Freitag, 25. November 2016

Loyalität - Blogreihe #wertekatalog

Es ist Value-Friday und es geht weiter mit der Blogreihe #wertekatalog,

Der dreißigste Wert ist:

LOYALITÄT

Wikipedia sagt:

Loyalität (ˌlo̯ajaliˈtɛːt, von franz.: legal „dem Gesetz entsprechend“) bezeichnet (in Abgrenzung zu Treue, Unterwerfung oder Gehorsam) die auf gemeinsamen moralischen Maximen basierende oder von einem Vernunftinteresse geleitete innere Verbundenheit und deren Ausdruck im Verhalten gegenüber einer Person, Gruppe oder Gemeinschaft. Loyalität bedeutet, im Interesse eines gemeinsamen höheren Zieles, die Werte (und Ideologie) des Anderen zu teilen und zu vertreten bzw. diese auch dann zu vertreten, wenn man sie nicht vollumfänglich teilt, solange dies der Bewahrung des gemeinsam vertretenen höheren Zieles dient. Loyalität zeigt sich sowohl im Verhalten gegenüber demjenigen, dem man loyal verbunden ist, als auch Dritten gegenüber.(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Loyalität)
Loyalität - für mich ein sehr wichtiger Wert!
Letzten Freitag ging es um Liebe und darum, dass Liebe eine Entscheidung ist. Und so wie wir uns für Liebe entscheiden, entscheiden wir uns auch für Loyalität, die mit der Liebe einhergeht.
Kaum etwas finde ich schlimmer als Paare, die keine Loyalität leben, die sich gegenseitig vorführen oder übereinander lästern. Auf diese Weise wird die enge Verbindung, die wir zu unserem Partner haben, beschädigt - und das ist wahnsinnig schade und steht Intimität im Wege.

Doch Loyalität betrifft nicht nur Paarbeziehungen, sondern generell Freundschaften und selbstgewählte Beziehungen zu anderen Menschen.
Loyalität basiert für mich auf gemeinsamen Werten, auf Vertrauen und ja - eben auf Entscheidungen. Unsere Loyalität ist - wie oben in der Definition gut beschrieben - genau dann gefragt, wenn wir vielleicht nicht hundertprozentig übereinstimmen.

Oft erleben wir solche Situationen, wenn wir zwischen zwei Stühlen stehen. Wenn die Familie beispielsweise etwas anderes will als der Partner. Wenn meine Freunde unterschiedlicher Meinung sind. Wenn mein Arbeitgeber etwas verlangt, was meinen Werten nicht entspricht.
In all diesen Situationen ist Loyalität gefragt - und zwar immer der Partei gegenüber, die uns mehr wert ist, mit der wir mehr Werte teilen.
Das heißt nicht, dass das immer die populärste Fraktion ist.
Und das heißt auch nicht, dass unser Umfeld diese Loylität gutheißt.
Aber es heißt, dass wir mit uns selbst im Reinen sind.

Wir brauchen keine harten Prinzipien, an die wir uns sklavisch klammern. Doch wenn Dinge passieren, die mit unseren Wertvorstellungen kollidieren, ist Entscheidungskraft gefragt - besonders auf lange Sicht.
Die Frage sollte nicht sein, was uns kurzfristig die einfachste Lösung verschafft, sondern womit wir langfristig guten Gewissens und zufrieden leben können.

Um das überhaupt entscheiden zu können, müssen wir uns selbst kennen.
Wenn wir uns kennen, wissen wir, was wir wollen.
Wenn wir wissen, was wir wollen, können wir anderen gegenüber loyal sein - und uns selbst gegenüber.


Heute ist mal Cicero dran:

Foto: "Meister und Margarita", Theatergruppe Vorspiel: https://www.facebook.com/vorspiel

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