations-Overloads? Bei mir ist das oft der Fall, wenn gerade Projekte abgeschlossen sind und neue Projekte entstehen. Wenn neue Gruppen starten, wenn ein neues Theaterstück ausgewählt wurde, wenn ich einen neuen Kurs plane.
Dann dreht mein Kopf vollkommen am Rad.
Alles um mich herum ist Inspiration pur. Ich hänge den ganzen Tag auf Pinterest rum und lege neue Pinnwände an, durchstöbere alte Fotoalben und mein Bücherregal, will hier noch was machen und dort noch was und bin in null komma nix umgeben von 1000 angefangenen Sachen.

Und dann kommt der Moment, wo ich erst einmal durchatmen und mich und meine Ideen sortieren muss. Was will ich wirklich angehen?
Ist das wirklich wichtig?
Ist das JETZT wichtig?
Was davon ist eine Schnapsidee und was davon könnte wirklich toll werden?
Gibt es auch eine Idee, von der du dich mal verabschieden könntest?
Welcher Ballast ist noch da, der weg kann?

So ging es mir diese Woche und ich bin noch immer am Sortieren. Meine Vorspieler haben sich für ein neues Stück entschieden und ich freue mich sehr auf die Inszenierung, die wir planen. Wenn man nach unserem Plan geht, den wir beim Brainstorming entwickelt haben, wird sie ein absoluter Knaller. Und die Proben versprechen entsprechend aufregend und lustig zu werden.
Gleichzeitig fehlen aber noch Mitspieler im Team und wir sind noch auf Männersuche. Das ist etwas frustrierend und verpasst der Vorfreude einen zähen Anstrich.

Auch die Spielschauer haben ein neues Stück gefunden. Dienstagnachmittag habe ich mich mit einer Tasse Tee auf´s Bett gesetzt und es tatsächlich geschafft, das Stück in einem Rutsch durchzulesen. Und auch dieses Stück ist wirklich toll und wird sicherlich ganz fantastisch in der Umsetzung.

Mein erster Teil der Meeres-Trilogie hat Premiere gefeiert und ich bin etwas hibbelig, weil alles gerade so ein bißchen schwebt. Ich habe viele Ideen für Teil 2 und 3, aber die Textarbeit für den zweiten Teil wird lange dauern, da die Textvorlagen dicke Wälzer sind, die ich erstmal durchlesen oder als Hörbuch durchhören muss. Aber es ist gut, dass ich in dem Fall einen natürlichen Dämpfer habe, der mich ein bißchen runterbremst.

Mein aktueller Gruppendrang-Kurs alias die "Hütchenspieler" hat in zwei Tagen Premiere. Sie sind aufgeregt und ich bin so gespannt, wie das Stück dann auf der Bühne wirkt. Auch hier gibt es einen guten natürlichen Bremser für meinen Inspirationswahn. Bei anderen Gruppen würde mein Kopf schon arbeiten und überlegen, was sie als nächstes spielen. Hier werden wir erst einmal ausführlich reflektieren, wie die Inszenierung lief und schauen, ob die Gruppe weiter besteht – und wenn ja, in welcher Konstellation. Und DANN erst wird in Überlegungen für ein neues Stück gestartet.

Privat habe ich tausend Ideen, wie ich die Wohnung weiter gestalten kann. Hier gibt es noch unendlich viele Baustellen, die vor allen Dingen damit zusammenhängen, dass viel Müll einfach nur rumsteht, ohne je einen festen Platz zu haben. Einen ersten Schritt habe ich schon gemacht und neben meinem Schreibtisch einen Magazinständer für meine Arbeitsmaterialien und zwei schwebende Bücherregale für Fachliteratur und Notizbücher angebracht. Ich hoffe, ich kann mich aufraffen, noch mehr zu tun.

Und bei euch so? Wie ist es bei euch mit den Ideen?





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