Freitag, 5. August 2016

Freiheit - Blogreihe #wertekatalog

Es ist Value-Friday und es geht weiter mit der Blogreihe #wertekatalog.

Der vierzehnte Wert ist:

FREIHEIT
Wikipedia sagt:


Freiheit (lateinisch libertas) wird in der Regel als die Möglichkeit verstanden, ohne Zwang zwischen unterschiedlichen Möglichkeiten auswählen und entscheiden zu können. Der Begriff benennt in Philosophie, Theologie und Recht der Moderne allgemein einen Zustand der Autonomie eines Subjekts.
(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Freiheit)

Freiheit, DER Wert schlechthin! Freiheit ist für mich ein Basis-Wert, auf dem viele andere Werte aufbauen. Denn nur wenn wir frei sind, können wir überhaupt nach Werten leben, die uns selbst wichtig sind.
Freiheit ist die Möglichkeit, tun zu können, was uns wichtig ist, für uns selbst entscheiden zu können, Optionen zu haben. Also das Gegenteil von Zwang.

In unserem Land haben die meisten diese Freiheit. Leider ist das aber nicht allen bewusst. Viele sehen Zwänge, wo keine sind, oder sie erlegen sich selbst Zwänge auf.
Vieles, was wir als Zwang empfinden, ist nur eine Mauer in unserem Kopf. Diese Mauer können wir niederreißen, aber das würde eine große Umstellung bedeuten. Es würde bedeuten, dass wir wirklich selbst eine Entscheidung treffen und schauen, was hinter dieser Mauer ist. Dort wartet die Freiheit auf uns.

Und ist es nicht so, dass wir Angst haben vor dieser Freiheit? Denn Freiheit geht auch immer mit Verantwortung einher. Wenn ich frei bin, muss ich meine Entscheidungen selbst verantworten, niemand anderes hat sie mir aufgezwungen, ich habe mich aus freien Stücken dafür entschieden. Diese Verantwortung ist Segen und Last zugleich. Sie lässt uns in unendliche Höhen wachsen, aber jagt uns auch Angst ein.
Diese Angst gilt es zu überwinden. Ängste wollen uns immer schützen, aber manchmal sind sie wie Helikopter-Eltern. Sie übertreiben und hemmen uns in unserer Entfaltung und freien Entwicklung. Sie kontrollieren uns. Unsere Ängste machen das ganz geschickt, sie tarnen sich nämlich als Glaubenssätze. Das merken wir gar nicht, denn wir denken, es seien Tatsachen. Alexander Hartmann hat mal den schönen Satz gesagt:
"Wenn etwas wie ein unveränderlicher Fakt erscheint, dann ist es meist ein Glaubenssatz."
Und einen Glaubenssatz kann man ändern. Wir haben diese Freiheit. Wir haben die Freiheit, unsere Glaubenssätze zu ändern, unsere Meinung zu ändern, unser Verhalten zu ändern.
Wenn wir merken, dass uns bestimmte Gedanken einschränken in unserem Leben, in unserem Alltag, in den Beziehungen zu anderen Menschen - dann haben wir die Freiheit, diese Gedanken zu hinterfragen und zu entdecken, dass es noch andere Optionen gibt. Wir können verstehen lernen, was in uns vorgeht, was unsere Freiheit behindert. Wenn wir das verstanden haben, dann können wir uns selbst verändern. Zu dem Menschen, der wir sein wollen.
Mit diesem Verstehen passiert noch etwas anderes wunderbares: wir verstehen auch nicht nur uns selbst, sondern auch andere, denn wir merken, dass wir alle nur Menschen sind. Dass jeder von uns seine Ängste hat, seine Gedanken, seine Mauern im Kopf. Unsere Sympathie und Wertschätzung anderen gegenüber wächst. Wir sind entspannter und ruhiger, wir beziehen weniger auf uns, sondern können Meinungen anderer dort lassen, wo sie zu Hause sind - bei ihnen.
Wir in uns ruhen und Vorbild sein. Klingt das nicht fantastisch? Der Weg ist nicht einfach, aber er lohnt sich.
Unsere Lebenszeit ist leider begrenzt und es wäre schade, wenn wir sie nicht in Freiheit leben.


Ist euch Freiheit wichtig? Nutzt ihr die Freiheit, die ihr habt?


Albert Camus sagt dazu wunderschön:


Foto: "Meister und Margarita", Theatergruppe Vorspiel: http://www.facebook.com/TheatergruppeVorspiel

Kommentare:

  1. So ein wichtiges Gut! Gesellschaftlich und privat. Ohne Freiheit kein Glück.

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  2. Meine Freiheit ist mir ganz wichtig in jeder Hinsicht!

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