Donnerstag, 2. Juli 2015

"Happy Endings" - Schaubühne Berlin


Happy Endings - so heißt das Startup, das in der Inszenierung der Polyrealisten an der Berliner Schaubühne gestartet wird. Ihre Geschäftsidee: mit 4 Coaches den Kunden bei der Verwirklichung ihrer Träume helfen.
Schon die Bühne mit den kahlen Tischen, Kühlschrank, Laptops und Bürokram wirft einen sofort in die Startup-Welt. Mit Energie und Elan startet die Unternehmung und nach und nach gibt es Probleme: können wir alle Infos über unsere Coachees veröffentlichen? Setzen die Coaches die richtigen Methoden ein? Klappt das überhaupt mit der Finanzierung?
Neben diesen Problemen lernen wir die Coachees und ihre Träume kennen. Und wir hoffen mit ihnen, dass sie sich erfüllen.

Während der Probenzeit zu "Happy Endings" hat die Gruppe Polyrealisten sich intensiv mit dem Thema Träume auseinandergesetzt. Und eines Tages sollten sie auf einem Blatt ihre Herzenswünsche notieren. Was sollte das sein? Herzenswünsche? Es ging um Dinge, die sie schon immer mal machen wollten, sich aber noch nie getraut haben. Gleich mehrere Dinge fielen den Teilnehmern ein. Und plötzlich hieß es: Ihr habt 8 Wochen Zeit, diesen Traum zu verwirklichen. Jedem Teilnehmer wurde ein Coach aus der Gruppe zugeteilt, ein Vertrag wurde unterschrieben, die Traumverwirklichung oder auch das Scheitern wurden notiert. Viele haben ihr Ziel erreicht. Und dieser Stolz überträgt sich auf das Publikum.
"Happy Endings" ist ein motivierendes Stück, mitreißend und unterhaltsam. Es wirkt wie eine Therapiestunde - nach der Vorstellung schwebt man voller Ideen und Tatendrang nach Hause! Unbedingt anschauen!

Weitere und zugleich letzte Termine:
07., 08. & 09. Juli 2015


Info: http://www.schaubuehne.de/de/produktionen/happyendings.html/ID_Vorstellung=1299
Foto: © Gianmarco Bresadola, 2015
Bildquelle:  www.schaubuehne.de

Kommentare:

  1. Warum werden Theaterstücke in Berlin oft nur 5-6x äufgeführt, dazu oft nur noch in einer Woche? Bis man rausgefunden hat, dass etwas läuft, ist es vorbei.... :(

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    1. Es kommt auf das Stück, die Nachfrage und die Schauspieler an. An den großen Häusern stehen die Stück so lange auf dem Spielplan wie sie gut laufen. Da haben sie auch den Vorteil, dass sie die Spieler im Ensemble haben.
      In diesem Fall war "Happy Endings" allerdings ein Projekt mit Amateurspielern, also alles Menschen, die Theater nur in ihrer Freizeit spielen und ansonsten einem anderen Beruf nachgehen. Da ist es schon schwer genug, einen einzigen Termin zu finden, an dem alle können, geschweige denn 5-6.;)
      Da ich auch Amateurprojekte realisiere, weiß ich, wie problematisch das meist ist. Hinzu kommt, dass das Publikum dann meist hauptsächlich aus Verwandten und Freunden der Schauspieler besteht. Und die waren dann nach ein paar wenigen Vorstellungen alle da. "Fremdes" Publikum zu finden, ist bei Amateurprojekten sehr schwierig.
      Berlin hat einfach ein riieeesiges Theaterangebot, man KANN nicht alle guten Produktionen mitbekommen. Aber ich checke regelmäßig die Spielpläne der großen Theater und nehme viele Flyer mit, wenn mir welche unter die Finger kommen ... manchmal schaffe ich es dann sogar zu einer Aufführung.;)

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