Freitag, 24. Februar 2017

Verlässlichkeit - Blogreihe #wertekatalog

Es ist Value-Friday und es geht weiter mit der Blogreihe #wertekatalog,

Der dreiundvierzigste Wert ist:


VERLÄSSLICHKEIT


Wikipedia sagt ... nicht viel. Aber das Yoga-Wiki hat mal wieder eine ganz brauchbare Definition:
Verlässlichkeit bedeutet, dass man sich auf jemanden oder etwas verlassen kann. Verlässlichkeit kann sogar ein mathematischer Begriff in der Statistik sein, ein technischer Begriff z.B. in der Materialkunde. Vor allem aber ist Verlässlichkeit eine Tugend, eine Charaktereigenschaft. Jemand besitzt Verlässlichkeit, der seine Versprechen hält, der seiner Verantwortung gerecht wird, der seine Aufgaben erfüllt. [...] (http://wiki.yoga-vidya.de/Verlässlichkeit)

Verlässlichkeit ist ein Wert, der rar gestreut ist. Dabei ist es so ein schöner Wert, ja man kann sagen eine Tugend.


Für die Arbeit ist Verlässlichkeit natürlich ein absolutes Muss. Unsere Kunden müssen sich auf uns verlassen können und wir uns auf sie. Ebenso ist es mit Mitarbeitern. Wenn in der Zusammenarbeit die Verlässlichkeit fehlt, steht Geld auf dem Spiel. Je nach Beruf oder Situation auch das Wohlergehen von Lebewesen.

Im Privatbereich ist vielen dann aber Verlässlichkeit zu anstrengend. Denn sie erfordert Disziplin und Durchhaltevermögen. Das ist anstrengend. Doch unsere eigene Verlässlichkeit wird belohnt - durch die der anderen.

Wenn wir unser Leben teilen wollen, dann geht das nun mal am einfachsten mit Menschen, die verlässlich sind. Und das nicht nur räumlich oder zeitlich, sondern auch mental und emotional. Wir müssen uns darauf verlassen können, dass sie uns trösten, wenn wir traurig sind, uns unterstützen, wenn wir Hilfe brauchen, mit uns lachen, wenn wir uns freuen.

Gerade die emotionale Verlässlichkeit ist für ein angenehmes Zusammenleben sehr wichtig. Wenn wir als Kind mit Eltern leben, deren Reaktion wir nicht einschätzen können, verursacht das Stress und kann dafür sorgen, dass wir Probleme haben, anderen zu vertrauen. Wie sollen wir das auch lernen, wenn wir nicht wissen, in welchen Situationen uns welche Reaktion erwartet? Wenn wir nicht wissen, ob unsere Mutter wegen einer Nichtigkeit wütend wird und bei wirklich schlimmen Aktionen nur die Schultern zuckt?

Wir brauchen diese Verlässlichkeit auf emotionaler Ebene für unsere eigene Ruhe. Wir können nur entspannt sein, wenn wir wissen, was uns erwartet. Noch besser ist es, wenn wir uns eines sozialen Netzes gewiss sein können, wenn wir es brauchen.
Um dieses Netz zu bauen, müssen wir selbst Verlässlichkeit zeigen. Niemand wird uns auffangen wollen, wenn wir unserem Gegenüber nicht das gleiche Recht gewähren.
Das heißt nicht, dass eine verlässliche tiefe Bindung erst entstehen kann, wenn wir die schlimmsten Dinge miteinander erlebt haben. Es reicht vollkommen, wenn wir im normalen Alltag verlässlich sind, wenn wir auch bei schönen Erlebnissen für den anderen da sind und die Freude mit ihm teilen.



Zudem beobachten Freunde und Familie unser Verhalten anderen gegenüber. Ich weiß aus Erfahrung, dass meine Freunde schon andere Freunde aufgefangen und unterstützt haben. Und auch wenn ich selbst noch nicht in einer Notlage war, bin ich mir sicher, dass sie im Ernstfall für mich da sind.

So sehr es für uns wichtig ist, Spontanität zu leben und offen für Neues zu sein, so sehr brauchen wir als Anker Stabilität und Verlässlichkeit. Die eigene Verlässlichkeit ist dabei nicht nur für andere ein Gewinn - sondern auch für uns selbst. Sie festigt unsere eigenen Wertvorstellungen und das Leben nach diesen Werten.


Dieses Mal schließe ich mich John Steinbeck an:

Foto: "DREAMS INC.", Theatergruppe Vorspiel: https://www.facebook.com/TheatergruppeVorspiel

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