Mittwoch, 22. Juni 2016

Zu Besuch bei Inka Theatre


Vor einer ganzen Weile schon lernte ich Inka von Inka Theatre bei einem meiner Meet Ups kennen. Wir verstanden uns gut und ich war immer neugierig auf ihre Arbeit, denn sie arbeitet wie ich sehr viel mit Erwachsenen (aber auch mit Kindern und Jugendlichen!).
Allerdings bietet Inka Kurse und Theaterprojekte auf Englisch an und ihre Teams sind somit sehr international. Der darstellerische Fokus liegt aus eben diesem Grund stark auf performativen, körperlichen Elementen. In ihren Kursen werden Körperwahrnehmung und Ausdruck geschult, von den Probenvideos, die sie auf ihrer Facebookseite veröffentlicht, bin ich jedes Mal sehr begeistert.

Neben den mehrwöchen Kursen werden auch regelmäßig große Bühnenperformances erarbeitet, vom Ensemble International People´s Theatre. Am letzten Wochenende fanden die Aufführungen statt, die Fotos seprechen für sich!

Letztens hatte ich endlich die Gelegenheit, in Inkas Welt hineinzuschnuppern und bin mit meiner Kamera im Gepäck zur Abschlusspräsentation ihrer letzten beiden Kurse gedüst. Sowohl der Kurs "Stage Encounters" als auch "Creating Performance" präsentierten ihre Ergebnisse, direkt hintereinander an einem Abend, im Atelier für physisches Theater.



Ich war schon etwas früher vor Ort und konnte beim WarmUp zuschauen. Die Stimmung bei Aufführungen ist immer eine ganz besondere und ich mag es sehr, die unterschiedlichen Momente der Aufregung zu erleben, zu sehen, wie jeder damit umgeht.
Inka war an diesem Abend nach eigenen Aussagen die aufgeregteste von allen, das fand ich sehr sympathisch. Allerdings ließ sie sich nichts anmerken und brachte die Spieler der beiden Kurse mit einem energiereichen WarmUp in Spielstimmung. Es war beeindruckend, mit wie einfachen Mitteln sie arbeitete, mit sehr wenig Sprache, aber umso mehr Bewegung. Da meine Inszenierungen oft sehr textlastig sind, beinhaltet auch das WarmUp bei mir deutlich mehr Sprache. Umso schöner war es, neue Anregungen mitnehmen zu können.



In meinem neuen Tanztheaterkurs werden sicher einige Übungen wieder auftauchen, z.B. die Energielevel, die ich noch aus meiner Ausbildung kenne, aber schon seit Ewigkeiten nicht mehr genutzt habe.

Nach den letzten Vorbereitungen wurden die Zuschauer in den Zuschauerraum gelassen und die Präsentation des ersten Kurses, "Stage Encounters", begann:



Im Kurs wurde erforscht, mit welchen einfachen Methoden auf der Bühne Spannung erzeugt werden kann, z.B. mit Blicken, die zwischen zwei sich begegnenden Menschen ausgetauscht werden. In der Präsentation wurden mehrerer dieser Begegnungsszenen gezeigt, später wurden Tier-Mensch-Wesen dargestellt und Szenen mit unterschiedlichen Energieleveln.

Anschließend präsentierte der Kurs "Creating Performance" -  wie der Titel sagt - eine Performance, in der sich körperlich-tänzerische Szenen mit Monologelementen abwechselten. Ich freute mich besonders, dass ein Monolog aus Shakespeares "Der Sturm" (The Tempest) dabei war, denn das Stück liebe ich sehr.

Ich war beeindruckt, von der Körperlichkeit der Schauspieler, von ausdrucksstarken Momenten und der Ernsthaftigkeit des Spiels.

Und jetzt lasse ich nur noch Bilder sprechen:







Wenn ihr auch bei Inkas Kursen dabei sein wollt, schaut auf ihrer Seite vorbei:
http://www.inka-theatre.com/

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