Mittwoch, 5. April 2017

Hoffice am Meer



Mein Mann und ich sind schon seit Jahren begeisterte "Hofficer", wir arbeiten also gemeinsam im Home Office. Manchmal hat man jedoch Lust auf einen Tapetenwechsel, aber keine Zeit für einen Urlaub.

Nach dem Tod unserer Katze und im Zuge der Überlegungen, neue Katzen in unser Zuhause aufzunehmen, stand schnell fest, dass wir vorher die aktuelle Situation nutzen, um eine Woche woanders zu verbringen.
Immerhin war das seit 11 Jahren das erste Mal, dass wir keinen Katzensitter finden mussten, sondern einfach so in den Urlaub fahren konnten - bzw. in den Arbeitsurlaub.

Momentan ist bei uns beiden viel los, mein Mann hat neue Aufträge und in meinen Gruppen sind gerade Neustarts und Endproben angesagt, in denen ich als Ansprechpartnerin verfügbar sein und Organisatorisches übernehmen muss. Bei den Proben konnte ich in dieser Zeit leider nicht vor Ort sein, aber dafür ist es für meine neue Gruppe Tiger-Alien-Kruh gleich eine Feuerprobe.

Die Wahl fiel wegen der einfachen Anreise auf Warnemünde an der Ostsee. Etwa 3,5 Stunden braucht der Flixbus von Berlin aus und die Busfahrt kann man super zum Schlafen, Lesen oder Hörbuchhören nutzen. Als wir ankamen, erwartete uns dichter Nebel, der die ganze Leidenschaft in einen faszinierenden grauen Schleier hüllte.


Wir waren in einem Ferienappartment in der Villa Schwalbe direkt am Meer (auch wenn unsere Wohnung leider keinen Seeblick hat), das heißt der Weg zum Strand waren nur etwa 50 m.



Zu meiner eigenen Überraschung waren wir erstaunlich diszipliniert bei der Arbeit, fingen morgens zwischen 8 und 9 Uhr an und machen gegen 20 Uhr Feierabend, allerdings mit mehreren Unterbrechungen.
Zum Mittagessen ging es gern mal mit einem Kochtopf voller Nudeln an den Strand oder wir kauften uns einen Salat im Ort. In der Abendsonne ist ein Spaziergang besonders schön und verschaffte einem ein bißchen Bewegung und frische Luft.
Sogar Besuch bekamen wir in dieser Woche zweimal!


Dadurch war die Woche wahnsinnig schnell vorbei, aber das Fazit lautet: immer wieder!

Gern würde ich auch mal für ein Theaterprojekt ans Meer oder einen See in der Umgebung fahren, gemeinsam proben, brainstormen und kochen. Mal sehen, mit welcher Gruppe das als erstes klappt.
Die Spielschauer, die ich coache, haben solch ein Probenwochenende schon hinter sich. Mit großem Erfolg: KLICK



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen