Freitag, 3. Juni 2016

Gemütlichkeit - Blogreihe #wertekatalog

Es ist Value-Friday und es geht weiter mit der Blogreihe #wertekatalog, die vor wenigen Wochen startete.


Und der fünfte Wert ist:

GEMÜTLICHKEIT



Wikipedia sagt:

Gemütlichkeit, abgeleitet von Gemüt, ist ein subjektiv empfundener Gemütszustand des Wohlbefindens, ausgelöst durch subjektiv determinierte materielle Verstärker und/oder Situationen. Das Wort Gemütlichkeit wird auch im Englischen und im Französischen (la Gemütlichkeit) verwendet. Der Gegenbegriff ist 'Ungemütlichkeit'.
Gemütlichkeit kennzeichnet eine dem Menschen freundliche, warme Atmosphäre und Umgebung, in der man sich wohlfühlt. Sie ist gekennzeichnet von Ausgeglichenheit, Geborgenheit, Konfliktfreiheit und Sorglosigkeit. Sie bringt Ruhe in die Hektik. Gemütlichkeit verträgt keine Aufregung, keinen Streit, keine sich aufdrängenden Sorgen. Sie ist auch unvereinbar mit gleichzeitiger schwerer Arbeit, die zwar zu Gemütlichkeit führen kann, aber selbst keine darstellt. In der Kunst kann die Darstellung von Gemütlichkeit bzw. Konfliktfreiheit kitschig wirken.[...]
(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Gemütlichkeit)
Während ich diesen Blogartikel schreibe, sitze ich auf dem Balkon und neben mir liegt meine Katze. Entspannt, alle Gliedmaßen von sich gestreckt. Das ist für mich der Inbegriff von Gemütlichkeit. Katzen sind Tiere, die von sich aus eine unglaubliche Gemütlichkeit ausstrahlen, die auf das Umfeld abfärbt.
Menschen können das meistens nicht besonders gut.
Wie stellen wir Gemütlichkeit her? Wollen wir das überhaupt? Warum sollte Gemütlichkeit ein wichtiger Wert sein?

Für mich ist Gemütlichkeit ein wichtiger Wert - in meinem Zuhause. Gemütlichkeit bedeutet für mich Abschalten-Können, Sorgenfrei-Sein. In meiner Wohnung lebe ich Gemütlichkeit aus. Ich habe es in der Hand, mein Zuhause so zu gestalten, wie es für mich angenehm ist. Es soll ein Ort der Ruhe sein - für mich und für meine Gäste. Selbstverständlich nur für Gäste, mit denen ich mein Zuhause (zeitweise) teilen will. Niemand anderes hat Zutritt und auch das macht Gemütlichkeit aus.


Gemütlichkeit kann auch im Charakter verankert sein, denn sie beinhaltet ja bestimmte Eigenschaften: Ruhe, Freundlichkeit, Wärme. Zu einem gewissen Teil bin auch ich ein gemütlicher Mensch. Jemand, der in sich ruht, der Wärme und Wohligkeit an andere gibt. Zumindest versuche ich es.
Zu einem anderen Teil bin ich auch ungemütlich: ich will Dinge manchmal genau wissen, ich frage nach, ich mache mir Sorgen, ich bin unternehmungslustig, ich will Action.
Gemütlichkeit gilt für mich nicht für mein öffentliches Leben, für meine Arbeit, denn zu gemütlich ist gefährlich. Es steht der Veränderung entgegen. Zu gemütlich heißt, dass alles so bleiben soll wie es ist. Das ist zwar ein verständlicher Wunsch, aber er ist lebensfern und impliziert, dass auch eine eigene Entwicklung nicht erstrebenswert ist. Wollen wir wirklich gleich bleiben? Uns gemütlich in uns selbst einrichten? Das wirkt verlockend, aber die Welt wird dann an uns vorbeiziehen ... bis wir den Anschluss verpasst haben. Und dann ist es plötzlich nicht mehr gemütlich. Dann sind wir die gestrigen, die abgehängten. 
Gemütlichkeit ist ein typisch deutscher Wert. Wir sind dafür bekannt, und das nicht nur positiv. "Gemütlichkeit" hat oft einen negativen Beigeschmack, wird gleichgesetzt mit Trägheit, mit Mitläufertum, mit Nationalismus. Wir tuen uns oft schwer mit neuen Systemen, mit Dingen, die wir nicht "schon immer so gemacht haben".
In der Veränderung liegt die Basis für Fortschritt. Und Fortschritt ist Entwicklung, ein Streben in die Zukunft. Nur die können wir beeinflussen. Die Vergangenheit können wir nicht bewahren, unsere Umwelt wird sich immer verändern. Also müssen wir uns mit ihr verändern, uns immer wieder neu anpassen. Auch wenn das unbequem oder ungemütlich ist. Aber wir können immer Möglichkeiten für gemütliche Nischen finden. Auch in der Veränderung.

Eine offene Denkweise lässt uns Veränderungen leichter miterleben. Wir gewöhnen uns an das Prinzip der Veränderung und vertrauen uns selbst - vertrauen darin, dass wir immer eine Lösung finden werden, immer mit Veränderungen umgehen können. Dieses Wissen schafft Sicherheit und somit eine neue Form der Gemütlichkeit - in uns selbst.


Wie wichtig ist für euch "Gemütlichkeit"?


Ausnahmsweise gibt es zum Zitat mal ein Katzenfoto - zieht ja immer ;) :














































Foto: privat

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